Archiv für Mai 2010

„Nein, nein, nein!“, hörte man irgendwann von der FDP – und von der SPD auch –, als es um Verhandlungen bezüglich einer sog. Ampel-Koalition – SPD (rot), FDP (gelb) und Grüne – in Nordrhein-Westfalen ging.
Das war auch heftigst durch die Medien gegangen.
FDP und SPD wollten auf keinen Fall koalieren, vor allem die FDP nicht mit den Grünen.
Deswegen dauert die Regierungsbildung in NRW ja schon solange an.
Man kann sich nicht einigen – will vielleicht auch gar nicht.
Wir erinnern uns kurz.
Die SPD hat zig Jahre NRW heruntergewirtschaftet.
2005 konnte dann die CDU die Wähler überzeugen, sie holte NRW aus der Krise, mit dem Versprechen sofort.
So kam die CDU 2005 an die Regierung.
Zu erwarten war, dass eine CDU-geführte Regierung NRW auch nicht aus dem Schlamassel holen konnte, zumindest nicht innerhalb einer Legislaturperiode (von fünf Jahren).
Dies nutzte die neue SPD-Kandidatin Kraft aus, indem sie entgegen jedes Realitätsdenken die Wähler dazu brachte, zu glauben, die CDU habe die ganze Misere verursacht.
Da es sich ja mit leerem Kopf so gut nickt, nickte das nordrhein-westfälische Wahlvolk in Richtung der SPD und so wurde die SPD wieder stärkste Kraft.
Seitdem geht es rund im Koalitionspoker.
Die FDP heult hier, die Grünen kreischen dort, die SPD schüttet ihren Sermon gegen alle aus.
Für die Grünen und die SPD war es wichtiger mit den Linken während eines Koalitionsspitzengesprächs über die DDR zu reden als über NRW-Landespolitik.
Irgendwann hatte dann die SPD genug von ihrem eigenen Gequake und haute erstmal auf alle – insbesondere den Linken – ein und erwägte schon eine „große Koalition“ mit der verhassten CDU, die natürlich bereitwillig „Ja!“ signalisierte.
Nun meldet sich die FDP wieder zu Wort, allen voran „Et Guido“ Westerwelle. Er gab grünes Licht für eine Ampel-Koalition, und alle toten Fische der FDP schwimmen schön mit dem Strom.
Das Verhalten der FDP hat nichts mit Politik zu tun, sondern es sind reine Machtspielchen.
Hauptsache ein Pöstchen hier, ein Pöstchen da …

Homöopathie ist so, wie wenn man in Frankfurt einen Autoschlüssel in den Main wirft und in Würzburg versucht, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.
Vince Ebert zur Hochverdünnung bei „homöopathischen Mitteln“

Während eines Nachtwachenturnus von sieben Nächten waren sich der diensthabende Arzt und die Krankenschwester einig, dass ab der kommenden Nacht die Stunde zwischen 3 Uhr und 4 Uhr nicht mehr existent ist.
Die Beiden hatten in den vorherigen Nächten die Erfahrung gemacht, egal wie ruhig der Dienst bisher verlaufen ist, um 3 Uhr stand der 3-Uhr-Patient in der Ambulanz. Sie hatten alles bis ins kleinste ausgeklügelt, wie man diese 60 Minuten am Besten ignoriert, und waren zu dem Schluss gekommen, einfach die Stunde zu streichen. Pläne hatten sie geschmiedet ohne Ende – und doch in der darauf folgenden Nacht pünktlich um drei 3 Uhr – na was wohl – der 3-Uhr-Patient.

Es gibt schon kuriose Zufälle …
In der Taxizentrale sagte mir der Zentralist die Straße und den Ort, wo ich die Kunden abholen sollte und fügte hinzu: „Aber du weißt ja, wo Schneidewinds wohnen.“
Ich fragte verblüfft nach, weil ich dachte, der Zentralist wolle mich verkohlen.
Er meinte es ernst und war seinerseits überrascht, dass ich Schneidewinds, die auch noch in unserer Nähe wohnen, nicht kenne.
Als ich bei Schneidewinds ankam, wurde es kurios, aber herzlich.
„Sie sind ja superpünktlich“, lobte mich Herr Schneidewind, den ich bis jetzt noch nicht gekannt hatte.
Ich erwiderte: „Schneidewinds sind immer pünktlich.“ und erntete einen fragenden Blick.
Ich fügte hinzu: „Heute haben Sie das Glück, mit einem Herrn Schneidewind zu fahren.“
Jetzt dämmerte es meinem Gegenüber.
Wir begrüßten uns.
„Angenehm, Herr Schneidewind – Schneidewind!“
„Angenehm, Herr Schneidewind – Schneidewind!“
Wir tauschten ein paar Nettigkeiten aus und fuhren dann los.
Herr Schneidewind sagte mir, es sei ihm auch nun klar, weswegen der Zentralist bei der Vorbestellung so seltsam geklungen habe, als er den Namen gehört habe.
Auf dem Weg stellte sich heraus, dass Schneidewinds auch wie mein Vater aus der Nähe des Harzes kamen. Mein Vater wurde in der Luther-Stadt Eisleben geboren,. Gerhard Schneidewind, den ich seit Kurzem kannte, hatte Wurzeln bei einem Johannes Schneidewind, einem Weggefährten Martin Luthers.
Während der Fahrt sprachen wir uns auffällig mit Namen an.
„Wie finden Sie das Wetter, Herr Schneidewind?“
„Es könnte besser sein, Herr Schneidewind.“
„Das stimmt, Herr Schneidewind.“
Irgendwann war dann die Fahrt zu Ende und wir verabschiedeten uns vorläufig.
„Tschüss, Herr Schneidewind.“
„Einen schönen Urlaub, Herr Schneidewind.“
„Danke, Herr Schneidewind.“
Es gibt schon Zufälle!
Auf unserer „Tour durchs Universum“ – „Through the Universe“ haben wir wieder bei unseren Fans Halt gemacht.
Nun haben wir auch ein Video unseres Songs „Ein Stern, der vor Deinem Auto liegt“ produziert.
Dieses kann bei „You Tube“ angeschaut werden.
Ein Stern, der vor Deinem Auto liegt
Seit Jahren schon fahr‘ ich mit Dir
Und ich danke Dir dafür
Doch gestern hast mir sehr wehgetan
Du bist über meinen Zeh gefahr‘n
Von der Straße wieder hochgekrochen
hab‘ ich Dir den Stern abgebrochen
Ein Stern, der vor Deinem Auto liegt
Die Motorhaube nicht mehr ziert
Den hast Du seit heut‘ nacht
Ein Stern, der vor Deinem Auto liegt
Dir die Tränen ins Auge schießt
Es hat so schön gekracht
Irgendwann ist auch der Schmerz vorbei
In der Schrottpresse ist Platz für Euch zwei
Doch den Stern wirst Du nicht wieder seh‘n
Er wird nie mehr auf der Haube steh‘n
Er wird nie mehr der schönste sein
Ein Stern, der vor Deinem Auto liegt
Die Motorhaube nicht mehr ziert
Den hast Du seit heut‘ nacht
Ein Stern, der vor Deinem Auto liegt
Dir die Tränen ins Auge schießt
Es hat so schön gekracht
Ein Stern …
Kristall-Kaffee

Heute stellen wir eine neue Variante des allseits beliebten „Getränks“ Kaffee vor.
Wir benötigen dazu:
- eine handelübliche Kaffeemaschine für Filterkaffee
- ca. einen halben Liter Wasser
- und drei bis vier Teelöffel Kaffeepulver.
So geht es:
- Den halben Liter Wasser in die zur Kaffeemaschine passenden Kanne geben.
- Einen Kaffeefilter 1 × 4 in die Filteraufnahme der Maschine einsetzen.
- Je nach Geschmack drei bis vier Teelöffel Kaffeepulver in den Filter geben.
- Den Deckel der Maschine schließen.
- Nun die mit Wasser gefülle Kanne unter den Filter auf die Warmhalteplatte der Maschine stellen.
- Die Maschine mit dem Schalter in Gang setzen.
Nach ca. zehn Minuten befindet sich in der Kaffeekanne warmer, kristallklarer Kaffee …


Pfingsten kann man sich eigentlich kaum noch vorstellen – also die Sache mit den Feuerzungen.
Heute würden die Feuerzungen wohl als E-Mail kommen und niemanden erreichen, weil sie dann im Spam landeten (unbekannter Absender).
Eine Kollegin wollte wissen, was es mit Pfingsten auf sich hatte, und Glühwürmchen erklärte den Zusammenhang mit den Feuerzungen und dem Heiligen Geist.
Ihre Kollegin dazu: „Seitdem ich über die Feiertage arbeiten muss, weiß ich nix mehr darüber.“
By the Way: „Pfingsten“ wird übrigens „FINKSTEN“ geschrieben.

„Ich bin in einem psychischen Ausnahmezustand“, sagte er, „Meine Frau hat mich verlassen.“
„Dann will ich mal darüber hinwegsehen, dass Sie mich angerempelt haben“, erwiderte sein Gegenüber, „aber meinen Kaffee, der jetzt auf der Straße liegt, ersetzen Sie mir.“
Er machte eine kleine Sprechpause, in der er den Rempler anschaute, und entschied sich, weiter seines Weges zu gehen und es mit dem Kaffee auf sich zu belassen. Ein paar Sekunden später hatte er die Sache schon vergessen …
Für den Rempler ist diese Sache auch erledigt, irgendwie, aber das Andere noch lange nicht.
Seine Ehe war schon lange kaputt, und seine Frau hat ihn vor mehr als zwei Jahren verlassen, aber er will nicht aus dem temporären Fragment des immer wiederkehrenden Selbstmitleids heraus, denn es ist so schaurig schön, immer wieder das „Gleiche“ zu „erleben“.
Jemand, auf dem man nach eigener Einbildung immer zählen konnte, spielt plötzlich nicht mehr mit, und sozialismusgleich bricht das ganze System in sich zusammen.
Schwelgen in Erinnerungen, in böse Erinnerungen!
Um sich selbst zu bemitleiden, kommt auch immer und immer wieder der an sich selbst gerichtete Standardspruch: „Es war nicht alles schlecht.“ Das war es ja auch nicht.
Gebetsmühlenartig wird diese Floskel jedes Mal aufs Neue aufgegossen, wenn man wie jeden Tag (mehrmals) mit Kollegen oder Nachbarn über sein „Unglück“ spricht.
Was mit guten Vorsätzen angefangen hat, ist immer und immer mehr dank der Selbst‑ und Fremdblendung den Bach heruntergegangen; aus süßem Nektar wurde saurer Essig.
Nicht war „plötzlich“ mehr so, wie es mal war.
Der verlassene Ehemann!
Sie hat sich aus heiterem Himmel getrennt und ihn verlassen!
Es war zwar schon lange absehbar, das Ende, doch man wollte es nicht wahrhaben.
Nicht die „böse“ Ehefrau war schuld!
Nein!
Der eigene Narzissmus!
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.


























