Archiv für 18. Juli 2010

Sonntags, kurz vor acht Uhr, Sömmerda-Platz, Böblingen …

Die ersten warten auf den Verkaufswagen der Bäckerei, der immer sonntags hier herkommt …

… und es werden immer mehr.
Seit Viertel vor Acht pilgern die Leute nun schon los und stellen sich in die Reihe der anderen Wartenden, denn der Verkaufswagen ist noch nicht da.
Um Zehn nach Acht war er übrigens immer noch nicht da.
Wenn er dann kommt, heißt es wieder: „Sie sind zu spät. Um acht Uhr wird gefrühstückt.“

Unser Internet-Shop ist am Freitagabend einem Hackerangriff zum Opfer gefallen.
Am Samstagmittag wurde er vorübergehend auf Eis gelegt, also abgeschaltet, damit kein weiterer Schaden angerichtet werden kann.
Die Wiederherstellung inklusive Löschen des schädlichen Codes funktionierte leider nicht, weil die virale Software nämlich auch wichtige Programmteile gelöscht bzw. zerstört hat.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir den Shop wiederhergestellt haben.
Dumm ist, dass Google die Webseite des Shops nun als „attackierend“ einstuft und eine Warnmeldung ausgibt.
Unser Provider hat „prophylaktisch“ erstmal alle unser Webseiten abgeschaltet.
Eine Meldung, dass die Techniker dies getan haben, kam erst verspätet an.
Die E-Mail war auch sehr aussagelos.
Nach zig Telefonaten mit unserem Provider haben wir es endlich geschafft, dass die Webseiten wieder freigeschaltet wurden.
Wir wollten etwas für dieses Blog schreiben und dann erschien die Meldung „Diese Webseite ist vorübergehend nicht erreichbar“.
Nach einiger Zeit passierte immer noch nichts.
Die Service-Hotline des Providers war absolut armselig.
„Lesen Sie die Mail, die wir Ihnen geschickt haben!“, „Ich kann nichts machen.“, „Die Techniker sind telefonisch nicht erreichbar.“ und andere Inkompetenzen mussten wir uns anhören.
Während der Telefonate löschten wir den Shop.
Wir mussten noch zig Telefonate führen, bis die Webseiten wieder freigeschaltet wurden.
Wir argumentierten, dass der Provider also ad hoc Webseiten sperren dürfe, wenn wir aber zeitnah alles in Ordnung brächten, sollten wir bis nach dem Wochenende warten und stellten dies als kundenfeindliches Gebaren dar.
Ein paar Mal versprach man uns Abhilfe, doch anstatt etwas zu tun, legten die „Hotliner“ auf.
Dann wurde unser Ton ruppiger und dominanter.
Als wir dann drohten, unseren Rechtsanwalt einzuschalten, ging es, weil wir ja – laut unseres Providers – „kooperativ“ waren …
























