
Auch wenn es nur ein seelenloses Stück Metall ist, es ist nicht leicht, es einfach abzumelden und hinzustellen, doch es ist „notwendig“.
Ein Auto, wie man es sich wünscht!
Robust, bequeme Sitze, großer Kofferraum, gute Straßenlage, wendig, wenig Verbrauch, leiser Motor, kaum Reparaturen.
Das ist nur die technische seelenlose Seite.
Viele Erinnerungen
Niemals hat der rote VW Golf mich im Stich gelassen, hat mich von hier nach da gebracht. Wenn er erzählen könnte, wo er alles war, man könnte Bücher damit füllen.
Mehrmals Urlaub auf der Ostseeinsel Fehmarn, bei großer Hitze ging es voll mit Koffern dort hin, Devil war dabei. Zwischendurch immer wieder Pause, weil es Devil zu heiß wurde.
Nach Halle an die Saale mit meinen Eltern, vier bis fünf Stunden Fahrt zu Verwandten. Stellenweise fuhren wir im Harz über Eis. Keine Ausrutscher, keine Unfälle, keine Schäden.
Es ging durch Wald und Flur, durch Tag und Nacht hindurch.
Von Norden nach Süden, von Osten nach Westen.
Urlaub in Norden an der Nordsee, wieder Devil dabei, das Auto wieder vollgepackt, ging es los. Kein Schwächenanfall. Alles erkundigt.
Auch der Unzug nach Schwaben hat hervorragend geklappt mit meinem Golf.
Nur Devil konnte nicht mit.
Vollgepackt mit Koffern und Utensilien ging es dorthin zu neuen Ufern.
Zu meiner Herzallerliebsten
Er brachte mich am 28.6.2008 nach Köln, wo das Treffen der Herzen stattfand und ein niemals-endendes Kapitel meines Lebens begann.
Nach über vierzig Jahren wusste ich endlich, was es bedeutet, glücklich zu sein …
… nach „einem halben Leben“!
Er brachte mich zu Glühwürmchen, damit sie von mir unendliche Liebe empfangen konnte und ich von ihr.
Er half uns beim Umzug, als wir – Glühwürmchen und Herzbeben – uns entschlossen, zusammenzuziehen. Er wurde nie müde.
Er half uns auch, als wir zusammen berufsbedingt vom Dorf in die Großstadt zogen, und stand „brav“ in der Tiefgarage, wurde wach, wenn wir los wollten und versah einfach seinen Dienst, vor allem, wenn er uns nach Nordrhein-Westfalen bringen sollte.
Fünf bis sechs Stunden Fahrt bis dorthin, im Winter im Schnee.
Wochenenden der Freude in Nordrhein-Westfalen!
Aber eben nur ein Stück Metall!
4 Kommentare zu „Abschied vom „Stück Metall““
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Super!
Aber nur 163 000 und nur zwölf Jahre?
Unser Stück Metall ist 15 Jahre alt und hat knapp 315 000 auf dem Buckel.
Auf die nächsten 300 000!
Seit zwölf Jahren und 163.000km fahre ich auch so einen, in zeitlosem Silber und mit Automatikgetriebe, herrlich. Und ja, die vorderen Stoßdämpfer zischen kurz und leise wenn ich z.B. über Barrieren in 30er Zonen gleite…Gibt in Parkhäusern ein schönes Echo. Bis das der TÜV …
Und? Was ist nun mit dem guten Stück? Ist es in der Schrottpresse gelandet und an seiner Stelle glänzt nun ein funkelnagelneuer Dacia Logan?
Für uns war es nicht nur ein „Stück Metall“ für uns war und wird er immer so unendlich viel mehr sein….
Liebe…Glück…Harmonie…besonders der Klang der Stossdämpfer