Autorenarchiv
![]()
Unglaublich aber wahr …
Wie würde das Frühstücksei schmecken, wenn man in den Salzstreuer aus versehen Zucker gefüllt hätte?
Ganz im Ernst – Widerlich!
Würde uns einer erzählen, die Natur hätte Salz und Zucker bei den Früchten verwechselt, so würde wir ihn der Lüge bezichtigen! Und doch hat die Natur es getan:
- 100 g Beerenobst beinhalten 25 mg Kochsalz
- 100g Steinobst beinhalten schon 100 mg Kochsalz und
- 100g Bananen enthalten stolze 200 mg Kochsalz
Süß oder salzig…wer hat hier die verkehrten Geschmacksknospen…oder ist alles nur ein Märchen…eine Illusion?
Nein, es gehört zu dem kleinen ABC der großen Irrtümer.

„Nirgendwo wird man mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden als hier!“
Dieses Zitat von Obi-Wan Kenobi über Mos Eisley (Krieg der Sterne) trifft genau auf das World Wide Web – www – zu.
Im „sicheren Kämmerlein“ am Rechner, wird aus so manchem Dackel ein Dalmatiner, wenn es um die Gunst des anderen Geschlechtes geht.
Aus jedem schüchternem Menschen, der es im realen Leben nicht schafft, sich mit Gegnern verbal auseinander zu setzen, wird ein SEK-Kommando-Mitglied, der im www mit seinen Heldentaten nur so prahlt.
Eine allseits bekannte und beliebte Kommunikationsplattform im www wird von einigen dazu missbraucht, ihren ganzen Hass auf die Menschheit und seinem unvollkommen Leben, in dem man es zu nichts gebracht hat, mit verbalen Attacken um sich zu schießen.
Ganze Gruppen schießen sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen, und gemeinsam träumt man den Traum von der Verbesserung einer ganzen Lebenssituation. Man ruft zu gemeinsamen Aktionen auf, um das geplante Ziel zu verwirklichen. Aus diesen Aufrufen folgt meist die Ernüchterung, dass in der realen Welt irgendwie keiner angekommen ist, um sich an der geplanten Aktion zu beteiligen.
Spricht man die Mitglieder darauf an, so wird man ganz schnell aus dieser Gruppe als persona non grata entfernt!
Träumt man doch lieber den gemeinsamen Traum von der „Weltrevolution“, als sich von solchen Störfaktoren mit der realen Situation auseinander zu setzen.
Gemeinsamer Spott, Hohn und Denunzierung kann man so schön in einer Gruppe ausleben, und versteckt sich dabei hinter einem Nicknamen – Alias – , damit man ja nicht erkannt wird, um sich eventuellen Konsequenzen, bzw. Auseinandersetzungen zu stellen.
Schönes www, die heile Welt, sollten wir nicht alle ein wenig „bluna“ sein, und dort unseren Lebenstraum träumen, als ihn in der realen Welt zu leben?

Es ist nicht unsere Schuld, dass der Bahnhof so ist, wie er ist.
Es wäre nur unsere Schuld, wenn er so bleibt.
Glaube keinem K21-Verfechter, der dir sagt, dass du nichts verändern kannst!
Die, die das behaupten, haben nur vor Veränderungen Angst.
Es sind dieselben, die erklären, dass es gut so ist, wie es ist.
Wenn wir etwas verändern wollen, sind wir automatisch Terroristen.
Lass uns darüber reden, denn in unserm schönen Land
sind zumindest theoretisch alle furchtbar tolerant.
Worte sollen etwas bewegen, Worte tun manchmal weh.
Darum lass uns darüber reden, denn Diskusionen sind OK.
Wir gehen auf die Straße, denn wer nicht versucht zu kämpfen,
der kann nur verlieren!
Die, die dich verkohlen, hast du selbst gewählt.
Darum lass Sie Deine Stimme hören, weil jede Stimme zählt!

Was ist „K21“ – „Kopfbahnhof 21“?
Welche Gründe sprechen dafür, den Bahnhof nicht in den Untergrund zu verlegen, sondern am „Alten“ festzuhalten?
- Der Zeitplan
Für einen Baustopp ist es nicht zu spät, da erhebliche Planungs‑, Bau‑ und Kostenrisiken noch nicht beseitigt sind.
Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist noch nicht ausgereift. - Stuttgart 21 ist schlecht kalkuliert und zu teuer
Durch die Erfahrung bei anderen Objekten ist es jetzt schon sicher, dass es zu einer Kostenexplosion kommen wird.
Baufehler und längere Bauzeiten sind vorprogrammiert. - Rekordverschuldung
Die Planung und Kalkulierung für das Projekt fand vor 10 Jahren statt, als die Haushaltskassen noch voll waren.
Nun sind zehn Jahre ins Land gegangen, und die finanzielle Lage hat sich erheblich geändert.
Viele Verkehrsprojekte drohen dem Rotstift zum Opfer zu fallen, daher ist S21 nicht mehr zeitgemäß. - Bauzeit
Eine Verlängerung der Bauzeit ist vorprogrammiert, da sich die Tandem-Projekte Neubaustrecke und S21 gegenseitig ausbremsen werden. - Schaden für das Ganze
Wird S21 und Neubautrassen gebaut, werden transnationale Trassen vernachlässigt und viele kleinere Projekte, mit großer Wirkung auf Eis gelegt.
Zum Nachteil für Bürger, Wirtschaft und Klima. - Planung: Qualität mangelhaft
Viele Dinge sind nicht ausgereift, und nur halbherzig geplant, besonders wenn es um die Frage der Sicherheit geht. - Reisen per Bahn wird teurer, langsamer und stressiger
Die Menschen und ihre Bedürfnisse stehen bei der Planung alles andere als im Mittelpunkt.
S21 bedeutet: längere Reisezeiten, teurere Tickets, umständliches Umsteigen, fehlende Verbindungen. - Meisterwerk der Architektur, Kulturdenkmal
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist ein architektur‑ und geistesgeschichtliches Kulturzeugnis ersten Ranges, das man mit dem Abriss des Nordflügels begonnen hat zu zerstören. - Bürgerwille und Bürgerbeteiligung bleibt außen vor
Was bisher geschehen ist, ist ein Armutszeugnis für die Demokratie - Die Alternative K21
Bereits als bloßes Denkkonstrukt besticht das Alternativmodell „Kopfbahnhof 21“ seit vielen Jahren durch zahlreiche Vorteile, von den im Vergleich zu Stuttgart 21 deutlich niedrigeren Kosten ganz zu schweigen.
Höchste Zeit, dieses Modell ernsthaft in Betracht zu ziehen!
Dies sind Argumente, die man auf den Seiten der Befürworter von „K21“ bzw. den Gegnern von „S21“ findet.

Wenn man keine intrinsische Motivation besitzt, gibt man dies natürlich – auch vor sich selbst – nicht zu.
Veränderungen proklamiert man zwar, aber macht ja nichts, um sie einzuleiten.
Wo nichts ist, kann nichts werden.
Wild und auslandend vor allem für Außenstehende gestikuliert man, wenn jemand auch nur im Entferntesten daran kratzen könnte, dass man seine Pläne nicht ernst genug verfolgt.
Irgendwann zieht es aber nicht mehr und man muss sich dann – wegen seiner eigenen Rechtfertigung auch vor anderen – fadenscheinige Gründe einfallen lassen, warum es nicht geklappt hat.
- Es hat nicht sollen sein.
- Man steckt nicht drin.
- Es ist so, wie es ist.
- Das hat noch nie jemand geschafft.
Dass ich es nicht geschafft habe, war abzusehen. - Die Zeit war noch nicht reif.
- Am Schicksal kann man eben nicht drehen.
- Hätte nicht andere gestört, hätte es geklappt.
- Andere hätten es auch nicht geschafft.
- Bei der vielen Arbeit, die ich habe, schafft man sonst nichts.
- Ich habe mein Bestes gegeben, aber … (andere Ausrede dieser Liste)
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Während eines Nachtwachenturnus von sieben Nächten waren sich der diensthabende Arzt und die Krankenschwester einig, dass ab der kommenden Nacht die Stunde zwischen 3 Uhr und 4 Uhr nicht mehr existent ist.
Die Beiden hatten in den vorherigen Nächten die Erfahrung gemacht, egal wie ruhig der Dienst bisher verlaufen ist, um 3 Uhr stand der 3-Uhr-Patient in der Ambulanz. Sie hatten alles bis ins kleinste ausgeklügelt, wie man diese 60 Minuten am Besten ignoriert, und waren zu dem Schluss gekommen, einfach die Stunde zu streichen. Pläne hatten sie geschmiedet ohne Ende – und doch in der darauf folgenden Nacht pünktlich um drei 3 Uhr – na was wohl – der 3-Uhr-Patient.

„Ich bin in einem psychischen Ausnahmezustand“, sagte er, „Meine Frau hat mich verlassen.“
„Dann will ich mal darüber hinwegsehen, dass Sie mich angerempelt haben“, erwiderte sein Gegenüber, „aber meinen Kaffee, der jetzt auf der Straße liegt, ersetzen Sie mir.“
Er machte eine kleine Sprechpause, in der er den Rempler anschaute, und entschied sich, weiter seines Weges zu gehen und es mit dem Kaffee auf sich zu belassen. Ein paar Sekunden später hatte er die Sache schon vergessen …
Für den Rempler ist diese Sache auch erledigt, irgendwie, aber das Andere noch lange nicht.
Seine Ehe war schon lange kaputt, und seine Frau hat ihn vor mehr als zwei Jahren verlassen, aber er will nicht aus dem temporären Fragment des immer wiederkehrenden Selbstmitleids heraus, denn es ist so schaurig schön, immer wieder das „Gleiche“ zu „erleben“.
Jemand, auf dem man nach eigener Einbildung immer zählen konnte, spielt plötzlich nicht mehr mit, und sozialismusgleich bricht das ganze System in sich zusammen.
Schwelgen in Erinnerungen, in böse Erinnerungen!
Um sich selbst zu bemitleiden, kommt auch immer und immer wieder der an sich selbst gerichtete Standardspruch: „Es war nicht alles schlecht.“ Das war es ja auch nicht.
Gebetsmühlenartig wird diese Floskel jedes Mal aufs Neue aufgegossen, wenn man wie jeden Tag (mehrmals) mit Kollegen oder Nachbarn über sein „Unglück“ spricht.
Was mit guten Vorsätzen angefangen hat, ist immer und immer mehr dank der Selbst‑ und Fremdblendung den Bach heruntergegangen; aus süßem Nektar wurde saurer Essig.
Nicht war „plötzlich“ mehr so, wie es mal war.
Der verlassene Ehemann!
Sie hat sich aus heiterem Himmel getrennt und ihn verlassen!
Es war zwar schon lange absehbar, das Ende, doch man wollte es nicht wahrhaben.
Nicht die „böse“ Ehefrau war schuld!
Nein!
Der eigene Narzissmus!
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.



























