Autorenarchiv

Wir leben in einer Pornogesellschaft.
Früher hieß es: „Gehen wir zu dir oder zu mir?“
Heute heißt es: „Gehen wir zu dir oder machen wir es gleich hier?“
Die Jugendlichen wissen noch genau, welche Stellung sie wann mit wem durchgeführt haben und in welcher Reihenfolge, doch wenn man sie fragt: „Macht Küssen schwanger?“, antworten sie: „Ja!“.

Manchmal hat man im Straßenverkehr ja nichts außer Aufpassen zu tun …
Die Schwaben hupen im Straßenverkehr ja wegen jeder Kleinigkeit.
So dachte ich, dass ich mal jemanden mit Hupen ärgern sollte.
Ich stand an der Ampel und trank etwas Mineralwasser. Links neben mir stand ein anderes Auto.
Wir hatten beiden wegen der hohen sommerlichen Temperaturen die Fenster offen.
Während ich trank, hupte ich und tat so, als wäre nichts geschehen.
Mein „Nachbar“ schaute erschrocken zu mir herüber.
Ich nahm scheinheilig meine Mineralwasserflasche vom Mund und fragte ihn lakonisch: „Hupst Du, weil ich Wasser trinke?“
„Ich habe nicht gehupt“, antwortete er wahrheitsgetreu, noch!
Ich spielte dominant und etwas aggressiv, drehte mich nach hinten, zu den Seiten, zuckte mit den Schultern und rief zu ihm herüber: „Wir sind hier die Einzigen an der Straßenecke. Meinst Du etwa, meine Flasche hupt?“
Und jetzt kam etwas „Sagenhaftes“.
Mein Ampelnachbar ließ sich durch mein dominantes Auftreten manipulieren und zweifelte an sich selbst.
„Ich habe mir gerade etwas aufgeschrieben“, sagte er kleinlaut, „Dabei muss ich wohl auf die Hupe gekommen sein. Tut mir leid!“
Richtig gelesen!
Er hat sich für etwas entschuldigt, was er definitiv nicht getan hat.

Sie ziehen jeden Tag durch die Läden.
Niemand weiß, wieviele es sind. Sie sind omnipräsent, und jeder kennt mindestens eine(n) von ihnen.
Man sieht sie sehr oft vor den Kiosken oder bei den Tankstellen.
Bevor es dunkel wird oder kurz vor Ladenschluss decken sie sich mit Proviant ein.
Sie brauchen einen bestimmten Pegel von Alkohol im Blut, den sie während des ganzen Tages auffüllen, damit sie das „böse Leben“ vergessen können. Sie leben neben der Realität her und trinken sich ihr Leben „schön“.
Sie sind im Glauben, niemand merke, dass sie den ganzen Tag Alkohol trinken,.
Die mit dem grobschlächtigem Gesicht, den Sprachstörungen, dem schwankendem Gang und der Alkoholfahne.
Sie glauben, es vor allen vertuschen zu können.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Sonntags, kurz vor acht Uhr, Sömmerda-Platz, Böblingen …

Die ersten warten auf den Verkaufswagen der Bäckerei, der immer sonntags hier herkommt …

… und es werden immer mehr.
Seit Viertel vor Acht pilgern die Leute nun schon los und stellen sich in die Reihe der anderen Wartenden, denn der Verkaufswagen ist noch nicht da.
Um Zehn nach Acht war er übrigens immer noch nicht da.
Wenn er dann kommt, heißt es wieder: „Sie sind zu spät. Um acht Uhr wird gefrühstückt.“

Wir nehmen alles unter unsere Fittiche …
Wir nehmen auch Leute, die nicht mal die die Amerikaner themselves haben wollen!
Der Guantanamo™-Beauftragte Daniel Fried reist bekanntermaßen durch die Welt und versucht, Länder dazu zu nötigen, Guantanamo™-Häftlinge aufzunehmen. Sie sollen also abgeschoben werden.
Die Amis nehmen ja keine Häftlinge aus ihrem eigenen Strafgefangenenlager auf, weil sie die Sicherheit des Landes gefährden.
Potentielle Talibane, holla die Waldfee!
Deutschland nimmt jetzt einen Iraker und einen Araber auf, beide um die Mitte dreißig. Beide sind irgendwie in die Kreise der Talibane geraten, ohne es angeblich zu wollen.
Deutschland hat aber angeblich einen anderen abgelehnt mit dem Argument, man habe ein Zeichen gesetzt, dass man nicht in blindem Gehorsam alles mache, was die Amis woll(t)en.
Im übrigen haben die Amis ja auch gesagt, sie schiebten niemanden ab, der die Sicherheit von Amiland oder der Bündnispartner gefährde.
Die beiden sind zwar Talibane, die die Amis nicht haben wollen, aber es kann ja nix passieren.
Weiter unten in dem „Vertrag“ heißt es allerdings, Amiland nähme niemanden auf, der die Sicherheit Amilands gefährde, was wir nicht vergessen dürfen!
Und einreisen lassen schon gar nicht!
Aber die Häftlinge haben ja nun behauptet, der „westliche Lebenstil“ habe sie positiv beeinflusst – weg von den Talibanen.
Sie fühlten sich in dem „westlichen Stil“ – der in Guanatamo, wo auch Leute gefoltert wurden, – herrsche, sehr wohl.
Ah ja!
Jedenfalls wollen die beiden hier in Deutschland Familien gründen bzw. diese nach hier holen und ein „normales“ Leben führen.
Betreut werden sie psychologisch, aber auch sozial, z.B. von der Caritas … und den Geheimdiensten!
Klar, Moslems sind in den Händen einer christlichen Organisation am besten aufgehoben!
Alles Friede, Freude, Eierkuchen!
Über das Argument, welches ausschlagend für die „Aufnahme“ war, kann nur spekuliert werden, aber man behalte mal im Oberstübchen, dass die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut haben. Und was die Nazis so alles angestellt haben, darf man auch nicht vergessen!
Aber wie heißt es ja so schön bei den Amis in der Nationalhymne?
„And the star-spangled banner in triumph does wave over the land of the free and the home of the brave?“
(“Und das Sternenbanner weht triumphierend über das Land der Freien und der Heimat der Mutigen.”)

In der Brunnenstraße, Böblingen, gibt es ein lila Haus.
Wie wurde es lila?
Die Eigentümer entschieden, dass Haus farbig zu gestalten.
Der Maler machte einen Aushang mit mehreren Farbbeispielen.
In der rasterartigen Anordnung fehlte eine Farbe. Das Raster hatte eine Lücke.
Irgendjemand bemängelte dies, und der Maler malte einen lila Farbklecks auf die leere Stelle, ironisch.
Die Eigentümer stimmten dann ab, dass das Haus lila werden soll(t)e, also in der Farbe, die der Maler ironischer Weise nur als Klecks als Lückenfüller dorthin gemalt hatte.

„Wäre unsere Vorbereitung fünf, sechs Tage länger gewesen, dann hätten wir unsere Spielweise noch besser abstimmen können. Dann hätten gewisse Automatismen noch besser geklappt.“
Bastian Schweinsteiger zum verlorenen Spiel gegen Spanien
Es gibt immer einen Grund!

Sophie hat geträumt, sie sei ein Toastbrot gewesen.
Man nahm sie aus der Tüte, und Sophie war allein.
Dann steckte man sie in den tiefen Brotschlitz.
Von allen Seiten Flammen!
„Ich will hier raus“, schrie sie, „Es ist zu heiß. Überall Flammen!“
Doch unerschütterlich und unbarmherzig zerrten die Flammen an ihrer Kruste.
Nach langer Zeit spuckte sie der Toaster aus.
Sophie schrie und wachte schweißgebadet auf, ohne Bräune und Brandverletzungen.
Bei diesem Traum handelt es sich eindeutig um einen diabolisch-intruierten Inhalt.
Wie käme ein Kind auf so einen Traum?
Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Theologe Hans Küng hat die katholischen Bischöfe zur Rebellion gegen den Papst aufgerufen.
Dass der vatikanische Oberhirte die katholische Kirche den Gläubigen entfremdet, ist jedem bekannt.
Auf die vom Papst „angeregte“ Annäherung an die Protestanten ist eine Negation von dem geworden, was es sein sollte.
Der katholische Kirche laufen die Mitglieder weg, weil die vatikanische Oberschicht sich von den Gläubigen durch realitätsverweigernde und realitätsferne Vorschriften und Taten „hervorhebt“, anstatt auf sie zuzugehen.
Man denke – „aktuell“ – an den Umgang der Kirche mit den Kinderschändung‑ und Misshandlungsfällen durch katholische Priester.
Im Kloster Ettal wurde u.a. auch zwischen 1960 und 1990 Kinder geschändet. Niemand hatte angeblich etwas gewusst.
Irgendwann kam alles heraus und die Kirche „half“ aufzuklären.
Heute wurde bestätigt, auch von vatikanischer Seite, dass die Ordensoberen „korrekt“ gehandelt hätten. Es war also „in Ordnung“, dass – obwohl sich nachher herausgestellt hatte, dass die Ordensoberen doch etwas von den Kinderschändungen und –misshandlungen gewusst hatten – nichts gemeldet wurde.
Mit dieser Haltung entfernt sich die Kirche noch mehr von den Gläubigen.
Hans Küng sagte treffend dazu: „Obwohl die Bischöfe gegenüber dem Papst einen Gehorsamseid geschworen haben, sollten sie doch wissen, dass uneingeschränkter Gehorsam nie einer menschlichen Autorität, sondern Gott allein geschuldet ist“.
Amen!























