
Oh, du schöne Weihnachtszeit!
Alles ist so wunderbar harmonisch, auch wenn das Damoklesschwert schon im Fallen begriffen ist.
Erst kommt Nikolaus, der alte Mann, und lobt die Kinder, wie lieb sie doch immer waren und bleiben sollen.
Und in der Familie ist alles so schön, auch wenn alles längst kaputt ist.
Einer – ein Lügner – zerstörte alles, doch zur Adventszeit und zu Weihnachten ist das Fest der Liebe, und man macht doch niemandem Vorwürfe, auch Lügnern nicht!
Versprechen werden gemacht, weil „oh, du fröhliche“ ist.
Aber „oh, du seelige“ halten die Versprechen nicht stand.
Luftblasen verpuffen noch schneller, als sie entstehen.
So ist es, wenn man heiße Luft bläst.
Nicht nur im Winter ist Zeit der Kälte, sondern das ganze Jahr, wie alle Jahre davor, doch man denkt nicht dran.
Aus dem Eiskristall im Herzen geht Kälte aus, daran lässt sich nicht rütteln.
So schreibt man Nikolausbriefe und resümmiert, wie schön doch alles ist und war und wird und überhaupt ist ja alles bestens und wird es immer sein, obwohl alles den Bach heruntergegangen ist.
Und man verspricht wie immer allen viel, doch am Ende des Briefes weiß man nicht mal mehr, an wen man überhaupt geschrieben hat.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.
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