
Die Unschlüssigkeit bzw. Tätigkeitslosigkeit vieler Menschen hier unten in Schwaben löst bei uns sehr oft Unverständnis aus.
Es ist bei den Menschen größtenteils so, dass sie mit den Nachbarn keinen Ärger wollen, sich dafür aber über sein Verhalten ärgern.
So kürzlich geschehen.
Ich bog in eine schmale Straße, in der gerade mal zwei kleine Autos nebeneinander Platz haben, ein, um jemanden abzuholen.
An der Straßenecke stand ein Auto geparkt, und ich musste sehr genau navigieren, damit ich das Auto nicht beim Einbiegen beschädigte. Ich musste mehrmals hin und her fahren, um in die Straße einbiegen zu können.
Die Leute, die ich abholte, beschwerten sich, dass der Nachbar sein Auto seit ein paar Wochen dort parke, und auch eine andere Nachbarin, die spazierenging, äußerte ihren Unmut.
Ich fragte, ob sie dem Nachbarn Bescheid gesagt hätten.
Nein, das hätten sie nicht. Sie regten sich aber sehr über den Parkenden auf.
„Ich würde es ganz einfach machen“, sagte ich, „Ein‑, zweimal warnen und dann die Polizei verständigen.“
„Aber, wir sind doch Nachbarn“, antwortete die Spaziergängerin.
Ich fragte, ob sie sich denn weiter ärgern wolle, oder Abhilfe wolle.
Ich wiederholte, dass man mit dem Nachbarn im ruhigen Ton reden solle und ihn darauf aufmerksam machen solle, dass er sein Auto nicht auf die Straße stelle, weil es dort sehr eng sei. Wenn er nicht reagiere, solle man die Polizei oder das Ordnungsamt rufen und diese die Sache regeln lassen. Ich sagte, anstatt sich zu ärgern, solle man das Übel an der Wurzel packen.
„Ja!“, sagte eine der Beteiligten, „das ist überlegenswert.“
Nach ein paar Wochen fuhr ich wieder an der Straßenecke vorbei.
Das Auto behindert immer noch den Verkehr und steht im Weg.
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