(Hier geht es zu „Teil 1″)

„Was war das denn?“ fragten wir uns gleichzeitig und sagten auch gleichzeitig: „Keine Ahnung!“
So viel war also klar.  – Wir wussten es nicht.
Fern von dem Dorf, das wir schnell verlassen hatten, hörten wir die schlimme, verstimmte, schräge  Geigenmusik.
Wir rätselten eine ganze Zeit, wo der Zeitdämon herkam, beschlossen dann, uns erst mal umzuschauen, ob wir irgendetwas entdecken könnten. Wir nahmen uns vor, nach Kleinigkeiten zu suchen, die uns weiterhelfen könnten.

Eins war uns klar, ein Pferderennen gab es hier nicht, wohl aber etwas, dass in einer Jahrmarktshäuschen en miniature stattfand und sich aus dem Angelsächsischen übersetzt „Verrücktes Kamel“ nannte.
Dort galoppierten – Es sah zumindest im Groben so aus. – kitschig angemalte Holzkamele in Rinnen.
Was immer dies sein sollte!

Alles war hier seltsam, alles vertraut, aber gleichzeitig unbekannt !

An einem abgezäunten Bereich passierte es plötzlich !
Es leuchtete hell, der Zaun begann zu glühen und ein kleines Areal schmolz. Es quietschte metallen. Sabine, Edelfrau von Syntronica und ich sprangen geistesgegenwärtig zur Seite.


In dem Zaun war eine grünlich-bläuliche Bleckkarosse zum Stehen gekommen.
Das Leuchten war verschwunden, das so eben noch heiße Metall war in Windeseile wieder in einen festen Zustand übergegangen. Nichts tropfte mehr.
„Wie kann das sein?“ fragte ich meine Gemahlin, als sie sich der Blechkarosse genähert hatte.  „Das ist fürwahr erkaltet“, sagte sie und strich mit der Hand über das Vorderteil.
Ich hatte kurz die Tür geöffnet und schaute mich etwas um.

Seltsam, seltsam!
Erst dieser riesige Zeitdämon, dann diese komische Kutsche!

„Das ist aber kein Lloyd vom Borgward-Konsortium“, meinte meine Gemahlin, „der sieht zwar ein bisschen so aus, aber beim  genauen Hinsehen bemerkt man schon die Unterschiede. Er fühlt sich auch nicht so an wie das filzgepolsterte Kunstleder.“
„Nein, nein“, lenkte ich ein, „diese wohl eher Duroplast-Karosse nennt sich ‚Trabant‘, also ‚Gefährte‘. Er wurde in der Neuzeit in der sogenannten Deutschen Demokratischen Republik produziert, bis ins Jahr 1990 hinein.“
„Die sogenannte DDR“, rümpfte Sabine, Edelfrau von Syntronica die Nase, „ein schlimmes Kapitel“.

Fortsetzung folgt.

© Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net


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