
Der Apostroph
Der Apostroph zeigt an, dass in einem Wort ein oder mehrere Buchstaben ausgelassen worden sind (vgl. aber K 16). In vielen Fällen können die Schreibenden selbst entscheiden, ob sie einen Apostroph setzen wollen oder nicht (vgl. K 14).
aus: Duden – Die deutsche Rechtschreibung, 24. Aufl.
Der Apostroph wird auch benutzt, wenn der Genitiv in einem Wort nicht bzw. schwer ersichtlich ist, wenn dieses mit einem S, einem Z oder einem ß endet.
Die Katze von Familie Schmitz → Schmitz‘ Katze
Der Hund von Lars → Lars‘ Hund
Das Haus von Familie Maß → Maß‘ Haus
Neuerdings darf man den Apostroph aber auch wie im Englischen benutzen, um Besitz anzuzeigen.
Das Auto von Otto → Otto’s Auto (besser: Ottos Auto)
Das Auto von Martin → Martin’s Auto (besser: Martins Auto)
Was sich aber auch eingebürgert hat – vor allem im restringierten Sprachkode – ist die Benutzung des Apostrophs als „Ausschmückung“, und das nicht nur, wenn ein Wort mit S endet.
Schlemmer-Imbiss‘ (richtig: Schlemmer-Imbiss)
Zwei Spiele-Sets‘ (richtig: Zwei Spiele-Sets)
Aber auch mitten im Wort kann man sowas finden, wobei aber auch nicht immer ein S, ein Z oder ein ß daran beteiligt sein muss.
Anscheinend will man sich einen pseudoenglischen bzw. pseudointernationalen „Anstrich“ geben.
![]()
![]()
![]() |
Schreib Deine Meinung! |

























