Wenn man Langeweile hat und/oder mit sich selbst unzufrieden ist, kann dies manchmal seltsame Auswüchse annehmen.

Man projiziert seine eigene Unzufriedenheit auf Andere, weil man sich selbst ja als perfekt ansieht.
Man horcht auch nicht nur in sich selbst hinein, sondern sperrt seine Lauschlappen besonders in Richtung anderer Leute auf.
Egal, was die anderen machen, es ist verachtbar, und widerspricht „Moral und Anstand“.
Man beobachtet den anderen ganz genau und hört ihm auch ganz genau zu und spricht ihn auch darauf an, dass etwas nicht geht, hält ihm also die „Fehler“ vor.
Man hofft dann, dass die anderen ihre Fehler einsehen.

Wenn man aber trotz seines moralischen und anständigen Verhaltens und des daraus resultierenden Aufmerksammachens keinen Zuspruch bekommt, oder die anderen nicht einsichtig sind oder gar noch die Frechheit besitzen, ihr „ Verhalten“ zu rechtfertigen, holt man erstmal richtig aus.
Wenn man niemanden von den anderen findet, der auch gegen den Beschuldigten agiert, nimmt man sich große Geschütze zur Hilfe.

Der Vorgesetzte!

Man denunziert, was das Zeug hält.
Man muss ja nicht die Wahrheit sprechen, Hauptsache, man bekommt (wieder) Recht!
Man übertreibt und bläst sowohl die „Verfehlungen“ des anderen als auch die eigenen „rechtschaffenden“ Argumente auf.
Der Vorgesetzte soll handeln, schließlich hat er jetzt Kanonenfutter.

Der Beschuldigte lässt die Schultern hängen und kriecht zu Kreuze.

Wenn nicht …

… gibt es immer neue Unwahrheiten über Andere!


1 Kommentar zu „Die „eigene“ Sache“

  • Pinki sagt:

    Da kommt mir glatt der Titel von Udo Jürgens in den Sinn: „sie müssen raus, denn wir sind ja ein ehrenwertes Haus“. ESo eine Verlogenheit kann ich nicht ausstehen. Und wenn dann noch ein Vorgesetzter das Spiel nicht durchschaut oder auch noch fördert, dann könnte ich die Wut kriegen.

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