Wie dieses Foto entstand …

Herzbeben erzählt:

Ahmet saß am Tisch, und sah etwas weiter eine sehr hübsche Frau – Glühwürmchen – sitzen. Sie war damit beschäftigt jemanden Küsschen und verliebte Blicke zuzuwerfen. Vor lauter Glück nahm sie ihre Umgebung gar nicht wahr, und merkte nicht, dass sie dabei beobachtet wurde.

Ahmet dachte an seinen Vater, der Derwisch ist, und erinnerte sich eines Spruchs: „Mit Geld kann man alles kaufen, aber keine Liebe.“
Er beobachtete die hübsche Frau weiter, wie sie vollkommen verliebt weiterhin Küsschen durch die Luft verschickte.
Dann sah er denjenigen – Herzbeben – , der die Küsschen empfing und auch Küsschen in Richtung seiner Herzallerliebsten schickte.
Herzbeben setzte sich neben Glühwürmchen, nachdem er die beiden Tassen mit Kaffee verteilt hatte. Wie immer es ist bei beiden, wird sich innigst geküsst, denn die Liebe zueinander ist unendlich.
Glühwürmchen und Herzbeben kamen irgendwann auf die Idee, mit ihren Handys Fotos von sich beiden zu machen.
Es klappt aber nicht so wirklich.

„Entschuldigen Sie bitte“, sagte plötzlich eine Stimme zu ihnen und Ahmet setzte sich ihnen gegenüber, „Ich habe Sie beide beobachtet, wie Sie versucht haben, sich mit Ihren Handys zu . Ich würde Ihnen anbieten, dass ich Sie mit meiner Digitalkamera ablichte und Ihnen das Foto per E-Mail zu schicke.“

Glühwürmchen und Herzbebendas glücklichste Paar des Universums – willigten ein.
Ahmet fotografierte beide beim innigen Küssen.
Einige Tage später schickte Ahmet das Foto.

So ist dieses Foto entstanden.

Glühwürmchen erzählt:

Verliebt schlenderten wir beide – Herzbeben und Glühwürmchen – Arm in Arm durch .
Hunderte von Menschen kamen uns entgegen, doch bewusst haben wir keinen wahrgenommen, denn wir sahen nur uns.
Kuscheln, schmusen, einfach nur dicht beieinander gehen, und den anderen spüren, so verbringen wir die Zeit miteinander.

Zum Kaffee-Trinken ging wir in ein Kaufhaus, und dort trennten sich, wenn auch nur kurz, unsere Wege, und wir lösten uns aus der vertrauten Umarmung.
Mein Schatz besorgte die Getränke, und ich setzte mich auf unseren gewohnten Platz.

Verliebt hielt ich nach ihm Ausschau.

Als ich ihn erblickte, erfasste mich eine Welle des puren Glücks, und ich warf ihm kleine Küsschen durch die Luft zu. Ich sah nur ihn, seine Gesten, seine Bewegungen, und ein Strahlen erschien auf meinem Gesicht.
Das Umfeld um mich herum nahm ich gar nicht wahr, denn ich wollte meinem Blick von ihm nicht abwenden. Zu schön war es, ihn liebevoll zu beobachten, und seine Luftküsschen zu erwidern!

Nachdem er neben mir Platz genommen hatte, kamen wir auf die Idee, ein Bild via Handy von uns zu machen. Alle Versuche scheiterten kläglich, den vor lauter purem Glück zeigten die gemachten Bilder alles andere, nur nicht uns!

Beide saßen wir auf einer Insel und nahmen unsere Mitmenschen gar nicht wahr. Im Gegensatz zu uns nahm die Umgebung teil an unserem Glück!

Ein Gast gesellte sich zu uns an den Tisch und sprach uns an, ob er ein Bild von uns machen dürfe, das er uns per E-Mail zuschicken wollte.
Freudig stimmten wir zu.
Nachdem das Bild im Kasten war, erzählte der Mann, er habe mich eine Zeitlang beobachtet, und mertke an meinem Verhalten, dass unsere Liebe echt sei und nicht gespielt. Er war so beindruckt von dieser Szene, die er verfolgt hatte, dass er uns ansprechen musste, um ein Bild zu machen.

Beim Verlassen des Bistros sahen wir den Unbekannten erneut, wie er im Begriff war zu gehen, und wir sprachen ihn an.
Beide waren wir von dem Erlebten so beeindruckt, dass wir ein wenig mehr über diesen Fremden erfahren wollten. Er erzählte etwas über sich, und was für ein Lebensmotto von einem Philosophen er sich zu eigen gemacht hat.

Was es doch für verschiedene Facetten der Mitmenschen in unserem Umfeld gibt! Nicht nur Neider, die uns unser Glück missgönnen, sondern auch andere, die sich daran erfreuen und dies zum Ausdruck bringen!

Ein wunderschönes Erlebnis, das uns beide sehr nachhaltig beeindruckt hat.


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