
Gerade, seit Sekunden, ist das neueste Windows oder das neueste MacOS oder das neueste Linux heraus, und man rennt schon in den Computerladen, um es zu kaufen.
Man betritt den Computerladen mit suchendem Blick, allumfassend nach seinem Ziel Ausschau haltend, die Ware, die man unbedingt und ultimativ haben will.
Man legt die Scheuklappen noch enger an die Schläfen, damit man nur die ersehnte Ware sieht.
Die neueste Version, die neueste Version!
Man fleht den Verkäufer förmlich an, einem die neueste Version endlich zu geben, gleichsam wie das Flehen nach dem Gnadenschuss, dem letzten Wunsch.
Der Verkäufer nimmt die Ware, der Blick heftet sich fest und man kennt nur noch eins – das Paket.
Nichts ist (mehr) relevant.
Man bezahlt apathisch, und einem Orgasmus gleich überkommt es einem, wenn man die Ware endlich in den Händen hält.
Der Weg nach Hause ist gekennzeichnet von Euphorie.
Im Nachhinein kann man sich nicht mehr daran erinnern, wie man samt der Ware nach Hause gekommen ist.
Es gibt nur ein Ziel – den CD-Schacht des Computers!
„Installieren!“
In der Wartezeit überkommen einem Glücksschübe.
Wenn der Computer nun neu startet, mit der neuesten Version, kann man sich zurücklehnen.
„Geschafft! Der Erste!“
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