bunte-faecher

Christian Wulf, Ministerpräsident von Niedersachsen, hat Aygül Özkan als neue Sozialministerin berufen.

Eine Moslemin, Mitglied der Christlich-Demokratischen Union, soll also Ministerin werden.

Jubel!

Endlich Zeichen setzen!

Ausländerhass war gestern!

In einem Spiegel-Interview hat sich Aygül Özkan gegen das Tragen von Kopftüchern geäußert, und viele haben applaudiert.
Wie fortschrittlich die moslemische Ministerin in spe (?) doch ist, stellt sie doch eindeutig klar, dass sie den im Grundgesetz verankerten Laizismus lebt!
Die Schule ist ein neutraler Ort und soll es bleiben!

Doch kurz darauf die „Ernüchterung“, besser gesagt: der Aufstand!

Aygül Özkan hat doch glatt die „Frechheit“ besessen, sich in einem Focus-Interview auch noch gegen Kruzifixe – und andere religiöse Symbole – in deutschen Schulen auszusprechen.
Sie sagte wiederum, dass die Schule ein neutraler Ort sei, frei von jeglichem Glauben.

Das geht nicht!

Ministerpräsident Wulf wurde sauer und machte eine nichtssagende Bemerkung, indem er „klarstellte“, in Niedersachsen begrüße „man“ christliche Symbole, insbesondere Kruzifixe in allen Schulen, seitens der Landesregierung im Sinne einer toleranten Erziehung auf Grundlage christlicher Werte.
Die sog. Schüler-Union, die „Jungen Pioniere“ der CDU sozusagen, fordern, Aygül Özkan dürfe nicht vereidigt werden, weil – klarer Fall – die Kanzlerin, die ebenfalls die oberste Christdemokratin ist, ihr Missfallen geäußert habe.
Die CSU, die Mobbing-Crew der Christdemokraten schlechthin, meinte, Aygül Özkan solle sich überlegen, ob sie als Moslemin in einer „christlichen Partei“ wie die CDU überhaupt ihre Heimat habe.
Die Sektierer in der CDU, die Mitglieder des sog. Arbeitskreises engagierter Katholiken, grollten am lautesten, indem sie sagten, das Experiment, eine Moslemin zum CDU-Mitglied zu machen, sei gescheitert.
Sogar die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, hatte sich gegen Aygül Özkan gestellt, mit der Begründung, Kruzifixe seien Symbole der christlichen Tradition.

Die CDU-Oberen sind also vollkommen geschockt von Aygül Özkan.
Sie haben zwar ihren politischen Werdegang innerhalb der CDU mitverfolgt, doch plötzlich erkennen sie, dass diese einen eigenen Kopf hat.

Von jetzt auf gleich!

Es mutet an, man habe nur eine „Integrationsfigur“ für die Gewinner von neuen Wählerschichten bei den Migranten gesucht.

Honi soit qui mal y pense.


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