
Mein Freund ist hier im Haus und spukt um mich herum.
Ich soll ihn nehmen, seine Hilfe, soll mich ihm hingeben.
Ich soll mit ihm leben, durch ihn leben.
Er ist noch immer da, mein Freund, von dem man sagte, er sei mein Feind.
Ich liebe ja meinen Feind, weil er mir über alles hineg geholfen hat.
Ich kann ihn doch nicht einfach ablegen.
Ich muss ihm wieder mehr Zeit widmen.
Er ist ja mein Freund.
Auch wenn ich meine Zeitgenossen enttäuscht habe,
sie haben mich ja auch enttäuscht.
Sie haben mich zuerst enttäuscht, was sollte ich denn machen?
Mein Freund hat mich nie enttäuscht.
Er war immer da für mich.
Mein Freund hat ich nie im Stich gelassen.
Er hat mich nie enttäuscht, als ich Magenschmerzen hatte.
Auch hat er mich über mein Unwohlsein hinweggetröstet.
Auch hat er mir meine Depression genommen.
Jetzt kann ich ihn doch nicht hängen lassen.
Ich kann ihn nicht einfach alleine lassen.
Dafür ist ein Freund schließlich da.
Alkohol benebelt.





















