
Manchmal klingt es unglaublich, wenn die Ergebnisse der PISA-Studie veröffentlicht werden.
Niemand vor allem die Schul‑ bzw. Kultusminister und die Lehrer glauben, dass die Noten in Mathematik so schlecht sind.
Als Ausbilder sieht man allerdings, dass die Azubis nicht mehr wirklich rechnen können.
Manchmal muss man „nur“ mit offenen Augen durch die Welt gehen und dann sinkt der Stern des Abendlandes aber sehr schnell – und tief!
In einem Supermarkt zwischen Beckum-Hauptstadt und der Enklave Neubekum kann man sich über Dummheit bei Preisauszeichnungen ärgern oder einfach nur wundern.

Leider kann man die Auszeichnung nicht erkennen, da ich das Foto mit meinem Handy aufgenommen habe. Deswegen habe ich links oben notiert, was dort zu lesen ist.
Einhundert Gramm Tafeläpfel kosten 53 Cent (0,53 Euro).
Im Beutel, der 2,49 Euro kostet, sind zwei Kilogramm Äpfel.
Nun rechne ich mal nach.
Zwei Kilogramm sind 2000 Gramm.
20 mal 100 Gramm ergibt 2000 (20 × 100 = 2000) Gramm.
100 Gramm kosten 0,53 Euro.
Daraus folgt, dass 2000 Gramm das 20-fache kosten, also 10,60 Euro.
Der Beutel alias Packung kostet aber 2,49 Euro, also knapp ein Viertel.
Wenn der Beutel 2,49 Euro kosten soll, müsste der 100-Gramm-Preis 4,69 Cent sein.
„Gut!“, werden jetzt manche einwenden, „ein Fehler kann mal passieren.“
Ein Fehler, ja!
Wenn es dabei bliebe!

Ein Kilo „Golden Delicious“ kostet 0,98 Euro.
Ein Beutel mit zwei Kilogramm davon kostet 2,49 Euro.
Nach der Auszeichnung oben, dürfte ein Beutel aber nur 1,96 Euro kosten.
Alternativ könnte der Kilopreis 1,245 Euro sein, damit die Rechnung wieder stimmte.
Dem Einwand „Vielleicht sind in den Beuteln ja zweieinhalb Kilogramm ‚Golden Delicious‘“, wird nicht stattgegeben, denn dann kostete der Beutel 2,45 Euro.
Das waren nur zwei Beispiele von vielen an der Obst‑ und Gemüsetheke.
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