thue2014

Nach der Landtagswahl 2014 in Thüringen und den darauf folgenden Koalitionsverhandlungen stellte sich heraus, dass Thüringen einen Ministerpräsidenten von den „Linken“, Herrn Rameloh, bekommen sollte.

Es ist schade, dass die „Ossis“ sich von den roten Bauernfängern haben einfangen lassen, doch die Wahl ist demokratisch gewesen und es ist nichts daran auszusetzen.
Man muss diese Wahl akzeptieren, muss aber nicht einverstanden sein.

Vonseiten der CDU (und FDP) sowie der AfD wird Stimmung gegen den „linken Ministerpräsidenten“ gemacht.
Sie behaupten, allen voran die CDU, dass Herr Rameloh nur von Protestwählern gewählt worden sei.
Sie stempeln also die Wähler der Linken als Bauernfängeropfer und zugleich als dumm und verwirrt ab.
Klar, Protestwähler werden auch dabei sein, Menschen, die lieber um „DDR-Sozialismus“ leben würden und nicht mit dem real existierenden Kapitalismus der real existierenden Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft klarkommen, doch diese werden sehr gering sein.
Und die Anzahl derer, die Die Linken wählen, weil sie mit den sog. etablierten nicht (mehr) zufrieden sind, ist ebenfalls gering.

Nachdem in den christlich-demokratischen Augen das Kind in den Brunnen gefallen ist, kräht man, dass diese Wahl eine Beleidigung aller (Ossis) sei, die dafür sorgten, dass die DDR sich zerlegte.

46.6 Prozent der Stimmen der Parteien – Linke, SPD und Grüne – sind in den schwarzen Augen der Konservativen eine kleine Minderheit, die die freiheitsliebenden Ossis beleidigten, denn soviel brachte die thüringer Koalition insgesamt zusammen.

Die Junge Union organisierte Demonstrationen und Märsche mit dem Motto „Rameloh geh nach Hause“, um den Unmut der Bevölkerung kundzutun.
Die JU hatte aber leider nicht verstanden, dass – wenn man nur die Stimmen der Linken beachtet – 28.2 % rot gestimmt haben.

Die Christdemokraten wollen – natürlich – keinen linken Ministerpräsidenten und machen irgendwie mobil, doch die Wahl ist gelaufen.
Da hilft auch kein Schimpfen im Nachhinein mehr!

Wie wäre es, wenn man besser Politik gemacht hätte, die so gut gewesen wäre, dass die Wähler aus Thüringen diese gewählt hätten?

Fehlanzeige!

Lieber lenkt man ab von seinem eigenen Verlieren und schiebt den anderen mit dummen Argumenten die Schuld in die Schuhe!


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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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