
Seit Jahren schon, wegen der guten Verträglichkeit, kaufe ich Rasierschaum, Rasiercrème, Shampoo und Deoroller bei „Yves Rocher“.
„Yves Rocher“ ist für seine pflanzlichen Produkte weltbekannt.
Nein, ich mache hier keine Werbung!
In Münster, der Hauptstadt von Westfalen, wurde vor Jahren ein Yves-Rocher-Laden eröffnet, und da ich dort sehr oft, auch schon im Online-Shop, eingekauft habe, bekam ich irgendwann eine Kundekarte.
Bei jedem Kauf ab einer bestimmten Summe bekommt man Stempel auf der Rückseite der Kundenkarte, und wenn das Raster vollgestempelt ist, bekommt man Rabatt oder etwas gratis.
Monatlich bekommt man auch Post, auf denen kurz (nicht immer) neue Produkte vorgestellt werden. Gleichzeitig ist dort aber auch eine Vorzugsrabattierung aufgedruckt, dass man z.B. auf zwei, drei „Schönheitsprodukte“ 50 Prozent Preisnachlass bekommt.
Nicht wirklich!
Dieser Preisnachlass gilt vom Katalogpreis.
In den Läden ist irgendwie alles reduziert und vieles zufälligerweise (?) mit 50 Prozent.
Ein Shampoo für 4,90 Euro kostet dem Kunden mit Vorzugspreis-Postkarte auch nicht weniger als einem Nichtkunden.
Am Regal ist 4,90 Euro durchgestrichen, und daneben der reduzierte Preis von 2,95 Euro.
Der Nichtkunde bezahlt also 2,45 Euro, weil dies der aktuelle (reduzierte) ist.
Kunden, die die Vorzugspreis-Postkarte bei sich tragen, bezahlen 2,95 Euro.
Warum nicht 1,22 Euro und einen halben Cent?
Im Katalog steht ja 4,90 Euro. Im Laden wurde dieser um 50 Prozent auf 2,45 Euro reduziert.
Für Kunden gilt ja der Katalogpreis als Berechnungsgrundlage, also 4,90 Euro.
Dann wird der Katalogpreis laut dem auf der Vorzugspreis-Postkarte aufgedruckten Rabatt reduziert und nun ist der aktuelle Verkaufspreis plötzlich auch 2,45 Euro.
Ob man Kunde mit Vorzugspreis-Postkarte in der Hand oder Nichtkunde ist, spielt also bei der Rabattierung keine Rolle. Der Verkaufspreis ist der gleiche.
Ich möchte dies „Werbetricks“ nennen.
Wenn man – wie ich – sehr sprachgewandt ist, kann man manche der Mitarbeiterinnen im Laden überzeugen, dass man nur 1,22 Euro und einen halben Cent bezahlen muss …
2 Kommentare zu „Werbetricks bei Yves Rocher“
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Kann Calendula nur zustimmen! Kenne es auch zu Genüge, mit dem Vorrat des Schnickschnacks, irgendwie reicht der nie!
Worüber man sich nie beklagen konnte, wenn keiner einem schrieb, die schreiben Dich immer an! Dein Briefkasten ist regelmäßig voll mit Werbung von der Firma!
Auch meine ich gelesen zu haben, dass sie, um Produkte auf den Markt zu bringen, sie teilweise an Tieren testen! Das ist für mich nicht O.K., nicht in der Kosmetikindustrie, da bin ich wehement gegen! Stellung hat die Firma zu diesen Vorwürfen, meine ich mich zu erinnern, nie bezogen!
Das merkwürdige Geschäftsgebaren dieser Firma ist mir früher schon sauer aufgestoßen.
Bei Bestellungen wurde allerlei Schnickschnack als Gimmick ausgelobt, im Kleingedruckten stand dann „solange der Vorrat reicht“. Irgendwie hatte ich jedesmal den Eindruck, der Vorrat reicht nie.
Die Behauptung „rein pflanzlich“ oder „100 % natürlich“ wurde häufig von Ökotest widerlegt. Die Tester finden regelmäßig kritische (chemische) Duftstoffe und statt der deklarierten pflanzlichen Öle reichlich Erdölprodukte. Den Testergebnissen hat die Firma meines Wissens nach nie widersprochen.
Keine Einwände, wenn du das Zeug verträgst.
Mich haben sie seit Jahren als Kundin verloren, weil ich mich nicht gern ver**schen lasse.