Kulturelles

Über Kulturen, stellenweise Fremdartiges etc.

Toilette Klorolle

Wir – Glühwürmchen und Herzbeben – flanierten abends in über die Königstraße.
Als wir ungefähr auf der Höhe des Neuen Schlosses waren, hörten wir eine laute Stimme.
Ein Prediger brüllte seinen religiösen Wahn heraus und erzählte irgendetwas über „Gott, die einzige Weisheit und Wahrheit“.
Wir gingen unbeeindruckt weiter.

Etwas später hielten wir uns in einem Café auf.

Als Herzbeben auf der Toilette war, musste er die Toilettenrolle wechseln.
In einem kleinen Reservoir waren Ersatzrollen. Das Wechseln war aber nicht so einfach. Herzbeben hatte mit halbabgerollten Rollen zu kämpfen, die wie von selbst aus dem Reservoir sprangen und sich entrollten.
Damit es nicht so schlimm aussah in der Kabine, entschied sich Herzbeben, eine fast abgerollte Rolle erstmal  in seine Jacke zu stecken.

Als wir wieder auf der Königstraße unterwegs waren, fasste sich Herzbeben zufälligerweise in die Jackentasche und bemerkte, dass sich dort noch die Toilettenrolle befand.

Als wir wieder Richtung des Neuen Schlosses gingen, unterhielten wir uns über den „Prediger“.
Herzbeben
nahm die Toilettenrolle aus der Jacke und zeigte sie Glühwürmchen.
Wir witzelten weiter über den „Prediger“.

Auf der Königstraße stand ein Maler, der Vornamen auf eine Leinwand malte und ihnen einen asiatischen Touch verlieht. Wir schauten uns kurz die „Kunstwerke“ an.
Herzbeben
riss ein Stück von der Toilettenrolle ab und gab dem Künstler dieses Stück mit der Bemerkung: „Die Rolle der Weisheit, bitte schön!“.  Herzbeben machte dabei ein ernstes Gesicht.

Wir gingen ein Stück weiter die Königsstraße herauf. Herzbeben verteilte fleißig „die Rolle der Weisheit“.
Wir amüsierten uns königlich, beim Verteilen der „Rolle der Weisheit“ waren wir allerdings sehr ernst.

Wir erlebten die kuriosesten Situationen mit der „Rolle der Weisheit“.

  • Herzbeben drückte einem alten Mann ein Stück der „Rolle der Weisheit“ in die Hand, was dieser mit verblüfftem konfusem Nichtverständnis dankend entgegen nahm.
  • Ein Jugendlicher bekam mit, dass Herzbeben Passanten hochnahm, ließ sich aber auch ein Stück der „Rolle der Weisheit“ andrehen.
  • Nachdem Herzbeben einem kleinen Kind ein Stück in die Hand gedrückt hatte, bekam das Kind vom Vater eine Schelte: „Du sollst doch nichts von Fremden annehmen!“.
  • Leute, die uns entgegenkamen und sich unterhielten, nahmen die „Rolle der Weisheit“ wie automatisch entgegen, stoppten aber nach ein paar Sekunden ihren Redefluss, als ihnen klar wurde, dass sie verkohlt wurden.
  • Herzbeben wollte einen dieser Pantominen, die wie angewachsen unbeweglich irgendwo mitten in Stuttgart stehen, ein Stück geben, als dieser sich abschminken wollte, dieser lehnte aber ab, da er selbst Hygienetücher hatte, die er Herzbeben kurz zeigte. Er bedankte sich aber.

Die kurioseste und lustigste „Geschichte“ passierte uns aber vor der Kino-Passage, als wir vom Königsbau kamen.

Dort läuft immer eine Intelligenzsenke herum. Dieser Mann bettelt Passanten um Kleingeld an.
„Habt Ihr ein bisschen Kleingeld?“, fragte er uns in alter Manier.
Herzbeben zeigte sich großzügig, griff mit einer ausladenden Bewegung in seine Jacke und meinte: „Ich habe etwas viiieeel Besseres.“
Dann drückte er dem Bettler den Rest der Toilettenrolle in die Hand.
Dieser beschwerte sich mit weinerlichem Ton:

„Eine Klorolle habe ich selber!“


Dawn of the Shinobi

Wenn man einen Schatten hinter sich sieht,
muss es nicht der eigene sein.

(Alte asiatische Weisheit)


Die Nacht des Werwolfes

Wenn Vollmond ist, werden sie wach.
Am Tag vor dem Vollmond sehen sie in den Händen mancher Zeitgenossen das Pentagramm als Zeichen, wer nachts ihr Opfer sein wird.
Sei können nichts dagegen tun.
Ihr Schicksal ist vorherbestimmt.

Vollmond!

Sie liegen im Bett und plötzlich wächst der Pelz, Zähne werden kräftiger und länger, aus den Fingerspitzen schälen sich Krallen, sie verändern sich zu Wölfen. Dann streifen sie durch die Nacht und schlagen ihre Opfer.

Es gibt sie – mitten unter uns!


toilette-d-und-h

Neulich bei den Toiletten in einem Einkaufszentrum …

Ich stand nahe der Damentoilette und wartete auf meine Herzallerliebste.

Eine Frau kam aus der Damentoilette und sah die zuständige Frau, die gegenüber der Toilettentüren saß und neben sich ein Tisch stehen hatte. Auf diesem Tisch befand sich ein Teller, auf dem man „Spenden“ hinterlassen kann.

Eine generelle Zahlpflicht besteht aber nicht.

Die Frau sah dies und geriet in Erklärungsnotstand. Sie wollte nicht zahlen, das war klar.
„Ich komme gleich nochmal wieder“, redete sich heraus, „Ich habe gerade kein Kleingeld dabei.“

So sind die  – immer Moral und Anstand!


Dick und Doof Auto

Stolz fährt der Besitzer des neuen Autos bei Nachbarn und Freunden vor, von den Kollegen ganz zu schweigen!
Die eigene Minderwertigkeit existiert von dem Moment nicht mehr, in dem der Autoverkäufer einem den Schlüssel übergeben hat.
Gerade war man noch ein Nichts und jetzt Besitzer eines neuen Autos!

Eines neuen Autos!

Diesmal kein Gebraucht‑ oder Jahreswagen!

Gleichzeitig steigt der vorher nicht vorhandene Ruhm. Nun ist man Mitglied des elitären Kreises der Neuwagenbesitzer, gehört dazu …
Es spielt überhaupt keine Rolle, ob man finanziell hinten und vorne nicht mehr hochkommt, ob man sich nur noch trockenes Brot leisten kann oder ob die Kinder mit geflickter Kleidung herumlaufen müssen, weil kein Geld mehr für neue da ist!
Auch wenn vom wenigen Geld noch viel Monat übrigbleibt!

Hauptsache Neuwagenbesitzer!


Häskappe - Fasnetsumzug 2009 Dettenhausen

Der elfte des Monats Januar im Jahre des Herrn Zweitausendundneun:

Fulminant stehen der Ritter Sport aus Leidenschaft, der Achte, und seine königliche Gemahlin, die Burgherrin, auf der Aussichtsplattform hoch über der fukakisch-pösterigen Masse und lassen ihre Blicke über die Häskappen schweifen.
Die Adeligen derer von und aus Leidenschaft stammen aus dem Großreich Nordrhein und Westfalen, haben aber beschlossen, ihre gemeinsame Zukunft in zu verbringen.

Hässkappen  Fasnetsumzug 2009

Kehlige Laute dringen aus den Häskappen, die davon zeugen, dass diese noch nicht weit davon entfernt sind, der menschlichen Sprache mächtig geworden zu sein.

„Fasnet!“, stößt der Ritter Sport aus Leidenschaft, der Achte, verächtlich aus, „Ich fasse es net.“ und zeigt sein sarkastisches Lächeln, das so viele hassen.
„Wir lassen den Dom in Kölle“, grölt seine königliche Gemahlin aus vollster Kehle, „denn da gehört er hin …“
Auch sie schaut auf die Häskappen verächtlich herab.
Ritter Sport aus Leidenschaft, der Achte, gebürtiger Westfale, fängt ebenfalls an zu singen: „Westfalenland, Westfalenland, ist wieder außer Rand und Band …“

Der Tross der Häskappen zieht gemächlich seines Weges weiter. Grunzen füllt die Luft, Schellen klimpern, stellenweise sind „Narri-Narro“-Rufe zu hören.

Häskappen 2 - Fasnetsumzug 2009

„Oh, mein Gott!“, ruft die Burgherrin theatralisch und fasst sich mit einer ausladenden, gespielten Geste an die Stirn, „tut das weh – alemannischer Karneval!“
„Rumskedi Helau!“, schreit der Ritter, einen traditionellen Karnevalsgruß aus seiner alten Heimat.
„Ooche!“, stimmt die Burgherrin ein, doch niemand antwortet „Alaaf!“.
Der Ritter schaut sie fragend an. „Wieviele von diesen Häskappen kommen denn noch? Sind das wirklich 3500?“
Seine königliche Gemahlin rollt die Augen und nickt.

Der alemannische Tross lässt sich nicht beirren und zieht weiter.

Häskappen 4 - Fasnetsumzug 2009

Derer von und aus Leidenschaft greifen nun zum Äußersten.

Sie schieben die riesigen Lautsprecherboxen, insgesamt 8888 Watt Musikleistung, auf die Aussichtsplattform.
Abwechselnd spielt ein rheinisches und ein westfälisches Karnevalslied.
Deren von und aus Leidenschaft hören das Grunzen der Häskappen nicht mehr …

So wurde die Burg deren von und aus Leidenschaft mal wieder gegen fremde Einflüsse verteidigt.


Holzaugen-klein

In der Zeit zwischen den Jahren gibt es – wie im Beitrag „Aber nur ein kleines Häppchen“ erwähnt – üppige Mahle, sog. Fest-Mahle.
Im neuen Jahr bemerkt man gaaanz plötzlich, dass die Waage mehr anzeigt, dies aber nicht daher rührt, dass diese kaputt ist.
Seltsam ist auch, dass man ja nur „kleine Häppchen“ zu sich genommen hat, aber auseinander gegangen ist wie Hefe.
An den „kleinen Häppchen“ kann es ja nicht gelegen haben, denn man hat wenig, aber oft und dann viele davon gegessen. Die waren es jedenfalls nicht.

Eine Diät muss her.

Und in den Zeitschriften und Revolverblättern quillt es von Diäten genauso wie die Fest-Mahle die Fettpolster haben quellen lassen.

Das ganze Jahr auf die schlanke Linie geachtet und dann das!

Irgendwie scheint der Körper in einen „Winter-Modus“ zu verfallen, denn jedes Jahr nimmt man zur Winterszeit zu.

Nur zur Weihnachtszeit!

Daran hat es bestimmt gelegen!
Im Prinzip hat man ja gar nicht mehr gegessen – schon gar nicht über Weihnachten und Neujahr – der Körper hat die Nahrungsmittel nur anders verwertet.
Schließlich ist es draußen kalt und der Schnee fällt und es friert und Eisblumen wachsen auf den Scheiben.

Nun geht es los.

„Die Dr. Hinz und Kunz Diät“, „Die After-X-Mas-Diät für werdende Mütter“, „Die Maria-und-Josef-Pfunde-Purzel-Diät“ und so weiter und sofort.

Sie haben alle eins gemeinsam.

Mit ihnen kann man (angeblich) die Pfunde herunterhungern, die man über Weihnachten und Neujahr zugelegt hat.

Wäre es nicht sinnvoller, einfach weiter auf die schlanke Linie zu achten wie während des ganzen Jahres?


Holzaugen-klein
Weihnachtszeit – Zeit der üppigen Mahle!

Das ganze Jahr hindurch wird Diät gemacht, nichts gegessen zwischendurch und wenn, dann wird an anderer Stelle wieder gespart und stellenweise schmerzlich gehungert, um jaaa nicht zuzunehmen.

Und man reißt sich zusammen!

Die Weihnachtsbäckerei.
Es wird gebacken, was das Zeug hält.
Spritzgebäck, Lebkuchen, Mürbegebäck und wie sie alle heißen.
Probieren muss man natürlich.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Heiligabend
Heiligabend gibt es wie an jedem Weihnachtstag DAS FESTMAHL.
Erstmal gibt es vor der Bescherung Kuchen.
Zucker, Sahne, Fett ohne Unterlass und in reichlichen Mengen.
Es wird natürlich von jedem ein Stück probiert.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Heiligabend gibt es etwas Besonderes. Den ganzen Tag wird in der Küche gewerkelt.
Während der Zubereitung musste schon gekostet werden.
Nach der Bescherung, wenn alle ihre Geschenke genug ausgekostet haben, gibt es DAS FESTMAHL.
Dann wird nicht viel gegessen, zumindest nicht wirklich wenig.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Weihnachtstage
Die Weihnachtstage beginnen mit einem ausgiebigen Frühstück, reichhaltig, nachhaltig auch. Viele Sorten Aufschnitt, viele Sorten Marmelade, verschiedene Sorten Brot und Brötchen.
Probiert wird alles.

Aber nur ein kleines Häppchen!

So gegen zehn Uhr, halb elf ist dann das Frühstück beendet, weil der Magen angefangen hat, sich zu weigern, sich weiter abfüllen zu lassen.
Dann widmet man sich wieder den Geschenken, schaut schon mal, was man umtauschen könnte.

In der Küche wird dann DAS FESTMAHL bereitet.
Um die Mittagszeit gibt es dann Fleisch ohne Ende, Festtags-Gemüse, zig Sorten, weil ja Weihnachten ist. Während standardmäßig der Spruch kommt, dass in der „Dritten Welt“ die Leute kaum oder nichts zu essen haben, wird sich der Bauch weiter vollgeschaufelt. Alles wird probiert, man will ja niemanden vor den Kopf stoßen.
Nachtisch gibt es auch. Zu Weihnachten sagt man dann „Dessert“, weil ja Weihnachten ist und man das eben zu Weihnachten statt Nachtisch Dessert sagt.
Es wird, wie gesagt, alles probiert, was das Zeug hält.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Dann kommen Stunden später wieder der Kuchen und die Plätzchen zum Einsatz.
Möglicherweise geht es dann zu Verwandten oder diese kommen zu Besuch.
Alle zig Sorten werden wieder durchprobiert, komme, was wolle und wie viel!

Aber nur ein kleines Häppchen!

Abends natürlich etwas ganz Besonderes.
Irgendwelche Festtags-Salate, Krabbensalat, Farmersalat, Waldorfsalat, Schichtsalat.
Dazu frisch aufgebackene Brötchen, damit die Salatsauce besser verdaut werden kann.
Und es schmeckt!
Man kann gar nicht aufhören, den Magen zu dehnen, während man fast orgiastisch Salate und Brötchen ins sich hineinstopft.
Es ist ja Weihnachten.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Der zweite Weihnachtstag ist dann genauso wie der erste.
Essen ist schon wie am ersten nicht Essen, sondern eher unkontrolliertes Hineinschaufeln in den Verdauungsapparat.
Hinein, hinein, hinein!
Wir haben es ja und es ist Weihnachten, die Zeit der (Gaumen‑) Freuden.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Der Tag nach Weihnachten.
Dann gibt es Reste von Weihnachten. Vom Braten und der Weihnachtsgans Geschnetzeltes mit einer dicken Sauce, aufgebratene, aufgebackene Kroketten, Kartoffeln und die Salatreste.

Aber nur ein kleines Häppchen!

Das böse Erwachen.
Irgendwann nach Neujahr oder wohlmöglich noch vor Silvester nach dem Duschen stellt man sich auf die Waage.
Jetzt geht aber das Abendland unter.
Wie konnte das nur passieren?
Dass Kalorien kleine Zwerge sind, die nachts die Kleidung enger nähen, weiß man.
Aber wo kommen die Pfunde her?
Stimmt die Waage nicht mehr?

Soviel hat man doch gar nicht gegessen!

Man hat zwar einiges gegessen.

Aber nur ein kleines Häppchen!


anbeten-kruzifix-knienender

Wir schreiben den 24. Dezember im Jahre des Herrn 1965 (?), 1967 (?), … , 2008 (?).
Welches Jahr auch immer – alle Jahre wieder!

Die Heuchler pilgern zur Krippe, aber nicht um das Jesus-Kind zu sehen, sondern um in der Kirche von den anderen „Gläubigen“ gesehen zu werden.

Aufgetakelt mit Pelz und dem neuen Zwirn, den man wie jedes Jahr zu Heiligabend geschenkt bekommen hat, ziehen sie los, in Scharen.

In der Vorweihnachtszeit hat man sich durch horrende Spenden einen Logen-Platz in der Christ-Mette oder im Hochamt erkauft, und nun will man von den anderen deswegen bejubelt werden; doch muss man dann entsetzt feststellen, dass die Logen-Plätze von den regelmäßigen Kirchgängern besetzt sind.

So geht das nicht!

Selbst der Satz „Lasset die Kinder zu mir kommen!“ ist irrelevant, denn man platziert sich einzig und allein, um gesehen zu werden, vor die Kinder oder verscheucht diese von den Plätzen.

Wenn der Taler im Klingelbeutel klingt, die Nächstenliebe aus dem Herzen springt.

Hat man nun auf der heißbegehrten Bank Platz genommen, wird sich triumphierend umgeschaut, wer bei dem diesjährigen Jubel-Run der Verlierer ist.

Oh, du heuchlerische Christenheit!


Der Hofnarr erzählt ...

Reing’schmeckte sind Personen, die nach Baden-Württemberg gezogen sind.
Also Immigranten!
Der Ausdruck wird größtenteils in benutzt, dort aber ungefähr „Roi-g-schmeckta“ ausgesprochen.

Reing’schmeckte „müssen“ noch integriert werden, müssen also die baden-württembergische „Staatsangehörigkeit“ erlangen.
Wie immer das gehen mag, entzieht sich der Kenntnis der Reing’schmeckten.

In kleinen Käffern sind die Reing’schmeckten erstmal sehr fremdartig, denn frei nach dem Slogan „Mir könnet älles außer Hochdeutsch“ (Wir können alles außer Hochdeutsch) versteht man die Reing’schmeckten nicht, oder will sie nicht verstehen.
Man versteht sie also genauso wenig, wie die Tagesschau oder andere Nachrichtensendungen oder generell Medien, in denen Hochdeutsch gesprochen wird.

In der Schule haben die Einheimischen zwar Deutsch gelernt, aber …

Der Reing’schmeckte ist also erstmal mit Vorsicht zu genießen.
Erstens spricht er anders und zweitens versteht er nicht alles.

Sprachbarrieren, also!

Wenn der Reing’schmeckte oder die Reing’schmeckte dann auch noch progressiv eingestellt sind, sind sie den Einheimischen erstmal suspekt, oder besser gesagt, noch suspekter.
Man kann z.B. nicht einfach mit einem roten Mantel zum Kunstmarkt im Kaff erscheinen.

Das gebühren ja schon der Anstand und die Moral nicht.

Bloß nicht auffallen!
Lieber mit den anderen toten Fischen im Strom schwimmen, als aufzufallen!

Megasuspekt wird es dann noch, wenn die Reing’schmeckten aus einer Großstadt bzw. einer größeren Stadt stammen, sozusagen also megaprogressiv sind!

Dann kommt das Böse schlechthin in das Kaff!

Man könnte jetzt noch einen draufsetzen und annehmen, dass die Reing’schmeckten einen (leichten) Silberblick haben sowie die Reing’schmeckte rötliche Haare und der Reing’schmeckte einen Pferdeschwanz.
Dann brodelt aber die Gerüchteküche von ganz alleine.

Es hat schon Vorteile, dass es Hexenverbrennungen nicht mehr gibt.

Die Dorfidylle wird richtig gestört, wenn die Reing’schmeckten dann auch noch voller Elan morgens in die Läden engelsgleich geschwebt kommen und sich erdreisten, die Einheimischen zu grüßen.

Bloß niemanden wecken!

Reing’schmeckte zu sein, ist also nicht so einfach!


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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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