Archiv für die Kategorie „Kurioses“

Roll over Beethoven

 

„Ein Fischkahlpakt ist ein Pakt zwischen kahlköpfigen Fischen.“

 

 

Soziale Netzwerke Ebenen Sichtweisen Standpunkte  ::: © by pixelio.de & Syntronica.net

In (sozialen) Netzwerken – Es sind nicht nur Online- wie Facebook etc. gemeint, sondern reale. – trifft man viele unterschiedliche Menschen.
Manchmal trifft man auch Personen, die nicht in den „Mainstream“ passen, weil sie nicht unbedingt „auffällig“, sondern „anders“ sind.

Was bedeutet dieses Anders-Sein?

Auch wenn man es nicht wahrhaben will, so ist die zwischenmenschliche Interaktion doch sehr stark von Klischee-Denken geprägt.
Jeder, der „neu“ zu einem Netzwerk – eine Clique, einem Kollegen-Team, einer Schulklasse etc. – stößt, wird erstmal beobachtet, um ihn kennen zu lernen und einschätzen zu lernen.
Während unserer Betrachtung des Neuen, öffnen sich in unserem Gedankenapparat Schubladen, in die der Neue versucht wird eingeordnet zu werden.

  • Wie kommuniziert und interagiert er?
  • Wie reagiert er und verhält er sich?
  • Wie kleidet er sich?
  • Passt dieses Verhalten in einer Schublade?

Wenn eine Schublade gefunden wurde, in der er hineinpasst, ist ja alles in Ordnung.

Was aber, wenn nicht?

Dann wird versucht, den Neuen in eine Schublade zu pressen, in der er größtenteils passt, oder Schubladen werden verschoben, damit er in zwei oder mehr passt.

Ganz schlimm wird es, wenn dies nicht funktioniert, der Neue also „nicht der Norm entspricht“ !

Im schlimmsten Fall wird der Neue unter Druck gesetzt, sich anzupassen oder gemobbt, bis er es tut.
Eine „ganz einfache“ Methode ist, zu deklarieren, der Neue sei eben „anders“ oder „nicht normal“ bzw. entspräche nicht „der Norm“ und so ist alles gegessen!

Kurios wird es, wenn jemand, der „anders“ ist – und da reichen stellenweise Kleinigkeiten der Abweichung – auf jemanden trifft, der in dessen Weltansicht für ihn „außerhalb der Norm“ ist.

Die erste Reaktion ist, sich zu wundern.
Dann geht das Suchen nach der passenden Schublade los.
Dann passt das Gegenüber nicht herein, und ist eben „nicht normal“, wobei dies „außerhalb der Norm“ bedeutet.

Ein Beispiel:

Ein Fast-Ganzkörper-Tattoovierter trifft auch einen Punker.
In seiner Welt sieht sich der Tattoovierter als „normal“, der Punker passt aber wegen seiner Glatze mit farbiger Haarbürste nicht in das Muster der eigenen Welt.
Der Punker mustert den Tattoovierten ebenfalls und stellt fest, dass dieser auch nicht in die Punker-Welt passt.

Beide sagen von dem Anderen: „Der ist nicht normal.“

Es müssen nicht mal solche „Extreme“ sein.
Auf der Arbeit – im Geschäft – reichen manchmal kleine Nuancen, dass jemand in die Schubladen „Nicht der Norm entsprechend“ gepackt wird, also in die Schublade, wenn nichts mehr geht, denn dort ist einigermaßen Platz.
Es reicht z.B. wenn ein Mann lange bzw. längere Fingernägeⅼ trägt.
Als erstes deklariert man ihn als „Homosexuellen“ oder „Tunte“.
Dumm wird es nur, wenn er mit einer Frau verheiratet ist und keine „warmen Anbahnungen“ hat.
Die nächste Fragestellung aus einer Schublade ist, warum die Frau das akzeptiert, weil es ja schließlich Frauensache ist.
Gut, nachdem man abgeklopft hat, dass er starkes Selbstbewusstsein besitzt, packt man ihn in die Schublade „Nicht der Norm entsprechend“.

„Nicht der Norm entsprechend“ soll nicht als abwertend gelten, sondern einfach deklarieren, jemand passt nicht in Schubladen.

Wenn der o.g. Tattoovierte und der soeben genannte Mann aufeinander treffen, geht das Klischee-Denken los.
„War er mal im Gefängnis oder weswegen hat er Tattoos?“
„Der ist schwul, sonst trägt man sowas ja nicht.“

Es scheint kaum jemanden zu geben, der nicht von Klischee-Denken bzw. Schubladen-Denken befreit ist.

Der Tattoovierte deklariert sich in seiner Welt als „normal“. Für ihn gibt es aber Grenzen, wie weit seine „normale Welt“ geht.
Für den Punker ist es genauso.

Jeder grenzt sich (unbewusst) und auch Andere aus.

„Normal“ ist also subjektiv.

 

 

Roll over Beethoven

 

„Manche Vögel putzen lieber den offenstehenden goldenen Käfig, als ihn zu verlassen.“

 

 

Teufelswerk ::: © 2010 Glühwürmchen und Herzbeben & Syntronica.net

Das Leben schreibt bessere Geschichten, als jeder Roman-Autor oder Drehbuchautor es sich ausdenken könnte.

Eine dieser Geschichten ist genau so passiert. Lediglich die Namen der Protagonisten wurden geändert.

Frau Meier hatte einen schweren Autounfall, weil ein LKW im Dunkeln plötzlich auf der Autobahn ausscherrte. Frau Meier erschrak, reagierte nicht schnell genug und überschlug sich mehrmals mit dem Auto, nachdem sie die Leitplanke gerammt hatte.
Als sie wieder (medizinisch) stabilisiert war, wurde sie mit einem Krankenwagen bzw. Medi-Mobil in ein Krankenhaus in die Stadt überführt, wo sie wohnt.
Unterwegs zum Krankenhaus in ihrer Stadt hätte ein unaufmerksames Autofahrer fast einen Unfall verursacht, weil er den Krankenwagen nicht gesehen hatte. Der Krankenwagenfahrer konnte gerade noch einen Schlenker fahren und einen Zusammenstoß verhindern.
Dies hat Frau Meier natürlich nochmal dazu veranlasst, über ihr Leben nachzudenken – einen schweren Unfall und einen Beinahe-Unfall, der so ähnlich war und gerade noch mal abgewendet wurde.

Der Taxifahrer – Nennen wir ihn wegen seiner langen Fingernägel einfachhalber Herr Nagel – hatte den Auftrag von der Zentrale erhalten, Frau Meier von der Station im Krankenhaus abzuholen und sie in den Schwarzwald in eine Fachklinik zur Rehabilitation bzw. Kur zu bringen.

Herr Nagel fuhr mit dem Aufzug, der nicht einer Wartung unterzogen wurde, nach oben zur Station. Oben angekommen wurde er kurz geblendet, weil die Aufzugschachttür nebenan geöffnet war und dort Schweißarbeiten – helles flackerndes Licht ! – durchgeführt wurden.

Als er den Gang der Station entlang lief, sah er eine Frau, neben der zwei Koffer standen, an einem Tisch sitzen.
„Frau Meier?“
„Ja!“
„Ich möchte sie holen.“

Eine Schwester drückte Herrn Nagel noch ein paar Unterlagen – Transportgenehmigung, Kostenübernahmeerklärung, Adresse der Reha-Klinik etc. – in die Hand, die Herr Nagel kurz noch kontrollierte, während er weiter auf Frau Meier zuging.
„Dann wollen wir zusammen gehen“, sagte er zu Frau Meier, nahm ihr Gepäck und Frau Meier, einmal kurz laut ausatmend, begleitete ihn mit wackeligen Knien.

Auf der Autofahrt, die knapp eine Stunde dauerte, unterhielten sie sich und irgendwann sagte Frau Meier: „Sie dürfen es mir nicht krumm nehmen, was ich Ihnen jetzt erzähle, aber ich weiß, dass sie Humor besitzen.“
„Nur zu“, ermutigte sie Herr Nagel.

Frau Meier begann.
„Ich hatte Ihnen ja von meinem schweren Unfall erzählt und von dem Beinahe-Unfall bei der Überführung.“
Herr Nagel nickte bestätigend, und Frau Meier fuhr fort.

„Als Sie auf die Station kamen, sah ich bedingt durch das helle Licht im Aufzugschacht nur einen Schatten. Dann sagten Sie, dass mich abholen wollten. Als sie dann näher kamen, sah ich erst Ihre langen Haare, danach Ihren Schnurrbart, Ihre dunklen Augen, und dann erblickte ich Ihre langen schwarz lackierten Fingernägel. Da ging mir durch den Kopf: ‚Zweimal bin ich dem Tod von der Sense gesprungen, doch nun holt mich der Leibhalftige persönlich ab.‘.“

Frau Meier und Herr Nagel lachten sich fast schlapp aufgund der kuriosen Situation, an der wirklich alles „stimmte“:

  • Das helle Licht und der Schatten davor,
  • Die Sprüche: „Ich möchte Sie holen“ und „Dann wollen wir zusammen gehen.“
  • Dann die Person mit den dunklen Augen, dem Schnurrbart, den langen Haaren und den schwarz lackierten langen Fingernägeln.

Das Leben schreibt bewiesenermaßen die besten Geschichten!

Wenn man berufsbedingt viel unterwegs ist, lernt man viele verschiedene Menschen kennen.

Und deren „Gepflogenheiten“!

Wird man von Geschäftspartnern mit dem Taxi abgeholt, tun diese Leute sehr oft großspurig.
Der Geschäftspartner hat hier und dort gespeist, war in diesem und jenem Hotel, wo er es sich hat gutgehen lassen etc. etc.

Wenn man am Ziel angekommen ist, stellt sich meist heraus, wie „spendabel“ er ist!

Er lässt sich vom Taxifahrer eine Quittung ausstellen und bezahlt dann genau den Betrag, auch wenn es ein krummer ist.

„Bei Privatfahrten gebe ich natürlich Trinkgeld“, sagt er dann, „aber ich kann ja nicht einfach über Firmengelder verfügen.“

Roll over Beethoven

 

„Meine Hände sind zu klein, alles zu begreifen.“

 

 

Syntronica Blende Augen

Man bemerkt es immer wieder, wenn man genau hinschaut und hinhört …

Manche Menschen ändern plötzlich für andere kaum bzw. nicht nachvollziehbar ihre Ansichten und versuchen sich in ein „rechtes Licht“ zu setzen, indem sie so tun, als wären sie schon immer der neuen Ansicht gewesen.

Man trifft solche Situationen sehr oft an, nicht nur bei Politikern!

Eine Person hat jemanden etwas empfohlen, was dieser auch getan hat.
Dann ist sie plötzlich anderer Meinung und rät dem anderen plötzlich davon ab, was dieser nicht tut.
Darauf angesprochen, was los sei, sagt die Person, sie habe es nur getan, weil der andere es wollte!
Sie versucht also, im Nachhinein –  a posteriori – die Vergangenheit () anders darzustellen, um sich in ein Möchtegern-Rechtes-Licht zu stellen. Auch versucht sie, „Schuld“ von sich zu weisen und dem anderen den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben.

Aposteriori-Geschichtsverfälschung bzw. –Realitätsverfälschung fällt auf.

Roll over Beethoven

 

„Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause.“

aus

 

Der ehemalige Bundespräsident Wulff ist angeblich selber von seinem Posten zurückgetreten.
Dass es wegen zunehmenden Drucks geschah, wissen wir alle besser.

Wulff, der lange Zeit schon korrupt politisch aktiv ist, bekam heute auch den sog. Ehren-Sold von ca. 200 000 Euro pro Jahr zugeteilt, vor allem auch, weil für eine bestimmte Zeit – Man könnte munkeln, er habe deswegen solange ausgeharrt. – Bundespräsident war.

Wie jeder Klardenkender gehen auch Politiker auf die Barrikaden und fordern die Aberkennung des Ehren-Solds, da ja die Machenschaften von Wulff dies nicht rechtfertigten.

Anders herum steht es ihm zu, was ja auch vom Parlament bestätigt wurde.

Muss man denn alles nehmen, was einem zusteht?

Anscheinend hat Wulff so einen großen Schlund, der niemals satt wird.

Wenn er etwas Ehre noch hätte, nähme er den Ehren-Sold ist.

Ansonsten könnte man den Ehren-Sold auch als Unehren-Sold bezeichnen.

hands21

Drei Monate sind  nun ins Land gezogen, seitdem das Volk von Baden-Württemberg über die Weiterfinanzierung von Stuttgart 21 (S21) abstimmen durfte.
Bekanntermaßen haben sich 58.9 % für S21 ausgesprochen.
Die S21-Gegner bekamen endlich, was sie wollten, dass finale Instrument, mit dem sie beweisen konnten, was sie schon lange skandierten.

„Die Mehrheit des Volkes ist gegen S21.“

Vonwegen!

Der Volksentscheid bzw. die Volksabstimmung hat etwas Anderes gezeigt.

Die, die lauthals den S21-Befürwortern „Lügenpack“ entgegengebrüllt hatten, waren plötzlich das „Lügenpack“, das lange Zeit das Volk damit getäuscht hatte, zu behaupten, dass das „ganze Volk“ gegen S21 sei.

Nun sah es ganz anders aus.

Etwas später hielten die S21-Gegner eine Sitzung ab, um sich neu zu orientieren.
Obwohl die S21-Gegner immer „Transparenz“ forderten, ließen sie nicht mal Pressevertreter zu.

Im Laufe der Tage und Wochen kristallisierte sich dann ein Kern heraus, der – wie man es von den S21-Gegner alias Keintologen nicht anders kannte – alles negierte und den Slogan schuf: „Wir haben zwar verloren, aber unsere Argumente stimmen trotzdem noch“.
Anstatt anzuerkennen, dass das Volk sich kundig gemacht und danach entschieden hatte, sprach man dem Volk jede Kompetenz ab und machte einfach so weiter wie bisher und tat so, als hätte es keinen Volksentscheid gegeben.

Dies trieb dann diejenigen, die mit ihrem Leben nichts anzufangen wussten und (wohl immer noch) nicht wissen, dazu, soweit in der Negierung zu gehen, zu behaupten, dass sogar der Volksentscheid nicht rechtens gewesen sei.
Man munkelt auch davon, dass ein Rechtsanwalt, der sich zur S21-Gegnerschaft zählt, gegen die Landesregierung klagen würde, weil sie gar nicht über eine Bundessache wie eine Bahnhofsbau hätte abstimmen dürfen, auch nicht über ein sog. „S21-Kündigungsgesetz“.
Welcher Sinn bzw. Zweck gerade etwas a posteriori zu kippen, was man selbst haben wollte, ergibt, kann man nur als S21-Gegner verstehen.

Die S21-Gegner brillierten dadurch, dass sie gerade das taten, was sie der alten CDU-geführten Regierung immer vorwarfen und vorgeworfen haben.

Sie erkannten gerade die demokratisch-legitimierten Prozesse nicht an, deren Realisation sie angeregt und auch bekommen hatten, z.B. die Schlichtung und den Volksentscheid!

Sie bewiesen damit, dass sie die Demokratie-Feinde sind.

Wenn man lange Zeit behauptet, im Namen des Volkes zu handeln, indem man S21 verhindern will, dann einen Volksentscheid bekommt, dessen Ausgang aber nicht anerkennt, weil er nicht das ergibt, was man sich erhofft hat, kann man nicht mehr sagen, man handle nach demokratischen Grundsätzen.

Die eingefleischten S21-Gegner machen unvermindert weiter, machen montags ihre Demonstrationen gegen S21, hetzen weiter auf, überziehen und Baden-Württemberg weiter mit ihrem Blockade-Terror und feiern sich als Helden, die sie aber in keinster Weise sind.
Mehr als achtzig Prozent der Einwohner Baden-Württemberg sprechen sich allerdings gegen diesen Zinnober aus und fordern endlich ein Ende dieser Querelen.

Eingaben bei Gerichten, die eben mal schnell während der einsetzenden Agonie als letzten Grashalm zum Festhalten eingereicht wurden, wurden abgeschmettert, und legitimierten S21 weiter, obwohl die S21-Gegner genau das Gegenteil beabsichtigten.

Das illegale Zeltcamp – Slum-City genannt – wurde geräumt, und Bäume für S21 versetzt und gefällt.

Stuttgart 21 wird zu Ende gebaut, was auch die Landesregierung anerkannte.

Die S21-Gegner soll(t)en endlich Ruhe geben!

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