Archiv für die Kategorie „Philosophie“

„Für ein Schiff, das seinen Hafen nicht kennt, weht kein Wind günstig.“
Seneca

„Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.“
Joseph Joubert

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert!“
Albert Einstein

„Es gehört Größe dazu, auch mal sagen zu können: ‚NEIN, ich bin nicht mehr meiner Meinung.‘.“

„Alles in der Welt endet durch Zufall und Ermüdung.“
Heinrich Heine

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Albert Einstein

„Warum Strohköpfe nicht nachdenken?
Ein Geistesblitz wäre brandgefährlich.“
Alexander Eilers

„Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten.“
Ambrose Bierce

„Entschuldigung!“, sagte die Stuttgart-21-Gegnerin zu uns S21-Befürwortern, „haben Sie Interesse, dass wir uns austauschen?“
„Klar“, sagten wir nickend.
Dann unterhielten wir uns über den sog. „Engpass 21“ und konnten unser Erfahrungen und Fakten austauschen und erweitern.
Da standen wir noch auf dem Bahnsteig am Schlossplatz und warteten auf unseren Zug.
Zwischendurch sprach uns ein unbeteiligter Passant an und lobte uns, dass wir so friedlich und respektvoll miteinander umgingen.
Er machte auch zwei Fotos, von dem eins hier zu sehen ist, während wir miteinander plauderten.
In der Bahn U6 Richtung Fasanenhof standen wir im Türbereich und reden weiter über das „Milliardengrab“ und die „Chance für die Zukunft“.
Die Mitreisenden schauten völlig überrascht zu uns, denn das hatten sie noch nicht gesehen – eine S21-Gegner und zwei S21-Befürworter, die sich nicht zofften oder – wie der Mann, der uns fotografiert hatte und mit in unsere Richtung fuhr – sagte: „… ohne das Wort ‚A…loch‘ oder schlimmeres zu benutzen und ohne jegliche Aggressionen“.
Es wurden auch keine Klischees aufgetischt.
Es ging um Austausch, um zu begreifen, was die beiden Seiten bewegt, für ihre Sache einzustehen.
Die S21-Gegnerin regte uns zum Nachdenken an und wir sie.
Aus den Reaktionen der Mitreisenden und Passanten in der Bahn und auf den Bahnsteigen konnten wir herauslesen, dass ihnen unser „Miteinander unter gegenteiligen Meinungen“ gefiel.
So muss es auch sein!
Leider war die Fahrt nicht lang, denn wir mussten in Degerloch aussteigen.
Es gibt noch viele Themen zum Diskutieren.
Gegner bedürfen einander oft mehr als Freunde, denn ohne Wind gehen keine Mühlen.
Hermann Hesse
Nachtrag, 16.10.2001, 15:10 Uhr
Die Frau, mit der wir gestern diskutierten, hat uns etwas im Gästebuch hinterlassen.
























