Archiv für die Kategorie „Wissenschaft“

Roll over Beethoven

 

„Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, dass wir es verstehen können.“

Albert Einstein

 

stress-s21

„Zwischen den Jahren“ etwas über Stuttgart 21 (S21) schreiben?

Ja, denn heute ist der 27.12.2011, und es ist ein Monat seit dem Volksentscheid vergangen, bei dem sich 58,8 Prozent der wahlberechtigten Einwohner Baden-Württembergs für S21 ausgesprochen haben.

Was ist bis jetzt passiert?

Die S21-Befürworter machten im Ratskeller die große Party, dass der Weiterbau von S21 nun endlich öffentlich-wirksam legitimiert ist.

Die S21-Gegner scharrten vor Wut mit den Hufen, mussten aber zugeben, dass sie verloren hatten, was ihnen aber sehr schwerfiel und immer noch schwerfällt.
Ministerpräsident Kretschmann, Grüner und S21-Gegner, gab zu, dass nun sogar die Demonstrationen gegen S21 nicht mehr nötig seien und akzeptierte das Ergebnis des Volksentscheids.
Auch Verkehrtminister Hermann, laut eigenem Bezeugen größter S21-Gegner, sagte, er wolle nun S21 durchziehen und sprach, er mache es mit „Herzblut“.

Einige Tage später palaverte er wieder über Risiken, die es gäbe und über den Kostendeckel, der bald gesprengt würde.
Soviel also zum „Herzblut“!
Glaubwürdigkeit ist etwas Anderes!

Die Hardcore-S21-Gegner faselten weiter ihr Lügengebilde und wollten weiter gegen S21 streiken, Einfahrten zur Baustelle besetzen, Demonstrationen anzetteln und „zivilen Ungehorsam“ (ver)üben.

Am 3.12.2011 fand der sog. „Ratschlag“ des AggressionsAktionsbündnisses gegen S21 statt, bei dem trotz viel beschworener Transparenz die Medienvertreter keinen Zugang hatten, nicht mal der gegnereignene Möchtegern-TV-Sender!

Es wurde beratschlagt, weiter zu machen mit den Protesten, weil angeblich der Volksentscheid nichtig sei, weil es eben so ist.
Nachvollziehbar waren und sind die Gründe nicht.
Die Hardcore-S21-Gegner beleidig(t)en die Leute, die beim Volksentscheid für S21 votiert hatten, allgemein als ungebildet, dumm, doof usw.

Am 5.12.2011 fand die sog. „Frauen-Blockade“ statt, bei der seltsamerweise nur alte Frauen anwesend waren, Frauen, die bei jeder Demo und jeder – was auch immer – Blockade dabei sind.

Wenn ab dem 7.1.2012 der Südflügel abgebrochen wird und Bäume versetzt und wohl auch einige gefällt werden, wird man sehen, was passiert.

Bahnchef Grube sagte zu Recht: „Wenn Bürger jetzt weiter gegen das Projekt kämpfen, kämpfen sie nicht gegen die Bahn, sondern gegen die Bevölkerung.“

Roll over Beethoven

 

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert!“

Albert Einstein

 

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An diesem Wochenende ist Parteitag der Piratenpartei.

Nach dem Einzug der Piraten in Berlin genießen sie hohe Sympathien.

Wir als autarke und sachkundige Bürger, die in verschiedenen Sektoren agieren, waren Piratenmitglieder, sind aber ausgetreten, weil die Piraten zwar groß herumgetönt haben, dass sie alles besser machen wollen, doch es hakte an einfachen Dingen, wie z.B. Präsenz bei den Bürgern vor Ort zu zeigen.
Ein Beispiel gilt immer noch als Paradebeispiel.
Es war uns eine Herzensangelegenheit, im Landkreis Böblingen den gelben Sack bzw. die gelbe Tonne einzuführen.
Es ist so, dass man Plastikmüll (Verpackungen aus Kunststoffen) zur Sammelstelle bringen muss, was natürlich die belastet, weil man dort erstmal hinkommen muss.
Die Piraten haben zwischen Abendessen und während viele direkt im recherchiert hatten, wahrgenommen, dass wir etwas vorgeschlagen hatten, versprachen auch, darüber eine Präsentation zu machen, doch das wurde nichts.
Auch das Thema Streetview – Foto-Kartographierung durch Google (Maps) – war ein heißen Eisen, was wir als einzige durchgezogen hatten.
Mehrere Themen wurden behandelt, doch keins durchgezogen, alles nur angekratzt, und auf später verlegt.
Bei den Treffen war es wichtiger in den Restaurants, in denen wir uns trafen, lecker zu speisen und Musik zu hören, nebenher im Internet zu surfen, als über (tages)politische Themen zu sprechen und vor allem Lösungen zu finden.
So sind wir bei den Piraten wieder ausgetreten.

Der Parteitag an diesem Wochenende soll endlich Antworten auf Fragen der Zeit geben.
Wir sind sehr skeptisch, denn wir sprechen aus Erfahrung.
Die Piraten kratzen heikle Themen an – z.B. Stuttgart 21 (S21), Netzsperren begl. Kinderpornographie, Freiheit der Wissenschaft – doch es wird nur drüber reflektiert anstatt Lösungen zu finden und diese auch zu verfolgen.
Bei den Netzsperren haben die Piraten im Nachhinein „schöne“ Pressemitteilungen herausgebracht, dass es gut sei, dass das Thema durch die Bundesregierung nun verabschiedet sei.

Wenn das Politik sein soll …

Das Thema S21 war sehr heikel, weil es wie sehr oft keine offizielle Linie der Partei dazu gab.
Die Piraten aus waren ein bisschen gegen S21, sprachen in dem Kontext aber nur von Volksentscheiden und verwässerten ihre eigene Meinung so stark, dass sie zwar gegen S21 waren und sind, aber nicht begründen können, warum. Sie ziehen ihre „Überzeugung“ der „Basisdemokratie“ heran und sag(t)en, man hätte die Bürger schon vorher miteinbeziehen müssen – was auch geschehen ist, aber wohl niemand mitbekommen hat – es hätte einen Volksentscheid schon vor Jahren zu S21 geben müssen etc.
So haben sie sich selbst unglaubwürdig gemacht.

Beim Thema „Occupy“ stiegen sie ein und wandten sich gegen die Macht der Banken, doch wie immer gab es keinen Konsens, was sie tun woll(t)en.
Nur in Zelten zu übernachten und mit einem Haltung „Die Macht der Banken zerschlagen“ kann man nichts ändern.

So zieht sich der orange Piratenfaden weiter durch deren (blasses) Politikverständnis.

Bei Jungwählern mag das Wort „Pirat“ Abenteuerlust wecken, um es „denen da oben“ zu zeigen, doch das Schiff ist schon Leck geschlagen und sinkt, die Euphorie ist verblasst.
Die Piraten sind keine Alternative zu den Etablierten, auch wenn es in Bezug zur FDP oder den Grünen so dargestellt wird.
Eine Ein-Themen-Partei, die das „Sozialprogramm“ größtenteils von den Linken übernommen hat, aber nicht belegen kann, warum, ist unglaubwürdig.

Die Piraten werden auch auf diesem Parteitag das Ruder nicht herumreißen in Richtung Realpolitik.

Das Schiff wird versinken.

 

Wissenschaft ist entweder oder Briefmarkensammeln.
(Ernest Rutherford)

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Liebe Leser,

wenn Ihr etwas Zeit (und ein paar Cent übrig) habt, macht Folgendes:

  • Ruft in einem beliebigen Hotel an!
  • Erkundigt euch nach Zimmerpreisen etc.!
  • Dann stellt die frage, ob die Bibel im zimmer aufliegt.
  • Falls die antwort ja ist, sagt, dass Euch alle zugesagt hätte, Ihr aber aus Gewissensgründen keinen Betrieb unterstützen könnt, der sich missionarisch betätigt.
  • Man könnte auch dazu auffordern, wenn denn schon die Bibel dort liegt (dort liegen bleiben soll), dass zumindest der Koran, die Tora, der Talmud, der Tanach, die Veden, die Bhagavad Gita, das Buch der Mormonen, das Guru Granth Sahib, das Tao-Te-King und das ägyptische als auch tibetische Totenbuch sowie der Gilgamesh-Epos und die akkadischen Beschwörungemits ausgelegt werden sollten.
    Alles nur im Sinne von Integrationsfördung und Toleranz, denn man weiß ja nie, wer zu Besuch kommt

Posted diese Zeilen und helft mit die Säkularisierung voranzutreiben!

(Nach einer Idee von Gurso Rijnderwald)

 

einstein-125 „Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frißt.“

maedchen-tafel

Silvana Koch-Mehrin, MdEP, war lange Zeit die Vorzeige-Politikerin, die alles auf die Reihe bekommt und bekam.

War!

Bis man ihr nachwies, dass sie „gegutenbergt“ hatte!

In ihrer Doktorarbeit wurden wie bei vielen anderen – seltsamerweise (bis jetzt) nur konservativen und liberalen – Politikern Textstellen gefunden, die nicht als oder Fremdeigentum gezeichnet waren.

Diese Plagiate haben die Überfliegerin Silvana Koch-Mehrin ikarusgleich abstürzen lassen.

Einen kleinen Umweg gab es dann haarscharf am „Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie“ verbei, aber auch das konnte den Absturz nicht aufhalten.

Ja, sie habe plagiiert, gab sie kleinlaut zu, mit dem Unterton, dass sie sooo viel zu tun gehabt hätte, Promotion, Familie etc. und so wäre es eben gelaufen.
Man hätte auch verstehen können, dass es (k)eine reumütige Stimmlage war, muss man aber nicht.

Jedenfalls war sie ihren Doktortitel los, denn ihre achtzigseitige (!!!) Dissertation enthielt 120 (!!!) Textstellen, die als Plagiate klassifiziert wurden.

Das scheint – 80 : 120 – wohl überfliegermäßig zu sein.

Nun hat sie Einspruch bei der Universität Heidelberg eingelegt, weil sie es doch nicht hinnehmen will, dass sie Mist gebaut hat.

Liebe Mitbürger, man muss nicht verstehen, dass Silvana Koch-Mehrin erst zugibt, sie habe plagiiert und dann plötzlich meint, es sei doch nicht so gewesen!

Das nennt man „höhere Politik“.

 

bunt-weg-grau „Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.“

(Helmut Qualtinger)

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Wenn ein Paar ein eigenes Kind möchte, dies aber nicht klappt, kann es daran liegen, dass sich das Spermium und das Ovum nicht vereinigen können, oder das befruchtete Ovum sich nicht in die Gebärmutter einnisten kann.

Damit dies doch klappen kann, gibt es die Invitrofertilisation, auch bekannt als „künstliche Befruchtung“.

Um schon im Vorfeld der Invitrofertilisation sicher stellen zu können, dass das potentielle Kind nicht mit Erbkrankheiten und Behinderungen behaftet ist, wird die Präimplantationsdiagnostik – PID – benutzt, die mit sehr hoher – nahe 100 Prozent – Wahrscheinlichkeit dies feststellen kann.

Bevor die PID im (begründeten) Ausnahmefällen in Deutschland erlaubt wurde, gab es im Bundestag heftige kontroverse Diskussionen dazu.

In der Diskussion, in der die PID abgesegnet wurde, gibt es noch mal richtig heiß her.

Die wissenschaftlich-medizinisch-technische Seite stellte dar, was die PID ist, zeigt aus, was machbar ist und beschrieb, dass es Risiken nur in sehr sehr geringem Maße gäbe.

Man erfuhr auch, wie treffend die Aussagen der PID sind. Verifikation der Möglichkeiten der Diagnostik fanden einen hohen Stellenwert.

In der Diskussion berichteten einige, wie schön es doch sei, ein Kind zu haben und wie schön sei, anschauen zu können, wie es aufwachse.

Sie berichteten stellenweise sehr emotional, wie sie sich als „stolze Eltern“ fühlten oder wie sie es von Bekannten mitbekämen etc.

Diese Gruppe hatte nicht verstanden, worum es gibt, aber ließ ein paar inkontextuelle Statements ab.

Als dritter Part traten die „moralischen Mahner“ auf, die sich zunehmend in esoterische – Wir zählen Religion auch zu . – Sphären hievten.

Hier ging es darum, was der „Allmächtige“ wohl zulasse und was nicht.

Im Mittelalter war die gegen die Obduktion, weil der „Allmächtige“ den Menschen nach seinem Bild geschaffen habe, und man das Abbild Gottes durch Sezieren nicht zerstören dürfe.

So diskutieren einige von dieser Seite, man dürfe nicht Gott spielen und in die Schöpfung eingreifen.

Andere dieser Seite versuchten die PID-Befürworter weiszumachen, bei künstlich befruchteten Eizellen handele es sich schon um „menschliches Leben“ und das dürfe man nicht wegwerfen bei „Nichtgefallen“ bzw. wenn es denn Anforderungen nicht entspräche.

Sie definierten auch ein befruchtetes Ovum, das sich vielleicht ein paar mal zellgeteilt hatte, als „menschliches Leben“, das zu schützen sei, weil es eben „Leben“ sei und „Leben“ leben wolle.

Die Diskussion dieser Seite ging einher mit der Abtreibungsdebatte

Unter bestimmten Indikationen, die im §218 StGB geregelt sind, darf ein Embryo bis maximal zur zwölften Woche „abgetrieben“ werden.

Wie man einen mehrfach gezellteilten Zellhaufen auf einer Petrischale mit einem in der Gebärmutter eingenisteten Fötus vergleichen kann, konnte von dieser Gruppe nicht geklärt werden, sondern es wurde einfach mal so jenseits von Beweisen und Definitionen hingenommen.

Genau sowenig wie die esoterische Frage, wann und wo „menschliches Leben“ beginnt.

Es scheint bei diesen Diskutanten nicht nur um PID, sondern um „zu schützendes Leben“ schlechthin. Man konnte meinen, es handele sich um eine hartgesottene Moralkeulen-Diskussion über Abtreibung, (gezielte) Kindestötung etc.

Fragen, ob – wenn eine PID erlaubt würde – bei „normal-schwangeren“ Frauen grundsätzlich auch eine PID gemacht werden sollte – Fruchtwasseranalysen werden auch schon gemacht –, was aber darin ausuferte, dass die „künstliche Befruchtung“ der Normalfall werden könnte, damit man keine behinderten oder geschädigten Kinder bekäme, was dann wieder ein „Freifahrtschein für Abtreibung“, „Zerstörung von Leben“ und dergleichen sei.

Dies Leute polemisierten, was zeigte, dass sie PID nicht im Kern verstanden hatten.

Diese Fraktion ist so von einem (pseudo‑) moralistischen Heuchel-Weltbild durchtränkt, das nicht mal den Punkt eines Jota preisgibt.

Es geht ihr gar nicht darum, mit neuen Methoden Menschen zu helfen, sondern einzig und allein darum, ihr heuchlerisches Pseudo-Moral-Weltbild weiter verbreiten zu können.

Eine säkulare, laizistische Gesellschaft, wie wir sie in Deutschland haben, hat es nicht verdient, sich in Diskussionen in so eine esoterische Ecke ziehen zu lassen.

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