Zeitgeschehen

Was in der Welt passiert

meinungsbildung2

Politiker müsste man sein, dann hätte man es einfacher.
Man müsste vor allem keine eigene Meinung vertreten, sondern nur Wischiwaschi schwafeln.
Das rührt allerdings daher, dass man keinen potentiellen Wähler vergraulen will, da man seinen Posten behalten will.

Momentan wird darüber diskutiert, ob die Bezugsdauer von ALG Ⅰ für Menschen über fünfzig Jahren verlängert werden soll.

Heimische Sozis wurden zu ihrer Meinung gefragt, ob der Bezug ALG Ⅰ verlängert werden sollte.
Welche Meinung sie vertreten, ist nicht immer ersichtlich.

  • Paul Winkern vertritt die Meinung, dass sich die Diskussion entspannt.
  • Bernhard Daldrup meinte, dass schon einige Kompromisspapiere auf dem Tisch der SPD-Vernatwortlichen lägen.
  • Rainhard Schultz beantwortete die Frage, ob die Bezugdauer von ALG Ⅰ verlängert werden solle, indem er darauf verwies, dass eine nicht näher genannte Initiative der Vergängerregierung abgelehnt worden sei.
  • Detlef Ommen vertritt den Standpunkt, dass der Streit von den Medien hochgespielt werde.

Wir sehen also, dass die o.g. Sozis eine „Meinung“ haben …

Ist die Meinung, dass man keine eigene Meinung hat, eine Meinung oder nicht?


Wolf im Schafspelz

Vize-Münte Kanzlerfering hat sich momentan mit seinem Ober‑Sozi Kurt Beck in den Haaren, weil Beck verlangt, dass die Bezugsdauer von ALG Ⅰ verlängert werden soll.
Münte hat erstmal gemault, doch irgendwann muss ihn der Dauer-Clinch doch trotz seines sauerländischen Dickkopfes genervt haben.
Er zeigte sich „kompromissbereit“, wie die Politiker gerne sagen, wenn ihnen alles am Afterschließmuskel vorbeigeht und sie nur ihre Ruhe haben wollen.
Er hatte auch schon einen Vorschlag parat, den er medienwirksam herauspalavert hat.
Er will immer noch nicht, dass die Bezugsdauer des ALG Ⅰ verlängert wird.
ALG-I-Empfänger sollen kurz vor Ablauf des ALG Ⅰ in eine zweimonatige Fortbildungsmaßnahme gesteckt werden, wobei das ALG Ⅰ während der Maßnahme weitergezahlt würde.
„Wir lassen keinen im Regen stehen“, sagte Münte euphorisch, aber er war der einzige euphorische.
Die Sinnhaftigkeit dieser von Münte angesprochenen Maßnahmen kennt man zur Genüge. Den einzigen, denen sie etwas bringen, sind die Maßnahmeausrichter.
Arbeit wird dadurch nicht geschaffen. „Job Plus“, „Senioren Plus“, „Fünfzig Plus“ und wie die Maßnahmen mit „Vollbeschäftigungsgarantie“ heißen, bringen nichts, solange keine Arbeitsplätze da sind.

Die Arbeitslosen werden es als sehr sozial ansehen und Münte auf den Knien danken, dass die ALG-I-Bezugsdauer samt Maßnahme um zwei Monate verlängert wird.

Um dies zu glauben, ist allerdings eine Minderintelligenz Voraussetzung.


china-wuerfel2

Die chinesische „Regierung“ hat es nicht so einfach …

Ständig lädt irgendjemand den Dalai Lama ein oder ehrt ihn.
Immer noch sauer über den Besuch des Dalai Lama am 20. und 21.9.2007 in Deutschland hat China ihre Präsenz beim Berliner Treffen, bei dem es ab dem 16.10.2007 über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran geht, abgesagt.
China nimmt aber auch nicht teil, weil sich der Dalai Lama ab heute in den USA aufhalten wird und der US-Kongress den Dalai Lama ehren möchte.

Jetzt ist China beleidigt.

Ob China nicht teilnimmt am Treffen oder in China ein Sack Reis umfällt …


Fernsehgerät

Nachdem Eva Herman beim NDR gekündigt wurde, hat sie nicht dadurch geglänzt, etwas gelernt zu haben. Sie hat stattdessen behauptet, sie sei falsch verstanden worden. Schon seltsam, dass Worte, die sie gesagt hat (und die wörtlich zitiert wurden), falsch verstanden worden seien, Eva Herman aber nicht fähig ist, darzustellen, wie sie es „wirklich“ gemeint hatte.

Johannes B. Kerner hatte Eva Herman zu dieser Woche zu seiner Talkrunde eingeladen. Die Talkrunde wird aber nicht live ausgestrahlt, sondern vorher – meisten am Nachmittag davor – aufgezeichnet.

Kerner versuchte knapp eine Dreiviertelstunde lang, von Eva Herman eine Stellungnahme zu bekommen, doch mehr als Wischiwaschi kam nicht aus ihrem Mund.
Von Kerner darauf angesprochen, dass ihre Aussage, von den „gleichgeschalteten Medien“ gemobbt worden zu sein, auch einen Ausdruck, der die Nazi-Zeit charakterisiert, sei, schweifte sie ab, in dem sie meinte, wenn es so wäre, dürfe man auch nicht mehr von Autobahnen reden, da diese in der Nazi-Zeit gebaut worden wären.
Mal um Mal redete sich Eva Herman heraus und war zu einer deutlichen Stellungnahme nicht bereit.
Irgendwann wurde es Kerner dann zu dumm und er forderte sie auf, das Studio zu verlassen.

Tja, selbst schuld!


tuete-gesicht-paragraph

Die Neo-Nazis der NPD verstehen es ja, ihre faschistischen Thesen als freie Meinung zu deklarieren.
Sehr oft jedoch werden sie wegen Volksverhetzung nach §130 (1) StGB verurteilt.

Volksverhetzung laut § 130, Absatz 1, des Strafgesetzbuchs:

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

  1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt‑ oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
  2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Die NPD, die aus ihrer verqueerten Sicht die Meinungsfreiheit durch solche Gesetze ausgehebelt sieht, will sich nun – im Namen der Meinungsfreiheit – dafür einsetzen, dass §130 StGB gestrichen wird.

Sie will den Holocaust leugnen dürfen, weil dieser in ihren Augen nie stattgefunden habe. Auch seien Konzentrationslager laut NPD nach dem Krieg von den Allierten erbaut worden.
Auch die Auschwitz-Lüge, Aufstachelung von Hass sowie Hass gegen Andersdenkende, „Anderssexuelle“ und/oder Nichtdeutsche ist in ihren Augen Meinungsfreiheit.

Sie forderten das Land Mecklebburg-Vorpommern auf, sich für die Streichung des Paragraphen 130 StGB einzusetzen, was natürlich gelang. Das gleiche passierte auch schon im Landtag von Sachsen, wo die Neo-Nazis auch sitzen.

Die Neo-Nazis wollen wohl nicht wahrhaben, dass das Bundesverfassungsgericht schon im Jahre 1994 bestätigte, dass Volksverhetzung schon gelte, wenn der Unterschied von Meinung und Tatsache verwischt würde. Gleichzeitig wurde betont, dass die Verdrehung der Geschichte der Nazi-Herrschaft keine Meinungsäußerung sei, sondern in Aussage und Zielsetzung die Menschenwürde angreife.


Leicht verärgert

Vor kurzem ist herausgekommen, dass Bischof Müller, Regensburg, einen Priester in Riekofen auf Kinder losgelassen hat, von dem bekannt war, dass er wegen Kinderschändung – politisch korrekt: Kindersmissbrauch – verurteilt war.
Angeblich war der Priester als geheilt aus der Psychiatrie entlassen worden.

Man hätte ihn nicht als Priester einsetzen dürfen, alleine schon wegen der Messdiener.

Als die Sache herauskam, hat der zuständige Bischof erstmal geschwiegen und die Aussage verweigert.

Heute versuchte er, sich wieder reinzuwaschen.

Er ist sich keiner Schuld bewusst. Er sagte sogar, dass Jesus Jünger berufen habe, die ihn später verraten hätten.

Darauf angesprochen, man hätte den pädophilen Priester irgendwo anders einsetzen können, meinte er: „Es gibt keine kinder‑ und jugendfreien Räume. Auch im Altersheim besuchen die Enkel ihre Oma und im Gefängnis kann man den Kindern der Angestellten begegnen.“

Mir läuft die Galle fast über.


Von vorigem Freitag war ich bis zum Montag im Osten Deutschlands bei Verwandten und Freunden.

Ein Freund bat mich um ein Interview in einer ortsansässigen , das prompt am nächsten Morgen veröffentlicht wurde.

Leider habe ich vergessen, die Zeitung mitzunehmen.

Von meinem Onkel habe nur einen kurzen Ausriss aus dem „Zebbeliner Kurier“ per Mail zugeschickt bekommen.
Der Redakteur will mir aber das ganze Interview schicken.

zebbeliner-tageblatt

Vielen Dank!


Flagge von Birma   Rechte: OpenClipart Library

Die immer noch regierende Militärjunta hat Birma (englisch: Burma) 1989 – ein Jahr nach der blutigen Niederschlagung einer Revolte für Frieden und Freiheit – in „Myanmar“ umgetauft. Die Freiheitskämpfer von Birma sagen, dass man mit der Militärjunta einverstanden sei, wenn man „Myanmar“ sage.
Patrioten und Personen, die gegen die Militärjunta sind, benutzen den Namen „Birma“ , wie die einsteige britische Kolonie ursprünglich hieß.

Das Rot in der Flagge steht für Mut, Blau für Frieden und Weiß für Reinheit.
Die Sterne symbolisieren die vierzehn Staaten Birmas.
Das Zahnrad steht für die Industrie, der Reis für den Ackerbau.


bildchen-calmarigold2
© 2007 by Cal Marigold

Dies ist ein Stimmungsbild, das Cal Marigold fotografisch eingefangen hat.

Vielen Dank!


Wütend

Die Erderwärmung – welch‘ ein Graus!“
Treibhausgase – Kohlendioxid – Ozonloch!“
Autoabgase tragen zur Klimaschädigung bei.“

Nach Bekanntwerden des zweiten Teils des Weltklimaberichts der Vereinten Nationen reden sich die Politiker in Rage, wie schlimm doch alles sei.
Man kann natürlich depressiv werden, wenn man den Bericht liest, und man muss etwas gegen die fortlaufende Umweltzerstörung tun.
Das bezweifelt niemand.
Doch hat es sich bis vor kurzem niemand gewusst und ist alles ganz neu?
Mitnichten!
Es ist seit langem bekannt.
Wer etwas Anderes behauptet, lügt.

Vor knapp fünfundzwanzig, dreißig Jahren begann sich die Umweltschutzbewegung, in das Auge der Allgemeinheit zu schieben. Die Umweltbewegung etablierte sich langsam aber stetig.
Auto‑ und Industrieabgase wurden als Verschmutzer Nummer Eins genannt, gegen Kernenergie wurde gewettert, man sprach sich gegen „Triebhausgase“, sog. FCKW (Englisch : CFC) aus.
Langsam begann man umzudenken, die Firmen begannen, (bessere) Filtersysteme einzubauen., umweltfreundliche(re) Technologie wurde erfunden und benutzt.

Warum haben wir dies getan?

Weil wir schon lange wussten, dass die irgendwann in die Knie geht.

Wer jetzt behauptet – allen voran die Politiker und Firmenbosse – er habe nichts gewusst und beginnt erschrocken aufzuschreien, ist ein Lügner.


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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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