Opera-Logo

Im Opera-Browser wurde eine Sicherheitslücke entdeckt, die man ausnutzen kann, um beliebigen Code auszuführen.
Grund dafür sind Variablen, die für die Verarbeitung von Höhen‑ und Breitenangaben in JPEG-Grafiken zuständig sind.
Manipulierte oder defekte JPEG-Grafiken werden durch dieses Problem zu klein dimensioniert.
Anschließend findet ein Pufferüberlauf statt, da die Grafiken größer sind als in den manipulierten bzw. defekten Kopfdaten deklariert wurde.
Dieses Leck tritt bei allen Opera-Versionen außer der neuen Version 9 auf.

Es sollte umgehend auf die neue Version 9 umgestiegen werden.


Einen Beweis, warum die Bild- auch „Blöd-“ genannt wird, hat sie vor ein paar Tagen selbst erbracht.
Sie bezieht sich auf einen Bericht, in dem ein Geologe sagt, dass es viel mehr Gold gebe, als man glaube. Das Problem sei nur, dass nur ein Prozent des Goldes in der Erdoberfläche verteilt sei, die restlichen neunundneunzig Prozent befänden sich neben anderen Metallen, wie Nickel etc., im flüssigen Erdinneren, was ja bekanntlich aus Eisen besteht.
Bild-Zeitungs-Redakteure, für ihre Intelligenz bekannt (Achtung Ironie!), haben nun einen Artikel über den Bericht des o.g. Geologen geschrieben.
Diese Grafik mit einer aussagekräftigen Fragestellung erschien in der Bild-Zeitung.

Bildzeitung

Jetzt wird klar, warum die Zeitung Bild-Zeitung heißt, die Redakteure kommen nicht mit Buchstaben klar, sondern nur mit Bildern …


Excel-Logo

Nachdem bei Excel die sog. „Zero-Day“-Sicherheitslücke entdeckt wurde, gibt es noch eine neue (soeben bekannt geworden).
Wenn eine Shockwave-bzw. Flash-Animation in eine Excel-Datei eingebettet wird, startet Excel nachdem Öffnen der Excel-Datei den Java-Script-Code, falls dort Javascript enthalten ist. Dadurch kann eine ActiveX-Kontrolldatei geladen werden, die Zugriff auf Systemressourcen enthalten kann.
Diese Sicherheitslücke ist aber nicht so dramatisch, da das ActiveX-Element schon eine Sicherheitslücke enthalten.


Dietmar - Standpunkt

Während Politiker in Bezug auf Ausbildung die Schaffung von zusätzlichen 30 000 zusätzlichen Ausbildungsstellen und 25 000 zusätzlichen sog. Einstiegsqualifikationen von den Unternehmen fordern, machen diese darauf aufmerksam, dass den meisten Azubis in spe die Ausbildungsreife fehle.
Sie legen auch eine Statistik vor, in dem fünfzig Prozent der Ausbildungsbetriebe des beklagten, zwölf Prozent der Betriebe konnten Ausbildungsplätze aus diesem Grund nicht besetzen.
Schulabgänger sind der Statistik zufolge trotz guter Schulnoten nicht fähig, Einstellungstests (erfolgreich) zu bewältigen. Auch mangelt es ihnen an Artikulationsfähigkeiten.
Die Politiker halten dagegen und meinen, dass es wenig bringe, wenn die Unternehmen durch Umfragen fehlende Ausbildungsfähigkeiten der Schüler beklagten.
Herausbildung von fachlicher und sozialer Kompetenz kann nicht nur die Aufgabe einer Seite sein.
Hier seien die Unternehmen genauso gefragt wie Eltern und die Schule.
Hier stimmt aber etwas nicht.
Seit Jahren gibt es Klagen, dass es immer weniger Ausbildungsbetriebe und dadurch bedingt weniger Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen.
Wie kann man nun die Statistiken der Unternehmen über die mangelnde Ausbildungsfähigkeit von Schülern werten?
Die Statistik ist eine Ausrede der Unternehmen.
Ich bin ein von der Industrie‑ und Handelskammer zertifizierter Ausbilder und kenne mich in „diesem Gewerbe“ aus.
Es mutet seltsam an, dass die Unternehmer forderten, man müsse das System lockern.
So wurde es Unternehmen erleichtert auszubilden. Es war stellenweise möglich, auszubilden, ohne einen ausgebildeten Ausbilder zu haben. Auch betriebsübergreifende Ausbildung war möglich, d.h. Unternehmen, die einen Beruf nicht in allen Bereichen ausbilden konnten, konnten mit anderen Betrieben zusammen Auszubildende ausbilden. Was der eine Betrieb den Azubis nicht beibringen konnte, konnte der andere Betrieb übernehmen.
In meiner Ausbildung zum Ausbilder haben wir unter anderem Rechenexempel durchgerechnet. Ein Azubi auszubilden kostet natürlich Geld, aber im zweiten Ausbildungsjahr, spätestens im dritten Ausbildungsjahr ist ein Azubi so weit, dass er kostendeckend und sogar wertschöpfend für das Unternehmen tätig wird.
Wenn man den Fachkräftemangel anschaut, fragte man sich natürlich, wie schlimm es denn wirklich werden mag in einigen Jahren.
Sollten Unternehmen nicht mal von ihrem Maximalkapitalakkulationswahn herunterkommen und wieder investieren für ihre eigene Zukunft?
Sie sollten es tun, aber sie tun es nicht.


Excel

Kaum ist eine Sicherheitslücke in Word gestopft, berichtet Microsoft von einer Neuen, diesmal allerdings in der Tabellenkalkulation Excel.
Über einen schädlichen Code kann Excel dazugebracht werden, einen Trojaner ins System einzuschleusen.
Microsoft berichtet, dass schon mit Hersteller von Antivirensoftware erste Erfolge gegen dieses Problem erzielt worden seien.
Die Sicherheitslücke nennt sich „Zero-Day“.


Baustelle

Ab 2007 soll ein neues Telemediengesetz gelten, das das weit gestreute Recht für Internet, Rundfunk und Digitaldienste zusammenfasst.
Besondern an Punkten wie der Haltung gegenüber SPAM muss noch gearbeitet werden.
Die Bekämpfung von SPAM wird z.T. durch das Gesetz verhindert.
SPAM mit gefälschten und/oder verschleierten Absender‑/Betreffangaben gelten als Ordnungswidrigkeit, doch müsse dem Absender ein absichtliches Vorgehen nachgewiesen werde.
Dies wird so gut wie unmöglich sein.
Ein weiteres Problem ist, dass Anbieter wie Internet-Provider oder Dienstbereitsteller nicht eingeschränkt werden, was das Erheben und Sammeln von Daten angeht.


Bücher - Anzeige-Problem bei MSIE- was soll's!

Literarische Mittsommernacht

Jürgen Kehrer liest zusammen mit Prominenten aus Politik und Sport „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann

23.06.2006, 19:00 Uhr
Nottuln, Alte Amtmannei, Kastanienplatz


Was tun?

Wegen drohender Einführung von Studiengebühren haben sich die Gruppe „Attac Marburg“ und der Allgemeine Studentinnen‑ und Studenten-Ausschuss (AStA) entschlossen, auf ihrer Webseite ein Skript zur Verfügung zu stellen, mit dem Protestler per Mausklick eine vorgefertigte Mail an Landtagsabgeordnete senden konnten.

Angeblich wurden in drei Tagen 60 000 Mails verschickt.
Klaus Peter Müller, MdL, hatte anfangs noch Mails beantwortet, doch irgendwann wurde er sauer, weil viele E-Mail mit dem Verweis „E-Mail-Adresse nicht vorhanden“ zurückkamen.
Er unternahm nun Folgendes.
Er richtete auf seine E-Mail-Adresse eine Weiterleitung auf mehrere E-Mail-Adressen von Attac und des AStA weiter.
Auf Anfragen der beiden Gruppen meinte Möller schlicht und einfach: „Wer sich an solchen anonymen Aktionen beteiligt, seinen Namen dafür hergibt, zu solchen Aktionen aufruft oder sie unterstützt, offenbart nicht wirklich Interesse an Sachlichkeit.“

Die Befürworter der Mail-Protestaktion beratschlagen nun offenbar darüber, Möller „wegen der unverlangt zugesandten Mails“ anzuzeigen.
Auf welcher juristischen Basis sie argumentieren wollen, bleibt völlig offen.
Schließlich sind sie selbst Verursacher der Nachrichtenschwemme.

Nachtrag:

Klaus Peter Müller hat eine Unterlassungsklage aufgebrummt bekommen.
Er hätte wohl besser nicht auch noch die Weiterleitung auf E-Mail-Adressen von Professoren und Führungspersonen der Universitäten legen sollen.

Fragwürdig ist allerdings, warum er sich nicht gegen die E-Mail-Flut wehren darf.


Neigung: wahrhaftes Wort! Dass wir jede empfänden,
nicht nur die neuste, die uns ein Herz noch verschweigt;
wo sich ein Hügel langsam, mit sanften Geländen
zu der empfänglichen Wiese neigt,
sei es nicht weniger unser, sei uns vermehrlich;
oder des Vogels reichlicher Flug
schenke uns Herzraum, mache uns Zukunft entbehrlich.
Alles ist Überfluss. Denn genug
war es schon damals, als uns die Kindheit bestürzte
mit unendlichem Dasein. Damals schon
war es zuviel. Wie könnten wir jemals Verkürzte
oder Betrogene sein: wir mit jeglichem Lohn
längst Überlohnten.

Rainer-Maria Rilke – aus: Die Gedichte 1922 bis 1926


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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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