Arbeitslosigkeit

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Roll over Beethoven

„Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich muss das betrunken entscheiden.“

Politik a la Martin Schulz

Roll over Beethoven

„Wo sind die Zeiten, als sich die Leute noch sonntags ausruhten statt montags?“

Roll over Beethoven

„Wer sich mit Platz 13 in der Bildung zufrieden gibt, darf sich auch nicht über hintere Ränge bei Wohlstand und Wachstum wundern,“

Christian Lindner, zur Misere in Nordrhein-Westfalen

afghanen-sifi

Heute Morgen kam ich zum Sindelfinger Marktplatz, hörte aber schon auf dem Weg dorthin Stimmen aus einem Lautsprecher.
Ein Deutscher erzählte etwas über Kulturen und auch Afghanistan.
Als ich ankam bei der Gruppe, die Transparente trugen, sprach ein Mann auf Arabisch.
Auf den Transparenten standen Appelle, dass in Afghanistan noch Terrorismus vonseiten der Talibans stattfände und anderes.

Ich sprach den Mann, der kurz vorher noch zu der Menge gesprochen hatte, an und stellte mich bei ihm vor.
Die „European Press Federation“und „Oximity News“ kannte er irgendwie und er wusste auch, dass ich mich „um internationale Belange jenseits der Tagespolitik“ kümmern würde.
Aus dem Interview mit ihm wurde aber nichts, da er mich auf ein Mädchen verwies, dass laut seiner und deren Angaben als eine der wenigen Deutsch sprach.

Sie erzählte mir, es ginge bei der Aktion darum, dass man die Afghanen nicht abschieben dürfe. Auf Nachhaken erfuhr ich, dass von den Afghanen, die hier einen Antrag auf Asyl gestellt hatten, welche abgelehnt wurden und wohl in ihre Heimat zurücksollten.
Mir fiel auf, dass das Mädchen Phrasen und Floskeln an mich weitergab, die es mehr oder weniger auswendig gelernt oder vorgesetzt bekam.
Meine zugegeben gemeine und provokante Frage: „Wir Deutschen nehmen Euch Afghanen aus rein humanitären Gründen auf und Ihr habt also nur Forderungen?“ wurde mit einem schlichten: „Ja, das ist so.“ beantwortet, was mir zeigte, dass ein Interview kaum sinnvoll war, da ich auch erfuhr, dass viele der Demonstrierenden nicht wussten, was auf ihren Transparenten stand.

Schade!

Nachdem mir einer der Afghanen ein Flugblatt in die Hand drückte, las ich dies und musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass dieses von „Pro Asyl“ stammte.
„Pro Asyl“ beklagte nämlich in diesem Flugblatt, dass die Bundesrepublik Asylgesuche aus Afghanistan nicht ablehnen dürfe, weil dort immer noch Krieg und Zerstörung herrsche.
Ein Flugblatt voller einseitiger Fakten und Vorhaltungen und Forderungen.
Nun konnte ich mir auch vorstellen, wo die Transparente „In Afghanistan ist Krieg“, „Man kann uns nicht in ein Kriegsgebiet abschieben“ etc. herkamen.

„Pro Asyl“ benutzte Jugendliche – Die Protestierenden waren maximal 20 Jahre alt. – um ihre teilweise wirren Forderungen durchzusetzen, gemäß dem eigenem Slogan „Der Einzelne zählt.“

Ein mieses Spiel !

Erbrechen schlecht Würgen Kotzen Vomit Vomitieren Gübeln

In Baden-Württemberg hat die AfD aus dem Stand 14,1 Prozent der Stimmen der zur Wahl gegangenen Wahlberechtigten geholt, in Mecklenburg-Vorpommern am 5.9.2016 holte sie 20,8 Prozent.

Die Altparteien waren bei der Wahl von Mecklenburg-Vorpommern erst in der Schockstarre, dachten kurz nach und erklärten dann, was passiert war.

Die AfD hat verloren, da sie ja nicht 30 Prozent geholt hatte, wie sie eigentlich gesagt hatte.

Die Altparteien haben nicht verloren bei der Wahl. Die Grünen sind zwar nicht mehr im Landtag, doch verloren haben sie nicht, ebenso wenig wie die FDP, die nicht eingezogen ist.

Der Stimmenverlust der CDU hat nichts mit der Politik zu tun, denn was die Kanzlerin macht, ist vollkommen in Ordnung. Das bestätigen ja die Wähler.

Auch das (Ein‑) Schleimen der Großen Koalition und der EU bei Erdogan hat nichts mit der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern zu tun. Bei der AfD ist das so, denn die machen ja Stimmung gegen die EU.

Keiner weiß, wie es passieren konnte, dass sie Stimmen verloren haben.

Der Wähler – also genau 20,8 Prozent – die die AfD gewählt haben sind schuld, weil sie einfach abscheulich dumm und ungebildet sind, denn sonst würden sie ja nicht die AfD wählen.
Die AfD-Wähler sind ja ebenso wie sie dumm sind,  ausnahmslos Protestwähler, die nur mal auf den Busch hauen wollen, aber keine Ahnung haben, wen sie da gewählt haben.

Die Wähler sind bekanntlich schuld, aber die Aufgabe der Politiker der „Etablierten“ bzw. der Altparteien ist es nun, die Politik wieder so zu leiten, dass nichts Schlimmes herauskommen kann bei der falschen Wahl.

Die AfD ist nur eine Protestpartei. Die AfD hat nämlich keine Grenze dicht gemacht und auch keinen illegalen Flüchtling nach Hause geschickt, also nichts eingehalten.
Dass die AfD dies genauso wenig wie die anderen Parteiein gemacht hat, ist irrelevant. Auch spielt dabei keine Rolle, dass die gar nicht dafür zuständig sind.

Wir sehen, dass die Politiker der Altparteien so fest in ihrem realitätsfernen Trott sind, dass sie nicht merken, dass sie eigentlich schuld sind an der Misere, die sie selbst verursacht hasben.

Diese Kaste von Politikern gehört in das Ablagefach der und nicht mehr herausgeholt.

Roll over Beethoven

„Manche Politiker sind so toll, da kommt sogar das Essen hoch, um sie zu sehen.“

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Am Rande des Bundesparteitags der „Alternative für Deutschland“ – AfD – ist es zu harten Auseinandersetzungen der sog. „Antifa“ und der Polizei gekommen. Im Laufe der angeblichen „Friedlichen Protestaktion gegen das Erstarken einer faschistischen Partei“, bei der Linksautonome mit Eisenstangen auf Polizisten losgingen und verantwortungslose Idioten vom Bosch-Parkhaus aus brennende Autoreifen auf die Autobahn warfen, wurden ca. 400 (!!!) Linksautonome in Gewahrsam genommen, nachdem die Polizei auch Wasserwerfer eingesetzt hatte.

Etwas später erschien auf der Webseite des SWR die Meldung, die „Deutsche Journalisten-Union“ – DJU – und die Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ hätten die Polizei gerügt, weil auch Journalisten festgesetzt worden seien.

Als wir die Szene beobachtet hstten, waren uns keine unvermummten Leute aufgefallen, die Journalisten hätten sein können. Auch das Palaver der DJU, man könne doch nicht Journalisten in Gewahrsam nehmen, stieß uns auf.

Die DJU ist eine Unterordnung der „ver.di“, in der sich teils freie und selbstständige Journalisten organisiert haben. Presseausweise werden nur an „Hauptberufliche“ ausgegeben, mit der Ausnahme, auch Studenten in bestimmten Fächern, die angehende Journalisten seien, hätten ein Recht darauf.

Nach Informstionen der Bereitschafts‑ und Bundespolizei konnten die „festgenommenen“ Journalisten sich nicht ausweisen. 
Wir gehen davon aus, dass Mitgleider der sog. „Antifa“ und Linkautonome sich als Journalisten deklariert hatten.
Als sie in Gewahrsam genommen wurden, haben sie behauptet, man dürfe sie nicht festnehmen, aus o.g. Grunde.

Wenn Journaliasten Straftaten begehen, können sie auch festgenommen (o.ä.) werden – wie jeder andere auch!

Auch das Mitleid-Schinden, einer der „Fotografen“ habe einen Kreislaufzusammenbruch erlitten, passt in des „linke Denkmuster“ vom „brutalen Staat gegenüber seinem eigenen Volk“. Es fehlte nur, dass die Polizei ihm angeblich die medizinische Fürsorge verweigert hätte.

Es wird aber auch einiges an dieser vermeintlichen „Rüge“ klar, wenn man bedenkt, dass die „ver.di“ diese sog. „Protestaktion“ unterstützt hat.

Wir sehen also, dass es sich um Hetze der sog. „Antifa“ handelt, um sich selbst als Opfer darzustellen.

Dass sie, um den Parteitag der AfD zu verhindern, brennende Reifen auf de Autobahn geworfen haben, verschweigen sie genauso wie dass sie mit Knüppeln auf die Polizei losgegangen sind.

„Antifa(schismus) bezeichnet vor allem im antifaschistischen Spektrum linke, linksradikale und autonome Gruppen und Organisationen, die sich in ihrem Verständnis von Antifaschismus das Ziel gesetzt haben, Nationalismus, Neonazismus und Rassismus zu bekämpfen. Dies geschieht häufig mit besonders betonter Ablehnung von Antisemitismus und völkischer Ideologie. Dabei spielt oft auch der Widerstand gegen den Nationalsozialismus relativierende oder rechtfertigende geschichtsrevisionistische Tendenzen eine bedeutende Rolle.“
© Wikipedia 

 

SPD Band

Am 13. März 2016 fand in Baden-Württemberg die Landtagswahl statt.

Zuvor hatte noch die SPD versucht, das damalige Mitglied des Landtags, Florian Wahl, zu puschen, indem sie einen dummen Brief mit Lügen an die „Wähler“ verschickte, doch das nützte auch nichts (mehr).

Die SPD hat bekanntermaßen bei der Landtagswahl ein niederschmetterndes Ergebnis von 12.1 Prozent (19 Sitze) geholt.

Florian Wahl ist kein MdL – Mitglied des Landtags – mehr.

Nun hat er sich auch selbst von Versprechen freigesprochen.

Er hat Superfliege/Sabine versprochen, dass er zu Visitation auf deren Arbeitsstelle käme, um sich anzuschauen, wie dort gearbeitet würde.
Dies hat er mehrfach wiederholt, doch aus „Terminengpässen“ schob esauf den Nimmerleinstag.

Ebenso hat Syntronica/Dietmar ihm einen brisanten – von ihm recherchierten – Fall übergeben, bei dem es um Aushebelung des Arbeitsrechts und des Mindestlohns in bestimmten Branchen geht. Er hat „erwartungsgemäß“ nichts getan.

Wir haben zig mal erinnert, er möge handeln, doch außer „ja, ja …“ kam nichts.

Es ist gut, dass diese Person nicht mehr Mitglied des Landtags ist.

Kretschmann-2016-BB
Am Samstag, den 27. Februar 2016, war der amtierende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, im Böblinger Congress Center geladen. Dies fand im Rahmen des Wahlkampfes zur Landtagswahl (13.3.2016) statt. Eingeladen war er von der Landesvorsitzende der Grünen, Thekla Walker, sowie den Grünen in Böblingen.

Zu Anfang begrüßte Thekla Walker, Kandidatin  des Wahlkreises 5, die Besucher. Sie umriss kurz, wofür die Grünen stünden und machte auch deutlich, dass der (aller)erste grüne Ortsverein 1979 in Böblingen und gegründet wurde.

Danach ging es übergangslos zur „Fragestunde“ mit Winfried Kretschmann und Thekla Walker weiter.
Winfried Kretschmann sprach nicht zu den Besuchern.

Was schade war und uns überrascht hatte, war, dass bei der „Fragestunde“ keine direkten Fragen von den Besuchern im Publikum zugelassen waren. Im Vorfeld scheint es wohl möglich gewesen zu sein, Fragen auf eine Karte zu schreiben, die laut der Moderatorin angeblich durch „Zufallsprinzip“ gezogen worden wäre. Das Ziehen der Karten und die Vor-Auswahl hatten vor der Plauderrunde stattgefunden.
Auch war seltsam, dass die Fragen der Böblinger zum Schluss dran kamen. Dabei wurden kurz drei bis vier Themen angerissen und das war’s.

Die Runde war wohl vorher besprochen und organisiert worden, sollte aber als spontan verkauft werden.

Der „grüne Landes-Opa“, wie Kretschmann auch ironisch genannt wird, ging kurz darauf ein, wie es war, als die Grünen plötzlich die Regierung in Baden-Württemberg stellten. „Wenn man in der Opposition ist, glaubt man: ‚Die Regierung tut nichts.‘“, sagte er, „doch wenn man dann selbst dran ist, sieht man, dass es nicht so schnell geht. Einmal steht europäisches Recht im Weg, ein anderes Mal gibt es dann Probleme mit unserer Verfassung, vielen Vorschriften und dergleichen.“

Es ging auch darum, wie die Grünen den ÖPNV – Öffentlicher Personen-Nah- – neu regeln wollen. Allerdings war das Argument von Thekla Walker, man wolle 60 Prozent des Verkehrsetats in den ÖPNV stecken, sehr schwach.
Auf Telematik wurde nur kurz eingegangen. Kretschmann erzählte langatmig, aber nicht informativ, dass es „ zwischen Autos“ etc. gäbe, kam aber nicht zum Punkt.

Kurze Statements zu Volksentscheiden kamen uns eher wie auswendig gelernte Floskeln vor, die damit endeten, dass es mit dem Volksentscheid zu Stuttgart 21 eine Befriedung der Bevölkerung gegeben hätte.
Wer im Thema steckt, wird etwas anderes sagen, denn es ist immer noch wie vor fünf Jahren so, dass die -21-Gegner weiterhin verbal randalieren. Die -21-Gegner hetzen weiterhin gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind, prügeln verbal auf diese ein und wiederholen permanent Parolen und Thesen, die schon längst mehrfach gegenbewiesen sind.
Eine Befriedung ausgehend von diesen Reihen gibt es nicht.

Es ging auch kurz um die Flüchtlingspolitik, aber mehr als Appelle, dass alle etwas leisten sollten, kamen nicht.
In Gesprächen mit Grünen während und am Rande der Veranstaltung merkte man, dass sich keiner traute, etwas gegen die „offizielle Linie“ zu sagen.
Auch die Thesen, die „Neuen“ brächten viel mit, was gebrauchen könnte, zog nicht.
Kretschmann sagte, dass – Stichwort „Integration“ – ebenfalls viele Deutsche auch nicht in unserer Gesellschaft integriert seien, nämlich die, die Brandsätze auf Asylantenheime würfen. Dies kam nicht bzw. nur schwach an bei den Zuhörern.
Kretschmann meinte in einem Nebensatz, er möge die „Alternative für Deutschland“ nicht und log, indem er sagte, die AfD sei rechtsradikal.

Dann ging es um das „Gehört-Werden“, was aber urplötzlich gar nicht mehr so offenohrig war, wie es die Grünen immer behauptet hatten. Man müsse auch mal „Kante zeigen“, sagte Kretschmann, relativierte aber wieder, nachdem er von „Durchregieren“ gesprochen hatte.
Kretschmann kam in diesem Kontext darauf zu sprechen, was er „Gesellschaft des Streits“ nannte. Eine Gesellschaft sollte dies sein, die Transparenz bei Entscheideúngen wolle und ihren Unmut oder aber aber auch Vorschläge kundtue. Denn nur mit „zivilisiertem Streit“ – also der Auseinandersetzung – könne man dies erreichen. Aber schnell kam er wieder aufs „Durchregieren“ zu sprechen, da es nicht dazu kommen dürfe, dass nur noch diskutiert würde. Die Entscheidung, ob eine Diskussion zu Ende sei, bestimmte nach Kretschmanns Worten die Regierung. 
„Gehört-Werden“ klang eher nach „Reden, solange wir wollen“.

Es ging auch um ökologische Wirtschaftskonzepte, doch dies war eher im Bereich „Utopia“ angesiedelt. Kretschmann und Walker sprachen davon, dass Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen seien, redeten von Fortschritten im Vorzeigeland Baden-Württemberg, ließen aber konkrete Beispiele weg.
Kretschman und Walker lobten, dass im Landkreis Böblingen sehr viele IT-Unternehmen angesiedelt seien, erzählten, welche Wirkung es hätte, wenn gerade diese Firmen ökologisch agierten, kamen aber nicht darauf zu sprechen, welche tollen Innovationen davon ausgingen.

Viele der Themen, die auf „Karten“ von einigen der angeblich 800 Besucher aufgeschrieben worden waren, wurden nur bruchstückhaft beantwortet, viel Konkretes ließ und lässt auf sich warten. Kretschmann wirkte auch stellenweise sehr zerstreut, und es schien so, er wäre nicht bei der Sache.
Viele Antworten waren sehr realitätsfern.

sabine-kretsche-380
Eine kleine „Aktion“, die wir geplant hatten, gelang uns auch.
Wir trugen Pro-Stuttgart-21-T-Shirts mit der Aufschrift „Lieber unten durch als zurückgeblieben.“
„Superfliege“ schaffte es, sich von Medien wie „Energy Radio“, „ARD“, oder „Sindelfinger/Böblinger “ u.v.m. zusammen mit Kretschmann – Stuttgart-21-Gegner – ablichten zu lassen.
Das T-Shirt ist deutlich auf den Fotos zu sehen.

Was allerdings ebenso einen negativen Geschmack hatte, war der Umgang von Sicherheitsleuten mit uns als Pressevertreter.
Uns wurde mehr oder minder „befohlen“, die Taschen sowie unsere Mäntel an der Garderobe abzugeben.
Wir gingen zurück ins Parkdeck und nahmen nur noch die Kamerautensilien, einen Schreibblock und den Presseausweis mit.
Als wir wieder hineinkamen, wurde vor uns jemand mit großer Tasche hereingelassen.
Wir ntervenierten, warum dies gehe.
„Der Mann ist von der Zeitung“, wurde uns gesagt.
Nach nochmaligem Vorzeigen des Presseausweises ruderte man plötzlich zurück und entschuldigte sich für die „forschen jungen Männer am Eingang“.

Eine Ausgabe des Grundgesetzes, aufgenommen am 19.4.1999. Das Grundgesetz, die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, wird in diesem Jahr 50. Es wurde am 8.Mai 1949 vom Parlamentarischen Rat angenommen und trat am 24.Mai in Kraft. Das Verfassungswerk legt in 15 Abschnitten die staatliche Grundordnung fest  - von den Grundrechten über die Regelung der Staatsform, der Verfassungsorgane, der Rechtssprechung, des Finanzwesens und des Verteidigungsfalls.

Im Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik (Art. 5 GG) steht folgendes.

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Dies haben aber manche Politiker falsch verstanden.

Am 13.5.2016 wird ein neuer Landtag in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt.

Der SWR – Südwestrundfunk – lud daraufhin alle „etablierten“ und aussichtsreichen zu einer „Elefantenrunde“. Dort sollten über deren Programme und Pläne diskutiert werden.

So gut, so schön.

SPD wohin

Die SPD maulte jedoch laut herum. Sie wollten nicht auftreten bzw. teilnehmen, wenn auch die AfD – Alternative für Deutschland – teilnehmen dürfte.
Die AfD ist eine zugelassene Partei und gilt als Kandidatin, die die Fünf-Prozent-Hürde nehmen und ín den Landtag Baden-Württembergs einziehen wird. Umfrageergebnisse bzw. Prognosen liegen zwischen acht und fünfzehn Prozent der Wählerstimmen.

Nun meinte die SPD auf den SWR den Druck erhöhen zu müssen, was dann auch – leider – gelang.
Der SWR lud die AfD aus. Dummerweise gab der SWR kurz danach auch zu, dass dies auf Druck der SPD – und einiger Grüner – geschehen war.

Der SWR – Die Pressefreiheit ist wie oben ersichtlich, gewährleistet per Grundgesetz – lädt relevante Parteien zur „Elefantenrunde“ ein. Die SPD beschwert sich und der SWR lädt die „Persona non grata der SPD“ aus.

Dies ist in zweierlei Hinsiicht undemokratisch.

Da in Rheinand-Pfalz ebenfalls am gleichen Tag Landtagswahl ist, hat die dortige SPD auch schonmal angekündigt, dass sie an keinen Diskussionen teilnehme, bei denen auch die AfD geladen sei. Auch hier ist übrigens der SWR zuständig.
Auch die Landeschefin von , Hannelore Kraft, rief schon mal prophylaktisch das Gleiche.

Die SPD hat nebenbeibemerkt kein Problem, wenn die SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ dabei ist.

Als vor knapp fünf Jahren in Baden-Württemberg die CDU-FDP-Regierung durch die Grüne-SPD-Regierung abgelöst wurde, war die neue und immer wiederholte Phrase „Zuhören und gehört werden“.
Dies wurde bei jedem noch so kleinen Disput als Fingerzeig hervorgehoben.
Zugehört hat niemand von der neuen Regierung, obwohl die Baden-Württemberger oft genug laut waren, um gehört zu werden.

Nun beweist die SPD mal wieder, wie sie auf das Volk hört. Man kann eine zugelassenen Partei, die zudem noch große Chancen hat, ins Parlament einzuziehen, nicht einfach ignorieren.

Malu Dreyer, amitierende Landeschefin von Rheinland-Pfalz, hatte anlässlich des Hambacher Disputs gesagt: „Ich halte es – bezogen auf die AfD – übrigens für wichtig, dass man diese Partei durchaus ernstnimmt und ihr deutlich Paroli bietet, anstatt sie bloß zu ignorieren.“

Ebenso posaunt Nils Schmid, amtierender stellvertretender Landeschef von Baden-Württemberg, bei jeder größeren Versammlung heraus, es sei so einfach, der AfD die Segel aus dem Wind zu nehmen, wenn es darauf ankommt, zieht er sich aber lieber in die Heul-Ecke zurück und schmollt.

Er und die SPD scheinen wohl Angst zu haben, dass ihnen nicht gelingt, der AfD Paroli zu bieten.

Feige!

Das Verhalten der SPD und das Druckausüben ist sehr undemokratisch und zeigt, dass die SPD die Pressefreiheit aushebelt.
Der SWR spielt dabei leider mit.

Malu Dreyer, die sich ja auch öffentlich sehr laut gegen die Auftritte der AfD bei öffentlichen Diskussionen und der „Elefantenrunde“ ausspricht ist nebenbeibemerkt Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder.

Sie sollte – wie ihre SPD-Genossen – wissen, was Pressefreiheit bedeutet.

Sollte!

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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