Arbeitslosigkeit

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Am 14. Mai 2017 findet in Nordrhein-Westfalen wieder eine Landtagswahl statt.

Seit knapp zwei Jahren erzählt Thomas, dass wie die SPD, CDU, Grüne, Linke – also die etablierten „Altparteien“ nichts taugten. Sie seien nicht ernst zu nehmen, denn wenn sie etwas versprächen vor der Wahl, hielten sie es nicht ein. Ebenso wollten sich die „Altparteien“ nur gegenseitig die Klinke bzw. Pöstchen und Sitze in die Hand drücken. Da Thomas auch nicht die „Flüchtlingswelle“ und die „Plünderung der Sozialsysteme“ gutheißt, tendiert er zur AfD – Alternative für .
Er sagt, er fände es sehr gut, dass der ehemalige Sozialdemokrat Guido Reil (aus Essen)  nun bei der AfD sei, denn jetzt mache dieser endlich Realpolitik.

Thomas hat übrigens eine sehr konservative Sicht der Familie. „Drei K’s“, sagt er immer, „, Kinder, Küche“, wenn er davon spricht, wie er sich seine Ehefrau und die Familie in spe vorstellt.
Er lobt seit knapp zwei Jahren die AfD, geht mit ihr konform, hackt auf die „dumme Politik“ der „Altparteien“ ein und spricht sich gegen Angela Merkel aus, weil sie sich so viele Verfehlungen geleistet habe.
Er schlägt auch verbal auf die Politiker in Nordrhein-Westfalen ein, was das Zeug hält, denn in seinen Asugen aus ausnahmslos niemand von den „Altparteien“ wählbar.
Auf die (rhetorische) Frage: „Am 14. Mai wählst Du dann AfD?“ konterte er überraschend: „Nein, Hannelore Kraft“.
„Aber dann wählst Du doch die SPD“, kam die erschrockene Gegenfrage.
„Aber die SPD schafft das. Den Laschet kann man ja nicht wählen, weil er mal Pfusch an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen gemacht hat.“
„Was ist mit der AfD. Es ging doch auch darum, ein Zeichen zu setzen. Und die SPD ist doch für die ganze Misere in verantwortlich.“
„Man weiß nicht, was die AfD wirklich macht. Alle Parteien sind gleich. Versprechen und nix halten. Dann wähle ich lieber die SPD, die sind schon lange dran und schaffen das.“
Versuche, nachzuhaken, was der Auslöser für die Wende waren, verliefen im Sande. Argumente für seine neue Lieblingspartei gab es genug, aber er artikulierte sie nicht. Seltsamerweise fielen ihn keine Argumente gegen die AfD ein, die erklären konnten, weswegen er plötzlich SPD wählen wollte.
„Die SPD ist an der Regierung“, sagte er mehrmals, wusste aber nur selber, was er damit sagen wollte. Argumente, die SPD habe Schulden gemacht, argumentierte er nicht gegen. Auch Argumente gegen die „Altparteien“, die er seit zwei Jahren geliefert hatte, wurden nicht angezweifelt. Er hielt allerdings die AfD heraus, ging auch nicht auf Argumente pro AfD ein.

So wie Thomas sind viele Leute.
Sie tönen laut herum, dass sich etwas ändern muss, doch wenn es darum geht, Flagge zu zeigen, kommen sie hinter den Ofen nicht hervor.

Roll over Beethoven

„Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht.“

Christian Morgenstern

Roll over Beethoven

„Die Sozialdemokraten sind Barbaren des Mitleids.“

Peter Hille

Roll over Beethoven

„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“

Angela Merkel, 24.9.2015

An Silvester wurde in diesem Blog über die sog. „Auto-Poser-Szene“ berichtet, ebenso wie in unserer ersten Radio-Show. Heute schon wurden wir Zeugen eines Polizeieinsatzes auf dem Flugfeld.

Laut Polizeiangaben hatten dort drei Autos ihre Runden auf dem neuen Schnee des Festplatzes gedreht. Aus einem Cabriolet hatte sich wohl auch eine Person herausgelehnt, um besonders cool zu erscheinen. 
Die Polizei schritt ein, da sich einige Besucher des V8-Hotels und der gastronomischen Betriebe der MotorWorld massiv über den Lärm der schnell im Kreis fahrenden Autos beschwert hatten.

Die sog. „Auto-Poser“ müssen mit Anzeigen wegen Lärmbelästigung, Gefährdung und „groben Unfugs“ .

Poser-Szene Auto dicker teurer Schlitten Angeben Protzen

„Weil das Auto ist geil“, sagt Cengiz, als ich ihn frage, warum er jetzt einen „dicken Benz“ fahre.
„Voll krass und 300 PS“, schwärmt er.

Die sog. „Auto-Poser-Szene“ oder kurz „Poser-Szene“ trifft sich regelmäßig, fast täglich an der MotorWorld, die sich im gemeinsamen Ortteil „Flugfeld“ von Böblingen und befindet. Dort stehen sie protzend neben ihren teuren Autos der Sorten Mecedes-Benz, BMW oder AUDI.

Die „Poser“ sind in der Regel zwischen 20 und 25 Jahre alt. Normalerweise können sie sich solche teuren Autos – Verkaufspreise ab 60 000 Euro –  gar nicht leisten.

„Die Jungs leasen meistens die Autos“, erzählt mir einer der Angestellten im Verkauf von Mercedes-Benz in Untertürkheim, „so viel Geld für eine E-Klasse mit viel Pferdestärken können die nicht zusammensparen. Die Anzahlung bekommen sie meistens von der Oma oder gehen in der Großfamilie betteln.“
Der „Verkäufer“, wie er sich scherzhaft selber nennt, erklärt weiter: „Stellenweise essen die zu Hause nur trockenes Brot, aber Hauptsache ein teures Auto fahren.“
Er schüttelt den Kopf: „Wenn sie sich die Raten irgendwann nicht mehr leisten können, ist das Auto eben weg oder sie machen irgendwelche dunklen Geschäfte, die ich mir nicht ausmalen möchte.“
Laut seinen Ausführungen sind die meisten „Poser“ junge Leute mit Migrationshintergrund.

Da stehen sie also jeden Tag bei der MotorWorld, wo sich die Besitzer von Lamborghini, Porsche, Bentley, Bugatti, Ferrari und anderen richtig teuren Autos die Klinke in die Hand geben und meinen, sie könnten mit ihren nicht bezahlten Autos auf die Sahne hauen.

Die Besitzer der Nobelkarossen werden im Gegensatz zu den begeisterten Kollegen der „Poser“ nicht mal ein müdes Lächeln sehen lassen.

 

Roll over Beethoven

„Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich muss das betrunken entscheiden.“

Politik a la Martin Schulz

Roll over Beethoven

„Wo sind die Zeiten, als sich die Leute noch sonntags ausruhten statt montags?“

Roll over Beethoven

„Wer sich mit Platz 13 in der Bildung zufrieden gibt, darf sich auch nicht über hintere Ränge bei Wohlstand und Wachstum wundern,“

Christian Lindner, zur Misere in Nordrhein-Westfalen

afghanen-sifi

Heute Morgen kam ich zum Sindelfinger Marktplatz, hörte aber schon auf dem Weg dorthin Stimmen aus einem Lautsprecher.
Ein Deutscher erzählte etwas über Kulturen und auch Afghanistan.
Als ich ankam bei der Gruppe, die Transparente trugen, sprach ein Mann auf Arabisch.
Auf den Transparenten standen Appelle, dass in Afghanistan noch Terrorismus vonseiten der Talibans stattfände und anderes.

Ich sprach den Mann, der kurz vorher noch zu der Menge gesprochen hatte, an und stellte mich bei ihm vor.
Die „European Press Federation“und „Oximity News“ kannte er irgendwie und er wusste auch, dass ich mich „um internationale Belange jenseits der Tagespolitik“ kümmern würde.
Aus dem Interview mit ihm wurde aber nichts, da er mich auf ein Mädchen verwies, dass laut seiner und deren Angaben als eine der wenigen Deutsch sprach.

Sie erzählte mir, es ginge bei der Aktion darum, dass man die Afghanen nicht abschieben dürfe. Auf Nachhaken erfuhr ich, dass von den Afghanen, die hier einen Antrag auf Asyl gestellt hatten, welche abgelehnt wurden und wohl in ihre Heimat zurücksollten.
Mir fiel auf, dass das Mädchen Phrasen und Floskeln an mich weitergab, die es mehr oder weniger auswendig gelernt oder vorgesetzt bekam.
Meine zugegeben gemeine und provokante Frage: „Wir Deutschen nehmen Euch Afghanen aus rein humanitären Gründen auf und Ihr habt also nur Forderungen?“ wurde mit einem schlichten: „Ja, das ist so.“ beantwortet, was mir zeigte, dass ein Interview kaum sinnvoll war, da ich auch erfuhr, dass viele der Demonstrierenden nicht wussten, was auf ihren Transparenten stand.

Schade!

Nachdem mir einer der Afghanen ein Flugblatt in die Hand drückte, las ich dies und musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass dieses von „Pro Asyl“ stammte.
„Pro Asyl“ beklagte nämlich in diesem Flugblatt, dass die Bundesrepublik Asylgesuche aus Afghanistan nicht ablehnen dürfe, weil dort immer noch Krieg und Zerstörung herrsche.
Ein Flugblatt voller einseitiger Fakten und Vorhaltungen und Forderungen.
Nun konnte ich mir auch vorstellen, wo die Transparente „In Afghanistan ist Krieg“, „Man kann uns nicht in ein Kriegsgebiet abschieben“ etc. herkamen.

„Pro Asyl“ benutzte Jugendliche – Die Protestierenden waren maximal 20 Jahre alt. – um ihre teilweise wirren Forderungen durchzusetzen, gemäß dem eigenem Slogan „Der Einzelne zählt.“

Ein mieses Spiel !

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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  • Syntronica: "@Gert W.: Yepp, das ist auch eine gute Idee, Vorbilder schaffen! @Gerhard S.: Danke! Kommentieren hat schon beim ersten Mal geklappt. 🙂 "
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  • Anna: "Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen mit uns teilen. Danke dafür. Gruß Anna "
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    22. Dezember 2016
  • Syntronica: "Da gebe ich Ihnen recht. Es ist in dem Artikel nicht heraus gekommen, was genau ich meinte. Wenn die SPD nicht will, hätte sie nicht... "
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    11. Oktober 2016
  • Rolf Weichert: "Hat die CDU,CSP,Güneudn FDP diese Anschläge ? Das nein zum Untersuchungsausschuß Linksextremismus macht mich in diesem Punkt hellhörig auf das Risiko das ich mich irre! "
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    11. Oktober 2016
  • LoRelst: "Die AfD wieder auszuladen war natürlich dumm und das Eine, aber Rechte nicht zu mögen ist das Andere und sich zu weigern mit jemandem zu... "
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    10. Oktober 2016
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