Artikel-Schlagworte: „Astrophysik“

„Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, dass wir es verstehen können.“
Albert Einstein

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Albert Einstein

Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen:
die Schwerkraft und der Papierkrieg.
Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden.
Wernher von Braun
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Aus Sicht der reinen Logik sind alle Axiome willkürlich, inklusive der ethischen Axiome. Aber sie sind keineswegs willkürlich aus psychologischer und genetischer Sicht. Sie sind abgeleitet aus unseren angeborenen Neigungen, Schmerz und Vernichtung zu vermeiden und aus den gesammelten emotionalen Reaktionen von Individuen auf das Verhalten ihrer Nachbarn. Es ist das Privileg des moralischen Genies des Menschen, der durch inspirierte Individuen personifiziert wird, ethische Axiome weiterzuentwickeln, die so umfassend und so gut fundiert sind, dass Menschen sie als auf der großen Masse ihrer individuellen emotionalen Erfahrungen beruhend akzeptieren werden. Ethische Axiome werden auf nicht sehr verschiedene Art gefunden und überprüft wie die Axiome der Wissenschaft. Die Wahrheit ist es, die den Test der Erfahrung bestehen wird. |

Gestern, den 03.08.2010, waren wir im Planetarium Stuttgart.
(Nicht zu verwechseln mit der Sternwarte Stuttgart, die durch Konzeptlosigkeit „glänzte“.)
Wir hatten zwar nicht vorher reserviert, aber wir haben noch Plätze bekommen, weil man uns freundlicherweise auf die Nachzüglerliste gesetzt hatte, und zu unserem Glück ein paar Leute nicht erschienen waren.

Die Vorstellung bzw. Projektion war sehr gut gelungen.
Mit den Gestirnen und Sternzeichen ging es zum Anfang des Universums, dem Urknall, über Sternen‑ und Planetenentstehungen auch mit einem kurzen Abstecher, wie das Ende des Universums aussehen könnte.
Die Stunde war wirklich sehr informativ, und die Vorführung war diaktisch sehr gut aufgebaut.
Hierhin kommen wir gerne wieder, denn wir sind/waren sehr begeistert.

Am Samstag, den 31.07.2010, waren wir in der Sternwarte Stuttgart.
Gegen 22 Uhr, nachdem der Eintritt kassiert wurde, füllte sich der Beobachtungsraum unter der Kuppel, unter der sich das Teleskop befindet.
Während die „Astronomen“ am Teleskop herumkurbelten und von Webseiten Positionen ablasen, dümpelten die Minuten vor sich hin.
Irgendwann wurde kurz darauf eingegangen, dass man nun die Venus anschaute.
Jeder durfte mal durch das „Rohr“ schauen.
Die Venus war spektralbunt, was durch die Fehler der Linsen – Das Teleskop wurde 1911 erbaut, und die Optik ist 100 Jahre alt. – resultierte und durch die atmosphärischen Störungen.
Der „Dozent“ erzählte Dinge, die nicht immer nachvollziehbar waren.
Damit ist nicht gemeint, das Thema, sondern die Zusammenhänge zwischen Themen wie „Automatisches Nachziehen des Teleskops“, „Vergrößerung des Teleskops“, „Nicht in die Sonne schauen ohne bestimmte Schutzgläser“, „Baujahr des Teleskops“ etc., zwischen denen auch hin‑ und hergehüpft wurde.
Vergleichbar wäre es in der Schule, wenn Mathematik auf dem Plan stünde und der Lehrer erst mal ein paar Zahlen an die Tafel schriebe. Danach schaute er sich die Zahlen an und entschiede dann, erst mal etwas Rechtschreibung zu machen. Nachdem er dann ein paar Worte angeschrieben hätte, ordnete er sie im Geiste alphabetisch und wischte sie wieder aus, weil er dann entschiede, Physik zu machen. Dann sagte er: „Geht schon mal in die Sporthalle, dort warte der Kollege! Ich baue in der Zeit ein Experiment auf.“ Unten in der Sporthalle lägen Bälle aus und die Schüler kämen nach einer Viertelstunde Alleinunterhaltung nach oben und der Lehrer säße am Tisch, ohne aufgebautem Experiment und löste ein Kreuzworträtsel, das ihm Zehntklässler gegeben hatten, dass sie selbst nicht gelöst bekommen hätten. Die Kinder dürften dann wieder in die Sporthalle, kämen irgendwann hoch und der Lehrer machte mit ihnen schließlich etwas Religion.
So ähnlich war es in der Sternwarte, in der an jedem sternklaren Tag „Führungen“ stattfinden.
Zu unserem Beispiel wäre der Klassenraum oben in der Kuppel und die Sporthalle unten auf der Terrasse.
Nachdem jeder die Venus in 210-facher Vergrößerung gesehen hatte, war das kleine Teleskop unten auf irgendet was – nicht näher beschriebenes –gerichtet.
Wir schlenderten von oben nach unten, weil irgendwann Langeweile aufkam, und wir bald überdrüssig waren, von schlecht vorbereiteten „Astronomen“ und „Dozenten“ veralbert zu werden.
Unten schauten wir uns „Epsilon“ an, einen Doppelstern, der aber ein Vierfachstern war!
Mit 150-facher Vergrößerung haben alle „Interessierten“ geheuchelt, gesehen zu haben, wie die vier Sterne umeinander rotierten!
So viel also auch zu den anderen Besuchern!
Oben passierte nichts, denn das Teleskop war eingefahren. Die „Astronomen“ recherierten im Internet, was man denn wohl machen könnte bzw. welcher Stern oder Planet wohl zu der Zeit zu sehen wäre.
Irgendwelche Leute in „schicken“ Anzügen standen oben.
Der „Dozent“ schickte uns Andere erst mal nach unten, weil er schließlich Privatunterricht für die „Besseren“ machte.
Nach knapp einer Stunde entschieden wir uns dann, nach Hause zu gehen, obwohl wir Lust gehabt haben, den schlecht vorbereiteten „Astronomen“ den Marsch zu blasen.

Irgendwie haben wir es geahnt …
Es gibt noch einen Planeten in unserem Sonnensystem, der aber von der Wissenschaft vertuscht wird.
Dieser Planet heißt Nibiru oder – weil er so geheimnisvoll ist – auch Planet Ⅹ.
Vielleicht auch römisch X, weil es zehn bedeutet!
Nibiru … Planet X!
Voller Elan sind wir gestern nachmittag ins Auto gestiegen und haben uns erstmal die Neckar-Alb-Sternwarte in Nürtingen angeschaut.

Etwas enttäuscht von der „Größe“ sind wir dann weiter zum Astronomie-Lehrpfad nahe Erkenbrechtsweiler gefahren.
Dahin wollten wir nämlich. Da wir aber sowieso durch Nürtingen fahren mussten, haben wir kurz bei der Sternwarte Halt gemacht.

Mit dieser Sonnenuhr – „Reifenmodell“ – beginnt der Lehrpfad.
Eine Eimheimische sagte auf Nachfrage: „Wenn Sie einbiegen, sehen sie dort die Brille.“
Das wollten wir nur erwähnt haben.
Der Lehrpfad besteht aus einem Beton-Weg zwischen Feldern, auf dessen Rand Schautafeln angebracht sind.

Diese seien laut Astronomischer Vereinigung Nürtingen maßstabgetreu voneinander entfernt.
Dies erklärt auch, warum nach der Schautafel über den Planeten Jupiter nichts mehr kommt, denn die Abstände der äußeren Planeten werden immer größer.
An einer Wegkreuzung geht es zu einer Tafel, auf der die Andromeda-Galaxie (M 31 bzw. NGC 224) zu sehen ist.

(Astro-Lehrpfad mit Schautafel (links) am Wegesrand)
Die Schautafeln zeigen (interessante) Informationen zu den Planeten.
Mehr als die am Wegesrand angebrachten Schautafeln gibt es allerdings nicht zu sehen.
Wir vermuten, dass auch Miniaturen der Planeten als Kugel zu den Schautafeln gehörten, denn beim Jupiter ist eine silberfarbene Kugel noch vorhanden.
Nicht wirklich sinnvoll ist auch die Anbringung der Tafeln.
Man kommt von der Sonnenuhr, die auch gleichzeitig die Sonne sein soll, und geht dann Richtung der Planeten.
Die Schautafeln weisen aber zur entgegengesetzten Richtung, d.h. man sieht beim Gehen die Rückseiten.
Den Astronomie-Lehrpfad kann man besuchen, muss man aber nicht.
Eins hat uns allerdings gefallen.
Die Weite der Landschaft ist wunderschön anzuschauen.


























