Ausbildung

Klinikum Flugfeld Podiumsdiskussion

Gestern, 18.7.2013,  fand im Restaurant „Platzhirsch“ in Böblingen eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Klinikum Flugfeld ?“ statt.

Anwesend waren

  • Landrat Roland Bernhard, Landkreis Böblingen,
  • Böblingens Gemeinderatsmitglied Peter Grotz,
  • Prof. Axel Prokop, Chefarzt der Chirurgie Klinikum ,
  • Dr. Elke Frank, Geschäftsführerin Klinikverbund Südwest,
  • und als Moderator Hans Jörg Zürn von der SZBZ.

 Bei der Podiumsdiskussion waren Fragen erlaubt und diese wurden auch sehr befriedigend beantwortet.

Als Erstes wurde über die Notwendigkeit und die Motivation, ein neues Klinikum, das allen (modernen) Anforderungen gerecht wird, dargestellt.

Bei einer stationären Belegung von 30 000 Patienten pro Jahr und 100 000 Patienten in der Ambulanz pro Jahr ist eine sehr gute Basis. Von der betriebswirtschaftlichen Seite kann es allerdings nicht weiter hingenommen werden, dass sowohl das Klinikum Böblingen an der Bunsenstraße als auch das Klinikum Sindelfingen an der Artur-Gruber-Straße zwei Intensiv-medizinische Stationen haben, die allerdings beide nur halb belegt sind. Ebenso ist es vonseiten eines Notfalls nicht hinnehmbar, wenn man von der einen zur anderen Klinik fahren muss, weil sich Kompetenzen überschneiden.
Als Beispiel wurde ein Kind mit einem gebrochenen Arm angeführt. Die Kinderklinik ist in Böblingen. Da das Kind aber einen Unfall hatte, muss es nach Sindelfingen gehen.
Das ist nicht länger hinnehmbar.

Ebenso muss bei einem sog. Polytrauma ein Chirurg des anderen Hauses hinzugeholt werden.

Mehrere unabhängig von einander aufgestellte Gutachten gehen davon aus, dass das weitere Bestehen der beiden Kliniken nicht rentabel sei.
Das Aus-den-roten-Zahlen-Holen kann nur durch den Neubau eines gemeinsamen Klinikums geschehen, da alleine schon für den Erhalt des Status Quos des Klinikums Sindelfingen pro Jahr 106 Mio Euro veranschlagt werden (müssen).

Auch die Attraktivität für die Mitarbeiter steige so.

Als Standort Nummer 1 wird momentan die Calwer Straße am Flugfeld (gleichzeitig sindelfinger und böblinger Gebiet) favorisiert, da dies auch von mehreren Gutachten priorisiert wurde.

Die Anforderungen sind für einen Neubau die sog. „quadratische Organisation der kurzen (Verwaltungs‑) Wege“, um dadurch eine erhöhte Brutto-Geschoss-Fläche zu erreichen.

Durch Synergieeffekte wird dies erreicht.

Die Veranstaltung „Klinikum auf dem Flugfeld ?“ – mit Fragezeichen setzte als Antwort „Klinikum auf dem Flugfeld !“ – mit Ausrufzeichen.

Einen Plan B gibt es nicht!

buch-medizin-183966 web R K B by Siegfried Fries pixelio

Wir hatten ja über das Thema „Kostendruck bei Krankenfahrten“ berichtet und sind dabei darauf gestoßen, dass ein Personenbeförderungsunternehmen von der AOK einen Maulkorb bekommen haben sollte …

Nun bekamen wir Wind davon, dass die Krankenkassen sich beim Personenbeförderungsunternehmen darüber mokiert hätten, dass die Preise für Krankenfahrten sehr unterschiedlich seien.
Wir sprachen mit einem Angestellten bei dem Personenbeförderungsunternehmen.

Der Unternehmer bestätigte auf Anfrage, dass er nun bei Rechnungsfahrten für Krankenkassen adressbezogene Pauschalen eingeführt hätte, die vor Fahrtantritt bei der Zentrale des Unternehmens zu erfragen seien und dann abgerechnet würden.
Als Grund gab er an, dass dies notwendig geworden sei, weil es permanent Beschwerden gegeben habe, die vor allem Serienfahrten wie Fahrten zu Dialyse oder Strahlen‑ sowie Chemotherapien gegolten habe, weil dort die Kosten sehr variiert hätten.

Wir ließen uns vorführen, wie dies funktioniert.
Wir nahmen eine Adresse im Nachbarort von Böblingen, Holzgerlingen, an und nahmen ferner an, diese Fahrt ginge zum Klinikum Böblingen.
Es wurde eine Pauschale von 21.55 Euro errechnet, die von nun an von der Quelladresse zum Klinikum Böblingen und in die andere Richtung gelten solle, allerdings nur für diese Adresse(n).

Innerhalb Böblingens wurde aber „auf Uhr“ gefahren, also die gefahrene Entfernung mittels Kilometer-Pauschale plus Grundgebühr berechnet, wie man es kennt.
Diese „Sinnhaftigkeit“ muss man nicht verstehen.

Angeblich kann man innerorts keine Umwege fahren. Wenn aber irgendwo Straßensperren oder Umleitungen seien, sagte man uns, müsse man eben Umwege fahren.
Innerorts, wohl gemerkt!

Außerorts werden ja die o.g. Pauschalen berechnet – nach welchen Vorgaben weiß wohl nur die jeweilige diensthabende Person in der Zentrale – und dann ist es ja irrelevant, ob man Umwege fahren muss.  

Es geht noch kurioser.
Wenn Patienten bzw. Fahrgäste privat versichert sind oder die Krankenfahrten selbst bezahlen bzw. in Vorkasse gehen (müssen), gibt es diese Pauschale auch nicht, auch nicht für außerortliche Fahrten.
Wenn ein Patient zu einer Klinik gefahren werden will, aber die Krankenkasse diese Fahrt noch nicht bewilligt hat, es aber bekannt ist, dass dieser Patient diese bewilligt bekommt (bekäme ?), greift die Pauschale auch nicht.

Wir holten Erkundigungen ein, weil uns noch einiges aus der „Vorzeit“ vor ein paar Jahren bekannt war, als wir nach Baden-Württemberg gezogen sind.
Da wir im informationstechnischen, medizinischen Bereich tätig sind, erfuhren wir von Dialyse-Patienten, dass die AOK – als einziger Vertragspartner – für deren Versicherte eben für  o.g. Serienfahrten Pauschalen ausgehandelt hatte.
Diese Pauschalen waren aber schon vor knapp fünf Jahren am untersten Limit der Rentabilität des Personenbeförderungsunternehmens angelangt. Inzwischen gab es zwei Preiserhöhungen um knapp fünfzehn Prozent.

Bei Fahrten legt jeder Fahrer – nicht mal mit böser Absicht – andere Ansichten an den Tag, was eine kurze Strecke ist.
Auch Navigationssysteme variieren in der Berechnung von Strecken, was alleine schon daher rührt, dass die Algorithmen verschieden sind. Auch die Aktualität der Landkarten kann schon andere Ergebnisse liefern.

Wir nehmen an, dass das Unternehmen – wie schon bei den Recherchen zum „AOK-Maulkorb“ herausgekommen – einfach mal wieder beweist, dass es von Angst regiert wird.

 

Bild: Pixelio.de – Marcus Stark

Krankenwagen rasend Spur :::   ::: © pixelio.de  

Vorige Woche Freitag waren wir in und beobachteten mehrere Minuten einen Mann, der schlafend auf einer Bank, direkt der Sonne ausgesetzt, saß.
Dieser war auf mehrmaligem Versuch unsererseits nicht ansprechbar.

Wir entschieden uns, die Notrufnummer 112 anzurufen.

Das Gespräch lief quälend.

Syntronica alias Herzbeben, der mit dem Mann der Rettungs‑ und Notrufwache sprach, erklärte sehr präzise, wo der Mann sich befand.

„Auf einer Bank in der Hirschstraße, gegenüber der Einmündung zur Turmstraße, beim Schild ‚Ratskeller‘ neben dem Rathaus“

Dies war nicht so einfach, weil der Mann in der Wache eine Hausnummer wollte, Syntronica alias Herzbeben ihm aber keine nennen konnte, ihm aber noch mal sehr klar, langsam und deutlich wiederholte: „Auf einer Bank in der Hirschstraße, gegenüber der Einmündung zur Turmstraße, beim Schild ‚Ratskeller‘ neben dem Rathaus“ und hinzufügte, dass er keine Hausnummer habe, dort aber eine Metzgerei namens Schneider sei.

Der Mann in der Wache fragte nochmals noch der Hausnummer, wobei Syntronica alias Herzbeben nochmals seine sehr präzise Beschreibung wiederholte.

Nach nochmaliger Frage nach der Hausnummer wurde er etwas ungehalten und fragte, ob man helfen oder lamentieren wolle, worauf er sehr deutlich nochmals darauf hinwies dass sich auf Höhe des regungslosen Mannes die Metzgerei Schneider auf der einen Seite und das Schild „Ratskeller“ gegenüber sei. Er sagte, dass der Mann in Grün gekleidet sei. Er machte deutlich, dass er nur über diese verfüge und diese für eine Beschreibung reichen sollten.

Nach lapidaren Fragen, dass man ihn möglicherweise zurückriefe, war das Gespräch beendet und wir gingen weiter.

Circa zehn Minuten später beobachteten wir von Weitem, dass ein Auto des Deutschen Roten Kreuzes – DRK – in die Hirschstraße einbog und die Rettungssanitäter erst mal in die Turmstraße liefen. Den Mann in Grün fanden sie leider nicht und machten sich von dannen.

Den Mann ließen sie dort.

Die reale Geschichte hatte aber auch etwas Gutes, durch das Martinshorn war der Mann wieder aus dem „Schlaf“ erwacht.
Er lief uns später vor der Königspassage über den Weg.

Sehr befremdlich wirkte auf uns die Situation vor Ort.
Der Mann in der Wache wollte auf Biegen und Brechen eine Hausnummer, reagiert aber erst auf die Frage: „Möchten Sie etwas tun oder herumlamentieren?“
Die Sanitäter liefen falsch und fanden den Mann in Grün direkt neben dem Wagen nicht.

Wenn man so etwas „live“ mitbekommen hat und wie wir mitinvolviert ist, fragt man sich, warum man seiner „Bürgerpflicht“ überhaupt nachkam.

Bild: Pixelio.de/Denise

Roll over Beethoven

„Als Norbert Blüm sagte, die Renten seien sicher, wusste er noch nicht, dass Alder, Schwör und Krass unsere Beiträge zahlen müssen.“

 

Frau gefangen im eigenen Netz

Diese wahre Geschichte entstammt einem real existierendem Paralelluniversum menschlicher (Fehl‑) Wahrnehmung.

Der Name des Jungen tut nichts zur Sache, kann aber Tim sein, Andreas, Michael, Tom, Nils oder Martin sowie jeder andere.
Die Mutter heißt vielleicht Heike, Emma, Martha, Gisela oder auch ganz anders. Wer weiß!

Der Junge hat es nicht so einfach auf der Realschule, denn die Lehrerin hat entschieden – und das ist konform mit den Vorgaben und Regeln des MSWWF (Ministerium für und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung) – eine „mündliche Klassenarbeit“ in Englisch durchzuführen.

Jetzt musste die Mutter irgendetwas tun, damit ihr Sohn nicht teilnehmen musste.
So nahm sie erstmal erzürnt das Telefon zur Hand und rief die Englischlehrerin an, um sich bei ihr zu beschweren, dass dies überhaupt nicht gehe.
Die Lehrerin hörte sich die aggressive Schimpfsalve an, klärte aber die Mutter auf, dass „mündliche Klassenarbeiten“ zulässig seien, und erklärte, dass sie dies auch durchziehen werde. Sie betont, dass dies mal etwas Anderes sei als die „normalen“ Prüfungen bzw. Klassenarbeiten und hob auch hervor, dass man dies von Achtklässlern durchaus verlangen könne.

Die Mutter ließ nicht locker, um das „Beste“ für ihren Sohn herauszuholen und rief den Direktor der Realschule an. Dieser machte aber klar, dass er die „mündliche“ Klassenarbeit unterstütze und machte nochmals klar, dass sowas konform mit „den Gesetzen“ sei und man sowas von Realschülern in dem Alter verlangen könne.

Die „böse“ Realschule verfluchend ging die Mutter in der „Line of Command“ eine Stufe höher. Diesmal musste sich jemand aus der Stadtverwaltung den Sermon der Mutter anhören und bestätigte allerdings ohne auf hören wollende Ohren zu stoßen die Rechtmäßigkeit der „mündlichen“ Klassenarbeit.

Und es ging eine Stufe höher.
Sie verlangte, jemanden vom „Regionalrat Bildung“ zu sprechen, worauf ihr aber gesagt wurde, dies ginge nicht.
Daraufhin zeterte sie wie schon vorher aggressiv gegen die Realschule und den Stadtrat, erreichte aber nur ein genervtes Abwinken im Landratsamt.

Aber da sie nun mal in Rage war, mussten auch das MSWWF drandenken, wobei die Mutter in keinster Weise verstand, dass sie nicht direkt mit dem Landesbildungsminister verbunden wurde, obwohl sie mehrmals sagte, dass das Volk gehört werden müsse und sie ihn auch gewählt habe.

Auch dort nichts erreicht, ging es dann zum Bildungsministerium für Bildung.
Da sie dort direkt mit der Tür ins Haus fiel und sofort den Bildungsminister sprechen wollte, kam sie auch nicht wirklich durch. Jemand vom Bildungsministerium hörte sich ihren „besorgten“ Sermon an, aber sagte, dass dies nicht Aufgabe des Bundes sei, sondern Ländersache.
Voller Unverständnis – „Die halten doch alle zusammen … Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus …“ – und wutentbrannt klatschte sie den Hörer auf.

Ob sie den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte anrief, entzieht sich unserer Kenntnis.

Da ihr Denkmaschinchen gerade auf Hochtouren lief, kam sie darauf, dass ihr Junge im Vorschulalter beim Logopäden behandelt wurde.
Sie reif nacheinander sämtliche Ärzte an, bei denen ihr Junge jemals behandelt wurde und terrorisierte konsultierte sie mit ihrem Anliegen.
Man kann sich bildlich die Szene vorstellen, die sich am Telefon abspielte.

„Praxis Doktor XYZ“
„Mein Junge soll eine ‚mündliche‘ Klassenarbeit und Sie müssen das verhindern!“
„Gute Frau, ich verstehe nicht ihr Anliegen und zweitens sollten sie sich an den Lehrer ….“
„Die Lehrerin verlangt etwas, was nicht geht und was man nicht verlangen darf …“, beginnt die Mutter und listet dann ohne Atem‑ und Verschnaufpause auf, wen sie alles angerufen und „Zusammen gefaltet“ hat.
Die Sprechstundengehilfin – MTA/PTA – wird sich die ersten Sätze noch aktiv angehört haben, doch spätestens nach „ … Der Bildungsminister will nicht zugeben, dass die Lehrerin Mist baut, nur weil es ja alles das gleiche Pack ist …“ wird sie nur noch „-… hm … ja … jaja … hm … ja …“ gemacht haben und wird einer anderen Tätigkeit am Computer nachgegangen sein.
Irgendwann, nach der gefühlten 100-fachen Wiederholung schafft sie es, der Mutter zu sagen, sie verbände mit „Herrn Doktor“.
Der Doktor, noch in der Motivation stehend, etwas Gutes für die Mutter zu tun, ist irgendwann apathisch und weiß auch nicht, was er außer Abwimmeln nach der x-ten Beschwichtigung tun soll, und macht den Fehler, der Mutter zusagen,: „Das müssten Sie – und ich wiederhole mich ungern – mit der Lehrerin abmachen, weil Sie bei mir völlig falsch sind.“.
Die Mutter kommt nach einigen (vielen) Hasstiraden auf den Logopäden zu sprechen, und macht ihm klar, dass der Junge wegen Sprachproblemen an ⅾ er „Mündlichen“ Klassenarbeit nicht teilnehmen könne.
Irgendein Arzt stellt dann ein Attest aus, dass der Junge eben nicht – aus bekannten Gründen im Vorschulalter – nicht teilnehmen muss.

Es gibt auch in diesem Sinne eine „Schulsport-Untauglichkeitsattestierung“ des Jungen.
Da der Junge von der Mutter gehegt und gepflegt wird, bekommt dieser neben Spielzeug und dergleichen alles, was er will.
Er isst viel Süßigkeiten, Kuchen, Fast Food. Morgens süße Brötchen.
Dadurch bedingt ist der Junge dick. Beim Sport hängt er hinterher.
Die Mutter meinte im Anfang noch, ihr Junge könne Husten und Schnupfen bedingt nicht am Sport teilnehmen, worauf hin aber irgendwann die Lehrer rebelliert haben und ein ärztliches Attest verlangten.
Wie bekannt, konsultierte die Mutter wieder zig Ärzte, blockierte deren Telefon und fand schließlich jemanden.
Ihr Junge hatte sich nämlich im „zarten Alter von drei Jahren“ im Sandkasten das Knie gestoßen und wurde dann von ihr verhätschelt und vertätschelt, nachdem sie mit ihm im Krankenhaus war und man ihn lapidar mit einem Salbenverband nach Hause geschickt hatte.
Nach zehn Jahren merkte der Junge laut Bekunden der Mutter immer noch bei der kleinsten Anstrengung das Knie, dies schwelle schnell an und der Junge könne angeblich vor Schmerzen nicht schlafen.
So fand sich ein Arzt, der ein Attest ausstellte.

Welche irrsinnigen Pläne die Mutter noch durchführte, um ihr Kind vor der „bösen“ Realität zu schützen, werden wir erfahren und werden darüber weiter berichten.

Der Junge war in der ersten Zeit der Grundschulzeit in einer Behindertenschule.
Die Mutter, die übrigens jeden telefonisch „konsultiert“, der auch nur einen weitläufig zu verstehenden „dummen Spruch“ macht und ihm einen ganzen Rattenschwanz juristischer Probleme androht, hatte auf das Pferd „Integration von Behinderten in den Schulen“ gesetzt und es geschafft, dass ihr Junge in die Realschule (!!!) kam.
Er schriebt dort Noten jenseits von Ausreichend, bekommt such seit Beginn der Realschulzeit Nachhilfeunterricht, der aber nichts bringt, vielleicht, dass der Junge nicht sitzen bleibt.
Er ist am untersten Bereich der Schulnoten angelangt und wird sein Leben lang „niedere Arbeiten“ verrichten müssen.

Wenn die Mutter sich allerdings mit dem Ausleben ihres und seines Fluchtsyndroms, jedes Mal mit „Der Junge braucht für sein Berufsleben eine gute Schulbildung“ ausredet und sich etwas einfallen lässt, damit er in ihren Augen nicht in Misskredit fällt, sollte sie endlich über sich selbstkritisch nachdenken und ihren Sohn dorthin gehen lassen, wo er besser aufgehoben ist – in eine Behindertenschule!

Floriasn freistetter und wir ::: www.syntronica.net

Gestern dozierte der Astrophysiker, Science-Blogger und Wissenschaftsautor Florian Freistetter im Rahmen des „Tübingen Buchfestes“ über Alltagsphyik und erzählte Geschichten aus seinem Buch „Der Komet im Cocktailglas“.

Wir waren als Zuhörer dabei und lauschten aufmerksam.

Florian Freistetter doziert um lockeren, verständigen Ton über Dinge, wo das Rauschen im oder der Schnee im Fernsehen herkäme.

Er ging ein auf den Urknall, die Entstehung des Universums, und philosophierte über Wahrscheinlichkeiten, auf Leben auf schon entdeckten extrasolaren Planeten zu treffen. Die Wahrscheinlichkeit auf „intelligentes Leben“ zu stoßen verwies er auf ganz winzige Plätze.

Auch auf Fragen der Zuhörer ging er in lockerem Ton ein und beantwortete diese sehr lebendig und verständlich (auch für Laien).

Auch die Frage, was passieren würde, wenn der Mond die Umlaufbahn um die Erde verließe, konnte er sehr amüsant beschreiben. Dies würden den Menschen auf der Erde nichts mehr anhaben können, meinte er ganz lässig,  weil zu dem  – theoretisch errechneten – Zeitpunkt die Sonne schon expandiert wäre.

Eine sehr gelungene Veranstaltung!

Wir kommen gerne wieder.  

Kaufland Schwerrtstraße Sindelfingen ver.di Arbeitskampf

7:10 Uhr, nachdem ich meine Herzallerliebste zur Arbeit gebracht hatte und mit Carla schon Gassi war …

Ich dachte mir, ich könne kurz schon mal einkaufen gehen.
Vor dem Kaufland am Goldberg standen Ver.di-Leute und meinten, der Betrieb würde bestreikt, obwohl der Betrieb weiter geht.

So isses eben, wenn man mich in aller Frühe schon agitieren will …

Ich kann meine böse Seite nicht in Zaum halten.

Sie drückten mir einen Flyer in die Hand und brabbelten etwas von sechs (???) Prozent mehr Lohn.
Ich konterte, ob es dann wie immer darauf hinaus laufe, dass sie – der wirtschaftlichen Lage angepasst eine kleine Einmalzahlung bekämen und dann ein horrendes Ergebnis von einem Prozent bekämen, was Herr Bsirske wohl wieder als „Ergebnis des langen Arbeitskampfes“ verkaufe und sich und die seinen auf dem goldenen Gewerkschafts-Tribünchen feiern (lassen) würde.

Das mochten sie nicht, aber sie konnten nicht von mir lassen, weil ich eine Karte am Revers trug, auf dem „Presse“ zu war.
Sie faselten von Gerechtigkeit und trillerten auch mit der Pfeife, worauf ich -21-erprobt „Tut mir leid ich beherrsche nicht die Sprache namens Trillerpfeife“ konterte.
Die Pfeife erstickte, trillerte aber ab und zu.
Ich sagte jedes Mal, dass ich es unverschämt fände, wenn jemand mit einer Pfeife randalierte, und fragte die Pfeiferin auch, ob sie mir denn einige Argumente nennen könnte, anstatt sich nichtssagend hinter einer Pfeife zu verstecken oder sonst zu schweigen.
Sie schwieg lieber selbstredend!

Meinen Fragen, ob sich Ver.di-Leute denn auch für die Subunternehmen wie Regalauffüller oder Reinigungskräfte einsetzen, blieben unbeantwortet oder wurden lapidar mit ähnlichem wie „Wir haben den Druck erhöht“ oder ähnlichem Sermon „beantwortet“.
Ebenso konnten sie mir nichts sagen, als ich sie mit den größtenteils im EInzelhandel – respektive Kaufland – beschäftigten  400‑ bzw. 450-Euro-Jobbern konfrontierte und nebenbei fallen ließ, dass diese Jobs eigentlich dazu gedacht wären, übergangsweise z.B. Mutterschutz oder Auftragshochs zu bewältigen  und dass jedes Einzelhandelsunternehmen schon in den Ausschreibungen „Mini-Jobs auf 400-Euro-Basis“ anbiete, was natürlich der „Philosophie“ dieser Jobs in keinster Weise entspräche.

Gut, es kam nichts, aber die „Streikenden“ waren ja vorm Kaufland zusammengekommen, um mehr Lohn zu fordern und sich nicht (schon so früh) mit strukturellen Problemen auseinander zu setzen.

Die Gruppe unterhielt sich  untereinander größtenteils über privaten Kram oder das , anstatt sich auf Besucher vom Kaufland einzuschießen, aber so ist der „Arbeitskampf“ eben.
Privates ist eben wichtiger als die „gemeinsame Sache“.

  

drohne2-wiki
(Rechte: wikipedia)

Nein, nein, er habe nichts gewusst, sagte Friedrich die Misere de Maizière heute und verwies darauf, dass er von den Neuigkeiten in seinem Ministerium ausgeschlossen wurde.

Es ging ja nur um ein Projekt, bei dem man einfach mal so 600 Millionen Euro verschleuderte, bevor man es an den Nagel hängte.

Die Bundeswehr wollte sich Aufklärungsdrohnen – „Euro Hawk“ – anschaffen und war mit der EADS – European Aeronautic Defence and Space Company – in Verhandlung und Vorleistung getreten.
Anfang Mai diesen Jahres hatte sich dann herausgestellt, dass die Drohnen nicht zulassungsfähig waren und deswegen erheblich teurer würden.

Und man sollte es nicht glauben!

Verteidigungsminister de Maizière hatte nichts gewusst!

Zumindest behauptet er dies und verweist auf seine beiden Staatssekretäre Stéphane Beemelmans und Rüdiger Wolf, die schon im Februar von einer Kostenexplosion wussten und ihm dies angeblich verheimlicht hätten.
Ebenso wusste er auch angeblich nichts davon, dass Beemelmans und Wolf das Projekt Anfang Mai abgehakt hatten.
Er räkelte sich auch in den Aureden, der Rüstungs‑, Raum‑ und Luftfahrtkonzern EADS hätte wissen müssen, was er tut. Davon, dass de Maizière aber angeblich nichts, aber auch rein gar nichts, gewusst haben will, lenkte dies auch nicht ab.

Wenn ein Verteidigungsminister nicht weiß, was in seinem Haus läuft, sollte er das (Toll‑) Haus schleunigst verlassen.

buch-medizin-183966 web R K B by Siegfried Fries pixelio

Wir hatten vor knapp eineinhalb Jahren über den Kostendruck bei Krankenfahrten berichtet, wie die AOK versuchte, Preise für Krankenfahrten drücken und dafür die Rechnung bekam, dass kein – bis auf eine Ausnahme – Taxi‑ und Personenbeförderungsunternehmen den Rahmenvertrag unterschrieb, da die Preise sich in keinster Weise mehr rechneten.

Nun hat die AOK – besonders wegen massiver Beschwerden von Versicherten und Beschäftigten in Krankenhäusern und Arztpraxen – nachgegeben und ist bereit, die aktuellen Tarife zu begleichen.
Patienten können also wieder auf Rechnung der AOK fahren und die Taxi‑ und Personenbeförderungsunternehmen können diese nun direkt mit der AOK ohne Verluste abrechnen.

Wir haben uns mit einem hohen Angestellten eines Personenbeförderungsunternehmen unterhalten und unsere Frage zu der Verklausulierung in den Werbebroschüren bezüglich Krankenfahrten zum Ausdruck gebracht, weil dort nämlich stand, dass dieses Unternehmen keine Krankenfahrten mehr durchführe.
Und nun stand dort, dass das Unternehmen ab dem 1.5.2013 wieder Fahrten für die Krankenkassen durchführe.

Uns wunderte auch die Praxis, wenn ein Patient mit Autos dieser Firma gefahren werden sollte.

Wenn ein Fahrgast das Formular „Anordnung einer Krankenfahrt“ vorzeigte, schaute der Fahrer, ob der potentielle Fahrgast AOK-versichert war. War dies der Fall, sagte er, sein Unternehmen fahre nicht mehr für die Krankenkassen, und klärte den Fahrgast auf, er müsse erst Vorkasse leisten, die Fahrt also persönlich bezahlen, dann bekäme er eine Quittung und könne damit zur Krankenkasse gehen.

Ansonsten – nicht AOK – konnte die Fahrt ohne großes Aufheben – –der gesetzliche Eigenanteil musste u.U. noch gezahlt werden – stattfinden.

Die Fahrer wurden strikt angewiesen, nicht die AOK zu nennen, geschweige denn zu sagen, dass die Fahrten nur mit der AOK ein Problem seien.

Wir hakten nach und erfuhren, dass dem Unternehmen eine Unterlassungsklage aufgebrannt hatte, den Namen „AOK“ nicht explizit nennen zu dürfen.

Man stelle sich folgende Situation vor.
Der AOK-Versicherte wurde von dem Fahrer aufgeklärt und trat die Fahrt trotz alledem an.
Er wird seinen Bekannten natürlich davon erzählen, dass das Unternehmen keine Krankenfahrten mehr „mache“.
Da nicht jeder bei der AOK versichert ist, werden diese Personen bei einer Krankenfahrt ein anderes Unternehmen beauftragen, obwohl sie Anrecht auf das Unternehmen hätten.

Maulkorb-bedingt erfahren sie ja nicht die wahren Zusammenhänge.

Dem Unternehmen entstehen so Mindereinnahmen, weil sie nicht alles kommunizieren darf.

Die AOK hat sich ihrerseits herausgenommen, ihre Versicherten anzuschreiben, dass sie nicht mehr mit diesen Unternehmen fahren sollten, weil es keine Verträge mehr gäbe.
Das Unternehmen darf aber nicht kommunizieren, dass die AOK das Problem ist.

Frei nach dem Motto „Schlechtes gibt man an sieben Personen wieder, gute Erfahrung erzählt man nur vier Personen.“ spricht sich dies herum.

Wenn man sich überlegt, dass durch den Maulkorb dem Unternehmen Schaden entsteht und das Unternehmen sich nicht wehrt, kann man nur eins daraus schlussfolgern.

Nämlich dass es gar keine Unterlsssungsklage bzw. –anordnung gibt.

Die Verantwortlichen des Personenbeförderungsunternehmen haben sich nicht getraut – warum auch immer – das Problem mit der AOK zu kommunizieren, weil sie Angst haben, die AOK könnte eine Unterlassungsklage einreichen.

 

Bild: Pixelio.de/Gert Altmann

sonne-gag

Endlich!

Die Medien berichten über das ach sooo schlechte .
Heute war ein Bericht im über Urlauber am Bodensee.
Es wurde lang und breit darüber berichtet, was sie fühlten, über das Wetter dächten, was sie machten etc.
Fazit war, dass die Leute kaum enttäuscht waren. Sie gingen shoppen, besuchten Museen und machten das Beste draus.
Einzig und allein die Betreiber von Kneipen und Restaurants beklagten sich. Horrorvisionen über Mindereinnahmen von knapp 10000 Euro pro Tag standen im Raum, ebenso heiße Luft wie Wetter bedingte Betriebsschließungen.

Die Medien haben nix zu breichten, da muss eben ein Bericht her, den man immer wieder senden kann, auch zum x-ten Mal.

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