Artikel-Schlagworte: „Dettenhausen“
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Als ich nach Schwaben zog, habe ich von der Firma ein 1-Zimmer-Dachgeschoss-Appartment im Hause einer 74-jährigen Frau vermittelt bekommen. Seitdem wohne ich dort.
Ich hatte nie Probleme.
Im Laufe der Wochen bemerkte ich, dass die Vermieterin ab und zu in das von mir gemietete Appartment hineinging, um z.B. irgendwas aus den Stauräumen unter dem Dach zu holen.
Ich makelte dies an, bemerkte aber, dass es die Vermieter nicht wirklich interessierte.
Denn das Eindringen hörte nicht auf, obwohl die Vermieterin „weniger Spuren hinterließ“.
Es gab nie Probleme mit der Vermieterin, außer diese „Machtspielchen“.

Bekanntlich arbeite und wohne ich ja seit dem 1.2.2008 in Schwaben.
Die Arbeit macht Spaß, die Kollegen sind sehr nett, freundlich und sehr zuvorkommend. Zu den Kollegen zähle ich auch den Chef.
Nun ist es mir passiert, dass meine Eurocheque-Karte defekt ist.
Das Problem war, eine neue zu bekommen.
Am Freitag nach Christi Himmelfahrt war das Büro geschlossen und so konnte ich nach Beckum fahren und mir eine neue Karte bestellen.
Ein Manko – Man muss die Karte persönlich abholen, kann aber einer anderen Person eine schriftliche Genehmigung erteilen, unterschrieben und mit einer Kopie vom Personalausweis.
Heute kam mein Vater zufälligerweise bei der Bank vorbei und fragte, ob die Karte zur Abholung bereit läge.
Er hatte aber die schriftliche Genehmigung vergessen.
Der Mann bei der Bank verlangte von meinem Vater natürlich eine Authentifizierung.
Mein Vater schlug vor, mich mit seinem Handy anzurufen.
Als ich abnahm, war der Mann von der Bank am anderen Ende.
Er fragte mich, wer ich sei und erkundigte sich, ob ich meinen Vater erlaube, die Karte für mich abzuholen. Ich bejahte.
Danach übergab er meinem Vater die Karte.
Schon seltsam …
Die Karte kann nicht an mich verschickt werden, obwohl mein Wohnsitz in Dettenhausen bekannt ist.
Auch kann die PIN an mich verschickt werden mit der Bemerkung, dass ja niemand an meine Karte herankomme.
Der Mann von der Bank wollte auch nicht im Nachhinein die Genehmigung sehen, obwohl mein Vater erwähnte, sie zu holen bzw. später noch mal wiederzukommen.
Was wäre gewesen, wenn mein Vater nicht meine Erlaubnis gehabt hätte?
Theoretisch hätte eine im Handy eingetrage Nummer meinen Namen tragen können und eine fremde Person hätte beim Abnehmen mit meinem Namen melden können.
Der Mann von der Bank fragte nur, wer ich sei und ob ich meinem Vater genehmigen würde, meine Karte abzuholen. Keine Nachfrage nach persönlichen Daten wie Geburtsort, – datum ö.ä.
So verhält es sich mit der „Sicherheit“ !

Seitdem ich in Dettenhausen, Baden-Württemberg, wohne und arbeite, fahre ich in der Regel alle zwei Wochen in meine Heimat Beckum, NRW, um vor allem Devil zu besuchen.
In Dettenhausen lässt es sich aber auch aushalten.
Zum Abendessen habe ich mir heute zwei Schnitzel mit einem Bärlauchring und einen Cappuccino gegönnt.
Der Metzger und der Bäcker haben wirklich leckere Sachen …
Heute morgen habe ich mich verschlafen.
Ich habe mich trotzdem geduscht.
Danach habe ich mich beeilt, um pünktlich in der Firma zu sein.
Weil es schnell gehen musste, habe ich mir ausnahmsweise Brötchen beim Diskounter geholt. Wenn man diese innerhalb von ein, zwei Stunden isst, sind sie sogar einigermaßen genießbar.
Ich habe mir gegen halb elf die Brötchen aufgeschnitten.
Als ich das zweite Brötchen ablegte, hatte ich keinen Hunger mehr.

Eine Maus hatte sich am Brötchen zu schaffen gemacht.

Der Kleine hatte seit Dienstag keinen aua Bauch mehr.
Er hüpfte und tollte hier herum, vor allem der neue Ball hat es ihm angetan. Als ich ihn ihm schenkte, waren zwei Stunden Spielen damit angesagt.
Er durfte auch bei mir schlafen, was ihm sehr gefallen hat.
Lange Autofahren will Devil nicht mehr, eher Spazierengehen, vornehmlich im Wald. Dementsprechend viele Zecken hatte er auch. Wir schauten alle paar Stunden in seinem Fell nach und achteten auch darauf, ob er sich öfters an der gleichen Stelle kratzte. In den meisten Fällen, wurden wir dort fündig.
Von Montag bis Mittwoch musste ich arbeiten, von Donnerstag bis Sonntag habe ich Devil und meinen Eltern die Gegend gezeigt – den Naturpark Schönbuch.
Wir waren im Schloss Hohenentringen und haben traditionelle schwäbische Gerichte gegessen – sauren Fleischsalat, Ochsenmaul, Käse in Essig und Öl etc.
Devil nicht, meine Eltern und ich!
Dazu Most!
Im Neckarmüller – Brauerei und Gasthaus – gab wie immer sehr leckeres Essen – Braumeisterpfännle und Weßbierhaxe.
Man kann dort auch Zwei-Liter-Flaschen selbstgebrautes Bier kaufen.
Ab und zu ist dort „Schauen beim Brauen“, also ein Tag, an dem man zuschauen kann, wenn gebraut wird.
In der Weiler Hütte, einem Waldgasthof, ist es immer sehr schön, weswegen wir auch mehrmals dort waren und dort zu Mittag gegessen haben.
Das Schloss Hohentübingen, das Kloster Bebenhausen haben wir uns angeschaut. Devil durfte nicht mit ins Kloster, und wenn, hätten wir wohl nicht sagen dürfen, wie er heißt …
Natürlich sind wir viel spazierengegangen, auch den Hohernzollernweg.
Heute morgen um halb zwölf sind Devil und meine Eltern wieder in Richtung Beckum gefahren.
Devil ist sehr glücklich in Dettenhausen gewesen.
Er wollte am liebsten bei mir bleiben …

Der Kleine ist trotz aua Bauch glücklich, denn er ist ja zu Besuch bei mir in Dettenhausen.
Meinen Eltern besuchen mich auch, alleine schon deswegen, weil ich ihnen so viel von der schönen Gegend vorgeschwärmt habe.
Sonntag habe ich dann Devil und meine Eltern mitgenommen.
Es passt ja auch gut, denn in dieser Woche brauche ich nur drei Tage arbeiten – schwäbisch: schaffe.
Donnerstag ist Feiertag – „Happy Kadaver“ – Fronleichnam.
Am Freitag bleibt die Firma – schwäbisch: das G’schäft – geschlossen.
An den Tagen, an denen ich in dieser Woche „schaffe“ muss, gehen wir gemeinsam essen, abends wandern.
Wir sind ab und zu bei mir …
Devil ist etwas krank, weil er Angst hatte, dass er nicht mitgedurft hätte.
Des weiteren ist die Hündin des Hoteliers heiß, die lange Fahrt, die ungewohnte Umgebung.
Devil ist ja nicht mehr der jüngste.
Er versteht allerdings nicht, warum ich abends weggehe.
Aber ich bin ja am nächsten Tag wieder da.
Dann strahlt er mich wieder voller Freude an.
Der Kleine …
Momentan riecht es hier nach Bärlauch, denn hier im Schönbuch wächst Wildbärlauch.
Jeder genießt es hier.
Mal schauen, was der nächste Tag bringt …

Gestern nachmittag bin ich von Beckum nach Dettenhausen gefahren.
Bedingt durch den erneuten Kälteeinbruch, gab es viele Unfälle.
In der Nähe von Griesheim und bei Darmstadt rasten einige Auto wegen plötzlich überfrierender Nässe ineinander.
Kurz vor Pforzheim auf der A5 wurde ich Zeuge zweier (!) Unfälle.
Beim Überholen raste ein Auto in ein anderes und verwickelte noch zwei in den Unfall. Dies geschah auf der linken Spur von dreien.
Wir fädelten uns ein auf zwei Spuren.
Man sollte meinen, dass alle nun etwas vorsichtig(er) wären …
Wir fuhren also an dem gerade passierten Unfall langsam vorbei.
Vor mir und hinter mir fuhren ein paar Raser nach der Unfallstelle wieder auf die linke Spur.
Einer von ihnen gab so viel Gas, dass er einem Auto, das sich vor ihm befand, ins Heck krachte.
Die Distanz zwischen den beiden Unfällen war nicht mehr als 250 bis 300 Meter.
Mit vernünftiger Fahrweise hatte das in keiner Hinsicht etwas zu tun.

In ein paar Stunden kann ich Devil wieder in den Arm nehmen.
Meinen treuesten, liebsten, bravsten Freund!
Ich fahre zweiwöchentlich nach Beckum, komme freitags spät gegen 22 Uhr in Beckum an, verbringe dann den ganzen Samstag und den Sonntagmorgen mit Devil und fahre dann am Sonntag gegen 13 Uhr, 13:30 Uhr wieder Richtung Dettenhausen.
Freitag ist hier in Dettenhausen wie jeden Tag um 17:30 Uhr Feierabend.
Ich bin immer froh, wenn ein „langes Wochenende“ bevorsteht, wie es z.B. an Ostern war.
Am Gründonnerstag fuhr ich zu Devil und brauchte erst wieder am Osternmontag zurück nach Dettenhausen.
Um den 1.Mai ist auch ein „langes Wochenende“.
In der Woche, in der Frohleichnam ist, besuchen mich meine Eltern und bringen Devil mit nach Dettenhausen.
Dann kann der „Kleine“ sehen, wo ich „immer“ bin …

Montagabend kam ich von der Arbeit zurück.
Es befand sich etwas Wasser vor der Fensterbank mit den Blumen.
Die Vermieterin hatte mal wieder Blumen gegossen.
Die Vermieterin macht sauber, aber es war so besprochen, dass sie das an den Wochenenden macht, wenn ich nicht da bin, d.h. wenn ich nach Beckum fahre, um Devil zu besuchen.
Ich habe mich kurz umgezogen, frisch gemacht und dann bin ich nach Tübingen zum Einkaufen gefahren.
Gegen halb neun kam ich zurück.
Ich habe eine alte kleine Web-Cam zum Testen seit knapp zwei Wochen auf einem Stativ auf meinem Schreibtisch stehen.
Ich teste bei verschiedenen Lichtbedingungen und mit Mustern und Farben, ob sie noch korrekt geht.
Das mache ich seit knapp zwei Wochen.
Ich kam also von Tübingen zurück und wollte im Gehen nach SMS auf dem Handy schauen, während ich die Treppen hochstieg.
Mein neues Handy reagiert auf Hand‑ bzw. Finger-Gesten, weil es ein Touch-Display hat.
Steuern lässt es sich mit leichtem Drücken und/oder Gesten auf dem Display.
Es hat keine Tastatur mehr, ist so ähnlich wie ein Apple iPhone, nur besser und billiger.
Ich war im Dateimanager des Handys, als ich die Treppe hochging.
Die Vermieterin kam mir von oben (!!!) entgegen.
Kurze Begrüßung.
Ich öffnete den Foto-Ordner auf dem Handy und wählte ein Bild oben aus, also von dort, wo ich wohne.
Das habe ich zum Testen der Handy-Kamera gemacht, als ich das Handy neu hatte.
Ich drehte das Handy in ihre Richtung und zeigte es ihr.
Sie schaute sich das Bild an und war leicht überrascht.
Ich sagte etwas lauter zu ihr: „Das ist ja toll. Man kann mit dem Handy Bilder per Funk von meiner Kamera empfangen.“
Die Vermieterin hatte plötzlich keine Zeit mehr und zog wortlos von dannen …

Heute in der Bäckerei in Dettenhausen:
Nachdem ich Brötchen geordert hatte, schaute ich, ob ich noch etwas nehmen sollte.
Mein Blick fiel auf etwas Gebackenes.
Die Bedienung fragt: „Noch etwas?“
„Ja“, antwortete ich und zeigte auf ein gedrehtes Gebäck, „So eine Stange, bitte!“
Während die Bedienung das Gebäck einpackte, schaute ich mir die Schilder am Tresen an.
Dort standen schwäbische Wörter wie Burlis, Weckle, Zwiebele, Knausern etc.
Ich fragte: „Wie heißt dieses Gebäck?“ und wartete auf einen schwäbischen Ausdruck.
Die Bedienung sagte: „Gedrehte Käsestange mit Sesam.“
























