Drehverwortung

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Roll over Beethoven

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

Albert Einstein


„Zeitungsente“ hieß sie früher oder offiziell „Falschmeldung“.
Wenn man einer Falschmeldung aufgesessen war und diese verbreitet hatte , nahm man diese zurück und entschuldigte sich dafür.
Heute nennt man es hochtrabend „Fake-News“, aber der Gehalt ist der Gleiche, nur dass man gerne auch direkt sagt, dass „Fake-News“ auch „Hate-Speech“ sind – „Hasssprasche“, also „Hassbotschaften“, Denunziation und dergleichen, was aber zum größten Teil nicht stimmt.
Von Regierungskreisen heißt es, diese „Fake-News“ manipulierten Wahlen, das Volk und wen auch immer.
„Fake-News“ wurden früher auch schon benutzt, um zu manipulieren. Wenn man bestimmte Leute nicht auf einem Foto haben wollte, schnitt man das Foto oder den zurecht. Heutzutage retuschiert man die digitalen Foto und Videos. Hetze und Gerüchte wurden auch schon verteilt.

Manche Politiker verbreiten (ungewollt) Falschnachrichten.
Wenn man darauf hingewiesen wird, sollte man es selbstverständlich herausgenehmen, besonders auf Internetseiten, in sozialen Onlinenetzwerken et cetera.
Als Beispiel gelte ein Bild, dass vom „Christopher-Street-Day“ aus München stammt. Auf diesem Foto sind Männer in Lack und Leder sowie mit Pferdemasken zu sehen, die auf allen Vieren kriechen. Sie sind an Leinen gehalten von einem ebenfalls Schwulen in Lack und Leder mit einer Polizeimütze.
Besonders (erz‑)konservative Politiker veröffentlichen dieses Bild als Stimmungsmache gegen Homosexuelle.

Das Kuriose an diesem Bild ist allerdings, dass es weder aus München stammt, noch von einem „Christopher-Street-Day“. Dies Bild ist ein gestelltes Foto von Nationalisten aus der Ukraine (Kiew). Der einzige Zweck dieses Fotos ist, Homosexuelle zu denunzieren, da die Nationalisten eben diese „Veranlagung“ ablehnen.

Einige Politiker, die wir ansprachen auf diese miese Stimmungsmache, nahmen diese „Fake-News“ heraus, einige ließen sie stehen mit der Bemerkung „Der Zweck heiligt die Mittel“.
Solche Politiker sind im höchsten Maße unwählbar.

„Mache immer das Beste aus Deinem Leben.
Für das Schlechte sorgen schon die Anderen.“

Am 14. Mai 2017 findet in Nordrhein-Westfalen wieder eine Landtagswahl statt.

Seit knapp zwei Jahren erzählt Thomas, dass wie die SPD, CDU, Grüne, Linke – also die etablierten „Altparteien“ nichts taugten. Sie seien nicht ernst zu nehmen, denn wenn sie etwas versprächen vor der Wahl, hielten sie es nicht ein. Ebenso wollten sich die „Altparteien“ nur gegenseitig die Klinke bzw. Pöstchen und Sitze in die Hand drücken. Da Thomas auch nicht die „Flüchtlingswelle“ und die „Plünderung der Sozialsysteme“ gutheißt, tendiert er zur AfD – Alternative für .
Er sagt, er fände es sehr gut, dass der ehemalige Sozialdemokrat Guido Reil (aus Essen)  nun bei der AfD sei, denn jetzt mache dieser endlich Realpolitik.

Thomas hat übrigens eine sehr konservative Sicht der . „Drei K’s“, sagt er immer, „, Kinder, Küche“, wenn er davon spricht, wie er sich seine Ehefrau und die in spe vorstellt.
Er lobt seit knapp zwei Jahren die AfD, geht mit ihr konform, hackt auf die „dumme Politik“ der „Altparteien“ ein und spricht sich gegen Angela Merkel aus, weil sie sich so viele Verfehlungen geleistet habe.
Er schlägt auch verbal auf die Politiker in Nordrhein-Westfalen ein, was das Zeug hält, denn in seinen Asugen aus ausnahmslos niemand von den „Altparteien“ wählbar.
Auf die (rhetorische) Frage: „Am 14. Mai wählst Du dann AfD?“ konterte er überraschend: „Nein, Hannelore Kraft“.
„Aber dann wählst Du doch die SPD“, kam die erschrockene Gegenfrage.
„Aber die SPD schafft das. Den Laschet kann man ja nicht wählen, weil er mal Pfusch an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen gemacht hat.“
„Was ist mit der AfD. Es ging doch auch darum, ein Zeichen zu setzen. Und die SPD ist doch für die ganze Misere in verantwortlich.“
„Man weiß nicht, was die AfD wirklich macht. Alle Parteien sind gleich. Versprechen und nix halten. Dann wähle ich lieber die SPD, die sind schon lange dran und schaffen das.“
Versuche, nachzuhaken, was der Auslöser für die Wende waren, verliefen im Sande. Argumente für seine neue Lieblingspartei gab es genug, aber er artikulierte sie nicht. Seltsamerweise fielen ihn keine Argumente gegen die AfD ein, die erklären konnten, weswegen er plötzlich SPD wählen wollte.
„Die SPD ist an der Regierung“, sagte er mehrmals, wusste aber nur selber, was er damit sagen wollte. Argumente, die SPD habe Schulden gemacht, argumentierte er nicht gegen. Auch Argumente gegen die „Altparteien“, die er seit zwei Jahren geliefert hatte, wurden nicht angezweifelt. Er hielt allerdings die AfD heraus, ging auch nicht auf Argumente pro AfD ein.

So wie Thomas sind viele Leute.
Sie tönen laut herum, dass sich etwas ändern muss, doch wenn es darum geht, Flagge zu zeigen, kommen sie hinter den Ofen nicht hervor.

Am heutigen Karfreitag warfen sich gegen 17 Uhr die sog. „Auto-Poser“ wieder in Schale und fuhren wie wild auf dem Festplatz des Flugfelds Böblingen mit ihren Autos einige schnelle Runden.
Auch diesmal riefen die Pächter von gastronomischen Betrieben der MotorWorld die Polizei.
Als diese nach einigen Minuten eintraf, versuchten zwei Fahrer mit ihren Autos zu türmen, was ihnen aber misslang.
Wir – Syntronica.Net – wurden benachrichtigt, stießen dazu und konnten die Gespräche zwischen der Polizei und den erwischten „Auto-Posern“ mitverfolgen.
Es war in dem Sinne „amüsant“, dass die „Auto-Poser“ sich in keinster Weise bewusst waren, dass ihr Verhalten gefährend war.

Roll over Beethoven

„Wenn der Lebens-Mittelpunkt und der Liebes-Mittelpunkt zweier Herzen nicht der gleiche ist, wird aus der Hochzeit im Himmel ein Leben in der Hölle.“

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz im Kabinett Merkel III., ist mächtig sauer, denn im kursieren böse, böse Beiträge und Kommentare.
Er nennt dies „Hate-Speech“ – „Hasssprache“.
Laut Heiiko Maas gibt es sie erst seit Kurzem, weswegen er jetzt einschreiten will, soll, muss – wie auch immer!

Was Ursula von der Leine Leyen mit ihrer sog. „Internetsperre“ nicht hinbekommen hat, will Maas nun mit einem Gesetz gegen „Hasssprache“ schaffen.

Das Problem ist aber, dass es die Problematik schon lange gibt und dies lange Zeit als irrelavant angesehen wurde. Wir wurden bei Twitter und Facebook schon vor Jahren arg beschimpft und denunziert.
Anzeigen bei der Polizei?
Diese verblassten irgendwann nach ein paar Wochen im Nirvana mit der Ausrede, dass Twitter  ein ausländischer Unternehmen sei und nicht auf die Anfragen der deutschen Justiz reagiere. Morddrohungen und Behauptungen aufs Übelste – bis hin in die Kinderschänder-Ecke – seien ja auch nicht sooo schlimm, denn man könnte ja selbst dagegen halten. Und dass Idioten unsere urheberrechtlich geschützten Bilder und unsere eingetragenen Markennamen (z.T. gegen uns) benutzten, sei zwar schlimm, aber wir sollten die Verbrecher immer wieder auffordern, das zu unterlassen. Dann würden die schon aufhören, vor allem, wenn wir uns nicht einschüchtern und beeinflussen ließen. Dann würde es sich eben irgendwann von selbst totlaufen und aufhören. Nachwirkungen gibt es übrigens immer noch.

Nun hat also Heiko Maas gemerkt, dass es im Internet „Hasskommentare“ gibt.
Das will er nicht hinnehmen, weil diese ja angeblich rechtsradikale Inhalte hätten.

Heko Maas bezieht sich nämlich nur auf „Hasssprache“, die aus der rechten politischen Ecke kommt. Linksradikalismus sei laut Heiko Maas nicht schlimm und werde überbewertet.
Wenn Linksradikale und –extremisten – u.a. die sog. „Antifa“ – Autos von nicht genehmen Politikern demolieren oder deren Häuser beschmieren, ignoriert man das ebenso, als wenn die Linken am Stuttgarter Flughafen bzw. auf dem Messegeläde mit Eisenstangen gegen Polizisten vorgehen, die einen Parteitag der „politischen Gegner“ schützen. Dass diese Idioten auch noch brennende Reifen auf die Autobahn geworfen haben, verdrängt man und schweigt darüber.
Auch wenn ausländische Politiker auftreten, ist es nicht schlimm, wenn Linke Steine werfen und die Besucher anpöbeln. 

Aber die „Hasssprache“ muss bekämpft werden, laut Heiko Maas.
Er will die sozialen Onlinenetzwerke dazu bringen, „Hasskommentare“ und „Hassbeiträge“ von sich aus zu löschen gegen Androhung von hohen Geldstrafen.
Er untergräbt damit allerdings die Meinungsfreiheit. Wenn nämlich jemand zum Beispiel sagt, er möge keine Moslems, sollen laut Maas die diesen Beitrag löschen, weil es ja „Hassprache“ ist. Wenn Martin Schulz sagt, er empfinde die AfD – Alternative für  – als Schande für , ist dies keine „Hasssprache“, weil es sich ja gegen angeblich „Rechte“ richtet.

Heko Maas weiß anscheinend nicht, was er tut.

Er will die Präsenz der „Altparteien“ sichern mit Hilfe eínes kuriosen Gesetzes.

Zu dem Thema ist übrigens etwas Aktuelles vorgefallen.
Einer meiner Facebookfreunde veröffentlichte als Erster gestern, dass in Stockholm ein Verrückter mit einem LKW in Menschen gerast ist. Er wurde von Facebook ermahnt, keine „Falschnachrichten“ zu veröffentlichen.

Das resultiert aus dem dumm-dreisten Gehabe von Heiko Maas, nämlich alles, was irgendwie nicht in ein bestimmtes Raster passt, und unter Umständen „rechtes Gedankengut“ enthalten könnte,  als „Hasssprache“ zu deklarieren.

Eine Zensur findet natürlich nicht statt !

 

Gestern fand im Saarland die Landtagswahl statt.
Die CDU gewann mit 40,7 Prozent die Wahl, bei der sie noch knapp fünf Prozent dazugetwinnen konnte.

Das ganze Prozedere wurde von den Massen(mainstream)medien beobachtet, analysiert und darüber berichtet.
Wichtige Personen von , die gar nicht oder noch gar nicht im Landtag vertreten waren, wurden interviewt. Man unterhielt sich u. a. mit FDP-Vertretern, die nicht im vorigen Landtag vertreten sind und die auch diesmal nicht den Einzug schafften.
Vertreter der AfD – Alternative für – wurden kurz genannt, doch mehr auch nicht, obwohl die AfD aus dem Stand 6.2 Prozent geholt hatte und in den Landtag einzieht.
So geht dies Ränkespiel weiter. Vertreter von „Altparteien“ dürfen vor laufender Kamera in Diskussionsrunden verbal auf die AfD einprügeln, obwohl niemand von der AfD da ist, der sich wehren oder etwas richtigstellen könnte.
Ebenso durften die „Politiker“ ungeschminkt ihren Sermon von Gründen der „Gewinne“ gerade ihrer Partei heraus philosophieren. Niemand kritisierte sie oder stellte kritische Fragen, ferner hakte niemand nach oder sagte ihnen, sie sollten einfach klar auf die Fragen antworten.

Wahlberichterstattung par excellence!

Das negative Highlight war der Kommentar des ZDF-Chefredakteurs Peter Frey im „Heute Journal“.
Frey lobte den Erfolg der CDU unter Annegret Kamp-Karrenbauer und lästerte in leisen Tönen über die Verluste der SPD von knapp einem Prozent. Auch sprach er in einem Nebensatz davon, dass die „Piratenpartei“ nicht mehr in Landtag vertreten sei. Die Grünen wurden ebenso knapp wie die FDP erwähnt. Zur SED-Nachfolgerin „Die Linke“ sagte er nur, dass die SPD und sie die Regierung nicht stellen könnten.
Frey behauptete, die Wahl von Kramp-Karrenbauer sei der Beweis dafür, dass die Bürger gegen die sog. „Populisten“ seien. Das war eine sehr „interessante“ These.
Die FDP hatte knapp zwei Prozent dazu gewonnen und die CDU knapp fünf.
Dies zeige, sagte Frey, dass die Wähler sich eben gegen „Populismus“ aussprächen.
Die AfD sei ja sowieso „für ein anderes System“, behauptete er. Dass die AfD von null auf knapp sechs Prozent kam, zeige allerdings nichts, sondern die AfD habe ja verloren, weil sie selbst mit mehr gerechnet hätte.
Diese Schlussfolgerung versteht nur er selbst.
Es folgte der ewige Sermon gegen die AfD mit Fingerzeig, keiner wolle sie und so weiter.
Anscheinend hatte er irgendetwas gegessen, was ihn nicht bekommen war.
Von einem Chefredakteur des ZDFs hatte ich mehr Objektivität erwartet!

Ich halte mich an die journalistischen Grundsätze, doch der Kommentar Freys war gespickt mit unbeweisbaren Gerüchten, Unwahrheiten, Möchtegern-Belehrungen und vielem mehr.

Sehr, sehr schade, Ihr als Kommentar deklarierter Sermon, Herr Frey!

Nach langer Diskussion wurde nun die Richtline 12.1 des Deutschen Pressecodex‘ geändert.

In der Richtlinie wurde beschrieben, wie laut Pressecodex Ziffer 12 – Diskriminierungen – verfahren werden sollte.

Die neue Version vom 22.3.2017 revidiert die Nichtnennung von Ethnien, Religionen etc. dahingehend, dass dem Redakteur bzw. Journalisten obliegt, dies zu nennen oder nicht.
Wörtlich heißt es nun:

In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Dies ist eine kleine, aber immerhin wichtige Änderung, da es sehr viel von der „Öffentlichkeit“ bezüglich des Verschweigens gab.

Nachrichten Weltpolitik Welt International Internationales Politik Dietmar Syntronica Herzbeben

Die „Volkspartei für Freiheit und Demokratie“ von Mark Rutte hat bei der Wahl in den Niederlanden vor ein paar Tagen knapp ein Viertel der Stimmen und somit acht Sitze im Parlament verloren.
Geert Wilders „Partei für Freiheit“ gewann etwa 25 Prozent im Gegensatz zur vorigen Wahl dazu und bekam noch fünf Sitze mehr als beim vorigen Mal.
Die sozialdemokratische „Partei der Arbeit“ mit Spitzenkandidat Lodewijk Asscher verlor 19 Prozentpunkte, ist jetzt bei 5,7 Prozent gelandet und hat nur noch neun Sitze.
Martin Schulz, abgehalfterter EU-Parlamentspräsident, lobte den „Gewinn“ der „Partei für Arbeit“ als einen Sieg gegen den Populismus und für die Sozialdemokratie.
Vermessener geht es nicht mehr.

Die Mainstreammedien loben in vermessener Art und Weise den Gewinn von Mark Rutte und werteten, dass seine rechtsliberale Partei auf Platz Eins ist, als Überlegenheit der demokratischen Kräfte gegen Geert Wilders.

Die „Partei für Freiheit und Demokratie“ hat gegenüber der vorigen Wahl drastisch an Stimmen verloren, doch es zählt nur, dass sie oben steht. Dass die „Partei für Freiheit“ es vom dritten Platz auf den zweiten geschafft hat, spielt keine Rolle. Man erwähnt nur, dass ihr Abschneiden hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb.
Der Vergleich hinkt ohne Ende, entspricht aber der Rhetorik der Mainstreammedien.
Die Mainstreammedien geben nur weiter, was die Politiker der „Altparteien“ meinen und lassen sich von ihnen vorschreiben, was sie von sich geben bzw. .

Das ist kein , sondern nur meinungsloses Abnicken.

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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