Journalismus

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Wolfgang Vahle wagt den Versuch, umfassend zu erklären, warum die Homöopathie von der wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt und als „Irrlehre“ bezeichnet wird.

Die Homöopathie wurde vor etwa 200 Jahren von Samuel Hahnemann eingeführt in dem Bemühen, die Nebenwirkungen der damals verwendeten Medikamente („Drastika“) zu beseitigen. Er erfand eine neue Lehre, die er auf seine Beobachtungen stützte. Seine Lehre beinhaltet zwei wesentliche Lehrsätze. Erstens: Krankheiten werden durch Medikamente geheilt, die ähnliche Symptome hervorrufen wie die Krankheit selbst. Und zweitens: Die Wirkung der Medikamente wird durch Verdünnen (Hahnemann nannte das „Potenzieren“) verstärkt. In der Tat ist die Homöopathie nebenwirkungsfrei. Sie ist allerdings auch wirkungsfrei!

Das Prinzip der Ähnlichkeit ist bereits im Ansatz falsch. Zunächst muss man wissen, dass Ähnlichkeiten in unserem Kopf entstehen. Ähnlichkeit hat etwas mit Mustererkennung zu tun. Und Mustererkennung hat etwas mit unserem Kopf, mit unserer Fantasie, Erfahrung, Biographie etc. zu tun. Ein bekanntes Beispiel ist der „Rorschach-Test“: Ein völlig irregulärer Tintenklecks wird von jeder Versuchsperson anders interpretiert. Jede Versuchsperson sieht Ähnlichkeiten mit ihr vertrauten Bildern. Diese Ähnlichkeiten sind aber nicht objektiv vorhanden, sie werden „hineininterpretiert“.
Ähnlichkeiten sind außerdem davon abhängig, wie genau meine Beobachtung, meine Untersuchung ist. Und die Untersuchungsmethoden sind wiederum von meinen Kenntnissen abhängig. Auch hierfür ein Beispiel zur Verdeutlichung: schaue ich als Nicht-Pilot in eine Flugzeugkanzel, dann sehe ich eine Reihe von ähnlichen Instrumenten – alle rund, alle mit Zifferblatt, alle mit Zeiger. Ein Pilot sieht die Unterschiede: ein Instrument ist der Höhenmesser, das andere der Geschwindigkeitsmesser, wieder ein anderes der Kompass. Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Objekten bedeuten demnach erst einmal gar nichts. Und bei genauerer Beobachtung treten zunehmend Unterschiede auf. Sehe ich das Blut zweier Patienten nur mit meinem bloßen Auge, dann sehen beide Blutproben ähnlich aus: rot und dickflüssig. Schaue ich mit dem Mikroskop, dann stellt sich eventuell heraus, dass die erste Blutprobe von einem Gesunden, die zweite von einem Patienten mit Leukämie stammt. Die Ähnlichkeit ist plötzlich verschwunden.
Doch als Hahnemann lebte, gab es keine Elektronenmikroskope, keine Möglichkeit der chemischen Untersuchungen, kein EKG, kein EEG, keine Röntgenstrahlen, keine Computertomographie, Kernspintomographie, evozierte Potentiale usw. Alle Beobachtungen Hahnemanns wurden mit den bloßen Sinnesorganen gemacht. Die Homöopathie von heute macht das noch genauso. Hahnemanns Lehre wird von ihren Anhängern wie eine Bibel verehrt – nichts darf verändert werden. Die Homöopathie ist demnach unfähig zu lernen, sie steht auf demselben Stand wie vor 200 Jahren. Es werden zwar neue „Arzneimittelbilder“ erstellt – aber eben mit alten, völlig überholten und völlig untauglichen Mitteln.
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Stuttgart 21 (S21) - Syntronica Superfliege

Wenn man sich (oft) mit dem Thema Stuttgart 21 (S21) beschäftigt, wird man sich notgedrungen (leider) auch mit den Gegnern dieses hervorragenden Bahnprojekt beschäftigen müssen.
Diese Ewiggestrigen mit ihren gebetsmühlenartig wiederholten Lügen, Halbwahrheiten und daraus resultierender Panikmache (bei Unbeteiligten oder welchen, die sich kaum mit dem Thema befassen) können sehr nerven.

Wenn auf den schon längst überflüssig gewordenen sog. „Montags-Demos“ weiterhin perfide gegen alles und jeden gehetzt wird, der nicht den verdrehten Ansichten der S21-Gegner ist, fragt man nach der Sinnhaftigkeit solcher Möchtegern-Aktionen. Es kommt einem nicht so vor, als würden die Leute wirklich aus Überzeugung noch handeln, sondern eher als Bockigkeit im Sinne von : „Wir waren immer schon Gegner und wir bleiben es, komme, was wolle!“.

Wir haben in jüngster Zeit durch Zufall eine Mini-Demo beobachten können, in der nur alte längst falsifizierte Lügen und Mutmaßungen wiedergegeben wurden.

Was uns aber auch sehr verwundert, ist dass sich immer wieder Leute von den S21-Gegnern einschüchtern bzw. nötigen oder zum Schweigen bringen lassen.
Dies passiert aber auch Journalisten und Reportern.
Wer als Journalist oder Reporter bei einem Tunnelanschlag bzw. –anstich Fotos mache oder darüber berichte, sei gekauft und arbeite für die Bundesbahn, ist Gedankengut der (Hardcore‑) S21-Gegner.
Dass Journalisten objektiv von Veranstaltungen berichten, weil dies  zum Zeitgeschehen gehört und es „ihr Job“ ist, interessiert die S21-Gegner nicht.

Alles, was nicht gegen S21 ist, ist gekauft. Mehr nicht, weniger aber auch nicht!

Wenn sie behaupten, dass S21-Befürworter Geld für das Publizieren von Positiven zum Thema S21 bekämen, bekommen sie es aber andererseits nicht hin, sich selbst zu reflektieren.
Die S21-Gegner machen angeblich alles aus Überzeugung, egal ob Demonstrieren, Randalieren, Publizieren von Beiträgen gegen S21 etc.
Laut eigenen Angaben bekommen sie nichts dafür, sondern bezahlen alles aus der eigenen Tasche.

In ihren Augen ist das mit den S21-Befürwortern aber anders.

Laut ihrer Meinung gibt es nämlich gar keine Befürworter – im Slang der S21-Gegner „Pros“ oder „Proler“ (von „Pro S21″) genannt, denn das Projekt taugt nicht, was ausnahmlos jeder wisse.
Die Bahn bezahle nämlich Leute, damit diese – trotz gegenteiliger Überzeugung – für S21 sind und dies auch nach außen hin zeigen.
S21-Befürworter werden denunziert als sog. „Lohnschreiber“.
Diese kranke Weltansicht ist schon für Außenstehende durchschaubar und gehört eher in die Kleinkinderstube „Weltverschwörung“ und nicht in die (objektive) Realität.

Anscheinend lebt es sich aber gut in dieser Parallel-Welt der S21-Gegner.

Man ist das Gute und alles andere ist vom Bösen gesteuert.

Was auch schade ist, ist die permanente Realitätsverweigerung.

Als die Grün-Rote Regierung in Baden-Württemberg an die Macht kam, gab es einen Volksentscheid, ob das Land sich weiter an S21 beteiligen solle oder nicht.
Die Wahlberechtigten bzw. Entscheidungsberechtigten entschieden zu 58.9 Prozent dafür, dass das Land sich weiter an dem Bahnprojekt beteiligen solle, sagten also „Nein zum S21-Kündigungsgesetz“.
Für die S21-Gegner war dies ein Schock, da diese ja immer wieder behauptet hatten, dass „Volk von Baden-Württemberg“ wolle S21 nicht.
Plötzlich hatte sie den Gegenbeweis – übrigens die S21-Befürworter auch – , dass die Mehrheit zu S21 stand und nicht nur eine kleine Minderheit, die angeblich Propaganda für die Bahn betrieb.
Aber sie suchten nicht bei sich, sondern gaben den Anderen die Schuld, indem sie stumpf behaupten, die 58.9 Prozent seien nicht informiert gewesen.

Ebenso wurde gesagt, der Volksentscheid sei nicht gültig etc. pp.

Diese Realitätsverweigerung zieht sich wie ein grüner roter Faden durch die ganze „Argumentation“.
Es wird behauptet, dass das Mineralwasser versiege, wenn das Grundwassermangement von S21 beginne zu arbeiten, obwohl Geologen zig mal bewiesen hatten, dass dies nicht möglich sei, da das Mineralwasser in viel tieferen abgeschotteten Schichten liege als das Grundwasser.

Genauso behaupteten die S21-Gegner, dass durch das Abholzen von ca. 300 Bäumen ersticke, obwohl knapp 6000 neue gepflanzt werden.
Diese Behauptung wurde aber auch schon sehr oft widerlegt.
Es wird auch gesagt, es würden keine neuen Bäume gepflanzt etc. pp.

Die S21-Gegner nennen jeglichen Befürworter „Lügner“ bzw. die Befürworter „Lügenpack“, bedienen sich aber selbst der arglistigen Täuschung und perfiden Lüge.

Wenn man kein Recht bekommt, nimmt man sich die Trillerpfeife und macht Lärm, damit man nicht mehr die Wahrheit hören kann.

Aber auch kann es manch Unbedarften passieren, dass er sich verbal niederknüppeln lässt.

Uns ist es schon sehr sehr oft passiert, dass wir den S21-Gegnern anhand von Vorschriften und Gesetzen, die jeder einhalten muss, zeigen konnten, dass ihre Arguente nicht (ganz) richtig sind.
Dann wird eben gesagt, dass sei eine Täuschung von uns, denn die Gesetze lauteten anders, man habe sie im Kopf aber eben nicht vorzeigbar und verweist uns aufs , wo man die „richtigen“ nachlesen kann.
Wenn man fragt, wo man sie finde, sagt man, man solle suchen oder sie befänden sich bei einschlägigen Foren, Seiten und dergleichen, die aber nicht genannt werden.
Wenn man das „Richtige“ nicht findet, ist man selber schuld, wozu die „allwissenden“ S21-Gegner nichts zu können!

Es gibt auch viele, die sich aufspielen, wie erst kürzlich erlebt.
Wir diskutierten mit einem S21-Gegner über den Stress-Test, der bekanntermaßen sehr gut für S21 ausgefallen ist. „Ich will es Ihnen mal genau erklären“, sagte der Mann, „Ich bin Mathematiker.“
Dietmar alias Syntronica konterte: „Sie dürften aber wissen, dass ich Informatik studiert habe und das Parallelfach grundsätzlich ist?“
Darauf machte der S21-Gegner ein enttäuschtes Gesicht und fing mit einem anderen Thema an.

Wenn wir beruflich journalistisch unterwegs sind oder uns als Fotografen verdingen, brüllen sie nach dem „Recht am eigenen Bild“ und wollen nicht fotografiert werden.

Gleichzeitig nehmen sie sich aber heraus, uns ungefragt zu fotografieren und sogar diese Bilder – gegen unsseren expliziten Willen – zu veröffentlichen.

Wir sind allerdings um einige Erfahrungen reicher als manch andere Journalisten‑ und Reporterkollegen.

Wir können plumpe Argumentationen erkennen und falsifizieren Falschdarstellungen, auch wenn sie noch so laut schreien.  

Roll over Beethoven

„Benehmen ist ein Geschenk der Kinderstube.“

 

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Das „Flugfeld“ ist ein Industrie‑ und Wohngebiet, das sowohl zu als auch Böblingen gehört.
Der Name „Flugfeld“ rührt her vom ehemaligen (Wehrmacht‑) Flughafen Böblingen-.

Das Flugfeld wird seit einigen Jahren „bewirtschaftet“.
Im Süden befinden sich vornehmlich Wohnungen und das Medicum sowie die Verwaltung des „Zweckvebands Flugfeld“, der die Bewirtschaftung vornimmt.

Im Norden sind Unternehmen angesiedelt.
Am und auf dem Flugfeld wird sehr rege gebaut.

Heute waren wir mit unserer Hündin Carla am „Langen See“, der dort verläuft, wo früher die Start‑ und Landebahnen waren.

Dort fiel uns etwas auf.

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Dies ist eins der vielen Häuser, die dort entstanden sind. Dieses Haus ist auch ein „Vorzeigehaus“ für die Entwicklung und Modernität des Flugfelds.

Die Bewirtung des Flugfeldes ist alles nur eine große Verschwörung.

Es handelt sich nämlich nur um potemkinsche Häuserfassaden, wie man an dem folgenden Bild sieht.
Mehr als eine Fassade gibt es nicht auf dem Flugfeld.
Das schöne Haus ist nur eine dünne Betonwand, die wie ein Haus aussieht, aber eben nur aus eine Wand besteht, ohne etwas dahinter.

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Alles nur Fassade!

Zu unserem Foto-Album ist nun auch die  Video-Dia-Show zur Langen Nacht der Musseen in Stuttgart am 15./16.3.2014  online erschienen.

Der Link ist : http://www.youtube.com/watch?v=kTtiOb-zkDQ

Lange Nachct der Museen Stuttgart 2014

Vom 15.3.2014, 19 Uhr, bis zum 16.3.2014, 2 Uhr, fand in die „Lange Nacht der Museen“ statt.

Wir haben dazu einige Bilder veröffentlicht.

Zu finden unter : http://www.syntronica.com/lange-nacht-2014/

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Am Wochenende besuchten wir das „BIOtechnikum“ in . Dies ist ein Truck vom Bundesbildungsministerium, der anschaulich zeigt, was Biotechnologie leisten kann und schon jetzt leistet.
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Frau Dr. Wiekenberg erklärte uns sehr detailliert, wo die Unternehmen angesiedelt sind in . Der Schwerpunkt ist in Baden-Württemberg im Gebiet Mannheim-Karlsruhe-, wo die wichtigsten und meisten Unternehmen dieser Sparte angesiedelt sind.

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Die Atmosphäre im Truck war sehr angenehm und man wurde sehr gut „mitgenommen“.
Uns wurde gezeigt, was Biotechnikum in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und erreicht hat.
Es gab auch eine kleine Einführung in die Krebsbehandlung mittels Nano-Therapie.

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Einen Patient mit Prostatakrebs wurden eisenhaltige Partikel mittels Nadeln über eine dreidimensionale Matrix – über Computer-Tomographie – in die Tumore der Prostata eingesetzt.
Dann wurde der Patient mit einer Magnet-Resonanz-Strahlung, die genau auf die Nano-Partikel „zugeschnitten“ war, bestrahlt. Die Strahlung erhitzt die Partikel auf ca. 42 Grad Celsius, wodurch die Tumore (von innen) zerstört werden.
Andere Körperregionen werden nicht erhitzt, wodurch gezielt behandelt werden kann, wo krankes Gewebe ist.
Die Anwendungen, um die Tumore zu zerstören, verringern sich auf ein Viertel im Vergleich zur Strahlentherapie (von außen). Auch braucht der Patient keine Chemo-Therapie mehr, die sehr belastet. Eine Nachsorge wird auch kürzer.
In der Ernährungsspate werden insekten‑ und krankheitsresistente Nahrungsmittel „erzeugt“.
Freitag konnten Schüler ein Kurz-Praktikum in der Sparte Ernährung absolvieren.

Bei der Kurzeinführung in die Nano-Therapie blieb es allerdings, denn das Thema „Nano-“ wird in einem seperaten Nano-Truck behandelt.

Wahrheit Lüge Halbwahrheit Lügen Drücken Zensur ::: © by pixelio.de

Viele Webseiten finanzieren sich durch Werbung.
Leider hat das Aufkommen der Werbung immens zugenommen.
Weil das Herunterladen von Werbeinblendungen auch Zeit und Speicherplatz benötigt, gibt es seit einigen Jahren sog. Werbe-Blocker – im IT-Jargon AdBlock (Advertising Blocker) genannt.

Diese haben den Sinn, die Webseiten nach bekannten Mustern zu durchsuchen und dann erkannte Werbung zu blocken bzw. nicht anzuzeigen.

Heute habe ich mich gewundert, warum bei mir im Browser – damit zeigt man Internetseiten an. – eine Meldung erschien, ich solle die Sicherheit meines Browsers wiederherstellen.
Ich fragte mich auch, warum diese Meldung nicht vom Virenscanner kam.
Ich probierte etwas hin und her und bemerkte, dass die Meldung nur auf – bis dato mir bekannte – drei Webseiten eingeblendet wurde: 1&1 Media GmbH, GMX und Web.de.

Zu dem „Problem Sicherheit des Browsers wiederherstellen“ gab es direkt auch eine Webseite, die von 1&1 betrieben wurde bzw. steht dieses Unternehmen im nicht so einfach zu findenden Impressum.

Auf der kuriosen Webseite wird im IT-Slang bzw. mit vielen IT-Begriffen jongliert und behauptet, dass viele Benutzer „seitenmanipulierende Erweiterungen“ einsetzten, ohne es zu wissen. Dabei wird Panik gemacht, dass diese Erweiterungen spionieren könnten, den PC lahmlegen etc.

Dann wird auf Adblocker verwiesen und gesagt, dass diese Werbe-Blocker im Handumdrehen umfunktioniert werden könnten und den PC schädigen könnten. Auch wird behauptet, dass, wenn so ein umfunktioniertes Programm eingesetzt würde, kein Virenscanner erkennen könne, was dort im Busch sei. Dies könnten allerhöchstens sehr teure Maschinen mit sehr hoher Effizienz.
Weiterhin sei dies auch mit diesen Super-Rechner nur schwer nachvollziehbar etc. pp.

Der „Otto-Normal-Benutzer“ meint, er sei von einem immensen Schadprogramm betroffen.
Er zieht natürlich bereitwillig die Notbremse und macht, wie im auf der Webseite gesagt wird.
Er löscht nämlich Werbe-Blocker aus seinem Browser.
In der oberen Hälfte der Liste mit den Schadprogrammen stehen nämlich nur Adblocker und darunter Programm bzw. Erweiterungen, die schon längst als Werbe-Einblender – das Gegenteil von Adblockern – bekannt sind.

Ich fragte mich, was dieses technische Gebrabbel, das wohl nur IT-Spezialisten (Insider) verstehen können, gemischt mit Panikmache zu tun habe.

1&1, GMX und Web.de stellen viele Dienste gratis zur Verfügung und finanzieren sich mit Werbung.
So recherchierte ich, dass es bei mehreren Programmierern von Adblockern schon zu Attacken der Werbetreibenden gab und die Programmierer wohl irgendwann eine Erkennung einbauten, ob ein Adblocker installiert war oder nicht. Diese haben viele aber wieder entfernt.

Auch gibt es eine verbal aggressive Front gegen die Adblocker, besonders von einschlägigen Werbeverteilern!

Stellenweise pöbeln Programmierer herum und beklagen Umsatzeinbrüche bis zu hundert Prozent (!!!) durch die Werbeblocker.

So fügt sich alles zusammen.

1&1 und deren Partner ließen sich etwas einfallen, wie sie die Werbeblocker wegbekommen könnten.
Sie setzen auch Schlagworte ein, die momentan die Internetbenutzer plagen. Sie setzen Panikmache gezielt ein und behaupten, dass „seitenmanipulierende Programme“ – der Browser liest die Seite ein und der Werbeblocker löscht die Werbung, manipuliert also die Seite !!! – den PC zerstören könnten bzw. ausspionieren könnten. Damit es sich noch dramatischer anhört, behaupten sie, dass dies niemand – auch kein Virenscanner – bemerken könnte, was natürlich völliger Quatsch ist, denn Virenscanner durchleuchten die Aktivitäten und Zugriffe aller Programme auf dem PC und bemerken, wenn etwas nicht stimmt.
Weil sich niemand einen Super-Rechner leisten kann, der dies bemerken könnte, kommen sie mit der Idee, man solle die Adblocker, die zudem leicht zu manipulieren seien, löschen bzw. deinstallieren.
Als Quelle, wie „schlimm“ es hergehen kann auf dem PC, gibt die 1&1-Webseite GMX und Web.de (beides Tochterunternehmen von 1&1) an.

Diese Kampagne will auf Biegen und Brechen, dass die Nutzer die Werbeblocker löschen, damit Werbung weder angezeigt werden kann, womit diese Unternehmen sehr gut verdienen.

Diese sog. Kampagne ist nur schäbig und eigennützend, mehr nicht.

Undercover-Boss Dietmar

Nun läuft die sechste Staffel der Serie, bei der Manager von Gastronomie‑, Hotelketten und sondergleichen in die Rolle eines Praktikanten schlüpfen, um „an der Front“ zu sein und aufdecken zu können, wo Schwachstellen, sind und wie man sie beheben kann.
Im ersten Teil dieses Berichts hatten wir darauf hingewiesen, dass alles sehr oberflächlich gewesen sei und nicht wirklich durchschaubar.
In der sechsten Staffel ist dies nicht besser geworden.
Wir haben erkannt, dass im Prinzip – mit einigen marginalen Abwandlungen – nur Stereotypen verkaspert werden.
Jede Folge funktioniert nach dem immer gleichen Muster.

  • Vorstellen des Undercover-Bosses
  • Vorstellen des Unternehmens
  • Verwandlung des Undercover-Bosses
  • Einsätze bzw. Praktika
  • Zurück ins Unternehmen
  • Empfang der Mitarbeiter
  • Geschenke bzw. Belohnungen
  • Resümee

Vorstellen des Undercover-Bosses

Als Erstes wird der Protagonist, der Undercover-Boss, vorgestellt.
Es geht erst mal nicht um die Firma, sondern um die des Undercover-Bosses.
Wie immer lebt er in harmonischen Verhältnissen, seine Frau schaut hoch zu ihm, ist beeindruckt von ihm, was er macht und was er geschafft hat.
Natürlich hat er Kinder, um die sich die Frau, die, wenn sie einer Arbeit nachgeht, höchstens Teilzeitkraft ist.
Am Wochenende unternehmen alle zusammen etwas, und es wird suggeriert, dass der Undercover-Boss jedes Wochenende frei hat.

Vorstellen des Unternehmens

Ganz wichtig für die Serie, ist die Vorstellung des Unternehmens, in dem der Undercover-Boss tätig ist.
Nun erfährt man, dass er eigentlich immer auf der Arbeit ist, was uns bei der Vorstellung des Undercover-Bosses und seiner Familie anders suggeriert werden sollte, wir aber als wachsame Beobachter sowieso nicht glauben wollten und konnten.

Verwandlung des Undercover-Bosses

Die Verwandlung des Undercover-Bosses verläuft immer gleich, und es kommt immer das Gleiche dabei herum.
Der Undercover-Boss, der (klischeebehaftet) als Manager glattrasiert ist und kurze Haare trägt, hat plötzlich einen Bart, eine etwas andere Frisur, was eigentlich auch egal ist, weil er ja eine Baseball-Mütze trägt.
Seine Familie findet diese Verwandlung erwartungsgemäß „cool“ und ist voll des Lobes.

Einsätze bzw. Praktika

Der Undercover-Boss wird in seine Tätigkeit eingewiesen und muss dann nach sehr kurzer Einarbeitungsphase selbst alles hinbekommen.
Er schafft es natürlich nicht, denn die Arbeit ist stressig.
Er macht sehr viele Fehler – vermeintlich alle, die man machen kann – und wird dafür mehr oder minder gerügt.
Die „Einweiser“ sind entweder extrem nachsichtig oder extrem kritisch und tun ihre Meinung auch der mitlaufenden Kamera kund.

Anstrengendes Arbeiten

Wenn der Undercover-Boss eingewiesen wird, geht es ja noch einigermaßen geregelt ab, obwohl er sich größtenteils dumm anstellt erst mal nichts bzw. nur langsam versteht.
Kurze Zeit später muss er dann – unter Beobachtung – eigenständig arbeiten.
Dabei kommt natürlich heraus, dass er mindestens zwei linke Hände hat, und man sieht, dass er von Tüten und Blasen keine Ahnung hat.
Nach kurzer Zeit ist der Undercover-Boss laut eigenem Bekunden am Ende seiner Kraft und Konzentration angelangt und macht auch sichtbar für alle Fehler.
Man könnte meinen, er begreife, wie anstrengend die Arbeit der Mitarbeiter doch ist, doch das ist nur oberflächlich.
Er redet auch darüber vor der laufenden Kamera, allerdings bemerkt man, dass das Ansprechen, wenn die Mitarbeiter kurz zu ihm zu Besuch sind, nur pro forma stattfindet, denn das kurze Erwähnen war es dann und man redet nicht mehr (vertiefend) darüber.

„Viel gelernt“

Der Undercover-Boss erzählt immer und immer wieder, er habe viel gelernt, besonders über die Vorgänge an der Front.
Wenn man verschiedene Einsätze hat, alle maximal eine Schicht lang – wobei nicht erwähnt wird, wie lang eine Schicht ist – kann man wohl kaum davon sprechen, den Überblick bekommen zu haben.
Hier faselt sich der Undercover-Boss selbst in die Tasche, wie prima er doch analysieren kann.
Wenn er allerdings in kürzester Zeit mit der Konzentration und der körperlichen Ausdauer am Ende ist, kann man davon ausgehen, dass er auch nichts überblickt, was sich um ihn herum abspielt.

Kamerabegleitung

Was interessant zu wissen wäre, ist, was den angeblich ahnungslosen Mitarbeitern gesagt wird, warum ein Praktikant – in der Regel ein Hartz-IV-Empfänger – für einen Arbeitstag mit der Kamera begleitet wird.
Dies wurde noch in keiner Folge kundgetan.
Was denkt sich ein Mitarbeiter, wenn sowas passiert?
Er würde bestimmt auch nicht so mit einem Praktikanten ins Gericht gehen, wie es oft – vor der Kamera – der Fall ist.
Wenn es ein Hartz-IV-Empfänger ist, vielleicht doch…?

Einladen der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter haben keine Ahnung, was auf sie zukommt.
Sie können keine Schlussfolgerung ziehen, dass vor einiger Zeit ein Praktikant mit Kamerabegleitung dort war und nun auf dem Weg zur Firmenzentrale wieder ein Kamerateam dabei ist.
Dies bekommen sie auch nicht hin, als sie im Foyer der Firmenzentrale warten müssen.
Dann kommt der Geschäftsführer hinein und stellt sich vor und meint, dass der Mitarbeiter vor einiger Zeit einen Praktikanten hatte.
Immer noch dämmert es nicht.
Aber dann…
In-den-Arm-Nehmen, nachdem der Firmenchef mit riesigen Zaunpfählen – „Ich war der Praktikant. Ich wollte mich mal umsehen, um Schwachstellen aufzudenken.“ – gewinkt hatte.
Dann wird gelobt und resümiert, aber nichts groß getan, auch nicht an den teils schweren Akkordzeiten und Stressen.

Geschenke bzw. Belohnungen

Der Undercover-Boss hat es hinbekommen – Es wird so getan, als habe der Mitarbeiter nichts gemerkt. – den Mitarbeiter seinen „herzenswunsch“ zu entlocken.
Bei jeder Serienfolge ist ein Mitarbeiter dsbei, der es sehr schwer im Leben hat, z.B. pflegebedürftige Familienmitglieder oder behinderte Kinder etc.
Ein anderer Mitarbeiter hatte eine „schwere Kindheit“.
Dieise bekommen so tolle Dinge wie einen Kurztrip zum Erholen, eine Fahrt mit dem Traumauto, einen Fallschirmsprung etc. pp.
Sie freuen sich ungemein darüber.

Resümee

Was genau resümiert wird, geschieht hinter verschlossenen Türen und wird auch nicht gezeigt.
Die Leute von der Chefetage palavern um den heißen Brei herum, der schon wieder lauwarm ist, und man kommt zu nichts Großem.

Bei „Undercover-Boss“ scheint viel gestellt zu sein. Auch fallen die vielen geheimen Absprachen auf.
Wenn ein Prasktikant mit Kamerabegleitung seine Arbeit verrichtet hat und dann der verantwortlicher Mitarbeiter unter Kamerabegleitung zum Vorstand im Hauptfirmensitz fährt und dabei so tut, als habe er keinen blassen Schimmer, was auf ihn zu kommt, tut schon weh.

Bei „Undercover-Boss“ ist viel gestellt und abgesprochen, was bei genauem Beobachten sehr schnell klar wird.

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Heute fand von 11:30 Uhr bis ca. 14 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „VI. Premio Artistico Fondazione VAF – Aktuelle Positionen italienischer “ mit Präsentation und anschließender Performance sowie Führung im Schauwerk statt.

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Gezeigt werden bis zum 27.4.2014 ca. vierzig Arbeiten von italienischen Künstler, die für den diesjährigen Kunstpreis (von) der Stiftung „Fondazione VAF“ nominiert wurden.
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Die Stiftung, initiiert von dem deutschen Kunstsammler V.W. Feierabend, nun in Mailand lebend, wird im Turnus von zwei Jahren seit 2003 vergeben.
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Dr. Klaus Wolbert, Mitglied er Jury, stellte die italienischen Künstler sowie deren Intentionen und Visionen vor.
Die Werke sind Videoinstallationen, Fotografien, Mediengestalungen, Malereien und Skulpturen, die einen Überblick über die Positionen innovativer italienischer Künstler widerspiegeln.
Die Tragweite der Konzepte der Künstler zeigt viele Facetten deren Sicht der Welt und wie sie sein könnte.
Marco Maria Giuseppe Scifo beschäftigt sich mit der und zeigt Naturphänomene.
So montiert er die Miniatur eines Gletschers kopfüber an die Decke, strahlt diese(n) mit Licht an und veranschaulicht so das Schmelzen und Verschwinden der Polkappen.
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Ebenso bestrahlt er zwei mit farbigen Licht. Eine mit rotem, eine mit blauem, um zu zeigen, dass die Pflanze durch rotes Licht wächst und die andere nicht. Stichwort Fotosynthese!
Nicole Samori atmet ihren Kunstwerk – christlichen Darstellungen – dadurch Leben ein, in dem sie die Oberflächen einritzt und man so in den Körper der Kunstwerke hineinschauen kann.
Mit der Videoinstallation „Copies récentes de paysages anciens“ zeigt Ra di Martino Szenen von Ruinen in der marokkanischen Landschaft dar, als Überbleibsel sozusagen einer vielschichtigen vergangenen Unterhaltungskultur.
kill-artist

Laurina Paperina nimmt sich des zynisch-frechen Themas „How to kill the artist“ an und zeigt in selbst entworfenen cartoon‑ähnlichen Animationsfilmen, wie Hauptdarsteller durch skurrile Arten zu Tode kommen. Sie prangert so an.
rosette

Ein fünf Meter durchmessendes Kunstwerk wurde auf dem Boden einer Kunsthalle von Elisabetta Novellos mit Asche gestaltet. Das sehr filigrane Kunstwerk soll bedingt durch das leichte und flüchtige Material Asche die Vergänglichkeit zeigen. Die Künstlerin ist sich im Klaren darüber, dass das Werk, dass wie eine riesige Stick-Rosette aussieht, durch innere und äußere Umstände während der Ausstellung vergehen wird, womit die Vergänglichkeit impliziert wird..

fotokarten
Gianluca Vasallo kommuniziert mit seiner Kamera mit seiner und den Mitmenschen. Er installierte eine Wand mit Fotokarten und regt die Besucher an, die mit zu nehmen.

Die Ausstellung der „Fondazione VAF“ ergänzt die seit dem Herbst bestehende Ausstellung „Incontri – Zeitgenössische italienische Kunst mit Werken aus der Sammlung Schaufler von den 1960er Jahren bis heute“.
Wir können jedem Empfehlen zu dieser Ausstellung zu gehen, denn wir waren sehr angetan von diesen neuen Arten der bildenden Kunst.

Gianluca Vasallo fotografierte Dietmar Schneidewind mit den Worten „You are so beautiful“.
Etwas später trafen wir ihn an der Wand mit seinen signierten Postkarten. Wir nahmen uns eine von rechts, worauf er meinte, wir sollten nicht diese nehmen, denn diese seien nicht signiert.
Auf Dietmars Hinweis „Please sign this postcard especially for my wife.“ bekam Sabine eine handsignierte Karte von ihm mit der Widmung „YOU are special. Not me.“.

Wir kommen gerne wieder.

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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