Artikel-Schlagworte: „Kirche“

Roll over Beethoven

 

„Manche Vögel putzen lieber den offenstehenden goldenen Käfig, als ihn zu verlassen.“

 

 

gauck-wikipedia

Joachim Gauck wurde von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt.

Wir gratulieren dem alten Mann!

Bleibt noch zu erwähnen, dass vorher alle an einer esoterischen Zeremonie, einer katholischen Messe, teilnahmen.

Roll over Beethoven

 

„Wer zu glänzen versucht, verdunkelt sein eigenes Licht.“

Laotse

 

augen-zu-kneifen-syntronica

„Marias Jungenkind Jesus Christus wurde am Weihnachtstag geboren …“

Nein, unglaublich!

Aber wenn es der frank-farianische Gesangstross namens Boney Ⅿ. schon sagt, wird es stimmen!

Weihnachtszeit!

Gerade war noch Sommer und urplötzlich, direkt im Anschluss des Herbstes, Dezember!

Bei den Discountern läuft fremdartige Musik, die von einer kündet, die ganz allein durch die Lande zog und in Bethlehem ein Quartier bekam.
Gut, es war ein Stall, aber sowas soll passieren, wenn man vorher telefonisch kein Hotelzimmer gebucht hat…
Telefone soll es zu der Zeit gar nicht gegeben haben!
Sie hätten ja wenigstens eine App haben können, mit der man Hotelzimmer buchen kann, wenn man will, aber vielleicht wollten sie nicht …

Jedenfalls erzählen die Sing-Sänger von Boney Ⅿ. davon, dass Maria und Joseph, begleitet vom Engelschor – Weihnacht! – in Bethlehem ankamen, und Maria ihr Kind gebar.
Die Heiligen Drei Könige beschenkten das Jesus-Kind – oder besser „Marias Jungenkind“ (“Mary’s Boychild Jesus Christ”), das ja am Weihnachtstag geboren wurde – mit allerlei Gedöns.

Das Volk gibt sich der durch die Lautsprecher verkündeten Weihnachtstimmung hin, sagt aber im gleichen Atemzug, dass keine Stimmung aufkäme!

Dafür könnte die Regierung auch mal sorgen!

Jedenfalls ist nun Weihnachtszeit!

Wie jedes Jahr!

Frohlocket!

Vom 22. bis zum 25. September hält sich der Papst in auf Einladung der Bundesregierung auf.

Im Vorfeld wird schon heftig(st) darüber diskutiert, weil er vor  /  in dem Bundestag eine Rede halten wird.

Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen und das Staatsoberhaupt des quasimonarchistischen Vatikanstaats.
Man kann davon ausgehen, dass er nicht nur eine Rede als Staatschef, sondern auch als Oberkatholik halten und auf „moralische Punkte“ – aus seiner Sicht – und als „mahnendes Organ“ Stellung beziehen wird.

Viele Mitglieder des Bundestags (MdB) beteuern allerdings, dass der Papst als Staatschef des Vatikans ruhig auftreten könne und über Politik, etc. reden dürfe.
Kritische Stimmen sehen das andes.
Man kennt schließlich den Papst, und seine Hauptaufgabe ist eben nicht der Staatschef, sondern der Oberhirte.
Der Papst wird nicht sparen und seine religiös-verklärte „Weltansicht“ verbreiten.
Er wird wieder und wieder das – für ihn – leidige Thema Abtreibung, Verhütung, Homo-Ehen und auch Präimplantationsdiagnostik (PID) anschneiden und darauf zu sprechen kommen.
Einige MdB meinen zwar, er rede nicht über religiöse Theman, aber sie werden sehen, dass dies ein Trugschluss ist.
Etwas einhundert Abgeordnete wollen aus Gründen des Laizismus dem Auftritt des Papstes fernbleiben, was auch deren Recht – z.B. Meinungsfreiheit – ist.

Deutschland ist ein laizistischer Staat.

Es wäre nicht schlimm, wenn der Papst als „reiner“ Staatschef redete und nicht missionierte, doch so wird es nicht kommen.

Was man sich auch fragen sollte, ist, was der Papst sich herausnimmt, die Verfassungsrichter zu sich zu bestellen.

Die Verfassungsrichter sind ein neutrales Organ.

Dieses Verhalten des Papstes lässt zu dem Schluss kommen, dass er den Verfassungsrichtern missionarisch ins Gewissen sprechen will, was „heikle Themen“ im Sinne des Papstes angeht.

Der Vatikan lässt die laute in gewohnt arroganter Art abperlen und schlägt dreist auf die Kritiker ein.

Kurienkardinal Brandmüller nimmt scheinheilig Stellung und sagt platt, dass niemand an seiner Religionsausübung gehindert werden dürfe, was das Thema – nicht überraschend – völlig verfehlt.
Aber wie die „Kirchenmänner“ nun mal sind, setzen sie noch einen drauf und behapten, die Kritiker verstärkten das „Bild des hässlichen Deutschen“ in der Welt.

So sind die „Kirchenmänner“ eben!

Austeilen, austeilen, austeilen …

… aber wenn sie Widerspiel bekommen, werden sie ausfallend (wie immer)!

Verboten - Nein - No no - Non Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt.
Ihr werdet denen, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, nicht helfen, indem ihr die ruiniert, die sie bezahlen.
Ihr werdet keine Brüderlichkeit schaffen, indem ihr Klassenhass schürt.
Ihr werdet den Armen nicht helfen, indem ihr die Reichen ausmerzt.
Ihr werdet mit Sicherheit in Schwierigkeiten kommen, wenn ihr mehr ausgebt, als ihr verdient.

NEUE_IDEEN_507341_R_B_by_Gerd Altmann_Ladyoak.com_pixelio.de

Liebe Leser,

wenn Ihr etwas Zeit (und ein paar Cent übrig) habt, macht Folgendes:

  • Ruft in einem beliebigen Hotel an!
  • Erkundigt euch nach Zimmerpreisen etc.!
  • Dann stellt die frage, ob die Bibel im zimmer aufliegt.
  • Falls die antwort ja ist, sagt, dass Euch alle zugesagt hätte, Ihr aber aus Gewissensgründen keinen Betrieb unterstützen könnt, der sich missionarisch betätigt.
  • Man könnte auch dazu auffordern, wenn denn schon die Bibel dort liegt (dort liegen bleiben soll), dass zumindest der Koran, die Tora, der Talmud, der Tanach, die Veden, die Bhagavad Gita, das Buch der Mormonen, das Guru Granth Sahib, das Tao-Te-King und das ägyptische als auch tibetische Totenbuch sowie der Gilgamesh-Epos und die akkadischen Beschwörungemits ausgelegt werden sollten.
    Alles nur im Sinne von Integrationsfördung und Toleranz, denn man weiß ja nie, wer zu Besuch kommt

Posted diese Zeilen und helft mit die Säkularisierung voranzutreiben!

(Nach einer Idee von Gurso Rijnderwald)

nautilus

Esoteriker, zu denen man auch religiöse Menschen rechnen kann, beziehen sich in Diskussionen gerne auf die „geistige Welt“.

Die „materielle Welt“ ist böse und schlecht, die Menschen werden von ihr verdorben, und sie denken in ihr nur noch „weltlich“.

Das ist aber nicht nur so, wenn man „profitorientiert“ denkt.

Ohne die „geistige Welt“ lebt nicht „wirklich“.
Ein glücklicher Mensch, der glücklich verheiratet ist, Erfolg im hat und viele Freunde hat und auch noch sozial engagiert und dabei angesehen ist, kann sich laut der Esoteriker niemals „frei entfalten“ ohne die „geistige Welt“.
Alles, was er macht, ist nur oberflächlich und kalt, weil er nicht die „geistige Welt“ mit einbezieht.
Er kann sich auch nicht richtig entfalten, weil die „geistige Welt“ fehlt.

Auch wenn er sich sagt, er sei „glücklich“ und habe alles erreicht, was er wollte, so halten die Esoteriker dagegen: „Das hat er nicht.“

Aus dem oben erwähnten Grund eben!

Man muss in der „geistigen Welt“ leben, weil man ansonsten nur ein Sklave der „materiellen Welt“ ist. Die „geistige Welt“ ist die „ganzheitliche Erfüllung des Lebens“.

Wer allerdings arm, aber glücklich ist, befindet sich auch nicht in der „geistigen Welt“, denn er muss sich ändern.

Am schlimmsten sind also die dran, die nicht in der „geistigen Welt“ sind …

Was ist die „geistige Welt“?

Keine Ahnung!

Das können nämlich die Esoteriker auch nicht definieren.
Wenn dann nur so, wie es oben zu lesen ist.

Es geht nur darum, dass sie einem „Lebensberatung“ oder diesbezügliche Seminare anbieten, die dann sehr teuer sind.

 

bunt-weg-grau „Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.“

(Helmut Qualtinger)

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Wenn ein Paar ein eigenes Kind möchte, dies aber nicht klappt, kann es daran liegen, dass sich das Spermium und das Ovum nicht vereinigen können, oder das befruchtete Ovum sich nicht in die Gebärmutter einnisten kann.

Damit dies doch klappen kann, gibt es die Invitrofertilisation, auch bekannt als „künstliche Befruchtung“.

Um schon im Vorfeld der Invitrofertilisation sicher stellen zu können, dass das potentielle Kind nicht mit Erbkrankheiten und Behinderungen behaftet ist, wird die Präimplantationsdiagnostik – PID – benutzt, die mit sehr hoher – nahe 100 Prozent – Wahrscheinlichkeit dies feststellen kann.

Bevor die PID im (begründeten) Ausnahmefällen in erlaubt wurde, gab es im Bundestag heftige kontroverse Diskussionen dazu.

In der Diskussion, in der die PID abgesegnet wurde, gibt es noch mal richtig heiß her.

Die wissenschaftlich-medizinisch-technische Seite stellte dar, was die PID ist, zeigt aus, was machbar ist und beschrieb, dass es Risiken nur in sehr sehr geringem Maße gäbe.

Man erfuhr auch, wie treffend die Aussagen der PID sind. Verifikation der Möglichkeiten der Diagnostik fanden einen hohen Stellenwert.

In der Diskussion berichteten einige, wie schön es doch sei, ein Kind zu haben und wie schön sei, anschauen zu können, wie es aufwachse.

Sie berichteten stellenweise sehr emotional, wie sie sich als „stolze Eltern“ fühlten oder wie sie es von Bekannten mitbekämen etc.

Diese Gruppe hatte nicht verstanden, worum es gibt, aber ließ ein paar inkontextuelle Statements ab.

Als dritter Part traten die „moralischen Mahner“ auf, die sich zunehmend in esoterische – Wir zählen Religion auch zu . – Sphären hievten.

Hier ging es darum, was der „Allmächtige“ wohl zulasse und was nicht.

Im Mittelalter war die gegen die Obduktion, weil der „Allmächtige“ den Menschen nach seinem Bild geschaffen habe, und man das Abbild Gottes durch Sezieren nicht zerstören dürfe.

So diskutieren einige von dieser Seite, man dürfe nicht Gott spielen und in die Schöpfung eingreifen.

Andere dieser Seite versuchten die PID-Befürworter weiszumachen, bei künstlich befruchteten Eizellen handele es sich schon um „menschliches Leben“ und das dürfe man nicht wegwerfen bei „Nichtgefallen“ bzw. wenn es denn Anforderungen nicht entspräche.

Sie definierten auch ein befruchtetes Ovum, das sich vielleicht ein paar mal zellgeteilt hatte, als „menschliches Leben“, das zu schützen sei, weil es eben „Leben“ sei und „Leben“ leben wolle.

Die Diskussion dieser Seite ging einher mit der Abtreibungsdebatte

Unter bestimmten Indikationen, die im §218 StGB geregelt sind, darf ein Embryo bis maximal zur zwölften Woche „abgetrieben“ werden.

Wie man einen mehrfach gezellteilten Zellhaufen auf einer Petrischale mit einem in der Gebärmutter eingenisteten Fötus vergleichen kann, konnte von dieser Gruppe nicht geklärt werden, sondern es wurde einfach mal so jenseits von Beweisen und Definitionen hingenommen.

Genau sowenig wie die esoterische Frage, wann und wo „menschliches Leben“ beginnt.

Es scheint bei diesen Diskutanten nicht nur um PID, sondern um „zu schützendes Leben“ schlechthin. Man konnte meinen, es handele sich um eine hartgesottene Moralkeulen-Diskussion über Abtreibung, (gezielte) Kindestötung etc.

Fragen, ob – wenn eine PID erlaubt würde – bei „normal-schwangeren“ Frauen grundsätzlich auch eine PID gemacht werden sollte – Fruchtwasseranalysen werden auch schon gemacht –, was aber darin ausuferte, dass die „künstliche Befruchtung“ der Normalfall werden könnte, damit man keine behinderten oder geschädigten Kinder bekäme, was dann wieder ein „Freifahrtschein für Abtreibung“, „Zerstörung von Leben“ und dergleichen sei.

Dies Leute polemisierten, was zeigte, dass sie PID nicht im Kern verstanden hatten.

Diese Fraktion ist so von einem (pseudo‑) moralistischen Heuchel-Weltbild durchtränkt, das nicht mal den Punkt eines Jota preisgibt.

Es geht ihr gar nicht darum, mit neuen Methoden Menschen zu helfen, sondern einzig und allein darum, ihr heuchlerisches Pseudo-Moral-Weltbild weiter verbreiten zu können.

Eine säkulare, laizistische Gesellschaft, wie wir sie in Deutschland haben, hat es nicht verdient, sich in Diskussionen in so eine esoterische Ecke ziehen zu lassen.

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