Artikel-Schlagworte: „Kirche“

Bevor die Damen-Fußball-WM begonnen hatte, hatte ein „Anwalt“ Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Brief geschickt, sie möge mittels einstweiliger Verfügung die Damen-Fußball-WM stoppen.
Er wollte durch „Messianer“ erfahren haben, dass die Welt just am 26.6.2011 gegen 18 Uhr untergehen sollte.
Angeblich sollten eine Atombombe hochgegehen.
Er habe dies erfahren, obwohl alle Geheimdienst dies verschwiegen hätten.
Es kursierte auch ein dementsprechendes Video.
Gut, gestern war der Auftakt der Damen-Fußball-WM.
Nun können wir uns aussuchen, ob wir alle noch leben oder ob wir es nicht mitbekommen haben und schon in einer virtuellen (himmlischen ?) Parallelwelt leben.

Sie stritten sich beim Wein herum,
was das nun wieder wäre:
Das mit dem Darwin wär gar zu dumm
und wider die menschliche Ehre.
Sie tranken manchen Humpen aus,
sie stolperten aus den Türen,
sie grunzten vernehmlich und kamen nach Haus
gekrochen auf allen vieren.
(Wilhelm Busch)

Selbsternannte wichtige „Mantiker“ haben „gesehen“, dass heute in Rom ein Erdbeben hätte stattfinden sollen.
Als ich die Nachrichten vor einiger Zeit verfolgte, dachte ich erst der Papst wolle das Euchnuchentum fürs Himmelreich Zölibat abschaffen, doch mit „Erdbeben“ war ein Schütteln der Erdformation gemeint.
Diese Nachricht gehört(e) zu den Dingen, die sich die „Mantiker“ als „Vorhersage für 2011“ zusammenphantasiert hatten.
In den Nachrichten, auch auf der Webseite des Vatikans, war nichts heute davon zu lesen.
Also war die „Vorhersage“ ein Schuss in den Ofen!
Mitnichten!
Vor einigen Tagen hatten „einschlägige“ Esoterik-Webseiten den Papst dazu aufgerufen, er möge seine Macht spielen lassen beten, damit dies nicht passiere.
Dass die Erde nun nicht – wie lange angekündigt – gebebt hatte, liegt daran, dass der Papst eben in letzter Sekunden das „Unheil“ abgewendet hat.
Der gesunde Menschenverstand wird nun schreien:
„Das ist doch völliger Schwachsinn!“
Natürlich, aber die „Mantiker“ werden ihre nicht eingetretenen Phantasien so verkaufen.

„Zehn kleine Gläubige“
von Andreas Kyriacou
Zehn kleine Gläubige, die wollten Ostern feiern
Einer liess sich kreuzigen, da waren’s nur noch neun.
Neun kleine Gläubige, die waren auf der Wacht
Eine sprang vom Turm, da waren’s nur noch acht.
Acht kleine Gläubige, die wollten ihre Nächsten lieben
Einer tat’s ohne Kondom, da waren’s nur noch sieben.
Sieben kleine Gläubige, die litten an Krebs
Eine trank nur Mistelsaft, da waren’s nur noch sechs.
Sechs kleine Gläubige, die verweigerten das Impfen
Einer steckte sich mit Masern an, da waren sie noch zu fünfen.
Fünf kleine Gläubige, die redeten in Zungen aus Pläsier
Zu einer kam ein Exorzist, da waren’s nur noch vier.
Vier kleine Gläubige, die nahmen chinesische Arznei
Eine Packung war kontaminiert, da waren’s nur noch drei.
Drei kleine Gläubige, die haben zum Beschneiden sich eingereiht
Bei einem ging was schief, da waren sie noch zu zweit.
Zwei kleine Gläubige, die wuschen sich reine
Einer tat’s am Ganges, da blieb nur noch eine.
Eine kleine Gläubige, die wollte beichten gehn
Der Priester hat anderes vor, so sind’s bald wieder zehn.
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Vielen Dank an Andreas Kyriacou |
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Der Herr Pfarrer spazierte am Abend im Garten.
Plötzlich rief ein großer Frosch: „Grüß Gott, Herr Pfarrer!“
„Du kannst sprechen, du Frosch?“, fragte der Herr Pfarrer.
„Ich bin eigentlich ein elfjähriger Ministrant, nur eine böse Hexe hat mich verzaubert. Wenn Sie mich allerdings eine Nacht mit in Ihr Bett nehmen, werde ich vom Fluch befreit.“
Der barmherzige Herr Pfarrer wollte dem Frosch helfen, und siehe, am nächsten Morgen lag tatsächlich ein elfjähriger
Ministrant neben dem Herrn Pfarrer im Bett.
Herr Richter, Herr Staatsanwalt, damit schließt die Verteidigung.
Die Theologen haben die Religion nur verschieden angepaßt.
Es kommt aber darauf an, sie zu überwinden.
Diese Abwandlung der 11. Feuerbachthese (von Karl Marx) ist von Rainer Buchheim.

„Der Mann hat seinem Opfer ein Stück Knochen abgebissen, und nun kann er ihn beherrschen“, sagte die Frau und erntete von dem Mann ihr gegenüber ein: „So ein Schwachsinn!“
„Unsere Religion, zu der auch Magie gehört, ist also Schwachsinn“, erwiderte die Frau, „aber für Euch ist es Fakt, dass ein Gekreuzigter von den Toten auferstanden ist.“

Sophie hat geträumt, sie sei ein Toastbrot gewesen.
Man nahm sie aus der Tüte, und Sophie war allein.
Dann steckte man sie in den tiefen Brotschlitz.
Von allen Seiten Flammen!
„Ich will hier raus“, schrie sie, „Es ist zu heiß. Überall Flammen!“
Doch unerschütterlich und unbarmherzig zerrten die Flammen an ihrer Kruste.
Nach langer Zeit spuckte sie der Toaster aus.
Sophie schrie und wachte schweißgebadet auf, ohne Bräune und Brandverletzungen.
Bei diesem Traum handelt es sich eindeutig um einen diabolisch-intruierten Inhalt.
Wie käme ein Kind auf so einen Traum?
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Der Theologe Hans Küng hat die katholischen Bischöfe zur Rebellion gegen den Papst aufgerufen.
Dass der vatikanische Oberhirte die katholische Kirche den Gläubigen entfremdet, ist jedem bekannt.
Auf die vom Papst „angeregte“ Annäherung an die Protestanten ist eine Negation von dem geworden, was es sein sollte.
Der katholische Kirche laufen die Mitglieder weg, weil die vatikanische Oberschicht sich von den Gläubigen durch realitätsverweigernde und realitätsferne Vorschriften und Taten „hervorhebt“, anstatt auf sie zuzugehen.
Man denke – „aktuell“ – an den Umgang der Kirche mit den Kinderschändung‑ und Misshandlungsfällen durch katholische Priester.
Im Kloster Ettal wurde u.a. auch zwischen 1960 und 1990 Kinder geschändet. Niemand hatte angeblich etwas gewusst.
Irgendwann kam alles heraus und die Kirche „half“ aufzuklären.
Heute wurde bestätigt, auch von vatikanischer Seite, dass die Ordensoberen „korrekt“ gehandelt hätten. Es war also „in Ordnung“, dass – obwohl sich nachher herausgestellt hatte, dass die Ordensoberen doch etwas von den Kinderschändungen und –misshandlungen gewusst hatten – nichts gemeldet wurde.
Mit dieser Haltung entfernt sich die Kirche noch mehr von den Gläubigen.
Hans Küng sagte treffend dazu: „Obwohl die Bischöfe gegenüber dem Papst einen Gehorsamseid geschworen haben, sollten sie doch wissen, dass uneingeschränkter Gehorsam nie einer menschlichen Autorität, sondern Gott allein geschuldet ist“.
Amen!



























