Laizismus

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„Mache immer das Beste aus Deinem Leben.
Für das Schlechte sorgen schon die Anderen.“

Nur zur Information!
Das im „Neuen Testament“ erwähnte „Letzte Abendmahl“ fand an einem Donnerstag statt.
  

 

Das oben gesehene Bild ist gemeinfrei, weil die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Nach langer Diskussion wurde nun die Richtline 12.1 des Deutschen Pressecodex‘ geändert.

In der Richtlinie wurde beschrieben, wie laut Pressecodex Ziffer 12 – Diskriminierungen – verfahren werden sollte.

Die neue Version vom 22.3.2017 revidiert die Nichtnennung von Ethnien, Religionen etc. dahingehend, dass dem Redakteur bzw. Journalisten obliegt, dies zu nennen oder nicht.
Wörtlich heißt es nun:

In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Dies ist eine kleine, aber immerhin wichtige Änderung, da es sehr viel von der „Öffentlichkeit“ bezüglich des Verschweigens gab.

Roll over Beethoven

„Geht die Magd zum Maskenball, ist wahrscheinlich Karneval.“

Roll over Beethoven

„Wo sind die Zeiten, als sich die Leute noch sonntags ausruhten statt montags?“

Roll over Beethoven

„Das einzige Land, das keine Geburten im Jahre 1983 verzeichnete, war der Vatikan.“

Roll over Beethoven

„Was die Raupe ‚Ende der Welt‘ nennt, nennt der Rest der Welt ‚Schmetterling‘.“

Laotse

Paragraphen Männchen Deutschland

In Köln hat gestern eine Pro-Erdogan-Demo stattgefunden.
Im Vorfeld gab es schon Querelen, da der türkische Möchtegern-Sultan meinte, er dürfe zu seinen „Untertanen“ per Videoleinwand live reden. Dies wurde vom Verfassungsgericht allerdings nicht genehmigt.
Nun bestellt die türkische Regierung den deutschen Botschafter ein, weil sie beleidigt ist, dass die Video-Live-Schaltung nicht stattgefunden hatte.
Und wie immer verlangt man eine „befriedigende Stellungnahme“ der deutschen Regierung.
Immer noch nicht haben Erdogan und seine Vasallen begriffen, dass es in eine Trennung von Regierung und Justiz gibt und dass die Justiz unabhängig ist und nicht wie in der Türkei der Regierung hörig bzw. weisungsgebunden und rechenschaftspflichtig ist.

Was uns schon seit Längerem ärgert, ist dass die Regierung Erdogan meinte, Deutschland habe zu springen, wann sie will. Wenn Deutschland – oder die Europäische Union – dies nicht tut, wird gemault und dann gedroht, mit der Auflösung des Grenz-Deals.

Man fragt sich als deutscher Patriot, warum Erdogan in Deutschland sich nicht nur einmal selbst inszenieren durfte oder warum Türken – von denen der Großteil die sog. „Doppelstaatsbürgerschaft“ besitzen – in Deutschland zu den Urnen gehen dürfen, wenn in der Türkei Parlaments‑ oder Regierungswahlen sind.
Diesen Stumpfsinn gibt es in keinem anderen Staat außer Deutschland.

Politiker schrien kurz vor der genehmigten (!!!) Demo, dass regierungshörige Türken in Deutschland bloß nicht auf die Idee kommen sollten, die Querelen der Türkei nach Deutschland zu verlegen. Muhterem Aras, Landtagspräsidentin von Baden-Württemberg, forderte die deutschen moslemischen Verbände auf, sich eindeutig von der menschenfeindlichen Politik der Erdogan-Regierung zu distanzieren und sich zum Grundgesetz zu bekennen.
Andere bliesen weiter in diese Hörner. Wenn in Deutschland lebende und aufgewachsenen Türken die Regierung in der Türkei unterstützen wollen, können sie das gerne in der Türkei tun. Ein Hineinziehen Deutschlands in die türkischen Querelen darf es nicht geben.
Ebenso darf sich Deutschland die Einmischung der Erdogan-Vasallen bzw. –Regierungsmitglieder nicht (mehr) gefallen lassen.

Unser Land – Unsere Regeln!

Und diese Regeln sind die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Wer das nicht versteht oder verstehen will, hat in dieser Regierungsform nichts zu suchen und soll dort hingehen, wo das vorherrscht, was er sich erträumt.

In Deutschland gibt es eine deutliche Trennung von und Staat, auch wenn dies nicht explizit im Grundgesetz steht.
Wer meint, er müsse die und die damit verbundene Pseudotoleranz bzw. Pseudoakzeptanz in den Vordergrund stellen, hat unsere Grundordnung nicht verstanden.
Im Vordergrund steht bei uns der Staat, alles andere ist untergeordnet, wie z. B. die Religion.
Dies alles sollten der „Sultan vom Bosporus“ und seine Marionetten begreifen.

Deutsche Politiker sollten auch nicht im Nachhinein schimpfen, sondern sich vorher öffentlich positionieren. Anscheinend will „man“ das aber nicht.
Diplomatie hilft nicht weiter, nur .
Dann bestellt man eben mal den türkischen Botschafter ein und macht ihm eindeutig klar, dass wir eine Einmischung nicht dulden und es auch keine „Rechtfertigung“ geben wird.

Aber „unsere“ Politiker sind nur Speichellecker in einer globalen Inszenierung!

Talkshow Sabine Dietmar Superfliege Syntronica Glühwürmchen Herzbeben

Wenn man wie ich als Journalist arbeitet, ist man der Wahrheit und der Objektivität verpflichtet.

Wir Journalisten werden ja immer in einen Topf geworfen, und man schimpft uns die „Kampfpresse“ oder schlimmer noch die „Lügenpresse“.
Ich möchte ein Beispiel geben, was guter und was schlechter ist.

Vor ein paar Wochen bekam ich etwas „gesteckt“.
Es ging um ein Thema, das nicht wirklich mein Bereich ist – und Tierversuche.
Problem – Ich schreibe im Metier Astrophysik, „ von Pseudo-Wissenschaften“ sowie Evolution.

Ein Student, nennen wir ihn Mike*, erzählte mir, dass er im Rahmen seiner Nebentätigkeit mit Mikroplastik arbeite.
Die chinesische Regierung ist an dem Projekt beteiligt und sein Mentor Jing* lässt ihn Versuche mit Fischen machen.
Die Fische werden ausgebrütet und kommen dann in ein Verhaltensbecken, in dem sich Chemikalien befinden. Nach 120 Stunden werden die Fische dann getötet, sesziert, untersucht und das Ergebnis dokumentiert.
Die Versuche werden mit verschiedenen Chemikalien wiederholt.

Mike arbeitet auch sonntags, weil laut ihm die Fischen nach 120 Stunden getötet werden müssen, weil es sonst als Tierversuch gelte.

Das stieß mir auf und ich recherchierte im , fand aber nichts mit 120 Stunden in den Gesetzen wie Tierversuchsgesetze, Tierschutzgesetze etc. pp.

Diskussionen mit Tierschützern, Tierärzten etc. brachten auch nichts.
Mir schwebten die Bilder der armen Tiere vor Augen und diese Aussage: „Wenn wir die Fische innerhalb 120 Stunden töten, gilt es de jura nicht als Tierversuch.“

Es hört sich also erstmal so an:
„Die Chinesen umgehen das Tierschutzgesetz.“

Das wäre ein Hammer!

Die Recherche brachte wie gesagt nichts und mir kam in den Sinn, dass Jing Mike’s Gutgläubigkeit und Naivität ausnutzte.
Mir taten auch die Fische leid.
Laut TierSchuG müssen Versuche angemeldet und genehmigt werden, bei denen Tieren Leid, Schmerz u.ä. zugefügt wird.

Ich schrieb daraufhin nochmals mehrere offizielle Stellen an, Tierschutzbeauftragte, Tierärzte usw.
Keiner konnte etwas bestätigen, niemand kannte irgendwas mit 120 Stunden.
Ich begann daraufhin, das TierSchuG näher anzuschauen.
Die ganze Sache galt für Wirbeltier, Kopffüssler und Weichtiere. Fische waren also drin.
Dann fiel mir eine Stelle auf, dass Tiere fähig sein mussten, sich selbstständig zu ernähren.
Das könnte der Punkt sein.

Ich wandte mich nochmals an eine Ärztin, die mir zweimall zurückgemailt hatte und wissen wollte, wie es weiter ginge.
Wir diskutierten über Stadien von Fischen, wann ein Fisch selbstständig essen könne.
Dann stolperte ich über das sog. „Tierversuchsanordnungsgesetz“ und einige EU-Richtlinien.
In einer Beurteilung der Rasse Zebra-Bärblingen in Tierversuchen stand:

“As per Article 1(3)(a)(i) of Directive 2010⁄63/EU (EU 2010) on the protection of animals used for scientific purposes, live nonuman vertebrate animals including independently feeding larval forms are covered by its scope. According to the description of OECD TG236, the zebrafish embryos are used until 96 h post-rtilisation. Zebrafish is generally not considered as being capable of independent feeding until five days post-fertilisation. This is confirmed by the Commission Implementing Decision 2012⁄707/EU (EU 2012b) on a common format on collection of information on the use of animals for scientific purposes in the EU states that „Fish should be counted from the stage of being capable of independent feeding onward. Zebrafish kept in optimal breeding conditions (approximately + 28°C) should be counted 5 days post fertilisation“.
Considering the foregoing, the embryos in question should not be considered as „independently feeding larval forms“within the meaning of the Directive and therefore the procedure, as far as the embryos are concerned, does not fall within its scope.”

Das war also die Lösung.

Die 120 Stunden, die Mike als „de jura“ deklariert hatte bzw. man ihm so mitgeteilt hatte, waren also falsch. Vielleicht hatte man es ihm einfasch so gesagt, um ihn ruhig zu stellen.

Also Entwarnung.

Ich dachte drüber nach. Mir taten die Fische-Embryos leid.
De jura und de scienta wurden Regeln festgesetzt.

Die „Kampfpresse“ hätte wohl etwas anderes daraus gemacht.
Illegale Tierversuche
Chinesische Regierung unterläuft Tierschutz.

Ich hoffe, ich konnte an einem Beispiel klar machen, was gute Pressearbeit (inklusive Sorgfalt) und was schlechte ist.

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Dieser Artikel ist auch bei Oximity erschienen

„Der Wahrheit und der Sorgfalt verpflichtet“

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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