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Falco: „Egoist“
Die ganze Welt dreht sich um mich
denn ich bin nur ein Egoist
der Mensch, der mir am nächsten ist
bin ich, ich bin ein Egoist
Ganz oben auf der Liste
ja da stehe ichDu mußt mir schon verzeih’n,
aber ich liebe mich
das obwohl ich überaus und
durchaus kritisch bin
hab ich den ganzen lieben langen Tag
nur mich im Sinn
Ich habe über meinem Bett
einen Spiegel angebracht
damit mein eig’nes Spiegelbild
mir meinen Schlaf bewacht
und ich will niemanden wollen
nein – ich will, dass man mich will
bis ich kriege, was ich brauche
halt ich niemals stillDie ganze Welt dreht sich um mich
denn ich bin nur ein Egoist
der Mensch, der mir am nächsten ist
bin ich, ich bin ein Egoist
Ganz oben auf der Liste
ja da stehe ichLiebe kommt von lieben
und ich fange bei mir an
und mit ein bisschen Glück
bist eines Tages du mal dran
ich gebe meinem Ego
täglich die spezielle Kur
nur meistens geb‘ ich mir gleich alles
und am liebsten pur … ganz pur
An jedem Tag an dem es mein Weltbild länger gibt
erkenne ich mich selbst
und ich bin neu verliebt
die Sterne schreiben meinen Namen
in das Firmament
damit er hell in Euren Augen brenntDie ganze Welt dreht sich um mich
denn ich bin nur ein Egoist
der Mensch, der mir am nächsten ist
bin ich, ich bin ein Egoist
Ganz oben auf der Liste
ja da stehe ichWas ist er denn
was hat er denn
was kann er denn
was macht er denn
was redet er dennwer glaubt er, das er ist?
Dieser Song gehört(e) wie „Der Goldene Reiter“ zur sog. „Neuen Deutschen Welle“, eine Welle deutschsprachiger Hits in den 1980er-Jahren.
Man hört ihn heutzutage noch ab und zu.
Hier den Song anschauen und anhören.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Joachim Witt: „Der goldene Reiter“
An der Umgehungsstraße kurz vor den Mauern unserer Stadt
steht eine Nervenklinik, wie sie noch keiner gesehen hat.
Sie hat das Fassungsvermögen sämtlicher Einkaufszentren der Stadt
und gehn‘ dir die Nerven durch, wirst du noch verrückter gemacht.Hey, hey, hey ich war der goldene Reiter
Hey, hey, hey ich bin ein Kind dieser Stadt
Hey, hey, hey ich war so hoch auf der Leiter
Doch dann fiel ich ab – ja dann fiel ich abAuf meiner Fahrt in die Klinik sah ich noch einmal die Lichter der Stadt
sie brannten wie Feuer in meinen Augen, ich fühlte mich einsam und unendlich schlappHey, hey, hey ich war der goldene Reiter
Hey, hey, hey ich bin ein Kind dieser Stadt
Hey, hey, hey ich war so hoch auf der Leiter
Doch dann fiel ab – ja dann fiel ich abSicherheitsnotsignale – lebensbedrohliche Schizophrenie
neue Behandlungszentren bekämpfen die wirkliche Ursache nie.Hey, hey, hey ich war der goldene Reiter
Hey, hey, hey ich bin ein Kind dieser Stadt
Hey, hey, hey ich war so hoch auf der Leiter
Doch dann fiel ich ab – ja dann fiel ich ab …
Dieser Song gehört(e) zur sog. „Neuen Deutschen Welle“, eine Welle deutschsprachiger Hits in den 1980er-Jahren.
Man hört ihn heutzutage noch ab und zu.
Joachim Witt hat eine neue Version vom „Goldenem Reiter“ 2008 eingespielt.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Ich lieb‘ den Herbst,
wenn’s stürmt auf dem Stoppelfeld.
Drachen, die steigen
bis hoch zum Himmelszelt.
Di dumm di da … di dumm di da …
Fortsetzung folgt …

Wir haben Ende Juli in den neuen Song „Irgendwo“ von Pur – erscheint vorrausichtlich am 21.08.2009 – hereingehört und uns darüber Gedanken gemacht.
Irgendwo
Sie reden auf Dich ein
Schauen in Dich rein
Sie geben Dir nen guten Rat
Ein wirklich gutgemeintes Attentat
Auf Deine Seele, die Gequälte
Die mit sich selbst nicht ins Reine kommt
Und prompt macht sie zu
Weil sie keiner versteht
Bis sie im Nebel versinkt
Und sich alles dreht
Völlig ausgeklinkt
Völlig überfüllt und doch so leer
So schwerRefraim:
Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Irgendwo
Irgendwo in dieser Welt
Liegt ein bisschen Glück versteckt
Und ich wünsch mir so
Ich hätts für mich entdecktDu bist auf der Flucht
Versteckt in der Sucht
Süchtig nach dem Leben
Anstatt es wieder selbst zu leben
Du willst weg hier
Durch die Hintertür
Doch sie lassen Dich nicht
Sie haben Recht damit
Wie ein Tritt wirkt das
Weil Du nicht mehr verstehst
Dass man Dir helfen will
Bevor Du durchdrehst
Du bist Dir zuviel
Du bist überfüllt
Und doch so leer
So schwerRefraim: Irgendwo …
Unsere Gedanken dazu:
„Die Philosophen haben die Welt verschieden interpretiert, doch es kommt darauf an zu verändern.“, hat ein großer Denker und Soziologe gesagt.
In dem Song von Pur sieht man nur das Interpretieren.
Eine Person wird gequält, getreten und man nötigt sie, ihr Leben so zu leben, wie andere es wollen.
Drüber singt Pur.
Diese Person weiß, dass sie die Hölle durchmacht, doch sie findet sich damit ab, in dem sie meint, es reiche zu wissen, dass es irgendwo Glück gibt. Sie ist nicht auf den Weg dahin, sondern träumt – „macht die Seele dicht“ – wie es in dem Song heißt. Sie erkennt ihre Situation, beklagt sich darüber – interpretiert ihre Welt – wie gesungen wird.
Sie gibt sich aber damit zufrieden, dass irgendwo draußen das Glück ist.
Dann schwenkt der Text um.
Die Person will raus, will nicht länger zwischen den Mahlsteinen leben.
Doch andere raten ihr, sie solle nicht gehen, weil irgendwo da draußen das Glück ist.
Sie wünscht sich so, sie hätte es entdeckt.
Außer den Träumen und Wünschen bewegt sich die Person aber nicht.
Sie wird ihr Glück niemals finden.
Sie muss die Mühlsteine verlassen und nicht hoffen, dass sie von alleine aufhören zu mahlen.
Wir haben den Song – wie oben erwähnt – schon Ende Juli probegehört und waren enttäuscht.
Wir hofften, dass vielleicht es etwas anders gemeint gewesen wäre, doch wir lagen mit unserer Einschätzung richtig, was ein Interview mit Pur bestätigte.
Hartmut Engler, Sänger von Pur, der vor kurzem in einer psychiatrischen Klinik eine (Alkohol‑)Entziehungskur gemacht hatte, beschrieb die Bedeutung des Songs.
Es sei manchmal so, dass man ausbrechen wolle, weil man es nicht mehr aushalte und weil man von allen Seiten Druck bekäme. Es sei auch so, dass man einen Schnitt machen wolle, um sein Leben zu ändern – Betonung auf „sein Leben“!
Dann müssten eben die, mit denen man zusammen durch die Zeit geht, die Handbremse ziehen und sagen: „Du hast zu funktionieren und Du machst gefälligst das, was man von Dir verlangt! Alle Andere hat Dich nicht zu interessieren. Du hast eine Aufgabe! Mehr nicht!“
Stellen wir uns eine Ehe vor, in der sich die Ehepartner nur noch angiften!
Die Frau sagt sich irgendwann, dass es keinen Sinn mehr habe, einfach so weiterzumachen und so zu tun, als sei alles im Lot.
Sie akzeptiert z. B. nicht mehr die Alkoholsucht des Mannes und hat ihn immer und immer wieder daraufhingewiesen, in Therapie zu gehen. Da der Mann nicht aufhört, Alkohol zu trinken, hat sie sich entschieden, ihn zu verlassen.
Laut „Irgendwo“ von Pur hat sie allerdings die Aufgabe, weiter zu funktionieren. Sie soll funktionieren, weiter funktionieren. Einfach ihren Teil in der Ehe weiter ausfüllen und die Alkoholsucht ihres Mannes weiter akzeptieren.
Weiter die Hölle durchmachen!
„Irgendwo in dieser Welt liegt ein bisschen Glück versteckt.“
Die Frau kann sich laut Pur glücklich schätzen, zu wissen, dass es irgendwo Glück gibt, es muss ja nicht ihres sein.
Das ist zynisch und entbiert jedem realistischem Denken!
Setzen – Sechs!
Es kann nur eine Lösung geben:

Ich lieb‘ den Sommer,
ich lieb‘ den Strand, das Meer.
Sandburgen bauen, keinen Regen mehr,
Eis essen, Sonnernschein.
So soll es immer sein.
Di dumm di da … di dumm di da …
Fortsetzung folgt …

Standesgemäß hören Bob und Bärbel – wie wir auch – Nightwish.
Schließlich gehören beide zu den Schaf-Angels …

(Das Logo der Schaf-Angels)

Beim „European Song Contest“ haben die Teilnehmer für Deutschland Platz 20 geholt.
Von 25 Teilnehmern!
Der Produzent der deutschen Teilnehmer, deren Name wohl in der Versenkung verschwinden wird, meinte: „Wir haben alles gegeben, mehr ging nicht. Das war eine Weltklasse-Show!“
Wenn das eine Weltklasse-Show war …

Ich lieb‘ den Frühling,
ich lieb‘ den Sonneschein.
Wann wir es endlich wieder wärmer sein?
Schnee, Eis und Kälte müssen bald vergeh’n.
Di dumm di da … di dumm di da …
Fortsetzung folgt …
Der Himmel ist blau
Und der Rest deines Lebens liegt vor dir
Vielleicht wär es schlau
Dich ein letztes Mal umzusehen
Du weisst nicht genau – warum
Aber irgendwie packt dich die Neugier
Der Himmel ist blau
Und der Rest deines Lebens wird schön
Du hast ein gutes Gefühl
Du denskt an all die schönen Zeiten
Es ist fast zu viel
Jetzt im Moment neben dir zu stehen
Du hast kein klares Ziel
Aber millionen Möglichkeiten
Ein gutes Gefühl
Und du weisst es wird gut für dich ausgeh’n
Der Himmel ist blau
Der Himmel ist blau
Die Welt gehört Dir
Was wirst du mit ihr machen
Verrat es mir
Spürst du wie die Zeit verrinnt
Jetzt stehst du hier
Und du hörst nicht auf zu lachen
Die Welt gehört Dir
Und der Rest deines Lebens beginnt
Der Himmelist blau …

























