Natur

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Roll over Beethoven

„Jeder Irrtum ist ein Schritt zur Wahrheit.“

Jules Verne

Chronisten aus dem Jahre 1222 erzählten von einem Kampf in den Südtiroler Dolomiten.
Wie in vielen Geschichten war der Modus Operandi der Neid, die Liebe und die Eifersucht sowie de Rache.
Viel mehr Verbrechen gab es zu der Zeit eigentlich auch nicht.

Der König von der Etsch, der leider nicht namentlich erwähnt wird, hatte zur Vermählung seiner Tochter Similde geladen. Jeder Adelige war eingeladen, nur nicht Zwergenkönig Laurin, der einen wunderschönen Rosengarten besaß. Dieser schlich inkognito zur Brautschau, verliebte sich in Similde, raubte sie und nahm sie mit in seinen Rosengarten.
Die beiden Hauptgünstlinge Simildes, Wittich und Hartwig, wandten sich an Dietrich von Bern.
Diese stürmten den Rosengarten und die Recken Dietrichs von Bern hatten erst Probleme, mit Laurin fertig zu werden, da dieser nämlich einen magischen Gürtel besaß, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh. Irgendwann verlor Laurin allerdings, weil der Zwölfmännergürtel wohl eher die Kraft von zwölf Zwergen verliehen hatte. Der Gürtel wurde im Kampf zudem auch noch zerstört.
Laurin hatte aber eine Überraschung in peto – die Tarnkappe.
Dietrich von Bern und seinen Recken gelang aber dennoch der Sieg, da Dietrich beobachtet hatte, wie sich Rosen, Sträucher und ähnliches bewegt hatten, die der unsichtbare Laurin gestreift hatte. Sie schlugen ihn und rissen ihn die Tarnkappe herunter.
Als Laurin aus seinem eigenen Rosengarten geschleppt wurde, um seine „gerechten Strafe“ – in dieser Zeit der Tod – zu bekommen, belegte er den Rosengarten mit einen Bann, dass dieser am Tag und in der Nacht für niemandes Auge sichtbar sein sollte.

Wir – Sabine, Edelfrau von Syntronica, und ich, Dietmar, Edelherr von Syntronica – erfuhren von dieser überlieferten und flogen mit unserem Ätherschff in die ganz frühe Antike des jetzigen Südtirols. Nach einigen Anläufen fanden wir den Rosengarten schließlich.
Es war nämlich so, dass Laurin zwar den Bann zu Tag und zur Nacht über den Rosengarten gelegt hatte, in seiner Frustration aber vergessen hatte, die Dämmerung zu erwähnen.

Wir hatten also nur immer kurz Zeit, den für einige Minuten sichtbaren Rosengarten zu erkunden. Angst machte sich in uns breit, denn wir wussten nicht, was passierte, wenn die Dämmerung zu Ende ging und wir uns noch dort aufhielten. Wir wollten es – ehrlich gesagt – auch gar nicht testen. Nicht dass wir auf ewig in der Zwielichtdimension eingeschlossen gewesen wären!

Wir überlegten uns, dass die Tarnkappe aus schwerer Baumwolle oder Leinen gewebt sein musste.
Eines Morgens in der Dämmerung gaben wir unserer holden Hündin Cora ein Stück alten Baumwollstoff und diesen Geruch sollte sie im Rosengarten suchen. Sie fand nichts.

Am gleichen Tag in der Abendröte probierten wir es mit schwerem Leinen – Linnen – und siehe da, Cora fand etwas. Es lag ziemlich am Rande, fast schon abseits des Rosengartens.
Die Zeit hatte Löcher gefressen, doch es funktionierte noch.
Wenn Sabine, Edelfrau von Syntronica, den Stoff auf dem Schoß liegen hatte, hatte sie keinen Unterleib mehr, doch die Löcher ließen etwas von ihren Beinen sehen.
Cora hatte sich ein Stück der Tarnkappe quasi als Belohnung verdient und tollte durch das Schiff herum. Sie hatte richtig Spaß mit ihrem unsichtbaren Spielzeug.
Es sah schon komisch aus. Ab und zu, wenn sie es in ihrem Schnäuzchen trug, war die Nase bedeckt und nicht zu sehen. Ein anderes Mal fehlte ihr ein Beinchen. Wir hatten richtig Spaß an der Freude unserer Hündin.

„Ich versuche, die Löcher zu stopfen“, sagte Sabine, Edelfrau von Syntronica, und begann. Es sah sehr lustig aus, denn ab und an verschwand ihre Hand, dann war sie weder da.
Es dauerte etwas länger als sonst mit der Stopferei, denn einen Stoff zu bearbeiten, den man nicht sieht, ist nicht so einfach.

Nachdem meine Gemahlin fertig war, hatte der ganze Stoff seine Unsichtbarkeit wieder zurückerlangt.
„Ich bin mir fast sicher, dass die Tarnkappe etwas größer geworden ist“, bemerkte sie, „aber der Stoff hat sich trotzalledem regeneriert. Ich probiere mal, was passiert, wenn ich außen etwas dranhäkle.“
Leider funktionierte dies nicht, denn man sah die Borde.
Von dem , dass sie innen etwas hinzugefügt hatte und dass der Stoff sich regeneriert hatte, entstand die Idee, innen Löcher zu schneiden und von innen heraus die Tarnklappe peu a peu zu vergrößern.
In der Zeit, wenn wir zwischen unseren Abenteuern ausruhten, arbeitet Edelfrau von Syntronica an der Tarnkappe.
Ich werkelte in der Werkstatt des Schiffes an einem Lauringlas und verschloss etwas behandelten Äther zwischen zwei Gläsern ein. So konnte man durch das „Laurin-Monokel“ die ansonsten unsichtbare Decke sehen. Oder besser gesagt, man konnte sehen, was sich darunter befand.

Irgendwann war der Stoff so groß geworden, dass wir unser ganzes Schiff damit bedecken konnten.
Für eine Zeitreise optimal, denn so konnte niemand das Schiff außer uns sehen.

© Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net

Heute wärest Du 77 Jahree alt geworden.

Du musstest am 9.6.2016 leider von uns gehen..

Roll over Beethoven

„Freudigkeit des Herzens, Mut und Ausdauer durch Prüfungen des Lebens sind die besten Güter.“

Karl Ⅰ. (1823 – 1891), König von Württemberg.

Edelherr und Edelfrau von Syntronica

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Roll over Beethoven

„Jede noch so weite Zeitreise endet in der Gegenwart.“

Gestern, Samstag, den 26.8.2017, trafen sich Steampunker beim „9. Offiziellen S-Team-Treffen“ in Sigmaringen im Prinzengarten.
Wir haben von dem netten „Stelldichein“ ein paar Fotos online gestellt.
Diese sind als erste in unserem Steampunk-Fotoalbum zu finden.

 

Roll over Beethoven

„Wenn Dir jemand Unrecht tut, sei geduldig.
Der Tag kommt, an dem jeder seine Rechnung begleichen muss.
Denn jeder erntet, was er sät.“

Roll over Beethoven

„Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird wie am Menschen.“

Leonardo da Vinci

„Joeline heißt jetzt Joe“, erzählte mir das achtzehnjährige Mädchen aus dem Fußballverein.
Auf mein Nachfragen erklärte es mir, dass Joeline zwar biologisch ein Mädchen sei, sich aber in ihrem Körper nicht wohlfühle und sich nun „umoperieren“ lassen wolle.
„Aber die Sache ist doch schon lange aktuell“, antwortete ich, „Ich wusste eben nicht, wer Joe ist. Aber Joe ist doch erst 17 und kann beziehungsweise darf das gar nicht entscheiden – noch nicht!“
Ich durfte mir anhören, dass Joe alias Joeline sich absolut sicher sei, ein Junge zu werden und die Eltern ihn oder sie unterstützten in der Sache.
So weit so gut.

Transsexuelle wie Joeline bzw. Joe gibt es einige, um mal nicht „viel“ zu benutzten. Umwandlungen Frau zum Mann gibt es wesentlich mehr als vom Mann zur Frau.

Transsexuelle, die sich einer „anpassenden Operation“ unterziehen wollen, müssen allerdings durch einen Psychologen begleitet werden, der u. a. auch beobachtet, ob Transsexuelle das Bewährungsjahr einhalten. Eine Frau, wie zum Beispiel Joeline, die ein Mann – Joe – werden will, muss sich mindestens ein Jahr in der neuen Rolle bewähren. Joeline muss dann mindestens ein Jahr lang als Junge durch die Welt gehen, sich so kleiden, auf Make-up verzichten und darf logischerweise nicht mehr bei der Damenfußballlmannschaft mitspielen.
Auf sowas und noch mehr wird geachtet. Die Krankenkassen übernehmen, wenn dann in der Regel die Operation, bei der der Körper „angepasst“ wird. Aus einem Teil des Oberarms von Joeline wird u. a. ein Penis für Joe geformt und „angenäht“. Die Brüste werden entfernt etc. Dazu kommt auch noch die Hormonbehandlung.
Dies lief mir durch den Kopf als ich mit dem Mädchen über „Joeline“ bzw. „Joe“ sprach.
Ich sprach kurz das Bewährungsjahr an, aber Joeline sah ja irgendwie immer aus wie ein Junge aus und zog sich auch so an.

„Was mir prekär erscheint, ist, dass Joeline in ihrem Bewährungsjahr bei Euch in der Mannschaft spielt“, sagte ich kritisch, bekam aber als Antwort: „Das ist nicht schlimm, weil wir sonst nicht die Mannschaft vollbekommen.“

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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