Artikel-Schlagworte: „Orthographie“

Wörter richtig zu schreiben, ist für viele nicht mehr so einfach.
Schwierig wird es auch, wenn man Fremdwörter benutzen will …
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So wird nicht geschrieben, sondern „permanent“.

Auch wenn es mit langem „i“ in der Mitte gesprochen wird, wird es nicht mit „ie“ geschrieben. Auch muss ein Bindungs-S zwischen „forum“ und „spez…“ stehen, um einen Bezug zwischen beiden herzustellen.
Richtig ist „forumsspezifisch“.
Es heißt auch nicht „nich“, sondern „nicht„.
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Man muss sich regⅰstrieren, nicht regestrieren.
Bei manchen Personen heißt es dann:


Ja, die Schule …
Und die Schüler, die aaarrrmen Schüler …
Im Radio war eine Diskussion über die Schulen. Im Vorspann wurden einige Schüler auf die Schule angesprochen.
Einer sagte etwas, was mir doch sehr zu denken gab:
„Das Schlimmste sind die Diktate. Da muss man immer sooo denken. Und dann kommt schon das nächste Wort.“
Muss man dazu noch etwas sagen?
Vorige Woche war ich bekanntlich in Bad Saulgau und habe in einem Hotel übernachtet.
Wenn man saubere Handtücher benötigt, braucht man die schmutzigen nur in die Dusche zu legen, und nach dem Reinemachen hat man neue.
Derjenige, der die Aufkleber, die in der Dusche/Bad zu finden sind (waren), hat mit der deutschen Sprache ein paar Problemchen.



Ich wünsche mir besseres Deutsch …
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„Die besten Geschichten schreibt das Leben“, sagt man.
Heute gab es wieder einen Beweis dafür …
Ich hielt mich in der Schreibwarenabteilung eines Discounters auf.
Eine Reihe weiter diskutierten ein Mädchen und die Mutter.
Das Quengeln des Mädchens war nicht zu überhören.
„Ich brauche aber einen neuen Füller“, quengelte das Mädchen.
„Nein“, entgegnete die Mutter, „du bekommst keinen neuen.“
Das Mädchen blieb am Ball und meinte bestimmend: „Doch, wenn ich ins Gymmi komme.“
„Auch dann nicht“, hielt die Mutter dagegen, „denn du hast erst vor kurzem einen neuen bekommen.“
Wie ging es wohl weiter?
Nach einigem Hin und Her erfuhr ich auch den „wahren Grund“, warum das Mädchen einen neuen Füller benötige.
Das Mädchen kommt bald ins Gymnasium. Da es dort laut dem Mädchen kein Unterrichtsfach „Rechtschreiben“ mehr gebe, bräuchte es einen neuen Füller, weil ja der Füller, den es momentan benutze, ein „Rechtschreibfüller“ sei.
„Du brauchst keine neuen, denn das heißt nicht Rechtschreibfüller, sondern Schreiblernfüller“, sagte irgendwann die Mutter.
Gut, das war auch nicht geistreicher.
Man fragt sich zu Recht, ob das Gymnasium für das Mädchen die richtige Schule ist.

Welche der Versionen ist korrekt?
Beide!
Es ist jedoch nicht so, dass nach der neuen deutschen Rechtschreibung beide Versionen abwechselnd erlaubt sind.
Denn „Leid tun“ (mit großem „L”) und „leid tun“ (mit kleinem „L”) haben verschiedene Bedeutungen.
Wenn man jemandem sein Mitgefühl ausdrücken möchte, benutzt man „leid tun“ (mit kleinem „L”), z.B. „Es tut mir leid, dass du verletzt wurdest.“
„Es tut ihm leid.“
Wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass jemandem ein Schaden zugefügt wurde, benutzt man „Leid tun“ (mit großem „L”). „Leid“ wird in diesem Sinn als Synonym für „Schaden“, „Schlechtes“ etc. benutzt.
„Er tat ihm ein Leid an.“ – „Er tut ihm Leid.“ (Er fügt ihm Schaden zu.)
„Es tut ihm leid.“ oder „Es tut ihm Leid.“ ?
Welche Variante korrket ist, hängt vom Kontext ab.
- Ein Mädchen fügt einem Jungen einen Schaden zu.
Daraus folgt: Es tut ihm Ⅼeid. (mit großem „L”) - Ein Junge zeigt dem Mädchen sein Mitgefühl.
Daraus folgt: Es tut ihm ⅼeid. (mit kleinem „L”)

High Tech ist Technik auf hohem Niveau.
Heute lag ein Werbeblättchen eines Mobilfunkpartners der Tageszeitung bei.
Dass „High Tech“ im Firmennamen „HaiTeq“ geschrieben ist, will ich mal als Kreativität durchgehen lassen.
Kreativität ist aber auch bei der grammatischen und orthografischen Gestaltung der Angebote sowie bei der Interpunktion angesagt.

In der deutschen Sprache ist im Prinzip alles geregelt.
Für die Syntax und für die Grammatik gibt es bestimmte Regeln.
Und wenn die nicht greifen, gibt es Ausnahmen, also „Ausnahmeregeln“.
Adjektive werden abhängig vom Casus des Substantivs dekliniert, d.h., dass ein Eigenschaftswort nach dem grammatikalischen Geschlecht des Hauptwortes gebeugt wird, z.B.: ein roter Stein (der Stein), eine rote Rose (die Rose), ein rotes Auto (das Auto).
Bei Farbadjektiven gibt es wieder Ausnahmen.
Farbadjektive, die nicht dem Deutschen entspringen und sich von einem Substantiv herleiten – Besonders bei Blumen gilt dies. – lassen, werden nicht dekliniert.
Der schöne Satz: „Er kaufte sich einen orangen Pullover.“ enthält also einen Fehler.
Es muss heißen: „Er kaufte sich einen orange Pullover.“
Das ist gewöhnungsbedürftig, aber grammatikalisch einwandfrei.
Das Farbadjektiv „orange“ ist nicht deutschem Ursprungs und leitet sich von „Orange“ (franz. für „Apfelsine”) ab. Es wird also nicht gebeugt.
Leute, denen das zu seltsam klingt, können eine besondere „Regel“ benutzen.
Wer sagt schon gerne: „Ich trug gestern eine umbra Hose mit einem orange Hemd, und meine Frau trug violett Schuhe und ein rosé Kleid dazu.“ ?
Man kann den Suffix „farben“ anfügen, wenn man meint, dass man sich irgendwie durch die „unbeugsamen Farbwörter“ durchkämpfen müsste, ohne dass es seltsam klingt.
„Ich trug gestern eine umbrafarbene Hose mit einem orangefarbenen Hemd, und meine Frau trug violettfarbene Schuhe und ein roséfarbenes Kleid dazu.“
Das hört sich zwar überladen an, aber wann benötigt man schon so einen Satz?
In einem Satz steht vielleicht ein „unbeugsames Farbadjektiv“.
Es gibt aber noch eine Möglichkeit des Kompromisses:
„Ich trug gestern eine Hose in Umbra mit einem Hemd in Orange, und meine Frau trug Schuhe in Violett und ein Kleid in Rosé dazu.“
Stilistisch ausgereift ist das auch nicht, aber man kann ja beide Varianten mischen.
„Ich trug gestern eine umbrafarbene Hose und einem Hemd in Orange, und meine Frau trug Schuhe in Violett und ein roséfarbenes Kleid dazu.“
Einige „unbeugsame“ bzw. „unveränderbare“ Farbadjektive:
- rosé/rosa
- violett
- lila
- oliv
- khaki
- umbra
- terracotta
- orange
- apricot

Die Eloquenz der deutschen Sprache, Edmund Stoiber, hat heute seine letzte Rede als Parteivorsitzender der CSU gehalten.
Die Zuhörer waren fasziniert, was die große deutsche Zeitung deren Name einem roten Rechteck zu lesen ist, schrieb.

























