Artikel-Schlagworte: „Orthographie“

Es ist gut fürs Geschäft, wenn man mit der Zeit geht …

In einer Snack-Bar kann man auch verschiedene Sorten von Kaffee bekommen:

kaffe-cappuchino

Mit der Zeit gehen, heißt auch, genau so viele Fehler zu wie die -Generation.
Ob PISA-Rechschreibung „in“ ist, weiß ich nicht, aber die PISA-Rechtschreibung ist zumindest eins …

In aller Munde!

Fremdsprachen sind ja nicht so einfach …

Anglizismen haben Einzug in die deutsche Sprache gehalten, aber auch Gallozismen bzw. Francozismen.
Im Deutschen gibt es aber auch viele Fremdwörter, die wir täglich benutzen und von denen wir nicht mal wissen (ahnen), dass sie aus einer anderen Sprache stammen. Es gibt auch Fremdwörter, für die es kein entsprechendes deutsches Wort gibt, z.B. „Musik“.

Durch die Benutzung von vielen Fremdwörter kann man sich einen (pseudo‑) internationalistischen Anstrich geben.

Kann man, wenn man die Bedeutung der Fremdwörter wirklich kennt.

Manchmal passieren aber auch Fehler, vor allem beim .
Man benutzt dann gerne Anglizismen, ab und zu auch Francozismen.
Beim Sprechen kaum ein Problem, aber beim Schreiben greift man dann daneben.

Das französische Wort „lait“ für Milch – „café au lait“ für Milchkaffee – hört sich fast so an, wie das englische Wort „late“ (spät).

So konnte es wohl passieren, dass einem Tassen-Designer dies passiert ist.

Café au LATE

Wolf im Schafspelz
Der Apostroph

Der Apostroph zeigt an, dass in einem Wort ein oder mehrere Buchstaben ausgelassen worden sind (vgl. aber K 16). In vielen Fällen können die Schreibenden selbst entscheiden, ob sie einen Apostroph setzen wollen oder nicht (vgl. K 14).

aus: Duden – Die deutsche Rechtschreibung, 24. Aufl.

Der Apostroph wird auch benutzt, wenn der Genitiv in einem Wort nicht bzw. schwer ersichtlich ist, wenn dieses mit einem S, einem Z oder einem ß endet.

Die Katze von Familie Schmitz → Schmitz‘ Katze
Der Hund von Lars → Lars‘ Hund
Das Haus von Familie Maß → Maß‘ Haus

Neuerdings darf man den Apostroph aber auch wie im Englischen benutzen, um Besitz anzuzeigen.

Das Auto von Otto → Otto’s Auto (besser: Ottos Auto)
Das Auto von Martin → Martin’s Auto (besser: Martins Auto)

Was sich aber auch eingebürgert hat – vor allem im restringierten Sprachkode – ist die Benutzung des Apostrophs als „Ausschmückung“, und das nicht nur, wenn ein Wort mit S endet.

Schlemmer-Imbiss‘ (richtig: Schlemmer-Imbiss)
Zwei Spiele-Sets‘ (richtig: Zwei Spiele-Sets)

Aber auch mitten im Wort kann man sowas finden, wobei aber auch nicht immer ein S, ein Z oder ein ß daran beteiligt sein muss.
Anscheinend will man sich einen pseudoenglischen bzw. pseudointernationalen „Anstrich“ geben.

snips-el

backuppen

liebe-enttaeuschung

Die Rechtschreibung ist aber mehr als enttäuschend.

Wolf im Schafspelz

Wörter richtig zu , ist für viele nicht mehr so einfach.

Schwierig wird es auch, wenn man Fremdwörter benutzen will …

permenent
So wird nicht geschrieben, sondern „permanent“.

spezifiesc
Auch wenn es mit langem „i“ in der Mitte gesprochen wird, wird es nicht mit „ie“ geschrieben. Auch muss ein Bindungs-S zwischen „forum“ und „spez…“ stehen, um einen Bezug zwischen beiden herzustellen.
Richtig ist „forumsspezifisch“.
Es heißt auch nicht „nich“, sondern „nicht„.

regestrierte
Man muss sich regstrieren, nicht regestrieren.

Bei manchen Personen heißt es dann:

scheitern-am-denken

Der Hofnarr - Kurioses aus der Welt

Ja, die Schule …

Und die Schüler, die aaarrrmen Schüler …

Im Radio war eine Diskussion über die Schulen. Im Vorspann wurden einige Schüler auf die Schule angesprochen.
Einer sagte etwas, was mir doch sehr zu denken gab:

„Das Schlimmste sind die Diktate. Da muss man immer sooo denken. Und dann kommt schon das nächste Wort.“

Muss man dazu noch etwas sagen?

Vorige Woche war ich bekanntlich in Bad Saulgau und habe in einem Hotel übernachtet.

Wenn man saubere Handtücher benötigt, braucht man die schmutzigen nur in die Dusche zu legen, und nach dem Reinemachen hat man neue.

Derjenige, der die Aufkleber, die in der Dusche/Bad zu finden sind (waren), hat mit der deutschen Sprache ein paar Problemchen.

toilette-wuensche-sie
roter-blitz
wuensche sie320

Ich wünsche mir besseres  …

fueller2-berwis-pixelio-syntronica-joker

„Die besten Geschichten schreibt das Leben“, sagt man.
Heute gab es wieder einen Beweis dafür …

Ich hielt mich in der Schreibwarenabteilung eines Discounters auf.
Eine Reihe weiter diskutierten ein Mädchen und die Mutter.
Das Quengeln des Mädchens war nicht zu überhören.

„Ich brauche aber einen neuen Füller“, quengelte das Mädchen.
„Nein“, entgegnete die Mutter, „du bekommst keinen neuen.“
Das Mädchen blieb am Ball und meinte bestimmend: „Doch, wenn ich ins Gymmi komme.“
„Auch dann nicht“, hielt die Mutter dagegen, „denn du hast erst vor kurzem einen neuen bekommen.“

Wie ging es wohl weiter?

Nach einigem Hin und Her erfuhr ich auch den „wahren Grund“, warum das Mädchen einen neuen Füller benötige.
Das Mädchen kommt bald ins Gymnasium. Da es dort laut dem Mädchen kein Unterrichtsfach „Rechtschreiben“ mehr gebe, bräuchte es einen neuen Füller, weil ja der Füller, den es momentan benutze, ein „Rechtschreibfüller“ sei.

„Du brauchst keine neuen, denn das heißt nicht Rechtschreibfüller, sondern Schreiblernfüller“, sagte irgendwann die Mutter.

Gut, das war auch nicht geistreicher.

Man fragt sich zu Recht, ob das Gymnasium für das Mädchen die richtige Schule ist.

tafel-leidtun

Welche der Versionen ist korrekt?

Beide!

Es ist jedoch nicht so, dass nach der neuen deutschen Rechtschreibung beide Versionen abwechselnd erlaubt sind.
Denn „Leid tun“ (mit großem „L”) und „leid tun“ (mit kleinem „L”) haben verschiedene Bedeutungen.

Wenn man jemandem sein Mitgefühl ausdrücken möchte, benutzt man „leid tun“ (mit kleinem „L”), z.B. „Es tut mir leid, dass du verletzt wurdest.“
„Es tut ihm leid.“

Wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass jemandem ein Schaden zugefügt wurde, benutzt man „Leid tun“ (mit großem „L”). „Leid“ wird in diesem Sinn als Synonym für „Schaden“, „Schlechtes“ etc. benutzt.
„Er tat ihm ein Leid an.“ – „Er tut ihm Leid.“ (Er fügt ihm Schaden zu.)

„Es tut ihm leid.“ oder „Es tut ihm Leid.“ ?

Welche Variante korrket ist, hängt vom Kontext ab.

  • Ein Mädchen fügt einem Jungen einen Schaden zu.
    Daraus folgt: Es tut ihm eid. (mit großem „L”)
  • Ein Junge zeigt dem Mädchen sein Mitgefühl.
    Daraus folgt: Es tut ihm eid. (mit kleinem „L”)

Wolf im Schafspelz

High Tech ist Technik auf hohem Niveau.

Heute lag ein Werbeblättchen eines Mobilfunkpartners der Tageszeitung bei.
Dass „High Tech“ im Firmennamen „HaiTeq“ geschrieben ist, will ich mal als Kreativität durchgehen lassen.

Kreativität ist aber auch bei der grammatischen und orthografischen Gestaltung der Angebote sowie bei der angesagt.

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