Artikel-Schlagworte: „Orthographie“
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Bei einem Kurs, in dem in die Textverarbeitung Microsoft Word eingeführt wurde, erklärte die Dozentin, wie man u.a. mittels der Fomat-Symbolleiste Textpassagen fett, kursiv oder unterstrichen formatieren kann.
Sie fuhr mit der Computermaus über die entsprechenden Symbole.

„Wenn Sie etwas fett formatieren möchten“, sagte sie, „klicken Sie auf das ‚F‘!“.
Ein Teilnehmer kommentierte: „‚F‚ wie ‚ⅴerändern‘.“

Seitdem die neue deutsche Rechtschreibung abgesegnet ist, wundert man sich nicht mehr wirklich über skurrile Schreibungen von Wörtern.
Von einer Reform der Rechtschreibung kann man nicht sprechen. Es ist eher ein devolutionärer bzw. degenerativer Prozess.
Weil die PISA-Schüler zu dumm sind, die Rechtschreibung zu beherrschen, wurde die Rechtschreibung „vereinfacht“. Damit ist gesagt, dass es nun mehr Spielraum für die Schreibung von Wörtern gibt.
Wer also zu dumm ist, zu verstehen, warum bzw. dass man „kennenlernen“ vor der „Rechtschreibreform“ zusammenschrieb, kann nun auch „kennen lernen“ oder „kennenlernen“ schreiben.
Es geht nicht darum, dass es mehrere Regeln gibt, und dass man nicht eindeutig sagen kann, warum Begriffe zusammen oder getrennt geschrieben werden müss(t)en, sondern darum, dass die Schreibenden es „einfacher“ haben.
Es geht also gar nicht darum, dass man die Schreibung von Wörtern beherrscht, sondern dass man einen großen Spielraum hat, wie man etwas schreiben kann bzw. möchte.
Eine neue „Mode“ scheint es zu sein, zusammengesetzte Wörter auseinander zu schreiben.
In einem Internet-Forum fand ich den Satz „Ich habe eine Frage zur Rückgängig Funktion.“.
Mal davon abgesehen, dass die Funktion nicht so heißt, stößt mir auf, dass schon ein Fehler in „… Rückgängig Funktion …“ auftaucht.
Die „Rückgängig Funktion“ ist eindeutig ein Wort.
Schon immer – nicht erst seit der neuen deutschen Rechtschreibung – schreibt man es so: „Rückgängigfunktion“.
Damit man kontextueller lesen und verstehen kann, kann man auch „Rückgängig-Funktion“ schreiben. Die darf man laut neuer deutscher Rechtschreibung (Ermessensspielraum).
Zusammen‑ und Auseinanderschreibung sind Stiefkinder der PISA-Generation.
Zusammengesetzte Wörter werden – Das sagt eigentlich schon der Begriff. – zusammengeschrieben. Zur besseren Verständlichkeit kann man zusammengesetzte Wörter auch mit einem Bindestrich verbinden.
Ein schönes Beispiel habe ich im Duden-Newsletter gesehen.
Es ging um das Wort „Streikende“.
Der Streikende ist jemand, der sich im Streik befindet.
Wenn der Streik zu Ende ist, ist dies das Streikende.
Der Satz „Der Streikende streikte bis zum Streikende.“ ist zwar schön, aber hier sollte man der Übersicht halber und der Verständlichkeit wegen „Der Streikende streikte bis zum Streik-Ende.“ schreiben.
Im PISA-Dunkel-Deutsch hieße dies bestimmt „… bis zum Streik Ende.“
Gute Nacht, Deutsch Land!
Seit Einsteins Entdeckung ist alles relativ.
Seit der PISA-Studie ist alles noch relativer, vorallem die Rechtschreibung …

DREIZEHN (13) Fehler in so einem kleinen Text ist rekordverdächtig oder einfach nur krank – kopfkrank.

Fremdwörter sind überall zu finden, doch deren korrekter Gebrauch ist nicht immer so einfach.
Es gibt viele Personen, die Fremdwörter benutzen, um sich damit zu profilieren bzw. sich von anderen abzuheben.
Wenn man sowas tut, sollte man aber aufpassen, was man sagt.
Neulich aufgeschnappt in der Diskussion:
„Es spielt im Prinzip keine Rolle, ob ein Produkt preisgünstig ist oder ob es ein Qualitativprodukt ist.“
Passen Sie also auf bei der Benutzung von Fremdwörtern auf, dass diese Sie nicht in die Patrouille bringen …

„Buenos diaz, mi cariño“, las ich in der SMS als morgendliche Begrüßung.
Da die Frau, die mir vor einigen Monaten gegenüber am Tisch gesessen hatte, von sich sagte, dass sie perfekt Spanisch spreche und sie mir beim Spanischlernen helfen wolle, hatte ich mich, da bei der ortsansässigen VHS gerade Semesterbeginn war, in einen Spanisch-Anfängerkurs eingeschrieben.
Irgendwann wollte ich sowieso mit Spanisch anfangen und warum sollte es nicht zu jenem Zeitpunkt sein?
Da die Grammatik der spanischen Sprache die der französischen sehr ähnlich ist, kam ich – auch dadurch bedingt, dass ich ein sehr guter Autodidakt bin – sehr gut und sehr schnell voran. Ich kaufte mir Bücher über spanische Grammatik u.ä. und brachte mir neben dem VHS-Kurs auch einiges selbst bei.
So konnte ich – die Grammatikbücher zur Hilfe nehmend – sehr häufig in Spanisch gehaltenen SMS einigermaßen korrekt beantworten.
Ich lernte von ihr.
Das dachte ich.
Noch!
Irgendwann – ich hatte die vierte oder fünfte, vielleicht auch sechste Spanischstunde hinter mir – bekam ich ein Lob von der Perfekt-Spanisch-Sprechenden. „Du sprichst ja schon super Spanisch und kannst hervorragend formulieren“, schrieb sie in einer SMS.
Während eines Telefonats, in dem wir auch einige Brocken Spanisch sprachen, bedankte ich mich für das Lob. Sie unverhofft kleinlaut, dass ich sogar besser Spanisch spräche als sie. Auf Nachfrage gab sie zu, dass sie – die Perfekt-Spanisch-Sprechende – nur zwei Abende beim Spanischkurs gewesen sei und sich dann sporadisch Spanisch mittels eines 30-Tage-CD-Kurses beigebracht habe. Und dies sei schon über zehn Jahre her und sie habe seitdem so gut wie nicht mehr Spanisch gelernt bzw. gesprochen.
Sie wurde zusehendst neidisch auf meine „Lernerfolge“, was ich aber nicht verstehe.
Von da an ging sie dazu über, SMS wieder auf Deutsch zu schreiben.
In einem Internet-Forum, in dem sie auch vehement behauptet, sie und ich hätten uns, niemals – auch am 12.8.2006 nicht – real getroffen (Warum behauptet sie dies überhaupt. ohne danach gefragt geworden zu sein?), und es existiere kein Foto, auf dem wir beide zu sehen seien, betätigt sie sich als große Spanischlehrerin, die den totalen Durchblick hat.
Die Kurzlektionen sind von sehr vielen (mir wohl bekannten) Fehlern – u.a. werden falsche Personalpronomen angegeben bzw. welche ausgelassen – gespickt.
Wie lange wird es wohl dauern, bis die „Schüler“ besser als die „Lehrerin“ sind?
Bei einer „Job-Plus-Maßnahme“ wird ja bekanntermaßen viel Wert auf Rechtschreibung gelegt.
Die, die sich für die Rechtschreibgurus wurden – wie bereits berichtet – entthront.
Aber das hätte nicht sein müssen, sie haben es auch selbst getan.
Dieses Foto wurde auf der Herrentoilette geschossen und zeigt, wie gut die selbst ernannten Rechtschreibgurus die Rechtschreibung beherrschen.

„Deutsche Sprache, schwere Sprache“, sagen viele Ausländer (politisch korrekt: „Mitbürger ausländischer Herkunft“ oder „Menschen mit Migrationshintergrund”), wenn sie unsere Sprache erlernen.
Dies gilt allerdings nicht nur für Ausländer, sondern auch für Inländer, also Deutsche (politisch korrekt : „Menschen ohne Migrationshintergrund”), wie dieses Foto, das ich auf dem ortsansässigen Wochenmarkt geschossen habe, beweist.

Es handelt sich hier um drei Fehler.

Bei einer „Job-Plus-Maßnahme“ wurden – wie bereits berichtet – Tests und ein Diktat geschrieben.
Man sollte natürlich annehmen, dass die Trainer bzw. Dozenten zumindest der deutschen Sprache mächtig sind.
Mitnichten!
Und mit Neffen auch nicht!
Vor einem Diktat fragte ein Kursteilnehmer, ob für das Diktat die aktuelle Rechtschreibung gelte. Die Dozentin bestätigte dies.
Als nun die Lösung besprochen und Wörter auf die Tafel geschrieben wurden, fragte eben jener Kursteilnehmer, warum „Pommes frites mit Mayonnaise“ denn nun falsch sei und „Pommes frites mit Majonäse“ richtig.
Die Dozentin meinte, dass es laut der neuen Rechtschreibung „Majonäse“ zwingend notwendig sei, die eingedeutschte Art zu schreiben.
Der Kursteilnehmer legte Veto ein, indem er sagte, dass die neue Rechtschreibreform – gültig ab 2006 – rechtschreibungstoleranter sei.
Dem Kursteilnehmer stieß auch auf, dass die Schreibweise „kennenlernen“ angeblich falsch und laut Dozentin „kennen lernen“ (zwei Worte) richtig sei.
Ebenso intervenierte er bei der angeblich einzig richtigen Schreibweise „Bestellliste“, da er sich sicher sei, dass „Bestell-Liste“ genauso richtig sei.
Die Dozentin stellte sich stur und spielte mal wieder ihre Arroganz aus, und der Kursteilnehmer konnte sich nicht wehren, weil er nur einen nicht aktuellen elektronischen Duden bei sich hatte.
Zu Hause schaute er in seinen neuen Duden vom August 2006 – den aktuellen – und stellte fest, dass die Dozentin unrecht hatte.
Laut aktuellem Duden gab es tatsächlich eine höhere Toleranz bei der Schreibweise.
So ist z.B. sowohl „kennenlernen“ als auch „kennen lernen“ korrekt. Das Gleiche gilt für „Mayonnaise“ und „Majonäse“ sowie für „Bestellliste“ und „Bestell-Liste“.
Der Kursteilnehmer drückte der Dozentin am nächsten Morgen den aktuellen Duden in die Hand, was ihr nicht wirklich beliebte.
In der Pause saß die Dozentin im sog. Lehrerzimmer und die Tür stand einen Spalt offen.
Was konnte man sehen?
Die Dozentin korrigierte die am Vortag geschriebenen Diktate und schaute sehr oft in den Duden – Ausgabe August 2006.

























