Artikel-Schlagworte: „Realitätsverlust“

Wir leben in einer Pornogesellschaft.
Früher hieß es: „Gehen wir zu dir oder zu mir?“
Heute heißt es: „Gehen wir zu dir oder machen wir es gleich hier?“
Die Jugendlichen wissen noch genau, welche Stellung sie wann mit wem durchgeführt haben und in welcher Reihenfolge, doch wenn man sie fragt: „Macht Küssen schwanger?“, antworten sie: „Ja!“.

Und der Mittwoch war ein Donnerstag.
Und der Montag ein Dienstag und alle Tage waren verlogen, weil sie keine Tage der Arbeit waren.
Zweifle nie an der Intelligenz Anderer!
Schon gar nicht an unserer!
Hochmut und Arroganz
zielen auf soziale Distanz.
Hochmut kommt vor dem Fall.
Altes Sprichwort, Quelle: Bibel, Spr 16,18

Manchmal hat man im Straßenverkehr ja nichts außer Aufpassen zu tun …
Die Schwaben hupen im Straßenverkehr ja wegen jeder Kleinigkeit.
So dachte ich, dass ich mal jemanden mit Hupen ärgern sollte.
Ich stand an der Ampel und trank etwas Mineralwasser. Links neben mir stand ein anderes Auto.
Wir hatten beiden wegen der hohen sommerlichen Temperaturen die Fenster offen.
Während ich trank, hupte ich und tat so, als wäre nichts geschehen.
Mein „Nachbar“ schaute erschrocken zu mir herüber.
Ich nahm scheinheilig meine Mineralwasserflasche vom Mund und fragte ihn lakonisch: „Hupst Du, weil ich Wasser trinke?“
„Ich habe nicht gehupt“, antwortete er wahrheitsgetreu, noch!
Ich spielte dominant und etwas aggressiv, drehte mich nach hinten, zu den Seiten, zuckte mit den Schultern und rief zu ihm herüber: „Wir sind hier die Einzigen an der Straßenecke. Meinst Du etwa, meine Flasche hupt?“
Und jetzt kam etwas „Sagenhaftes“.
Mein Ampelnachbar ließ sich durch mein dominantes Auftreten manipulieren und zweifelte an sich selbst.
„Ich habe mir gerade etwas aufgeschrieben“, sagte er kleinlaut, „Dabei muss ich wohl auf die Hupe gekommen sein. Tut mir leid!“
Richtig gelesen!
Er hat sich für etwas entschuldigt, was er definitiv nicht getan hat.

„Fang das Licht von einem Tag voll Sonnenschein!
Halt es fest, schließ es in deinem Herzen ein!“
(Karel Gott, tschechischer Sing-Sang-Philosoph)
Die Frage ist nur, ob das Licht als Funken im Oberstübchen landet.
Manche Leute des „realen Lebens“ wissen mehr über andere als über sich selbst.
So titulieren sich sich selbst als „Lebensberater“ bzw. Coaches und legen anderen dar, wie diese ihr Leben in den Griff bekommen soll(t)en, scheitern aber selbst an ihrem Leben.
Großartig angelegt „Programme der Lebenshilfe“ als Allheilmittel der eigenen gescheiterten Existenz und Unfähigkeit, sich zu bewegen und über seinen eigenen Tellerrand zu schauen!
Bei den Gesprächen zwischen dem „Coach“ und den Probanden erzählt der Coach, wie sehr doch alles gut werden kann, wenn man nur dem Beispiel des Coaches folgt.
Dem Coach, der es im realen Leben zu nichts gebracht hat, außer dass er Coach ist!
Der Coach selbst träumt von seinem besseren Leben und meint dadurch, dass er Coach ist, Ablass für seine Sünden der Unbeweglichkeit leisten zu können, ohne dass er aber über sich selbst nachdenkt.
Er verlangt von den Probanden Veränderung, schafft aber nicht ein Tickelchen Veränderung in seinem ihn unglücklich machenden Leben zu bewegen.
„Ich habe es auch geschafft“, sagt er es, „ich bin Coach.“
Aber was hat er geschafft?
Nichts!
Er hat nicht mal seine eigenen Programme gelebt, erdreistet sich aber anderen aus seiner Erfahrung heraus ans Herz legen zu wollen, wie man sich verändern kann.
Man mixt esoterische Elemente – Religion ist nichts anderes als Esoterik. – mit seiner verkorksten Weltansicht des „Panta rei – ich aber nicht.“ und versucht so, das Licht zu erhellen.
Doch aus vom Licht bliebt nicht mal ein Funken übrig!

Dunkle Wolken ziehen über den Horizont des Vertrauen.
Es gibt einige Grundweisheiten …
- Man belügt nicht die, die einem vertrauen.
- Man sagt nicht, man sei nicht da und läuft vor dem Fenster der Nachbar herum.
- Lügen haben kurze Beine.
- Nette Leute können auch auf einmal nicht mehr nett zu einem sein.
- Narben der Enttäuschung heilen nicht so schnell.
- Lügen achlos ausgesprochen hat manchen schon das Herz gebrochen.
- Enttäuschung und Lügen reißen Löcher in die Herzen derer, die vertrauen.
Aber nun kommt definitiv der Herbst, verpflichtend, ohne Wenn und Aber!

Sie ziehen jeden Tag durch die Läden.
Niemand weiß, wieviele es sind. Sie sind omnipräsent, und jeder kennt mindestens eine(n) von ihnen.
Man sieht sie sehr oft vor den Kiosken oder bei den Tankstellen.
Bevor es dunkel wird oder kurz vor Ladenschluss decken sie sich mit Proviant ein.
Sie brauchen einen bestimmten Pegel von Alkohol im Blut, den sie während des ganzen Tages auffüllen, damit sie das „böse Leben“ vergessen können. Sie leben neben der Realität her und trinken sich ihr Leben „schön“.
Sie sind im Glauben, niemand merke, dass sie den ganzen Tag Alkohol trinken,.
Die mit dem grobschlächtigem Gesicht, den Sprachstörungen, dem schwankendem Gang und der Alkoholfahne.
Sie glauben, es vor allen vertuschen zu können.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Unser Internet-Shop ist am Freitagabend einem Hackerangriff zum Opfer gefallen.
Am Samstagmittag wurde er vorübergehend auf Eis gelegt, also abgeschaltet, damit kein weiterer Schaden angerichtet werden kann.
Die Wiederherstellung inklusive Löschen des schädlichen Codes funktionierte leider nicht, weil die virale Software nämlich auch wichtige Programmteile gelöscht bzw. zerstört hat.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir den Shop wiederhergestellt haben.
Dumm ist, dass Google die Webseite des Shops nun als „attackierend“ einstuft und eine Warnmeldung ausgibt.
Unser Provider hat „prophylaktisch“ erstmal alle unser Webseiten abgeschaltet.
Eine Meldung, dass die Techniker dies getan haben, kam erst verspätet an.
Die E-Mail war auch sehr aussagelos.
Nach zig Telefonaten mit unserem Provider haben wir es endlich geschafft, dass die Webseiten wieder freigeschaltet wurden.
Wir wollten etwas für dieses Blog schreiben und dann erschien die Meldung „Diese Webseite ist vorübergehend nicht erreichbar“.
Nach einiger Zeit passierte immer noch nichts.
Die Service-Hotline des Providers war absolut armselig.
„Lesen Sie die Mail, die wir Ihnen geschickt haben!“, „Ich kann nichts machen.“, „Die Techniker sind telefonisch nicht erreichbar.“ und andere Inkompetenzen mussten wir uns anhören.
Während der Telefonate löschten wir den Shop.
Wir mussten noch zig Telefonate führen, bis die Webseiten wieder freigeschaltet wurden.
Wir argumentierten, dass der Provider also ad hoc Webseiten sperren dürfe, wenn wir aber zeitnah alles in Ordnung brächten, sollten wir bis nach dem Wochenende warten und stellten dies als kundenfeindliches Gebaren dar.
Ein paar Mal versprach man uns Abhilfe, doch anstatt etwas zu tun, legten die „Hotliner“ auf.
Dann wurde unser Ton ruppiger und dominanter.
Als wir dann drohten, unseren Rechtsanwalt einzuschalten, ging es, weil wir ja – laut unseres Providers – „kooperativ“ waren …

Wir nehmen alles unter unsere Fittiche …
Wir nehmen auch Leute, die nicht mal die die Amerikaner themselves haben wollen!
Der Guantanamo™-Beauftragte Daniel Fried reist bekanntermaßen durch die Welt und versucht, Länder dazu zu nötigen, Guantanamo™-Häftlinge aufzunehmen. Sie sollen also abgeschoben werden.
Die Amis nehmen ja keine Häftlinge aus ihrem eigenen Strafgefangenenlager auf, weil sie die Sicherheit des Landes gefährden.
Potentielle Talibane, holla die Waldfee!
Deutschland nimmt jetzt einen Iraker und einen Araber auf, beide um die Mitte dreißig. Beide sind irgendwie in die Kreise der Talibane geraten, ohne es angeblich zu wollen.
Deutschland hat aber angeblich einen anderen abgelehnt mit dem Argument, man habe ein Zeichen gesetzt, dass man nicht in blindem Gehorsam alles mache, was die Amis woll(t)en.
Im übrigen haben die Amis ja auch gesagt, sie schiebten niemanden ab, der die Sicherheit von Amiland oder der Bündnispartner gefährde.
Die beiden sind zwar Talibane, die die Amis nicht haben wollen, aber es kann ja nix passieren.
Weiter unten in dem „Vertrag“ heißt es allerdings, Amiland nähme niemanden auf, der die Sicherheit Amilands gefährde, was wir nicht vergessen dürfen!
Und einreisen lassen schon gar nicht!
Aber die Häftlinge haben ja nun behauptet, der „westliche Lebenstil“ habe sie positiv beeinflusst – weg von den Talibanen.
Sie fühlten sich in dem „westlichen Stil“ – der in Guanatamo, wo auch Leute gefoltert wurden, – herrsche, sehr wohl.
Ah ja!
Jedenfalls wollen die beiden hier in Deutschland Familien gründen bzw. diese nach hier holen und ein „normales“ Leben führen.
Betreut werden sie psychologisch, aber auch sozial, z.B. von der Caritas … und den Geheimdiensten!
Klar, Moslems sind in den Händen einer christlichen Organisation am besten aufgehoben!
Alles Friede, Freude, Eierkuchen!
Über das Argument, welches ausschlagend für die „Aufnahme“ war, kann nur spekuliert werden, aber man behalte mal im Oberstübchen, dass die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut haben. Und was die Nazis so alles angestellt haben, darf man auch nicht vergessen!
Aber wie heißt es ja so schön bei den Amis in der Nationalhymne?
„And the star-spangled banner in triumph does wave over the land of the free and the home of the brave?“
(“Und das Sternenbanner weht triumphierend über das Land der Freien und der Heimat der Mutigen.”)

„Die selbstüberschätzte Inkompetenz“ wird auch als „Dunning-Kruger-Effekt“ bezeichnet.
Der Dunning-Kruger-Effekt ist eine Form der kognitiven Verzerrung und beschreibt die Tendenz inkompetenter Menschen, das eigene Können zu überschätzen und die Leistungen kompetenterer Personen zu unterschätzen.
Die populärwissenschaftliche Bezeichnung geht auf eine Publikation von David Dunning und Justin Kruger aus dem Jahr 1999 zurück.Dunning und Kruger hatten in vorausgegangenen Studien bemerkt, dass etwa beim Erfassen von Texten, beim Schachspielen oder Autofahren Unwissenheit oft zu mehr Selbstvertrauen führt als Wissen.
An der Cornell University erforschten die beiden Wissenschaftler diesen Effekt in weiteren Experimenten und kamen 1999 zum Resultat, dass weniger kompetente Personen
- dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
- überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
- das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen,
Eins der Probleme von Imkompetenten spielt sicherlich auch deren Narzissmus, denn inkompetente Personen neigen auch dazu, sich gegenüber Anderen, die sie als inkompetent ansehen, zu profilieren und sich zu feiern.
Aufgrund ihrer massiven Selbstüberschätzung neigen Inkompetente dazu, nichts an sich zu tun bzw. Weiterbildungen zu besuchen.























