Artikel-Schlagworte: „Schwaben“

Karneval – mancherorts auch Fasnacht, Fasching, Fassenacht etc. genannt – die Zeit der ausgelassenen Freude.
Pünktlich zur „Narrenzeit“ setzen die „Narren“ und „Jecken“ ihre lustigen Hüte auf, pappen sich rote kugelförmige Nasen ins Gesicht, malen sich lustige Herzchen auf die Wangen und sind lustig!
„Rumskedi Helau!“
„Helau!“
„Alaaf!“
Sind die „Narren“ und „Jecken“ wieder wieder gut drauf und so lustig!
Wenn das lustige Herzchen auf der Wange nicht gereicht hat, klatscht man sich eben pfundeweise weiße oder andersfarbige bzw. bunte Schminke mit oder ohne (erkennbare) Muster ins Gesicht.
Dann klappt es!
Lustig!
Ta-taaa, Ta-taaa, Ta-taaa!
Das ganze Jahr sitzen die Miesepeter auf der Stelle, trauen sich nicht mal zu husten, weil es sich ja negativ auswirken könnte, aber zu Karneval …
Lustig!
Übers Jahr wird jede Freude unterdrückt, aber zu Karnval …
Lustig!
Weiberfastnacht …
Lustig!
Rosenmontag …
Lustig!
Klingeldienstag …
Lustig!
Aschermittwoch …
Karneval war lustig, aber nun wieder ernst bis nächstes Jahr Karneval!

Aus NRW – Nordrhein-Westfalen – kommend ist uns der schwäbisch-alemannische „Karneval“ – genannt Fasnet – doch sehr suspekt.
Die schwäbischen „Narren“ tragen Holzmasken und zerlumpte Kleidung.
Eine Schwäbin und Fasnet-Begeisterte erklärte uns den Unterschied zwischen dem nordrhein-westfälischen und dem schwäbisch-alemannischen.
Die Schwaben wollen den Winter mit ihrem furchterregenden Aussehen vertreiben.
Die Narren und Jecken aus NRW hingegen begrüßen den Frühling, tragen freundliche Kleidung und feiern ausgelassen und fröhlich.
Wir haben uns schon lange gefragt, wie es kommt, dass die Schwaben so stur und abweisend sind.
Jetzt fällt es uns wie Schuppen aus den Haaren Augen.
Die Schwaben wollen den Winter nicht und vertreiben ihn.
So ist es sehr oft auch mit Neuem, wie uns Schwaben erzähl(t)en.
Man schaut sich Neues erstmal aus der Distanz an und wartet ab.
Anstatt es als eine Möglichkeit anzunehmen, verschanzt man sich lieber hinter „Moral und Anstand“ und vertreibt das Neue.
Dies manifestiert sich auch beim Fasnet.
Anstatt den Frühling freudig zu begrüßen und ihn willkommen zu heißen, schaut man lieber grießgrämig herein und vertreibt den Winter …

Die Eloquenz der englischen Sprache, Öttinger, wird nun doch EU-Kommissar.
Er war sich – So seine weitschweifenden Reden – sowieso zu mehr als 100 Prozent sicher, dass er es wird.
Nun ist es offiziell – Öttinger wird EU-Kommissar für Energie.
Er hat versprochen, er wolle jetzt Englisch lernen.
Vielleicht hält er ja endlich mal EIN Versprechen!
Man sollte sich allerdings fragen, warum er denn erst gerade in dem Moment sein Amt als Landes-Chef von Baden-Württemberg gekündigt hat, als er als EU-Kommissar bestätigt wurde.
Wispert dort irgendjemand etwas von offengelassenen Hintertürchen?

Es gibt schon Zufälle …
Im Rahmen der Personenbeförderung fuhr ich eine Frau nach Waldorf-Häslach.
Wir kamen ins Gespräch, dass meine Herzallerliebste und ich dort in der Nähe, in Dettenhausen, gewohnt hätten, nun aber unser Dominzil in Böblingen hätten.
Die Frau erzählte, dass sie sich vor kurzem ein Haus in Dettenhausen angeschaut habe – in der Nähe des Bahnhofs.
Da ich keine Straße genannt hatte, fragte ich, wo das denn gewesen wäre.
Sie sagte: „Schliffstraße, Nummer 9, ein kleines weißes Haus.“
Die Frau, übrigens gebürtig aus Dresden, beschrieb das Haus ganz genau von innen.
Zwei Personen, die sich nicht kennen, haben sich durch Zufall kennengelernt und haben sich auch noch zufäligerweise das gleiche Haus angeschaut.

Was ist das?
1 Kneipe, 10 Schwaben und 10 Tische?
Die Kneipe ist voll.

Die Krankenkassen bezahlen u.a. sog. Krankentransporte.
Dies sind Fahrten von der Wohnung zum Krankenhaus und/oder zurück.
Bei Tagesskliniken kann dies jeden Tag erfolgen.
So kürzlich passiert…
Ein krankes Kind wird jeden Tag mit einem Taxi von der Wohnung in die Tagesklinik hingebracht und abends wieder zurückkutschiert.
Dies – pro Fahrt ca. 15 Euro – bezahlt die Krankenkasse.
Als das Taxi das Kind abends abholen wollte, sagte die Mutter dem Taxifahrer, dass er nicht fahren bräuchte, da sie da sei und es mitnähme.
Der Taxifahrer sagte, er sei beauftragt worden, das Kind jeden Tag mitzunehmen und schließlich stehe er nun dort und sei extra zur Tagesklinik gefahren. Er fragte die Mutter, ob sie das Taxi abbestellt habe.
Das verneinte sie.
Der Taxifahrer meinte, er müsse von der Mutter eine Anfahrt – 2.50 Euro – kassieren, da er schließlich nun eine Fehlfahrt habe.
Die Mutter wollte die 2.50 Euro auf die Krankenkasse abwälzen, doch der Taxifahrer lehnte dies ab, weil die Krankenkasse nicht verantwortlich gemacht werden könnte, wenn die Mutter das Taxi nicht abbestellte.
Was passierte nun?
Die Mutter entschied – aus Geiz? – die 2.50 Euro nicht zu bezahlen.
Die Mutter fuhr mit ihrem privaten Auto nach Hause.
Hinter ihr das Taxi mit dem Sohn.
So musste die Mutter nicht die 2.50 Euro aus eigener Tasche berappen, denn nun war es eine Krankenfahrt – von ca. 15 Euro – die nun die Krankenkasse übernahm.

Böblingen bekommt Anfang April einen neuen Oberbürgermeister, denn Alexander Vogelsang dankt ab.
Anfang November/Anfang Dezember 2009 konnten die Kandidaten die Bewerbungsunterlagen anfordern.
Voraussetzungen für eine OB-Kandidatur sind:
- Deutscher zu sein im Sinne §116 GG
- über 21 Jahre alt zu sein
- unter 65 Jahre alt zu sein
- 50 Unterstützerunterschriften zu sammeln von Personen,
die wahlberechtigt laut Kommunalwahlrecht von Baden-Württemberg sind, was bedeutet, dass man mindestens 18 Jahre alt und seit mindestens drei Monaten in Böblingen wohnhaft sein muss.
Der OB muss Böblingen kennen.
Der Kandidat der CDU ist der momentane Bürgermeister von Sißen, einem kleinen Kaff bei Göppingen, der von der SPD ist Fraktionsvorsitzender in Dortmund, Nordrhein-Westfalen, wohnt also ca. 500 Kilometer entfernt.
Die Parteimitglieder der böblinger Parteien haben natürlich ohne nachzudenken für ihren Kandidaten unterschrieben, damit dieser im Parteisinne OB werden kann.
Es gibt noch einen Kandidaten, der anscheinend parteilos ist und dem eine Kneipe in Böblingen gehört
Im Interview haben die beiden o.g. Kandidaten von CDU und SPD „geglänzt“.
Vor allem durch Vakuum!
Denn mehr als Vakuum haben die Kandidaten mit und in ihren Aussagen nicht produziert.
Antworten auf Fragen nach dem wo und wie und warum der Kandidatur wurden so allgemein gehalten, wie man es von Politikern kennt, mit einer weitfassenden Aussagekraft, dass These und Antithese schon gleichzeitig enthalten waren, damit man ja von Freund und Feind gewählt wird.
Bloß keine Stellung beziehen!
In Baden-Württemberg war vor in Sommer vorigen Jahres Kommunalwahl und man fragt sich, warum gerade der amtierende Bürgermeister von Sißen OB von Böblingen werden will. Lässt er Sißen im Stich nach einem halben Jahr? Warum hat er dann überhaupt in Sißen kandidiert? Hat er Dreck am Stecken oder Sißens Karren schon nach kurzer Zeit vor die Wand gefahren?
Ebenso der SPD-Kandidat. Wieso kommt ein Dortmunder plötzlich auf die Idee, nach Böblingen zu ziehen? Machtinsteressen? Dreck am Stecken?
Wir nennen es Kandidaten-Tourismus!
Vielleicht ist es auch Endlagerung von ausgebrannten Elementen …

Die Unschlüssigkeit bzw. Tätigkeitslosigkeit vieler Menschen hier unten in Schwaben löst bei uns sehr oft Unverständnis aus.
Es ist bei den Menschen größtenteils so, dass sie mit den Nachbarn keinen Ärger wollen, sich dafür aber über sein Verhalten ärgern.
So kürzlich geschehen.
Ich bog in eine schmale Straße, in der gerade mal zwei kleine Autos nebeneinander Platz haben, ein, um jemanden abzuholen.
An der Straßenecke stand ein Auto geparkt, und ich musste sehr genau navigieren, damit ich das Auto nicht beim Einbiegen beschädigte. Ich musste mehrmals hin und her fahren, um in die Straße einbiegen zu können.
Die Leute, die ich abholte, beschwerten sich, dass der Nachbar sein Auto seit ein paar Wochen dort parke, und auch eine andere Nachbarin, die spazierenging, äußerte ihren Unmut.
Ich fragte, ob sie dem Nachbarn Bescheid gesagt hätten.
Nein, das hätten sie nicht. Sie regten sich aber sehr über den Parkenden auf.
„Ich würde es ganz einfach machen“, sagte ich, „Ein‑, zweimal warnen und dann die Polizei verständigen.“
„Aber, wir sind doch Nachbarn“, antwortete die Spaziergängerin.
Ich fragte, ob sie sich denn weiter ärgern wolle, oder Abhilfe wolle.
Ich wiederholte, dass man mit dem Nachbarn im ruhigen Ton reden solle und ihn darauf aufmerksam machen solle, dass er sein Auto nicht auf die Straße stelle, weil es dort sehr eng sei. Wenn er nicht reagiere, solle man die Polizei oder das Ordnungsamt rufen und diese die Sache regeln lassen. Ich sagte, anstatt sich zu ärgern, solle man das Übel an der Wurzel packen.
„Ja!“, sagte eine der Beteiligten, „das ist überlegenswert.“
Nach ein paar Wochen fuhr ich wieder an der Straßenecke vorbei.
Das Auto behindert immer noch den Verkehr und steht im Weg.























