Stuttgart

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Unwetter

Am Samstag machte ich mich gegen zehn Uhr auf den Weg nach .
Im Radio SWR 3 wurde den ganzen Morgen über das Orkantief „Emma“ berichtet.

Als ich durch Waldenbuch, Nachbarstadt von , durchgefahren war, wurde im Radio darauf aufmerksam gemacht, dass das Orkantief momentan über Stuttgart ziehe.
Nachdem ich Steinenbronn hinter mir gelassen hatte, wechselte der Regen in ein heftiges Graupel‑ und Hagelschauer. Ich fuhr instinktiv langsamer. Ich hatte auch Angst, dass Bäume bzw. Äste auf die Straße vor mir oder auf mein Auto fallen könnten.
In Leinfelden-Echterdingen angekommen, machte ich in einem Café Pause, um das Graupel‑ und Hagelschauer abwarten. Der Wind wurde auch heftiger.
Nach knapp dreißig Minuten hatte sich das Schauer verzogen, aber es war kälter geworden. Der Regen war auch weg.
Ich entschloss mich, weiter Richtung Stuttgart zu fahren.
Auf der Bundesstraße 27 hatte es einen Unfall gegeben. Ein Kombi war einem Kleinwagen vorne hineingefahren. Der Kleinwagen hatte die Kotflügel und die Motorhaube verloren.
Ab Stuttgart-Degerloch bis ins Zentrum von Stuttgart hatte sich der Graupel bzw. Hagel als knapp drei Zentimeter dicke Schicht auf die Straße gelegt.
Autofahrer ohne M+S-Reifen hatten stellenweise massive Probleme mit dem Lenken und Fahren, da man von oben in Stuttgart hineinkommt und Stuttgart selbst in einem Tal liegt.
In Stuttgart angekommen, fuhr ich in ein Parkhaus nahe der Landesbank und begab mich erstmal zur „Arnulf-Klett-Passage“, einer unterirdischen Einkaufspassage.
Als ich nach knapp einer halben Stunde die Passage verließ, war das Unwetter weg.
Ich trank in einem Café einen Cappuccino.
Als ich wieder auf der Einkaufstraße war, kam ab und zu die Sonne durch.

Das war mein kleines Erlebnis mit bzw. im Orkantief „Emma“ …

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Gleich geht es los …

Zwischen fünf und sechs Uhr steige ich mich in mein Auto und werde mich Richtung Stuttgart in Bewegung setzen.
Ich wohne in Dettenhausen, zu anfangs in einem möbelierten Zimmer.

Die IT-Firma, für die ich arbeiten werde, ist in ansässig.

Mir ist schon etwas mulmig bei dem Gedanken, dass ich alles hinter mich lasse.

Devil bleibt bei meinen Eltern.
Da war er ja auch, wenn ich arbeiten musste.
Leider kann ich ihn nicht mitnehmen, denn ganz alleine den langen Tag in einer Bude in fremder Umgebung ist er nicht gewöhnt.
Er hatte immer Leute um sich, meine Eltern, Nachbarn, mich … (mich ja nicht mehr)

Vor allem die Trennung von Devil liegt mir schwer im Magen.

Es ist ja kein Abschied für immer. Ich werde ja alle zwei Wochen zurück nach kommen und Devil sowie meine Eltern besuchen.

Der Kleine hat es gut bei meinen Eltern.

Von innen drücken die Tränen, um sich einen Weg nach außen zu bahnen.

Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer wird, ohne Devil um mich herum.
Alleine schon der Gedanke, auf meinen besten und treuesten Freund verzichten zu müssen und ihn nur noch ab und zu – beim Vorübergehen – zu sehen.

Er ist bei meinen Eltern gut aufgehoben. Er kennt sie ja, solange er auch mich kennt.
Die Freundschaft ist ja nicht aufgehoben.

Ich werde das Foto, auf dem er und ich am Strand von Norden-Norddeich sitzen, mitnehmen.

Devil und Dietmar am Strand

Ich muss dadurch. Ich habe keine andere Wahl. Auch wenn es unendlich weh tut, einen Freund zu verlassen, den liebsten, besten, treuesten Freund.

Wir sehen uns ja bald wieder, zwar nur für knapp einen bzw. zwei Tage, aber wir sehen uns immer wieder.

Am 15. Februar komme ich ja für ein Wochenende wieder!

Armes Kleinchen!

Wenn du doch verstehen könntest, warum das alles so ist!

Ich habe dich unendlich lieb.

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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