Artikel-Schlagworte: „Telefonieren“
Als wir mit der Straßenbahn von Böblingen nach Stuttgart unterwegs waren, sahen wir eine Frau, die an ihrem Handy einen Spiegel befestigt hatte.

(Pfeil zeigt auf den Spiegel)
Wir haben gerätselt, welchen Zweck er wohl hat, kamen dann jedoch auf die Lösung.
Er dient zur Rückverfolgung des Anrufers.

„Das werde ich an die betreffenden Personen weiterleiten“, sagte der Mann in der „Poststelle“ zu mir, als ich mich beschwerte, dass zwei korrekt adressierte Briefe an meine Herzallerliebste und mich an die Absender zurückgegangen waren.
Auf dem Brief, der an Fledermaus zurückgegangen war, stand:
„Empfänger nicht ermittelbar. Wahrscheinlich verstorben.“
Da hatten wir noch gedacht, dass die Adresse etwas unleserlich geschrieben war.
Dann erfuhren wir, dass auch ein Brief, dessen Empfängerfeld mit Schreibmaschine geschrieben war, nicht bei uns im Postfach angekommen war.
Angeblich wäre das Postfach nicht ermittelbar gewesen.
Geärgert hatte ich mich schon über den Mann in der „Poststelle“, als ich mich beschwert hatte.
Erstmal sprach er sich selbst schuldlos: „Das kann nicht sein. Das hätte ich vermerkt.“
Das kennt man ja, erst mal die Schuld von sich weisen und den Kunden als Lügner darstellen.
Ich konterte: „Sie stellen mich also als Lügner dar. Ich kann Ihnen die beiden Briefe zeigen, obwohl ich mich diesbezüglich nicht rechtfertigen muss.“
Das hatte gesessen.
Am nächsten Tag schaute ich wieder ins Postfach, ob Post für uns eingetroffen war, und fragte den Mann von der „Poststelle“: „Haben Sie schon mit den Leuten wegen der nicht angekommenen Briefe sprechen können?“
Das hatte er nicht.
An den folgenden Tagen erinnerte ich ihn immer wieder, doch seltsamerweise traf er die Einsortierer nicht.
Meine Herzallerliebste und ich beschlossen, uns bei der Hotline der „Deutschen Post – Briefdienste“ zu beschweren.
Dort war man sehr freundlich, entschuldigte sich, malte sich Szenarien aus, was passiert wäre, wenn wir durch die Schlampigkeit der Einsortierer eine Rechnung nicht bekommen und irgendwann großen Ärger gehabt hätten.
Man versprach uns, der „Poststelle“ eine „Mitteilung über den Fall“ zu schicken, was auch geschehen war, denn ein Tage später wurden wir in der „Poststelle“ nicht mehr gegrüßt bzw. nur gegrüßt, wenn es sich nicht vermeiden ließ.
Einige Tage später wurde mir klar, warum mich der Mann von der „Poststelle“ immer und immer wieder vertröstet hatte.
Ich kam eines Morgens hinein, ging zu den Postfächern.
Die Post wurde gerade einsortiert.
Und von wem?
Von dem Mann von der „Poststelle“.

Die Regierungsparteien haben mit der FDP zusammen ein Gesetz gegen unerwünschte Telefon-Werbung, sog. Telefon-Spamming, verabschiedet.
Die Grünen stimmten dagegen, weil es ihnen nicht weit genug ging, die Linke enthielt sich.
Laut dem Gesetz sind Werbeanrufe nur noch nach vorheriger ausdrücklicher Einwilligung erlaubt.
Außerdem müssen Callcenter nun ihre Rufnummern übertragen.
Telefonisch abgeschlossene Verträge sind nun generell innerhalb von vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründe widerrufbar, dabei spielt keine Rolle, ob der Anruf erwünscht oder unerlaubt war.
Diese vierzehntägig Widerrufsfrist gilt erst, wenn dem Kunden eine diesbezügliche Belehrung vorliegt.
Umfangreiche Verträge, z.B. mit Energiekonzernen oder Telefonanbietern, werden zudem erst wirksam, wenn diese schriftlich bestätigt wurden.
Ahndungen gehen von 10 000 Euro bei nicht‑übermittelter Rufnummer bis 50 000 Euro bei unerlaubten Anrufen einher.
Dies hört sich zwar gut an und stärkt die Rechte der Verbraucher bzw. Kunden, doch die Kunden müssen selbst tätig werden, damit ein Vertrag nicht zustande kommt.
So kann ein Callcenter z.B. eine Belehrung über das Widerrufsrecht per E-Mail verschicken. Der Kunde müsste allerdings beweisen, dass er sie (nicht) erhalten hat.

Wer kennt nicht diese nervenden Anrufe von Callcentern?
Man kann sich kaum dagegen wehren.
Kaum!
Ich habe durch Zufall die Webseite von Telefonpaul entdeckt.
Telefonpaul ist eine Art Tonbandstimme, die in freundlichem Ton erzählt, dass der Anruf sich nicht lohnt.
Wenn man von Werbeanrufen verschont bleiben möchte, kann man die Telefonnummer von Telefonpaul angeben, und ungebetene Anrufer werden „abgeschmettert“.
Die Weitergabe der Nummer von Telefonpaul ist erlaubt.
Der Service ist gratis.
Die Nummer ist:
(0711) 50885524
Ich habe schon einige Callcenter hereingelegt.
Ich habe so getan, als wäre ich interessiert, habe aber „hektisch“ gesagt: „Kann ich noch mal auf Sie zu kommen? Ich ziehe nämlich momentan nach Süddeutschland. Ändern Sie einfach meine alte Telefonnummer in die neue – (0711) 50885524.“
Die Callcenteragents sind immer dankbar, wenn man seine „neue“ Telefonnummer bekannt gibt …

Wenn man viele Personen, kreuz und quer über die Erde – das Universum? – verteilt, kennt bzw. mit ihnen geschäftlich und/oder privat zu tun hat, ist es immer erfrischend, wenn man „kleine Ausreißer“ mitbekommt.
Ein Deutscher, dessen Eltern Italiener sind, musste bei einem Unternehmen anrufen, das sich in Frankreich befand.
Es sei angemerkt, dass der Anrufer kein Französisch spricht und nur sehr wenige Brocken Englisch beherrscht.
Als sich die Stimme aus Frankreich meldete, meinte der Anrufer freundlich:
„Bonjour! Do You speak German?“
Gerade saß ich vor meinem PC und schrieb eine Abhandlung darüber, warum die Lichtgeschwindigkeit nicht überschritten werden kann, als mein Handy klingelte.
Ich nahm ab und ein Mann meldete sich.
„Guten Tag, Firma ***. Wir rufen im Auftrag von T-Mobile an.“
Da ich es anscheinend nicht richtig verstanden hatte, fragte ich nach, doch der Mann sagte (fast) genau das gleiche, beim zweiten Mal jedoch etwas lauter und langsamer.
„Ah ja“, sagte.
„T-Mobile hat uns mit dem Service beauftragt“, redete der Mann weiter.
Ein Cold Call, also ein nicht autorisierter Anruf eines Callcenters!
Es war ja nicht mein Geld, also tat ich ahnungslos und ließ den Mann auflaufen.

Gerade war ich beim T-Punkt der Telecom in Tübingen und habe mir ein Kontingent für billlige SMS zu meinem Monatstarif dazugebucht.
Irgendwann sagt die Frau bei der Telecom: „Möchten Sie ein neues Handy? Sie hätten Anrecht darauf.“
Ich antwortete: „Ich habe im vorigen Sommer meinen Vertrag gegradet, wollte aber lieber einen niedrigeren Monatstarif als ein neues Handy.“
Sie: „Dass ein Tarifwechsel stattgefunden hat, steht hier, aber nicht, dass es ein Upgrade des Vertrags war.“
Ich war verblüfft, wollte als rechtschaffende Bürger dieses unseren deutschen Landes auch dementsprechend handeln, aber die Frau – übrigens sehr nett und gutaussehend dazu – gebot meiner Rechtschaffenheit Einhalt und meinte, es wäre ja rechtens nun ein neues Handy zu bekommen.
Der Blick der dunklen Augen überzeugten mich und wischten innerhalb eines Sekundenbruchteils alle Rechtschaffenheit hinweg.
So bekam ich für 19.95 Euro ein neues Handy, einen „MDA touch“, also in Pocket-PC mit Mobilteil, das WLAN-fähig ist, EDGE, UMTS und GPRS beherrscht.
Schön flach und leicht!
Nicht so elegant wie ein iPhone, aber doch sehr schön.
Nun muss ich es nur noch den MDA kernladen, also zum ersten Mal etwas länger laden, dann kann ich es wohl morgen nach Feierabend in Betrieb nehmen.

Wenn auf dem Display meines Telefons die Nummer des Anrufers nicht erscheint oder wenn es eine mir unbekannte Nummer ist, melde ich mich schon seit einige Zeit – durch Erfahrung mit Call-Centern geprägt – mit einer nuscheligen Stimme, sodass man meinen Namen nicht verstehen kann.
Die Anordnung der Vokale passt, z.B.Hei-ne-hi, Schei-le-li, Kei-ke-min etc., sodass ein Bekannter im Groben weiß, dass ich am anderen Ende der Leitung bin, weil sich das Genuschelte ungefähr wie mein Nachname anhört.
Call-Center-Agents bekommen stellenweise nur eine Liste mit Telefonnummer ohne Namen überreicht und müssen die Nummern abklappern.
Früher waren es Vertreter vor der Wohnungstür, heute sind es Call-Center-Agents vor dem Telefon.
Die Vertreter schellten und grüßten mit einem verschmitzten Blick auf das Klingelschild, auf dem mein Nachname stand, mit: „Guten Tag, Herr …“.
Das vermittelt automatisch Nähe, auch wenn man sich nicht kennt.
Man härtet aber irgendwann ab und antwortet dann auf die Begrüßung: „Guten Tag. Ich sehe gerade, sie können lesen.“
Beim Call-Center ist das anders. Wenn man sich mit Namen am Telefon meldet, wissen die Call-Center-Agents, mit wem man es „namentlich“ zu tun hat.
Das boykottiere ich eben neuerdings durch das Nuscheln.

Seit Samstag, den 11.Februar 2006, bin ich nun (stolzer) Besitzer eines neues Mobiltelefons.
Seit zwei Jahren habe ich mich an ein sog. Smartphone – ein Mobiltelefon mit integriertem Terminplaner, Aufgabenverwaltung, E-Mail-Programm, Mini-Web-Browser und einigen anderen Annehmlichkeiten – gewöhnt.
Da mein Vertrag abgelaufen war, hatte ich Samstag endlich Zeit gefunden, ihn zu upgraden.
Mir wurde ein neues Mobiltelefon angeboten, was ich natürlich nicht ablehnte.
Ich entschied mich nach Abwägen der technischen Daten und der „Bordmittel“ für einen SDA Ⅱ (Smart Digital Assistant, Version 2).
Als Betriebssystem fungiert Windows Mobile in der aktuellen Version.
Zwei Web-Browser sind an Bord: Pocket Internet Explorer und Opera.
Pocket Internet Explorer versteht Web-Formate wie WML, XHTML Basic, cHTML, HTML (ohne Frames) und CSS.
Dies dürfte für auf Kleingeräte optimierte Webangebote von Tagesschau u.ä reichen.
Opera habe ich noch nicht ausprobiert, doch ich kenne Opera (Mini) von meinem alten Nokia 7650 und bin sehr zufrieden damit gewesen.
Ich benutze den SDA Ⅱ noch nicht mal eine Woche, doch er gefällt mir sehr gut.
























