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Höhlenzeichnung  ::: © 2010 Glühwürmchen und Herzbeben & Syntronica.net

¡ʇɥɔıu ɹǝqɐ ɹıʍ unʇ
˙uǝpɹǝʍ ʌıssǝɹdǝp uoɥɔs uɐɯ uuɐʞ ‚uǝqɹǝʇsƃǝʍ ǝpunǝɹɟ ,,ǝuǝuuoʍǝƃqǝıl,, ɯǝuıǝ ssɐp ‚ʇɥǝıs ɹǝpǝıʍ ɹǝɯɯı uɐɯ uuǝʍ

˙uǝoǝoǝoǝoǝoǝoǝoǝoɥɔs uoɥɔs ʇsı sǝ ɹǝqɐ ‚ɹıʍ ǝıʍ ʇsı ɥɔılqɹǝʇsun uɐɯ uuǝʍ ‚uoɥɔs sǝ ʇʌɹǝu lɐɯɥɔuɐɯ ‚ʇnƃ

˙uǝɯɯɐsnz uǝɹɥɐɾ uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ‚uǝlǝıʌ ʇıǝs uoɥɔs

Sie haben noch nicht gemerkt, dass es kein Feudalsystem mehr gibt …

Die „Adeligen“, von denen die allermeisten verarmt sind!

Sie leben wie vor Jahrhunderten ins Saus und Braus und meinen, sie stünden über allem und jedem.

In den Revolverblättern wird über sie in den lobendsten Tönen berichtet.

Wir müssen erfahren, wie schlecht es ihnen im Prinzip doch geht.

Sie haben Geld ohne Ende (angeblich), gehen permanent auf „Empfänge“, reisen das ganze Jahr über, machen „Konversation“ mit anderen ihres Schlags etc. etc.

Ansonsten sind sie aber manisch depressiv!

Sie haben es nicht leicht!

Ständig die Angst, man könne krank werden, man würde zu viel wiegen, würde zu schwer werden, man würde Geld verlieren, ihr „Ansehen“, man könnte … was auch immer „verkehrt“ machen …

Adlige haben es schon schwer!

nrw-gedoens

„Nein, nein, nein!“, hörte man irgendwann von der FDP – und von der SPD auch –, als es um Verhandlungen bezüglich einer sog. Ampel-Koalition – SPD (rot), FDP (gelb) und Grüne – in Nordrhein-Westfalen ging.
Das war auch heftigst durch die Medien gegangen.

FDP und SPD wollten auf keinen Fall koalieren, vor allem die FDP nicht mit den Grünen.
Deswegen dauert die Regierungsbildung in ja schon solange an.

Man kann sich nicht einigen – will vielleicht auch gar nicht.

Wir erinnern uns kurz.
Die SPD hat zig Jahre NRW heruntergewirtschaftet.
2005 konnte dann die CDU die Wähler überzeugen, sie holte NRW aus der Krise, mit dem Versprechen sofort.
So kam die CDU 2005 an die Regierung.
Zu erwarten war, dass eine CDU-geführte Regierung NRW auch nicht aus dem Schlamassel holen konnte, zumindest nicht innerhalb einer Legislaturperiode (von fünf Jahren).
Dies nutzte die neue SPD-Kandidatin Kraft aus, indem sie entgegen jedes Realitätsdenken die Wähler dazu brachte, zu glauben, die CDU habe die ganze Misere verursacht.

Da es sich ja mit leerem Kopf so gut nickt, nickte das nordrhein-westfälische Wahlvolk in Richtung der SPD und so wurde die SPD wieder stärkste Kraft.

Seitdem geht es rund im Koalitionspoker.

Die FDP heult hier, die Grünen kreischen dort, die SPD schüttet ihren Sermon gegen alle aus.
Für die Grünen und die SPD war es wichtiger mit den Linken während eines Koalitionsspitzengesprächs über die DDR zu reden als über NRW-Landespolitik.

Irgendwann hatte dann die SPD genug von ihrem eigenen Gequake und haute erstmal auf alle – insbesondere den Linken – ein und erwägte schon eine „große Koalition“ mit der verhassten CDU, die natürlich bereitwillig „Ja!“ signalisierte.

Nun meldet sich die FDP wieder zu Wort, allen voran „Et Guido“ Westerwelle. Er gab grünes Licht für eine Ampel-Koalition, und alle toten Fische der FDP schwimmen schön mit dem Strom.

Das Verhalten der FDP hat nichts mit Politik zu tun, sondern es sind reine Machtspielchen.

Hauptsache ein Pöstchen hier, ein Pöstchen da …

in-die-roehre-schauen

Es wird ja viel geschwafelt heutzutage …

So meinen viele Kinder bzw. Jugendliche, sie wären allwissend, weil sie schon sooo alt seien und vor allem Erfahrung ohne Ende hätten.
Einige behaupten auch, von Zeitgenossen – größtenteils den Eltern und/oder Verwandten – keine Lehre annehmen zu müssen, weil sie schon erwachsen seien. Sie weisen aber auch manchmal daraufhin, dass sie viel gelesen haben und deswegen über Erfahrung en masse verfügen.

Angelesene Erfahrung also!
Erfahrung ist allerdings etwas anderes, als sich anzulesen, wie das Leben funktioniert.

Als Erfahrung wird zweierlei bezeichnet: im Einzelfall ein bestimmtes Erlebnis eines Menschen in Form eines von ihm selbst erlebten und damit selbst wahrgenommenen Ereignisses, oder allgemein – und dann im Sinne von „Lebenserfahrung“ – die Gesamtheit aller Erlebnisse, die eine Person jemals gehabt hat

Im Alltag bezeichnet allgemein Lebenserfahrung das im Laufe eines Lebens gewonnene erprobte und bewährte Wissen.
Berufserfahrung bedeutet, jemand übte lange eine bestimmte Tätigkeit aus, legte sich – mit vielen verschiedenen Situationen konfrontiert, die gemeistert werden mussten – ein breitgefächertes Wissen zu.

Aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserfahrung

Berufserfahrung wird von Schülern auch schon so deklariert, irgendwann mal einen Ferienjob gemacht oder Werbeblätter verteilt zu haben.

Von schlauen Schülern gibt es permanent peinliche Versuche, sch als erfahren zu deklarieren, indem man sagt, mein sei intelligent. Intelligenz hat nichts mit Erfahrung zu tun. Intelligente Leute können scheitern, „dumme“ Erfolg haben.

Erfahrung kann gute oder schlechte sein.
Erfahrung ist angesammelte soziale Kompetenz, geschult in Jahren des Testens, Meisterns, Scheiterns etc.
Erfahrung lässt einen wieder aufstehen. Es gibt auch Manischdepressive durch schlechte Erfahrung.

Erfahrung lässt sich nicht im stillen Kämmerlein anlesen, ebenso wenig wie Wissen.
Erfahrung ist die permanente Interaktion mit dem realen Leben auf der Straße.
Erfahrung speist sich aus dem Kennenlernen neuer Herausforderungen und neuer Perspektiven – außerhalb des stillen Kämmerleins.

Wer sich ins stille Kämmerlein zurückzieht und von da aus sein Leben managen will, wird scheitern…

… aus Mangel an Erfahrung.

Zwischen zwei Welten werden wir groß.
Was gut und was böse ist, das wissen wir nicht.
Wir sind Egoisten und nehmen das, was für uns in der momentanen Situation am angenehmsten ist.

Wer lernt gerne freiwillig, wenn es um angenehme Dinge wie Treffen mit Freunden geht?

Wer isst schon gerne Gemüse, wenn es Schokolade gibt?

Unsere Eltern meinen es gut mit uns, doch wir wollen es nicht anerkennen. Wir sind ja ach so klug.
Und wenn es darum geht, eine Veränderung mitzumachen, dann ziehen wir uns das Mäntelchen „Kindheit“ an und flüchten in unsere „heile Traumwelt“.

Entscheidungen überlassen wir den Größeren, auch wenn sie uns nicht gut tun.

Es geht auch anders!

Es gibt Rebellen; die stellen sich gegen alles.
Sie halten das „Dagegen-Schild“ hoch, sofern ein Erwachsener ihnen seine Meinung „aufzwingen“ will.
Sie kämpfen sich durch die Welt mit allen Konsequenzen. Egal, ob sie hoch fliegen oder auch hin und wieder eine Bruchlandung erleben. Sie leben ihren Traum, den Traum von Freiheit und Abenteuer.
Den Traum „Das tut mir gut, das mache ich.“.

Wer ist glücklicher?
Derjenige, der sich alles sagen und aufzwingen lässt oder derjenige, der seine Kinderwelt real auslebt und erwachsen wird, Erfahrungen macht, die in keinem Lehrbuch stehen, sondern an der „University of Life“ gelehrt wird?

Hand aufs Herz!

Viele „ältere“ Leute haben es selbst zu spüren bekommen …

In den Schulen wurden „Erziehungsmaßnahmen“ durchgesetzt, die heute betrachtet grausam waren.

Ende der 1960-er‑, Anfang der 1970-er-Jahre, nach der 68-er-Revolution, setzte sich langsam durch, dass es nichts bringt, Schüler mit einem Stock den Po zu versohlen, ihnen Kopfnüsse zu geben, Linkshändern auf die Finger zu schlagen, die linken Hände zu verbinden und anderwaitige Gewalt anzuwenden.

Kam ein Kind nach Hause und hatte geklagt, der Lehrer habe es geschlagen, haben die Eltern abgewiegelt mit: „Du wirst es schon verdient haben.“.
Wieviele Eltern haben ihre Kinder geschlagen und schlagen sie heute noch?
Sie haben auch noch „Argumente“ dafür!

Nun behaupten „kirchliche Stellen“, es hätte sowas bei ihnen niemals gegeben.

Der Umkehrschluss wäre doch folgender:

Wenn an „kirchlichen Schulen“ o.ä. niemals Schüler geschlagen bzw. gezüchtigt wurden, weil es moralisch verwerflich gewesen wäre, warum hat die dann nicht die Familien und Lehrer permanent ermahnt, sie dürften ihre Kinder bzw. Schüler nicht (mehr) schlagen?

Es gibt schon Zufälle …

Im Rahmen der Personenbeförderung fuhr ich eine Frau nach Waldorf-Häslach.

Wir kamen ins Gespräch, dass meine Herzallerliebste und ich dort in der Nähe, in , gewohnt hätten, nun aber unser Dominzil in Böblingen hätten.
Die Frau erzählte, dass sie sich vor kurzem ein Haus in Dettenhausen angeschaut habe – in der Nähe des Bahnhofs.
Da ich keine Straße genannt hatte, fragte ich, wo das denn gewesen wäre.

Sie sagte: „Schliffstraße, Nummer 9, ein kleines weißes Haus.“
Die Frau, übrigens gebürtig aus Dresden, beschrieb das Haus ganz genau von innen.

Zwei Personen, die sich nicht kennen, haben sich durch Zufall kennengelernt und haben sich auch noch zufäligerweise das gleiche Haus angeschaut.

Alter Mann

„Vor fünfzig Jahren habe ich den Grund gekauft, auf dem jetzt das Altenheim steht“, sagte der alte Mann, „Man muss schon früh ans Alter denken. Ich habe auch das Altenheim gebaut.“

Der alte Mann trägt alte abgewetzte Kleidung und ist ungepflegt. Er raucht eine Billigmarke Zigaretten.
Morgens wird er von den Altenpflegern geweckt, steht dann auf und geht pünktlich frühstücken im Gemeinschaftssaal.
Dann geht er wieder hoch, liest Zeitung oder sieht fern. Pünktlich ist er wieder zum Mittagessen im Gemeinschaftssaal, und zum Abendessen auch.
Die Alterpfleger bringen ihn dann irgendwann abends – immer zur gleichen Zeit – ins Bett – Tag ein, Tag aus, Jahr ein, Jahr aus.

Wenn er andere Leute trifft, erzählt er ihnen, wie es im Krieg war. Er war an allen Fronten, in Rommels Afrikaheer, lag vor Stalingrad, hat die Brücke von Remagen verteidigt.

Ein bewegtes Leben!

Mal davon abgesehen, dass nach seinen Kriegseinsätzen der Krieg hätte mindestens zwanzig Jahre dauern müssen!

Die Kriegsveteranentreffen finden regelmäßig alle paar Wochen statt und dauern uuunheimlich laaange, weil man sich ja sooo viel zu erzählen hat.
Man sieht den alten Mann aber jeden Tag, ohne Unterbrechung, beim Frühstücken, Mittagessen und Abendessen im Altenheim.

Nach dem Krieg hat er das Grundstück gekauft und dann das Altenheim erbaut, in dem er nun wohnt. Er wohnt in seinem Heim, dass ihm gehört und das er konzipiert hat.
Er steht zwar nicht in der Historie oder Chronologie bzw. dem „Lebenslauf“ des Heims, man findet ihn auch nicht als ehemaligen Besitzer in den Grundbüchern oder in den Akten der Liegenschaftsämter.

Die Geschichten erzählt er den Pflegern, den Sitznachbarn beim Friseur oder auf dem Amt, jedem, der es wissen will oder nicht.

Wenn man es zum tausendsten Mal erzählt, glaubt man es nämlich selber.

Es ist doch schön, Post zu bekommen, auch wenn man sie gar nicht will …

Totes Wissen zu haben, bedeutet, etwas auswendig gelernt zu haben, abgespeichert zu haben, und nicht darüber nachgedacht zu haben.

Wissen ist nicht gleich Information.

Information wäre totes Wissen, weil es ohne Zusammenhänge abgespeichert wurde.

Der Historiker und Politologe Robert Traba sagte dazu:

„Alle Schüler in Deutschland wissen: Am 1. September 1939 wurde Polen von den Deutschen überfallen, der Zweite Weltkrieg hatte damit begonnen. Doch in den allermeisten Fällen ist das doch totes Wissen, ein totes Datum. Auswendig gelernt, um in der nächsten Klassenarbeit eine gute Note zu schreiben. Es ist bestimmt keine lebendige Aufarbeitung der . Dazu wäre es wichtig, wirklich über alle relevanten historischen Ereignisse zu reden, aber in einem ganz bestimmten Kontext.“

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