Artikel-Schlagworte: „Verkehr“

Um Navigationssystem ranken sich viele Ammenmärchen, und seltsamerweise halten sich diese gegen jegwede Vernunft.
Eine Familie ist mit dem „Navi“ in den Urlaub gefahren und musste dann irgendwo eine Fähre nehmen.
Nach zehn Minuten Fährfahrt gab das Navi von sich: „Nun die Fähre verlassen!“
Der Fahrer des Autos hat das Auto angelassen, aber im letzten Moment bemerkt, dass man sich noch auf dem Wasser befand.
Wäre man den Anweisungen des Navis gefolgt. wäre man über Bord gegangen.
Gott sei Dank ist nichts passiert!
Die Geschichte gibt es auch mit einem tragischen Ende.
Die Familie ist über Bord gegangen, weil sie aufs Navi gehört hat und ist ertrunken.
Solche Horrorgeschichten hört man immer und immer wieder, wenn man auf Navigationssystem zu sprechen kommt.
Dem Freund eines Freundes, dem Kollegen eines Cousins, und anderen nahestehenden, nicht dingfest zumachenden Personen, ist dies passiert.
Wenn man dann seinen Zweifel kundtut, behaupten die Erzählenden stock und steif: „Doch, das war genau so.“.

Manchmal hat man im Straßenverkehr ja nichts außer Aufpassen zu tun …
Die Schwaben hupen im Straßenverkehr ja wegen jeder Kleinigkeit.
So dachte ich, dass ich mal jemanden mit Hupen ärgern sollte.
Ich stand an der Ampel und trank etwas Mineralwasser. Links neben mir stand ein anderes Auto.
Wir hatten beiden wegen der hohen sommerlichen Temperaturen die Fenster offen.
Während ich trank, hupte ich und tat so, als wäre nichts geschehen.
Mein „Nachbar“ schaute erschrocken zu mir herüber.
Ich nahm scheinheilig meine Mineralwasserflasche vom Mund und fragte ihn lakonisch: „Hupst Du, weil ich Wasser trinke?“
„Ich habe nicht gehupt“, antwortete er wahrheitsgetreu, noch!
Ich spielte dominant und etwas aggressiv, drehte mich nach hinten, zu den Seiten, zuckte mit den Schultern und rief zu ihm herüber: „Wir sind hier die Einzigen an der Straßenecke. Meinst Du etwa, meine Flasche hupt?“
Und jetzt kam etwas „Sagenhaftes“.
Mein Ampelnachbar ließ sich durch mein dominantes Auftreten manipulieren und zweifelte an sich selbst.
„Ich habe mir gerade etwas aufgeschrieben“, sagte er kleinlaut, „Dabei muss ich wohl auf die Hupe gekommen sein. Tut mir leid!“
Richtig gelesen!
Er hat sich für etwas entschuldigt, was er definitiv nicht getan hat.
Wegen des Internationalen Straßenfests in Sindelfingen (an diesem Wochenende) kommt es auch stellenweise zu Engpässen auf und an den Straßen.
Ein Amerikaner meinte, er könne sich in einer Straße, in der Parkverbot ist, hinstellen, weil in der Straße, in der er wohnt, alles besetzt ist.

Ob das die deutschen Ordnungshüter auch so sehen?

Auf dem Internationalen Straßenfest in Sindelfingen (an diesem Wochenende) hat auch die Polizei einen Info-Stand.
Wir fragten, ob wir bei denen denn Knöllchen kaufen könnten.
„Das nicht“, sagte der angesprochene Polizist, „aber sie können uns sagen, wo sie immer falsch parken. Dann schauen wir mal bei Ihnen vorbei.“
Endlich haben wir ein neues Auto, einen silberfarbenen Opel Omega.

(von vorn)

(von hinten)
A propos: Es ist bar bezahlt.
Wir haben e ⅰ n Auto, im Gegensatz zu Anderen!

Es gibt schon kuriose Zufälle …
In der Taxizentrale sagte mir der Zentralist die Straße und den Ort, wo ich die Kunden abholen sollte und fügte hinzu: „Aber du weißt ja, wo Schneidewinds wohnen.“
Ich fragte verblüfft nach, weil ich dachte, der Zentralist wolle mich verkohlen.
Er meinte es ernst und war seinerseits überrascht, dass ich Schneidewinds, die auch noch in unserer Nähe wohnen, nicht kenne.
Als ich bei Schneidewinds ankam, wurde es kurios, aber herzlich.
„Sie sind ja superpünktlich“, lobte mich Herr Schneidewind, den ich bis jetzt noch nicht gekannt hatte.
Ich erwiderte: „Schneidewinds sind immer pünktlich.“ und erntete einen fragenden Blick.
Ich fügte hinzu: „Heute haben Sie das Glück, mit einem Herrn Schneidewind zu fahren.“
Jetzt dämmerte es meinem Gegenüber.
Wir begrüßten uns.
„Angenehm, Herr Schneidewind – Schneidewind!“
„Angenehm, Herr Schneidewind – Schneidewind!“
Wir tauschten ein paar Nettigkeiten aus und fuhren dann los.
Herr Schneidewind sagte mir, es sei ihm auch nun klar, weswegen der Zentralist bei der Vorbestellung so seltsam geklungen habe, als er den Namen gehört habe.
Auf dem Weg stellte sich heraus, dass Schneidewinds auch wie mein Vater aus der Nähe des Harzes kamen. Mein Vater wurde in der Luther-Stadt Eisleben geboren,. Gerhard Schneidewind, den ich seit Kurzem kannte, hatte Wurzeln bei einem Johannes Schneidewind, einem Weggefährten Martin Luthers.
Während der Fahrt sprachen wir uns auffällig mit Namen an.
„Wie finden Sie das Wetter, Herr Schneidewind?“
„Es könnte besser sein, Herr Schneidewind.“
„Das stimmt, Herr Schneidewind.“
Irgendwann war dann die Fahrt zu Ende und wir verabschiedeten uns vorläufig.
„Tschüss, Herr Schneidewind.“
„Einen schönen Urlaub, Herr Schneidewind.“
„Danke, Herr Schneidewind.“
Es gibt schon Zufälle!

Google, die Daten-Krake im Internet, ist weit bekannt geworden durch „Google-Street-View“, einem Dienst, bei dem man online ganze Straßenzüge „fotorealistisch“ in drei Dimensionen anschauen kann.
Die Google-Kamera-Autos fahren dazu permanent herum und fotografieren alles und jeden.
Laut einem Rechtsgutachten ist dies rechtlich sehr bedenklich.
Irgendwann kam heraus, dass die Street-View-Autos auch WLAN-Punkte gescannt haben und deren sog. MAC-Adressen und Identifikationsnummern mitgeschnitten haben bei ihren Fototouren.
Google fand das nicht schlimm, schließlich machten das „Andere“ – die man natürlich nicht näher nannte – auch und alles habe „datenschutzrechlichtlich gesehen“ schon seine Richtigkeit.
Es wurde von einem Googlesprecher verteidigt, irgendwas geplappert, was sich wie juristische Statements anhörte, aber doch nur Wischiwaschi war.
Nun kam heraus, dass Google auch E-Mail-Fragmente beim Fotografieren gescannt und gespeichert hat.
Google hat reagiert und meinte dazu, es habe sich ein Teil einer anderen Software aus Versehen in die Foto-Software geschlichen, die ein anderes Projektteam programmiert habe und die überhaupt nichts mit Street-View zu tun habe.
Auf einmal!
Erst war das Einsammeln von WLAN-Daten nicht schlimm, weil es „Andere“ auch tun.
Als sich dann der hamburger Landesdatenschutzbeauftragte eingeschaltet hatte, sagte Google, es tue ihnen leid, man habe nicht gewusst, dass sich Teile einer „anderen Software“ eingeschlichen hätten.
Hand aufs Herz!
Street-View-Autos sind mit Kameras, die dreidimensionale Abbilder von Häusern, Straßenzügen etc. aufnehmen, ausgestattet.
Es kann passieren, dass irgendjemand nicht aufgepasst hat und aus Versehen einen Teil einer anderen Software installiert hat. Das kann man noch „irgendwie“ glauben.
Kameras können allerdings keine WLAN-Punkte scannen, sondern bekanntermaßen nur Fotos schließen.
Also muss irgendjemand doch Scanner für das WLAN ins Auto eingebaut haben – aus Versehen?
Und as ist bis jetzt niemandem bei Google aufgefallen!
Und dass eine Software, die WLAN-Punkte und E-Mails, die über WLAN übertragen werden, scannen kann aus Versehen zufälligerweise installiert und aktiviert wurde in Autos, die nur Kameras und nichts anderes an Bord haben dürften, ist auch niemanden aufgefallen!
Es gibt schon Zufälle, die keine sind …

Lieber dumm gelaufen als betrunken gefahren!
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.
























