Volksverdummung

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  • Weg mit der Korruption!
  • Weg mit dem Rassismus!
  • Weg mit dem Kapitalismus!
  • Weg mit der Bürokratie!
  • Weg mit dem Machtmissbrauch!

Das sind „hehre“ Ziele einer Sindelfingerin, die meint, dass sie einfach mal so Oberbürgermeisterin, danach Bundestagsmitglied und schließlich Bundeskanzlerin – aktuell 2017 – wird.

Fridi (Friedhild) Miller hat allerdings ihr Ziel verfehlt, Oberbürgermeisterin von zu werden, gegen den amtierenden OB Vöhringer. Dieser erhielt 93,8 Prozent der Stimmen der Wahlberechtigten.

Am 18.7.2017 legte sie gegen diese  Wahl nach Kommunalwahlordnung § 31 Einspruch ein. Ihre Verdächtigungen sind hierbei Wahlbetrug, Wählertäuschung, Wahlmanipulation sowie Wählernötigung. Diese Punkte natürlich ohne Beweise und mit ihrem Argument, dass diese Wahl nicht stimmen könnte, weil sie bekannter sei als Vöhringer, da sie schließlich vor Jahren bei „Wer wird Millionär“ gewonnen habe.

Ebenso zeigte sie Vöhringer selbst und Leute seines politischen Umfelds wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ an.

Eine Kopie des diesbezüglichen Zeitungsartikels ist momentan im Calwer Carré von Sindelfingen gegenüber der Rolltreppe zu sehen. Wer ihn dort angeklebt hat, kann man nicht nachvollziehen.

Nun versucht sie Bundeskanzlerin zu werden. Auf ihrer Xing-Seite steht bereits „Bundeskanzlerin 2017“. Unterstützt wird sie laut eigenen Angaben von der „Wählervereinigung Fridi“.

Obwohl sie dies andauernd wiederholt, gibt es keine Anhaltspunkte, wer dort Mitglied ist. Ebenso steht ihr Verein „Fridî – Mutterliebe“ nicht im Vereinsregister.

Auf ihrer farblich sehr bunten Webseite, bei Facebook, bei Xing und bei LinkedIn zeigt sie ein Bild, auf dem hinter einem Ohr eine Verletzung zu sehen ist. Laut ihr rührt es daher, dass dies ein „Stasi-Angriff“ war, um zu verhindern, dass sie Bundeskanzlerin werden lann.

Ihre rar-gesäten Fans tönen ins gleiche Horn und philosophieren, dass sie eben so bekannt und beliebt ist, dass sie Kanzlerin werde und man wolle sie eben aus dem Weg räumen. Man konstruiert Zusammenhänge, dass Merkel in der DDR gelebt hatte und dass die Stasi Merkel an die Macht gebracht habe. Dass es keine DDR und keine Stasi mehr gibt, hinterfragt niemand.

Auf Nachfrage konnte Fridi Miller allerdings keine Beweise für einen Mordanschlag erbringen.

Die Blessur erlitt sie auf einem Event „Black and White“ im Breuninger Land Sindelfingen.

Sie verklagte den unbekannten Angreifer wegen versuchten Mordes. Die Staatsanwalt ist involviert. Die einzigen Beweise, die Miiler erbringen kann ist o.g. Foto sowie ein Aufnahmebogen der Sanitäter, die bei „Black and White“ Dienst taten.

Fragen über Fragen … Mehr Fragen als Antworten und Beweise! 

Fridi Miller ist in keiner Partei organisiert, rechnet aber damit,  Bundeskanzlerin zu werden. Sie ist jedenfalls davon überzeugt. Laut Ihrer eigenen Aussage gibt es das stechende Argument:

Ich werde die Bundestagswahl als DIREKTKANDIDAT für WK260 Böblingen gewinnen und dann gegen Merkel antreten und gewinnen weil ich mehr Sexappeal habe

Weiterführendes

„Mache immer das Beste aus Deinem Leben.
Für das Schlechte sorgen schon die Anderen.“

AfD 7,4 %  
CDU 33,0 %  
FDP 12,6 %   
Grüne 6,4 %  
Linke 4,9 %  
SPD 31,2 %  

Trotz oder wegen des „Heilands aus Würselen“, Martin Schulz, ist die SPD in Nordrhein-Westfalen –  – abgeschmiert, also gescheitert.

Und die arme Hannelore (Kraft)ist jetzt auch arbeitslos, NRW ist kraftlos.

Hannelore Kraft hat 2010 als Ministerpräsidentin die Macht in NRW übernommen. Seitdem ging es noch weiter bergab in dem bevölkerungsreichsten Bundesland.

Armin Laschet hat mit der CDU nun die meisten Stimmen auf sich vereinen können.

Der nächste Minsterpräsident wird wohl er werden.

Nach den Sitzen zu urteilen, wäre eine schwarz-gelbe Koalition möglich, die zwar nicht die Mehrheit innehätte, wobei man allerdings bedenken muss, dass die SPD und die Grünen sich mit der AfD in der Opposition nicht einig wären.

Ebenso wäre eine schwarz-rote Regierung möglich, was aber streng genommen Verrat am Wähler wäre.

Die Landtagswahl in NRW gilt übrigens als „kleine Bundestagswahl“ und Weichenstellung für diese im Herbst.

Amtliches Endergebnis.

Roll over Beethoven

„Das Leben ist wie ein Stocherkahn.
Wenn man nicht aufpasst, geht man baden.“

Gestern sollte in ab 16 Uhr eine „Demonstration gegen linke Gewalt“ stattfinden.

Die Demonstration bzw. Kundgebung fand nicht wirklich statt, weil nur acht Personen gekommen waren.
Wir können darüber zwar nichts , doch wir haben trotzdem etwas „Kurioses“ zu berichten, was sich dort abspielte und uns sehr zu denken gab und gibt.

Wir kamen gegen 15:45 Uhr, eine Viertelstunde vor Beginn, zum Schillerplatz.
Von Kundgebungen besonders von konservativen Gruppen oder der sog. „Demo für Alle“ kennen wir es, dass ein riesiges Polizeiaufgebot da ist, weil es immer wieder zu Querelen mit zum Teil gewaltbereiten linken Gruppen kommt, die allerdings von den „Linken“ ausgehen.
Der Schillerplatz war abgesperrt worden, um eine Eskalation zu verhindern und die Gruppen von einander zu trennen.
Wir standen vor einer Absperrung zwischen „Alter Kanzlei“ und dem Landesmuseum.
Dort standen sog. „Antifa-Leute“, die ihre Parolen grölten und bewiesen, dass die „Demo“ nicht umsonst gewesen sein sollte.
Ich stelle mich mit Namen vor und zeigte meinen Presseausweis, wobei ich sagte, dass wir gerne über die „Demo gegen linke Gewalt“ berichten möchten. Der angesprochene Polizist öffnete ein Stückchen das Gitter, ließ nur mich hinein und sperrte schnell wieder zu.
„Meine Medienbegleitung muss auch mit“, sagte ich irritiert zur „Aussperrung“ meiner Frau, worauf der Polizist meinte, dass dies nicht ginge, weil sie ja keinen Presseausweis habe. Ich intervenierte, dass die „Demo“ angemeldet sei und betonte, dass wir beide dort sowieso hin wollten. Das verstand der Polizist wohl nicht und blieb hart, indem er seinen Spruch: „Sie hat keinen Presseausweis“ wiederholte. Auf meine Richtigstellung, dass wir auch zu einer zugelassenen „Demo“ bzw. Kundgebung gehen möchten und das im Grundgesetz verankerte Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen möchten, ging er nicht ein oder verstand dies nicht, sondern lehnte es weiter ab, meine Frau hereinzulassen.
Warum weiß wohl nur er.
Ich wurde aufgrund dieser stumpfsinnigen „Argumentation“ des Polizisten irgendwann unpässlich und entschied mich, nicht hineinzugehen.
„Auf solche Querelen von seiten der Exekutive habe ich ehrlich gesagt keine Lust“, sagte ich schroff zu dem Polizisten, „Sie behindern hier die Presse und gleichzeitig hindern Sie uns daran, an einer ‚Demo‘ teilzunehmen, was allerdings im Grundgesetz steht.“.
Ich drehte mich erbost um: „Öffnen Sie bitte die Absperrung, damit ich hinaus kam!“.
Während ich hinausging, meinte der Polizist: „Ich glaube sowieso nicht, dass das ein echter Presseausweis ist.“
„Du kannst mich mal kreuzweise!“ sagte ich laut hörbar.

Gegenüber der Markthalle versuchte ich es erneut. Die Polizisten waren dort auch nicht wirklich netter.
„Hallo! Darf ich hinein zu der Kundgebung?“, fragte ich ohne ein Dokument zu zeigen.
„Wenn Sie da unbedingt rein wollen!“, sagte ein älterer Poliziust in rauhem Ton zu mir, worauf ich freundlich und mit einem Lächeln : „Ja, ich möchte das Recht auf Versammlungsfreiheit bei einer angemeldeten ‚Demo‘ wahrnehmen.“ antwortete. Der Polizist, der nicht so gepanzerte Kleidung trug wie der an der „Alten Kanzlei“ ließ mich murrend herein.

Ich unterhielt mich kurz mit den vier Personen, die dort standen und erfuhr, dass die Polizei nicht das erste Mal Teilnehmer abgewiesen hatte. Ich bekam auch mit, dass sich welche bei einem der Leute die „innen“ standen, über SMS beschwerten, man ließe sie nicht hinein. So musste man sie „draußen“ abholen und der Polizei sagen, sie dürften hinein.
Da im „Innern“ erst nur vier Leute und nach einer Viertelstunde nur acht dort waren, entschied ich mich zu gehen.
Der mürrische Polizist ließ mich wieder gehen.

Den Protest der linken Demontrsanten empfand ich als sehr befremdlich.
Bei einer „Demo gegen linke Gewalt“ tauchten „Linke“ („Anarchos“) auf, um gegen die „Rassisten“ und „Nazis“ zu agieren, die zu dieser „Demo“ gehen wollten. Es war keine „Demo“ a la „Partei XYZ gegen Dies und Jenes“. 
Die „Linken“ machten genaus das, was ihnen vorgeworfen wurde. Sie störten, sie beleidigten, sie liessen sehr laut „antirassistische “ (Punk) laufen, in deren deutschen Texten Andersdenkende (massiv) beleidigt wurden.

Das scheint ja alles in den Augen der „Altparteien“ nicht schlimm zu sein.
Man hatte im Landtag Baden-Württemberg einen „Untersuchungsausschuss ‚Linke Gewalt‘ “, der von den zwei zu der Zeit zerstrittenen AfD-Fraktionen gefordert wurde, einstimmig abgelehnt, weil es angeblich nichts zu untersuchen gebe.

Uns hat das Verhalten der Polizei sehr geärgert.
Es waren kaum Demo-Teilnehmer erscheinen. Wieviele erschienen wären, wenn die Polizei alle durchgelassen hätte, kann ich nur erahnen, doch viel mehr wären es bestimmt nicht gewesen.
Um noch mal das Verhalten des gepanzerten Polizisten an der „Alten Kanzlei“ in Erinnerung zu rufen …
Ich hätte hereingedurft, weil ich Pressevertreter bin. Meine Mediengleitung – meine Frau – durfte nicht hinein, weil sie im Gegensatz zu mir keinen Presseausweis bei sich hatte.
Die Aufforderung meinerseits an den Polizisten, dass dies eine zugelassene „Demo“ sei, die die Polizei ja mit den Absperrungen gesichert habe, interessierte ihn nicht. Auch die Nennung der im Grundgesetz verankerten Versammlungsfreiheit ließ ihn kalt.
Man fragt sich zu Recht, was falsch läuft, wenn ein Polizist entscheidet, ob jemand hinein darf oder nicht. Genauso dieser Spruch des anderen Polizisten an der Markthalle!
Wenn ich mich entscheide, an einer genehmigten „Demo“ bzw. Kundgebung teilzunehmen, ist dies meine eigenen Sache und ein Polizist muss keine abwertenden Sprüche machen oder mich aussperren.
Die Polizisten nahe der Markthalle ließen übrigens auch niemanden wirklich hinein, sondern die Leute „drinnen“ mussten den Polizisten sagen, wer hinein durfte. Das passierte aber nur, wenn sich jemand, der „draußen“ stand, sich bei den Leuten, die sich „innen“ aufhielten, beschwerten.
Völlig absurd!

Eine offizielle Beschwerde zum Innenministerium ist unterwegs.

Ein Highlight können aber wir berichten.
Als ich mich entschied, bei der „Alten Kanzlei“ zu gehen, wurden wir von Michael Knödler, Piratenpartei, begrüßt. Er bot uns sogar an, uns Bilder zu geben von „innen“.
Bei allen Querelen, die wir mit ihm hatten und er mit uns, ist unser beidseitiges Verhalten immer höflich zueinander.

Am 14. Mai 2017 findet in Nordrhein-Westfalen wieder eine Landtagswahl statt.

Seit knapp zwei Jahren erzählt Thomas, dass wie die SPD, CDU, Grüne, Linke – also die etablierten „Altparteien“ nichts taugten. Sie seien nicht ernst zu nehmen, denn wenn sie etwas versprächen vor der Wahl, hielten sie es nicht ein. Ebenso wollten sich die „Altparteien“ nur gegenseitig die Klinke bzw. Pöstchen und Sitze in die Hand drücken. Da Thomas auch nicht die „Flüchtlingswelle“ und die „Plünderung der Sozialsysteme“ gutheißt, tendiert er zur AfD – Alternative für .
Er sagt, er fände es sehr gut, dass der ehemalige Sozialdemokrat Guido Reil (aus Essen)  nun bei der AfD sei, denn jetzt mache dieser endlich Realpolitik.

Thomas hat übrigens eine sehr konservative Sicht der . „Drei K’s“, sagt er immer, „Kirche, Kinder, Küche“, wenn er davon spricht, wie er sich seine Ehefrau und die in spe vorstellt.
Er lobt seit knapp zwei Jahren die AfD, geht mit ihr konform, hackt auf die „dumme Politik“ der „Altparteien“ ein und spricht sich gegen Angela Merkel aus, weil sie sich so viele Verfehlungen geleistet habe.
Er schlägt auch verbal auf die Politiker in Nordrhein-Westfalen ein, was das Zeug hält, denn in seinen Asugen aus ausnahmslos niemand von den „Altparteien“ wählbar.
Auf die (rhetorische) Frage: „Am 14. Mai wählst Du dann AfD?“ konterte er überraschend: „Nein, Hannelore Kraft“.
„Aber dann wählst Du doch die SPD“, kam die erschrockene Gegenfrage.
„Aber die SPD schafft das. Den Laschet kann man ja nicht wählen, weil er mal Pfusch an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen gemacht hat.“
„Was ist mit der AfD. Es ging doch auch darum, ein Zeichen zu setzen. Und die SPD ist doch für die ganze Misere in verantwortlich.“
„Man weiß nicht, was die AfD wirklich macht. Alle Parteien sind gleich. Versprechen und nix halten. Dann wähle ich lieber die SPD, die sind schon lange dran und schaffen das.“
Versuche, nachzuhaken, was der Auslöser für die Wende waren, verliefen im Sande. Argumente für seine neue Lieblingspartei gab es genug, aber er artikulierte sie nicht. Seltsamerweise fielen ihn keine Argumente gegen die AfD ein, die erklären konnten, weswegen er plötzlich SPD wählen wollte.
„Die SPD ist an der Regierung“, sagte er mehrmals, wusste aber nur selber, was er damit sagen wollte. Argumente, die SPD habe Schulden gemacht, argumentierte er nicht gegen. Auch Argumente gegen die „Altparteien“, die er seit zwei Jahren geliefert hatte, wurden nicht angezweifelt. Er hielt allerdings die AfD heraus, ging auch nicht auf Argumente pro AfD ein.

So wie Thomas sind viele Leute.
Sie tönen laut herum, dass sich etwas ändern muss, doch wenn es darum geht, Flagge zu zeigen, kommen sie hinter den Ofen nicht hervor.


Sie klicken und tippen den ganzen Tag auf ihren Handys, Smartphones und Tablets herum.
Nichts verpassen, was passiert! Vor allem zu jedem und allem den eigenen Sermon abgeben!
Es könnte ja sein, dass jemand beleidigt ist, wenn man kein „Like“ setzt, keinen Kommentar schreibt oder keine „Story“ (für andere, auch von sich) veröffentlicht.
Morgens nach dem Weckerklingeln und vor dem Aufstehen schaut man erstmal, was die „Freunde“ online gemacht haben, wenn man nicht sowieso während der Nacht zwischenzeitig nachgeschaut hat.

Stress pur!

Bloß keine „Freunde“ durch Nicht-Beachtung verlieren!

Was den ganzen Tag und die ganze Nacht passiert, ist keine wirkliche .
Es geht nur darum, zu zeigen, dass man online ist. Zuhören und für andere da sein, ist dies nicht, sondern nur die Bestätigung, dass man auch da ist, damit niemand meinen könnte, man hätte nichts für die anderen übrig oder beachte sie nicht. Was man „schreibt“ bzw. „von sich gibt“, ist egal, Hauptsache irgendwas.
Die Hiergenannten erleben ihren Alltag anders, nicht wie er real ist. Zu viele lassen nichts kleben, was wirklich passiert ist. Sie konzentrieren sich nur auf ihre Mitteilungs-Apps, auf die sog. „sozialen “, die keine sind, sondern zum Dogma „Ich-mülle-alle-voll-mit-meinen-Wahrnehmungen“ degeneriert sind.

Wenn es mal so sein sollte, dass man sich im realen Leben – außerhalb des Online-Circus‘ – persönlich trifft, kommt es zu kuriosen Verhaltensweisen.
„Eigentlich wollte ich mich mit Sarah alleine treffen“, heißt es dann, „aber wir haben alle von der Gruppe eingeladen. Nicht dass jemand sauer ist. Wir gehören ja alle zur Gruppe.“
Privatsphäre war ja online schon nicht mehr durch das Mitteilungsbedürfnis bzw. den –zwang gegeben, nun ist es auch im realen Leben so. Jeder gehört dazu und muss teilhaben.
Die Online-Community wird auf die Realität abgebildet, nicht umgekehrt, denn in der realen Welt agiert man kaum noch. Der Online-Circus bestimmt die Realität. Auch sitzt man irgendwo mit „Freunden“ in der Realität und tippt auf den „Mitteilungsgeräten“ herum, damit die, die nicht kamen, teilhaben können.
Einen großen Teil nehmen dann „Gespräche“ ein, bei denen darauf hingewiesen wird, wer was wann online mitgeteilt hat.
Das gemeinsame Staunen – „Boah!“ – ist sehr wichtig, denn es ist das „Liken“ in der Realität.

Es kommt nicht mehr darauf an, die Realität wahrzunehmen, sondern man artikuliert sich irgendwie, damit man von anderen wahrgenommen wird. Man wirft sich in Pose, um anderen zu gefallen. Laufend werden Fotos von sich verteilt, mal mit aufgesetzten , mal „neutral“.
Man muss eben dranbleiben, online bleiben und man muss reagieren.
Es reicht ein „Like“ („Gefällt mir“).
Alle schwimmen mit dem Mainstream, alle agieren und reagieren gleich, nicht sich abheben.
Tote Fische schwimmen massenhaft mit dem Strom. Eigene Meinungen sind irrelevasnt und auch nicht erwünscht, denn man könnte ja andere verärgern.

Wenn man aber konkret wird und wissen will, was sie den ganzen Tag „diskutieren“, wird es still.
Mehr als „Der und der war gerade online und hat etwas gelikt“ kommt dann nicht aus den Mündern der Onliner. Sie behalten nicht, worum es geht oder ging, sondern nur, dass sie online waren. 

Degeneration par excellence!

Gestern waren wir spazieren in Tübingen.
Während wir an der Stiftkirche waren, kam eine englischspraschige Touristengruppe zu uns.
Der Touristenführer erklärte, dass das Haus gegenüber der Stiftskirche das ehemalige Hauptquartier der Gestapo gewesen wäre.
Die Gruppe stand vor dem Haus, als jemand sich mit einem Stuhl eben dort hin setzte, um die Sonne zu genießen.
Die Touristen zückten ihre Kameras und wolten Fotos machen.
„Ich möchte das nicht“, sagte der Mann auf dem Stuhl lautstark, „das ist Recht am eigenen Bild. Sagen Se das Ihren Leuten!“
Der Führer der Gruppe erklärte dies auf Englisch und lotste seine Leute zur Seitenwand des Hauses mit den Worten: „This is also a good object for pictures.“.

Das Recht am eigenen Bild wäre in dieser Situation in keinster Weise gegeben, denn der Mann auf dem Stuhl ist nur „Beiwerk“ zum Haus.

Was der Mann mit diesem Unsinn bezwecken wollte, ist mir nicht klar geworden, ebenso wenig, weswegen der Touristenführer sich darauf eingelassen hatte.

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz im Kabinett Merkel III., ist mächtig sauer, denn im kursieren böse, böse Beiträge und Kommentare.
Er nennt dies „Hate-Speech“ – „Hasssprache“.
Laut Heiiko Maas gibt es sie erst seit Kurzem, weswegen er jetzt einschreiten will, soll, muss – wie auch immer!

Was Ursula von der Leine Leyen mit ihrer sog. „Internetsperre“ nicht hinbekommen hat, will Maas nun mit einem Gesetz gegen „Hasssprache“ schaffen.

Das Problem ist aber, dass es die Problematik schon lange gibt und dies lange Zeit als irrelavant angesehen wurde. Wir wurden bei Twitter und Facebook schon vor Jahren arg beschimpft und denunziert.
Anzeigen bei der Polizei?
Diese verblassten irgendwann nach ein paar Wochen im Nirvana mit der Ausrede, dass Twitter  ein ausländischer Unternehmen sei und nicht auf die Anfragen der deutschen Justiz reagiere. Morddrohungen und Behauptungen aufs Übelste – bis hin in die Kinderschänder-Ecke – seien ja auch nicht sooo schlimm, denn man könnte ja selbst dagegen halten. Und dass Idioten unsere urheberrechtlich geschützten Bilder und unsere eingetragenen Markennamen (z.T. gegen uns) benutzten, sei zwar schlimm, aber wir sollten die Verbrecher immer wieder auffordern, das zu unterlassen. Dann würden die schon aufhören, vor allem, wenn wir uns nicht einschüchtern und beeinflussen ließen. Dann würde es sich eben irgendwann von selbst totlaufen und aufhören. Nachwirkungen gibt es übrigens immer noch.

Nun hat also Heiko Maas gemerkt, dass es im Internet „Hasskommentare“ gibt.
Das will er nicht hinnehmen, weil diese ja angeblich rechtsradikale Inhalte hätten.

Heko Maas bezieht sich nämlich nur auf „Hasssprache“, die aus der rechten politischen Ecke kommt. Linksradikalismus sei laut Heiko Maas nicht schlimm und werde überbewertet.
Wenn Linksradikale und –extremisten – u.a. die sog. „Antifa“ – Autos von nicht genehmen Politikern demolieren oder deren Häuser beschmieren, ignoriert man das ebenso, als wenn die Linken am Stuttgarter Flughafen bzw. auf dem Messegeläde mit Eisenstangen gegen Polizisten vorgehen, die einen Parteitag der „politischen Gegner“ schützen. Dass diese Idioten auch noch brennende Reifen auf die Autobahn geworfen haben, verdrängt man und schweigt darüber.
Auch wenn ausländische Politiker auftreten, ist es nicht schlimm, wenn Linke Steine werfen und die Besucher anpöbeln. 

Aber die „Hasssprache“ muss bekämpft werden, laut Heiko Maas.
Er will die sozialen Onlinenetzwerke dazu bringen, „Hasskommentare“ und „Hassbeiträge“ von sich aus zu löschen gegen Androhung von hohen Geldstrafen.
Er untergräbt damit allerdings die Meinungsfreiheit. Wenn nämlich jemand zum Beispiel sagt, er möge keine Moslems, sollen laut Maas die diesen Beitrag löschen, weil es ja „Hassprache“ ist. Wenn Martin Schulz sagt, er empfinde die AfD – Alternative für  – als Schande für , ist dies keine „Hasssprache“, weil es sich ja gegen angeblich „Rechte“ richtet.

Heko Maas weiß anscheinend nicht, was er tut.

Er will die Präsenz der „Altparteien“ sichern mit Hilfe eínes kuriosen Gesetzes.

Zu dem Thema ist übrigens etwas Aktuelles vorgefallen.
Einer meiner Facebookfreunde veröffentlichte als Erster gestern, dass in Stockholm ein Verrückter mit einem LKW in Menschen gerast ist. Er wurde von Facebook ermahnt, keine „Falschnachrichten“ zu veröffentlichen.

Das resultiert aus dem dumm-dreisten Gehabe von Heiko Maas, nämlich alles, was irgendwie nicht in ein bestimmtes Raster passt, und unter Umständen „rechtes Gedankengut“ enthalten könnte,  als „Hasssprache“ zu deklarieren.

Eine Zensur findet natürlich nicht statt !

 

Roll over Beethoven

„Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht.“

Christian Morgenstern

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Dietmar Schneidewind ist Journalist bei der European Press Federation

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