Widersprüche

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(Ein Insider-Gag)

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Drehbuchautoren und Filmemacher haben es nicht leicht. Sie müssen auf vieles achten, nicht nur darauf, dass die Handlung logisch aufgebaut ist, sondern auch, dass keine Fehler auftauchen.
Bei manchen Filmen sieht man, dass die Vorbereitungsarbeiten nicht gut waren, und es tauchen manchmal Fehler auf, die auch von Otto-Normal-Fernseh-Schauenden bemerkt werden. Dies kann u.a. sein, dass ein Kriminalfall plötzlich sehr schnell gelöst wird, obwohl die Ermittler nicht weiterkamen. Ein Grund könnte sein, dass der Film sonst zu lang würde und dann nicht mehr in die z.B. neunzig Minuten hineinpasst.

Einen kaum wahrnehmbaren Fehler hat es in einer Episode der Serie „Der Bulle von Tölz“ vor ein paar Tagen gegeben.
In dieser Serie spielt der menschgewordene Walfisch Ottfried Fischer einen Kriminalkommissar. Ihm zur Seite steht eine schmächtige Kommissarin.

In dem „Fall“ wurde ein alter Mann tot in seinem Bett gefunden.
Nachdem die Kripo angekommen war, rauschte auch sofort der Gerichtsmediziner bzw. Pathologe an und stellte beim Anziehen der obligatorischen Latex-Handschuhe mit einem kurzen Blick auf den auf dem Bauch liegenden Toten fest, dass dieser schon seit vielen Stunden – geschätzt auf plus/minus einer Stunde Genauigkeit – tot ist.
Der Mann war während des Schlafens erstickt, denn er litt an einer Lungenschwäche. Da er auf dem Bauch gelegen hatte, konnte seine Lunge nicht mehr richtig atmen und der Mann ist verschieden.
Das hat der Gerichtsmediziner bzw. Pathologe (Diese Ausdrücke werden abwechselnd benutzt.) mit einem kurzen Blick also gesehen.
Der „Bulle von Tölz“ erkennt, dass es Mord ist, da sich der nun Tote nicht selbst hatte auf den Bauch drehen können – bedingt dadurch, dass er altersbedingt  schwach war – und rief die Spurensicherung.
In der nächsten Szene ist schon die Spurensicherung da.
Der Sohn des Verstorbenen kommt hinein und verharrt kurz, dann schaut er seinen nun auf dem Rücken liegenden verstorbenen Vater an. Er sieht die noch geöffneten Augen seines toten Vaters. Er fährt mit der Hand darüber und schließt die Augendeckel.

Wie ist dies möglich?
Laut Gerichtsmediziner war der Tote schon vor dem Auffinden einige Stunden tot. Die Leichenstarre hatte also schon eingesetzt. Also kann man die Augen nicht mehr schließen.
Aber es gibt noch etwas anzumakeln.
Der Tote wurde laut Gerichtsmediziner und Spurensicherer während des Schlafs auf den Bauch gedreht, ohne es gemerkt zu haben.
Warum hat er dann die Augen geöffnet, wenn er doch geschlafen hat?
Obwohl der Mann schon stundenlang tot war, sieht er noch quicklebendig aus, keine Leichenblässe, keine Leichenflecken, keine anderen Hinweise!
Die „Make-up-Artisten“ haben keine gute Arbeit geleistet.
Die anderen Beteiligten hätten dies aber auch merken sollen müssen.

Muss ich denn auf alles achten?

The Joker

Im laufen neben Heimatfilmen auch sog. Eifersuchtsdramen.

Ein Beispiel:
Eine Familie besteht aus dem Vater, der Mutter und zwei Kindern.
Die Mutter ist treusorgend und bringt die Kinder von Termin zu Termin wie Musikschule, Gymnastik, Ballettschule etc.
Sie opfert sich aber auch selbstlos für ihren Gatten, der Angestellter in gehobener Stellung ist, auf. Ihr Gatte ist Workaholic. Er bringt einen Haufen Geld mit nach Hause.
Das Eheleben ist ausgewogen, man kann sich alles leisten wie ein Haus, Autos etc.
Doch plötzlich kommt heraus, dass der Vater fremdgeht.

Diese Dramen kennt wohl jeder, der fernsieht.
Eifersuchtsdramen haben eine festgelegte Handlung, verlaufen also immer gleich.
Erst wird die perfekte Ehe gezeigt, dann plötzlich muss die Mutter erkennen, dass ihr Mann fremdgeht.

Wie geht es nun weiter?
Die Mutter ist erstmal enttäuscht und heult und heult und heult …
Dann entscheidet sie sich aber – entgegen aller Logik – , ihren Mann zurück zu erobern.
Sie „weiß“, dass ihr Mann sie ja im Prinzip (noch) liebt.
Sie nimmt sich einen Lover und macht ihren Mann „eifersüchtig“.
Nach langem Hin und Her kehrt ihr Mann, der befürchtet, seine Frau zu verlieren, zurück zu ihr. Dies macht er deswegen, weil er zwar fremdgehen darf, aber überhaupt nicht damit klarkommt, dass seine Frau ihrerseits auch fremdgeht.
Die „Eheharmonie“ ist wieder hergestellt. Alles ist wieder wie vorher.

Die „Logik“, die dahinter steckt, ist, dass negativ und negativ positiv ergibt.
Aus Fremdgehen und Fremdgehen entsteht also Eheharmonie.
So etwas kann nur das Fernsehen bzw. können nur Filmschaffende und das sehr oft …

Auf der Titelseite des Arme-Reiche-Promi-Heile-Welt-Mitleid-Story‑ und-Moralheuchel-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt“ – „Neue Post“ konnte man in einem Aufmacher lesen, dass Johannes Heesters exklusiv für sie schreibe.
Auf irgendeiner Seite kann man dann lesen, was Johannes Heesters schreibt.
Er meldet sich eher zu Wort.
Es sagt, dass es ihm gut gehe. Er räumt auch mit den Gerüchten auf, er sei schwer krank.
Auch stimme es nicht, dass er einen Hörsturz erlitten habe, wie einige „Boulevard-Blätter“ behaupteten u.v.m.

Wie muss man es nun kontextuell werten, dass die „Neue Post“ auch diese Gerüchte über Wochen genährt hat, die Johannes Heesters nun entkräftet hat?
Hat sich Heesters wirklich gemeldet oder muss die „Neue Post“ eine Richtigstellung bzw. Gegendarstellung veröffentlichen, die nur anders deklariert wurde?

Team SemantischesSpirale

In einem Team sind verschiedene Personen vereint.
Wenn jemand ein Problem hat, helfen die anderen natürlich.
Dies ist eine Frage der Ehre, und es wird nicht darüber gesprochen, sondern einfach getan.
Was ist aber, wenn ein und dasselbe Teammitglied meint, die anderen müssten auf sie immer Rücksicht nehmen? Wenn sie z.B. kälteempfindlich ist?
Das Team nimmt natürlich Rücksicht und schwitzt oft.
Rücksicht ist eine Tugend.

Aber nicht immer!

Wenn die Person, die Probleme hat, unumwunden auf „ihr Recht“ pocht, wird die Tugendhaftigkeit der anderen ausgehöhlt.
Diese Person nutzt also die anderen aus und schiebt vor, die anderen müssten tugendhaft – rücksichtsvoll – sein. Sie vergisst aber, dass sie sich mit ihrem Verhalten nicht tugendhaft verhält, denn sie ist egoistisch, wenn sie nur auf „ihr Recht“ pocht.
So kommt es irgendwann dazu, dass das Team sich nicht mehr ausnutzen lässt, und für sie nicht mehr (uneigennützig) schwitzt.
In einem Team gilt nämlich der hehre Grundsatz:
„Das Wohl vieler steht über das Wohl einzelner.“

Wütend

Die Erderwärmung – welch‘ ein Graus!“
Treibhausgase – Kohlendioxid – Ozonloch!“
Autoabgase tragen zur Klimaschädigung bei.“

Nach Bekanntwerden des zweiten Teils des Weltklimaberichts der Vereinten Nationen reden sich die Politiker in Rage, wie schlimm doch alles sei.
Man kann natürlich depressiv werden, wenn man den Bericht liest, und man muss etwas gegen die fortlaufende Umweltzerstörung tun.
Das bezweifelt niemand.
Doch hat es sich bis vor kurzem niemand gewusst und ist alles ganz neu?
Mitnichten!
Es ist seit langem bekannt.
Wer etwas Anderes behauptet, lügt.

Vor knapp fünfundzwanzig, dreißig Jahren begann sich die Umweltschutzbewegung, in das Auge der Allgemeinheit zu schieben. Die Umweltbewegung etablierte sich langsam aber stetig.
Auto‑ und Industrieabgase wurden als Verschmutzer Nummer Eins genannt, gegen Kernenergie wurde gewettert, man sprach sich gegen „Triebhausgase“, sog. FCKW (Englisch : CFC) aus.
Langsam begann man umzudenken, die Firmen begannen, (bessere) Filtersysteme einzubauen., umweltfreundliche(re) Technologie wurde erfunden und benutzt.

Warum haben wir dies getan?

Weil wir schon lange wussten, dass die irgendwann in die Knie geht.

Wer jetzt behauptet – allen voran die Politiker und Firmenbosse – er habe nichts gewusst und beginnt erschrocken aufzuschreien, ist ein Lügner.

Nicht erkannt werden ...

Nachdem sich die „Neue Post“ ein „Verhältnis“ zwischen der Sängerin Mireille Mathieu und dem „Volksmusikstar“ Florian Silbereisen zusammenhalluziniert und sich dann auch noch Beweise dafür zusammenfantasiert hatte, musste sie natürlich Farbe bekennen, weil (fast) jeder bemerkt hatte, dass es nicht stimmt(e).
Vor ein paar Wochen hatte die „Neue Post“ damit begonnen, der Wahrheit nahe zu kommen.
So tut sie so, als hätte sie die Wahrheit gepachtet und strickt sich eine interessante Geschichte, um dahin zukommen, dass alles eingerenkt ist.
Sie behauptet, Silbereisen und Mireille Mathieu hätten Beziehungsstress.
Um diesen Quatsch zu untermauern, konnte man noch eine Story über das „Liebespaar“ lesen. Diese war aber nur dazu da, sich selbst etwas zu beweisen.
So gebe es angeblich neue Beweise in der französischen Zeitschrift „France Dimanche“ dafür, dass doch ein „Verhältnis“ bestehe.
„Neue Post“ macht daraus DEN Liebesbeweis schlecht hin.
Dann folgt wieder der Sermon, dass Silbereisen immer wieder mit Frauen Schluss mache, wenn sie ihm zu nahe kämen.
Silbereisen hat sich ja bekanntlich vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt, dann soll sich laut „Neuer Post“ ein „Verhältnis“ zwischen ihm und Mireille Mathieu entwickelt haben.
Den Rest kennt man ja zur Genüge.
Schon gerissen, diese „Taktik“, um die Schuld von sich zu weisen und den beiden doch ein „Verhältnis“ andichten zu können.

Man hätte auch Rückgrat beweisen können und sagen können, man hätte sich geirrt.

Die Kirchen sind aktiv in der sog. „Militärseelsorge“ tätig.
Sie begleiten Soldaten seelsorgerisch durch Krisen.
In jüngster Zeit hat sich die „Militärseelsorge“ geändert, denn bedingt durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr ist es wichtig, Soldaten beizustehen, wenn sie Heimweh durch die Trennung von den Familien haben. Gleichzeitig stehen die „Militärseelsorger“ den Soldaten aber auch bei Ängsten bei. Dies kann die Bedrohung durch den Feind sein, die Trauer über getötete Kameraden. Ebenso ist aber auch die psychische Belastung durch die eigene Schuld – wenn man jemanden töten musste – etwas, was man nicht so schnell oder gar nicht verarbeiten kann.
Die „Militärseelsorger“ sind bei der Ausbildung der Soldaten im Bereich des „Lebenskundlichen Unterricht“ tätig. Diesen Bestandteil füllen die Kirchen mit eigenen Inhalten.

Das hört sich alles positiv an, doch was mir fehlt, ist, dass die Kirchen im Zusammenhang der „Militärseelsorge“ nicht ein Wort darüber verlieren, dass Krieg ein Verbrechen an der Menschheit ist.

Oder haben sie „nur“ das fünfte Gebot vergessen, das da lautet:
Du sollst nicht töten!

Fernseher

„K11“ ist eine „Krimi-Doku-Serie“ bei sat.1.
Schauspieler stellen reale Kriminalfälle nach.

In einem Fall ging es darum, dass eine Internatsschülerin mit einem Seil erdrosselt wurde. Die Ermittlung verläuft schleppend, weil viele Schülerinnen verdächtig sind, doch dann will eine Mitschülerin der Ermordeten deren Ex-Freund unter Druck setzen, weil sie einen Verdacht hat.
Die Ermittler – eine blonde, kurzhaarige Kommissarin und ein glatzköpfiger Kommissar – sind zur Stelle und können den Täter und dessen Helfer stellen und verhaften.
Schnitt!
Während einer kurzen Einspielung sagte eine Stimme: „Wie kommt das Mädchen mit der Todesangst zurecht? Nach der Werbung erfahren Sie es.“
Nach knapp fünf Minuten Werbung geht es weiter mit K11, eine satte Minute.
Die Gesichter der Täter erscheinen und eine Stimme erklärt, welche Strafen sie bekamen. Auch kann man das Strafmaß in einer Auflistung ablesen.
Dann einige Sekunden vor dem Abspann sagt die Stimme noch: „Das Mädchen hat zusammen mit ihren Mitschülerinnen den Verlust der Freundin und die damit zusammenhängende Gewalttat nach eine schweren Zeit verarbeitet.“
Abspann!
Ende!

Man fragt sich, welchen Zweck die Ankündigung hatte.
Wohl nur einen – dass man Werbung schaut und „dran“ bleibt, um den (vermeintlichen) Rest von K11 nicht zu verpassen.

Dass es in Deutschland auch so weit ist, dass Begriffe „verschönert“ werden, bemerkt man immer öfters.
Leider!
Im Amerikanischem nennt man dies „Political Correctness“.
Anstatt „Großbrand“ sagte man den „verschönerten“ Begriff „schnelle Oxidation“.
Das hört sich angeblich nicht so schlimm an und man kann die Menschen belügen, ohne dass sie es wirklich merken.
Wer nicht „politisch korrekt“ spricht, outet sich, zumindest in den Augen der „Politschkorrekten“.
Daran, dass „Behinderte“ nicht mehr „Behinderte“ sind, sondern „Menschen mit Behinderungen“, hat man sich wohl oder übel gewöhnen müssen.
Vor Kurzen habe ich eine weitere Stufe der „Verschönerung“ von „Behinderten“ mit anhören müssen …

Der Seelenpflege Bedürftige

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