Artikel-Schlagworte: „Zerrissenheit“

Sie ziehen jeden Tag durch die Läden.
Niemand weiß, wieviele es sind. Sie sind omnipräsent, und jeder kennt mindestens eine(n) von ihnen.
Man sieht sie sehr oft vor den Kiosken oder bei den Tankstellen.
Bevor es dunkel wird oder kurz vor Ladenschluss decken sie sich mit Proviant ein.
Sie brauchen einen bestimmten Pegel von Alkohol im Blut, den sie während des ganzen Tages auffüllen, damit sie das „böse Leben“ vergessen können. Sie leben neben der Realität her und trinken sich ihr Leben „schön“.
Sie sind im Glauben, niemand merke, dass sie den ganzen Tag Alkohol trinken,.
Die mit dem grobschlächtigem Gesicht, den Sprachstörungen, dem schwankendem Gang und der Alkoholfahne.
Sie glauben, es vor allen vertuschen zu können.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Es wird ja viel geschwafelt heutzutage …
So meinen viele Kinder bzw. Jugendliche, sie wären allwissend, weil sie schon sooo alt seien und vor allem Erfahrung ohne Ende hätten.
Einige behaupten auch, von Zeitgenossen – größtenteils den Eltern und/oder Verwandten – keine Lehre annehmen zu müssen, weil sie schon erwachsen seien. Sie weisen aber auch manchmal daraufhin, dass sie viel gelesen haben und deswegen über Erfahrung en masse verfügen.
Angelesene Erfahrung also!
Erfahrung ist allerdings etwas anderes, als sich anzulesen, wie das Leben funktioniert.
Als Erfahrung wird zweierlei bezeichnet: im Einzelfall ein bestimmtes Erlebnis eines Menschen in Form eines von ihm selbst erlebten und damit selbst wahrgenommenen Ereignisses, oder allgemein – und dann im Sinne von „Lebenserfahrung“ – die Gesamtheit aller Erlebnisse, die eine Person jemals gehabt hat
…
Im Alltag bezeichnet allgemein Lebenserfahrung das im Laufe eines Lebens gewonnene erprobte und bewährte Wissen.
Berufserfahrung bedeutet, jemand übte lange eine bestimmte Tätigkeit aus, legte sich – mit vielen verschiedenen Situationen konfrontiert, die gemeistert werden mussten – ein breitgefächertes Wissen zu.Aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserfahrung
Berufserfahrung wird von Schülern auch schon so deklariert, irgendwann mal einen Ferienjob gemacht oder Werbeblätter verteilt zu haben.
Von schlauen Schülern gibt es permanent peinliche Versuche, sch als erfahren zu deklarieren, indem man sagt, mein sei intelligent. Intelligenz hat nichts mit Erfahrung zu tun. Intelligente Leute können scheitern, „dumme“ Erfolg haben.
Erfahrung kann gute oder schlechte sein.
Erfahrung ist angesammelte soziale Kompetenz, geschult in Jahren des Testens, Meisterns, Scheiterns etc.
Erfahrung lässt einen wieder aufstehen. Es gibt auch Manischdepressive durch schlechte Erfahrung.
Erfahrung lässt sich nicht im stillen Kämmerlein anlesen, ebenso wenig wie Wissen.
Erfahrung ist die permanente Interaktion mit dem realen Leben auf der Straße.
Erfahrung speist sich aus dem Kennenlernen neuer Herausforderungen und neuer Perspektiven – außerhalb des stillen Kämmerleins.
Wer sich ins stille Kämmerlein zurückzieht und von da aus sein Leben managen will, wird scheitern…
… aus Mangel an Erfahrung.
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Da sitzen sie – „hängen in sich zusammengesackt“ ist die bessere Beschreibung hierfür – auf den Bänken nahe den Kinderspielplätzen.
„Allllter, heu-e hattn wir Ma-mmma-tik. hab nix eschnallt“
„Voll kraaaaaaasssssss Alll-lll-t-t-eeeeeeer di-hie Sch-sch-schule“
„Dihie L-l-leh-herers al-alll-e b-b-bescheuert unnn voll beschmiert, Allllter“
Sie glänzen mehr durch Artikulationsprobleme als durch Intelligenz, von einem kleinen Fünkchen Wissen ganz zu schweigen.
Die Flaschen Hochprozentiges, die vor ihnen stehen oder die sie apathisch in den Händen halten, haben eine aufrechteren Gang als die, die andauernd daran nippen.
In der Masse fühlen sie sich stark. Alleine heulen sie schon, wenn man sie länger als einen Sekundenbruchteil anschaut oder neben ihnen hustet.
Durch Alkohol werden sie wer und was. Alkohol schenkt ihnen die Identität, die sich schon immer haben wollten.
Der Weingeist ist der einzige Geist, der im Kopf etwas darstellt.
Nicht artifical dumpness, sondern natural born dumpness!
Das ist das Deutschland von morgen!
Hoffentlich geht vorher die Welt unter!
Nachtrag:
Wie „tough“ diese „coolen Schüler“ doch für die Berufsausbildung sind:
http://www.welt.de/wirtschaft/article7101576/Schulen-und-Eltern-versagen-bei-der-Ausbildung.html

Während eines Ersthelferlehrgangs fragte uns der Kursleiter, was wir machten, wenn jemand mit einem Messer wild gestikuliere und sage, er wolle sich umbringen.
Ein Kursteilnehmer meinte, er ginge auf den potentiellen Selbstmörder zu, entwaffne ihn und rette ihn. Dem pflichteten die meisten anderen bei.
Der Kursleiter widersprach. Er sagte: „Wenn er sich umbringen will, lasst ihn sich von mir aus die Pulsadern an der Hand aufschneiden.“
Dies stieß auf wenig Gegenliebe, denn schließlich muss man Leben retten.
Der Kursleiter sagte, man solle auf Abstand gehen, um nicht selbst verletzt zu werden, und den Selbstmordkandidaten noch in seinem Tun bestärken.
Irgendwann schnitte er sich die Pulsadern auf.
Nach einer Minute des „Ausblutens“ sei er so schwach und widerstandslos, dass man ihm ohne Gegenwehr das Messer abnehmen könne und danach erste Hilfe leisten könne.

Der tuntige FDP-Chef Guido Westerwelle erntet momentan viel, vor allem (heftige) Kritik!
Dabei hat er doch nur gesagt, dass es nicht angehen kann, dass die arbeitende Bevölkerung (stellenweise) weniger als die Hartz-IV-Empfänger finanziell in der Tasche hat.
Westerwelle spricht etwas aus, was viele denken, sich aber nicht auszusprechen trauen.
Die „politischen Gegner“, Sozialverbände etc. plustern sich wie Hühner auf und gackern etwas von Arroganz gegenüber den Ärmsten und Bedürftigen. Ja, reden sogar davon, dass Westerwelle das Volk in Arbeitende und Nicht-Arbeitende spalten will.
Dabei geht es aber gar nicht!
Westerwille hat gesagt, dass
- es nicht angehen kann, dass Arbeitende weniger in der Tasche haben als Arbeitslose.
- mehr Repressalien gegen Arbeitsunwillige eingesetzt werden müssen.
- es eine Diskussion über die Reform der Job-Center bzw. Arbeitsagenturen geben muss.
Es geht darum, dass hauptsächlich Arbeitsunwillige so weitermachen können, wie sie es schon immer gemacht haben und dafür auch noch Sozialleistungen bekommen.
Pinkwart, Westerwelles Parteikollege, sagte, dass man etwas für die Sozialleistungen erwarten können dürfe.
Beide, Westerwelle und Pinkwart, bezogen sich auf Ausländer, die schon lange in Deutschland leben, lange arbeitslos sind und sich dagegen wehren, Deutschkurse und arbeitsmarktliche Orientierungseminare zu besuchen.
Sie beziehen sich dabei darauf, dass korrektes Deutsch – vor allem das Verstehen – sehr wichtig sei, um Arbeit zu bekommen und zu behalten.
Es ging aber auch um Deutsche, die sich weigern, arbeitsmarktliche Orientierungsseminare oder Fortbildungen zu besuchen.
Die Bundesarbeitsagentur legte sofort nach und veröffentlichte Statistiken, dass die Arbeitsunwilligkeit ja gar nicht so schlimm sei.
Bewiesen ist immerhin – statistisch – dass knapp zwanzig Prozent der Arbeitslosen kein Interesse haben, einen Job anzunehmen und sich einfach auf das soziale Netz verlassen, ohne auch nur einen Finger krumm zu machen.
Das wollen aber die anderen Politiker nicht wahrhaben und werfen der FDP Volksvergiftung und Populismus vor.
Die FDP traut sich nur das anzuprangern, was schon lange schwelt.
Aus falschem Sozialbewusstsein darf man die Arbeitslosen nicht angreifen, weil es ja gemein ist, die sowieso schon Gebeutelten zu schlagen!
Es kann aber auch nicht sein, dass Arbeitslose – 20 Prozent davon – meinen, sich auf Kosten der Solidargemeinschaft durchfressen zu dürfen.
In der Diskussion geht es aber auch um die Effizienz der Arbeitsagenturen bzw. Job-Center.
Jedes Unternehmen auf dem freien Markt, das so arbeitete wie diese, wäre schon längst weg vom Fenster.
Mehr Anreize für Arbeitswillige und mehr Repressalien gegen Arbeitsunwillige!
Das ist der Tenor der FDP.
Rufen wir uns ein Sprichwort in Erinnerung!
„Die Wahrheit ist eine Hure. Man sollte sich nicht mit ihr erwischen lassen.“

Karneval – mancherorts auch Fasnacht, Fasching, Fassenacht etc. genannt – die Zeit der ausgelassenen Freude.
Pünktlich zur „Narrenzeit“ setzen die „Narren“ und „Jecken“ ihre lustigen Hüte auf, pappen sich rote kugelförmige Nasen ins Gesicht, malen sich lustige Herzchen auf die Wangen und sind lustig!
„Rumskedi Helau!“
„Helau!“
„Alaaf!“
Sind die „Narren“ und „Jecken“ wieder wieder gut drauf und so lustig!
Wenn das lustige Herzchen auf der Wange nicht gereicht hat, klatscht man sich eben pfundeweise weiße oder andersfarbige bzw. bunte Schminke mit oder ohne (erkennbare) Muster ins Gesicht.
Dann klappt es!
Lustig!
Ta-taaa, Ta-taaa, Ta-taaa!
Das ganze Jahr sitzen die Miesepeter auf der Stelle, trauen sich nicht mal zu husten, weil es sich ja negativ auswirken könnte, aber zu Karneval …
Lustig!
Übers Jahr wird jede Freude unterdrückt, aber zu Karnval …
Lustig!
Weiberfastnacht …
Lustig!
Rosenmontag …
Lustig!
Klingeldienstag …
Lustig!
Aschermittwoch …
Karneval war lustig, aber nun wieder ernst bis nächstes Jahr Karneval!

Aus NRW – Nordrhein-Westfalen – kommend ist uns der schwäbisch-alemannische „Karneval“ – genannt Fasnet – doch sehr suspekt.
Die schwäbischen „Narren“ tragen Holzmasken und zerlumpte Kleidung.
Eine Schwäbin und Fasnet-Begeisterte erklärte uns den Unterschied zwischen dem nordrhein-westfälischen und dem schwäbisch-alemannischen.
Die Schwaben wollen den Winter mit ihrem furchterregenden Aussehen vertreiben.
Die Narren und Jecken aus NRW hingegen begrüßen den Frühling, tragen freundliche Kleidung und feiern ausgelassen und fröhlich.
Wir haben uns schon lange gefragt, wie es kommt, dass die Schwaben so stur und abweisend sind.
Jetzt fällt es uns wie Schuppen aus den Haaren Augen.
Die Schwaben wollen den Winter nicht und vertreiben ihn.
So ist es sehr oft auch mit Neuem, wie uns Schwaben erzähl(t)en.
Man schaut sich Neues erstmal aus der Distanz an und wartet ab.
Anstatt es als eine Möglichkeit anzunehmen, verschanzt man sich lieber hinter „Moral und Anstand“ und vertreibt das Neue.
Dies manifestiert sich auch beim Fasnet.
Anstatt den Frühling freudig zu begrüßen und ihn willkommen zu heißen, schaut man lieber grießgrämig herein und vertreibt den Winter …

Vonwegen „Frohe Weihnachten“!
Erst im Jahre 2012!
Glühwürmchen arbeitet im medizinischen Bereich und wie bekannt ist, gilt dort die sog. Sieben-Jahre-Regelung.
Ausgehend vom Turnus „Montag bis Sonntag“, muss Glühwürmchen 2009 über Weihnachten arbeiten, weil turnusmäßig noch kein Sonntag erreicht ist.
In der „einen“ Woche – also Montag bis Sonntag bis 2011 – muss Glühwürmchen auf Weihnachten arbeiten und hat über Sylvester/Neujahr frei.
2012 ist Heiligabend auf einem Montag, also hat Glühwürmchen auf Weihnachten frei, muss also „über die Jahre“ arbeiten.
Dies geht dann so lange, bis ein Heiligabend wieder auf einen Montag fällt.
Dann gehen wieder die sieben Jahre – sog. Wochen-Turnus – los, in denen Glühwürmchen über Weihnachten arbeiten muss.
Diese Regelung ist völlig realitätsfern, denn laut Bundesarbeitsgesetz ist dies nicht zulässig, da man – basierend auf religiöser Betätigung – niemanden zwingen kann, jahrelang auf Heiligabend bzw. über Weihnachten auf den Kirchgang zu verzichten.
Auch für den persönlichen/privaten Bereich ist es schon eine Anmaßung, so etwas zu erlassen.
Bei Familien, die Kinder haben, müssen also die Kinder „schön im Takt“ sieben Jahre auf gemeinsame Weihnachten verzichten.
Es gibt auch keine Ausnahme zu dieser Regelung.
Sieben Jahre kein gemeinsames Weihnachten, dann sieben Jahre nicht ins neue Jahr feiern können.
An einen Turnus „Dies Jahr auf Pfingsten frei, dafür nächstes Jahr Ostern frei“ kann man sich einstellen, aber von oben angeordnet zu bekommen, sieben Jahre auf gemeinsames Weihnachten – ohne Ausnahme – zu verzichten ist eine Anmaßung sondergleichen.
Das Problem bei der Sieben-Jahre-Regelung ist ein rechnerisches.
Einmal von Montag bis Sonntag ist nur ein Schaltjahr dazwischen, im zweiten Turnus sind zwei Schaltjahre dazwischen.
Weil dieser Turnus nämlich nicht reale sieben Tage als Grundlage hat, sondern einen Wochenturnus, ist diese Regelung ungerecht, denn diejenigen, die im Turnus „zwei Schaltjahre“ arbeiten, müssen de facto einmal weniger arbeiten als die im Turnus „ein Schaltjahr“.
Dies ist absolut ungerecht.
Weiterhin ist die Regelung – wie oben gesehen – unsozial.
Wir geben ein persönliches Beispiel.
Wir sind im November 2008 zusammengezogen, und Glühwürmchen musste 2008 über Weihnachten arbeiten, glücklicherweise Heiligabend vormittags.
Wir konnten also abends die Bescherung machen.
2009, 2010 und 2011 können wir wieder auf Weihnachten verzichten, weil Glühwürmchen nämlich noch im Turnus ist.
Herzbeben bereitet gerne das Essen vor und macht auch liebend gern die Organisation zu Weihnachten. Dies ist hier nicht die Frage.
Wir leben zusammen und können jahreang nicht miteinander Weihnachten feiern, weil irgend jemand etwas in einem Zustand geistiger Umnachtung „erfunden“ hat.

Ob Jung oder Guttenberg, verlogen sind sie beide, die „Kriegsminister“!
Im Kundus, wo eine Hochburg der Taliban ist, gibt es einen „Einsatz gegen den Terrorismus“.
Das Mandat hat die ISAF, die der NATO unterstellt ist.
Im Kundus, Afghanistan, bombadiert die ISAF wie wild herum, und auch Deutschland mischt im Rahmen der „ISAF-Mission“ – weil Deutschland ja auch Mitglied ist – mit.
Aber es handelt sich nicht um einen Krieg, sondern um einen „kriegsähnlichen Kampf gegen Terrorismus“, an dem Deutschland auch schon deswegen teilnimmt, um im eigenen Land die Demokratie zu verteidigen.
Im September haben die Deutschen im Kundus zwei Tanklastzüge bombadiert.
Aufschrei!
„Wie konnte das passieren? Sind wir im Krieg?“
„Keine Panik! Es wurden nur Tanklaster zerbombt!“
Gut, die Kollateralschäden von Zivilisten muss man in Kauf nehmen!
Aber es ging nur um die Tanklaster, die von den Taliban dazu benutzt werden sollten, einen Terroranschlag durchzuführen.
Dann gab es vor wenigen Wochen Zoff!
„Man kann doch nicht einfach so herumbomben und Leute mit in den Tod reißen!“
„Doch, es waren Taliban, die wir (auch) töten wollten.“
Jetzt geht es aber rund!
Wie kann man sich erdreisten, gezielt Menschen zu töten, auch Talibane sind Menschen!
Im Kundus kämpft die ISAF gegen die Taliban.
Die Taliban waren sich nie zu schade, wenn es darum ging, Menschen in ihrem Wahn zu töten.
Nun hat ein deutscher Kommandeur richtig gehandelt und wollte gezielt Feinde töten, was man als Soldat im Krieg ja als Hauptaufgabe tut, und bekommt Schelte.
Die deutsche Regierung könnte ihn in Schutz nehmen und sagen „Wir sind im Krieg im Kundus, und dabei haben unsere Soldaten Feinde getötet.“
Das geht nicht!
Weil es sich ja nicht um einen Krieg handelt, sondern nur um einen Kampf, in dem auch militärische Mittel benutzt werden dürfen.
Jung, Guttenberg, Merkel, Steinmeier und wie die Stichmännchen alle heißen, wissen ganz genau, um was es sich handelt, geben es aber nicht zu, denn dann müssten sie ja vom Krieg sprechen und die Bundeswehr ist ja eine Verteidigungarmee, wie es im Grundgesetz verbrämt ist.
So lügt man das eigene Volk lieber an und lächelt über dessen „Dummheit“.

Es begann damit, dass Carla ein paar Pusteln am Ohr hatte, die uns aber nicht wirlkich störten, ebensowenig wie die kaputten Stellen an den Gelenken, da wir wissen, dass Carla beim Spielen ab und zu gegen die Heizung, den Tisch, den Stühlen etc. knallt, wenn sie nicht aufpasst und mal wieder zu viel Energie mit ins Spiel bringt.
Carla begann irgendwann zu humpeln.
Weil es schlimmer wurde, besuchten wir den Tierarzt und Carla bekam Medikamente, weil der Verdacht bestand, dass irgendetwas am Gelenk nicht in Ordnung sei.
Carla hatte auch Durchfall.
Irgendwann erkannte dann der Tierarzt den kausalen Zusammenhang, dass Carla aus Kalabrien/Italien stammt, Pusteln an den Ohren hatte, unter Gelenkschmerzen litt und Durchfall an der Tagesordnung stand.
Ein Anfangsverdacht war da.
Der Durchfall ging wieder weg, wie er gekommen war.
Wir dachten, es sei eine Allergie gegen Lebensmittel gewesen. Wir hatten ein anderes Hundefutter gekauft und anscheinend hörte der Durchfall auf.
Nach mehreren Blutuntersuchungen war die erschreckende Diagnose gestellt.
Leishmaniose!
Eine bei Menschen heilbare Krankheit, bei Hunden jedoch nur behandelbar, nicht heilbar!
Leishmaniose ist so heimtückisch, dass die Erreger nicht vom Immunsystem angegriffen werden können, sondern diese wuchern dort, wo es nicht hinkommt.
Allupurinol – bei Menschen gegen Gicht eingesetzt – hilft Carla, jedoch kann die Krankheit immer wieder ausbrechen, zwar nicht so stark wie unbehandelt, aber sie macht sich stellenweise arg bemerkbar.
An Leishmaniose erkrankte Hunde können allerdings sehr alt werden.
Unser Mäuschen sehr krank!
Wir gaben nicht auf, obwohl es einen Moment gab, in dem wir uns sagten: „Wenn sie weiter so leiden muss, sollten wir ihr Leiden verkürzen.“
Das war an dem Tag, an dem Herzbeben mit Carla Gassi gegangen war und Carla kraftlos von der Treppe gerutscht und in sich zusammengesackt war.
Herzbeben trug Carla in die Wohnung hinein und streichelte sie liebevoll. Carla zitterte und hatte Angst.
Unser Mäuschen erholte sich wieder etwas.
Als Glühwürmchen nach Hause kam, wollte Carla zu ihr und brach wieder zusammen, bekam den Popo nicht hoch, so sehr sie sich auch bemühte.
Ein Bild des Elends!
Uns standen die Tränen in den Augen.
In diesem Moment hatten wir den Gedanken, aber zum Wohl von Carla!
Doch wir gaben nicht auf!
Carla spürte dies und fasste neuen Mut und neue Kraft.
Solange sie noch so schlapp war, trugen wir sie nach draußen, damit sie ihrer Notdurft nachgehen konnte.
Carla spürt(e) die endlose Liebe, die wir ihr entgegen brachten und bringen und schöpft(e) neuen Mut.
Es ging und geht ihr stetig besser und besser.
Sie tobt wieder herum, als wäre nie etwas gewesen.
Ab und zu hängt sie daneben, aber wir sind bei ihr und stehen ihr zur Seite, zeigen ihr, dass sie nicht alleine ist.
Wir geben nie auf.






















